Die Schwindsucht raubte Dr. Pinecroft mehrere Kinder und die Frau. Nur seine Tochter Louise ist ihm geblieben. Erfüllt von Trauer zieht er mit ihr in ein weitläufiges Anwesen am Meer, das einsam über den Klippen von Cornwall steht.
Aber Dr. Pinecroft hat Pläne: Überzeugt, dass eine Heilung möglich ist, lässt der Arzt einige an Schwindsucht leidende Gefangene in die Höhlen unter Morvoren House bringen. Was dort geschieht hat Folgen, die über die Jahrzehnte hinweg nachhallen.
40 Jahre später trifft Hester Why ein, um die inzwischen teilweise gelähmte und stumme Miss Louise zu pflegen. Doch in ihrem neuen Zuhause lauert das Unheil ...
Laura Purcell hat mit ihren Romanen eine ganz eigene Art von düsterer, geradezu beängstigender Lektüre geschaffen, die den Leser in einen Hauch von Horror und Unheimlichkeit hüllt. Ist Übernatürliches am Werk oder Wahnsinn?
Guardian: »Purcell hat ein sicheres Gespür fürs Erzählen, für Atmosphäre und ein scharfes Auge für die wichtigen Details der Sozialgeschichte. Oh, und sie wartet mit einigen angemessen makabren letzten Enthüllungen auf.«
Sunday Express: »Eine viktorianische Geschichte voller Laudanum, Tuberkulose und möglicherweise Feen. Eine kluge, gruselige Lektüre.«
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Esther N. (Mitglied der Book Circle Community) am 14.10.2025
Bewertungsnummer: 2625296
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Laura Purcell hat mit Das Porzellanhaus erneut bewiesen, dass sie eine Meisterin des viktorianischen Schauerromans ist. Schon das Cover ist ein echter Blickfang – es spiegelt die düstere Atmosphäre und den geheimnisvollen Inhalt perfekt wider. Die hochwertige Ausstattung mit bedrucktem Farbschnitt und Leseband macht das Buch auch optisch zu einem Erlebnis.
Dr. Pinecroftt zieht nach dem Verlust seiner Familie mit seiner Tochter Louise in das abgelegene Morvoren House ein – ein Anwesen, das einsam über den Klippen Cornwalls thront. Dort verfolgt er einen fragwürdigen Plan zur Heilung der Schwindsucht, der weitreichende und unheimliche Folgen hat. Jahrzehnte später tritt Hester Why als Pflegerin in das Haus ein und wird mit den Schatten der Vergangenheit konfrontiert.
Ich empfand den Roman als eine kluge, gruselige Lektüre, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Laura Purcell versteht es meisterhaft, eine dichte, unheimliche Atmosphäre zu schaffen, die von Anfang bis Ende anhält. Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge, die die Spannung steigern und die Geschichte vielschichtig machen. Auch der historische Aspekt – der Umgang mit Tuberkulose im 19. Jahrhundert – war faszinierend und gut recherchiert.
Purcells Stil ist düster, psychologisch tiefgehend und mit einem Hauch von Horror. Für mich war dieses Buch die perfekte Wahl für den Halloween-Monat – atmosphärisch, beängstigend und absolut fesselnd.
Ein atmosphärisch dichter viktorianischer Schauerroman mit medizinischem Wahnsinn, düsteren Geheimnissen und einer Prise Übernatürlichem. Für Fans von Gothic Fiction und psychologischen Thrillern ein absolutes Muss.
Dieser Thriller legt sich kalt und feucht auf die Haut
NiWa am 02.06.2024
Bewertungsnummer: 2214547
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dr. Pinecroft hat an die Schwindsucht fast alles verloren: die Kinder, die Frau und den guten Ruf. Geblieben ist ihm seine Tochter Louise und die selbst auferlegte Mission, ein Heilmittel für die heimtückische Krankheit zu finden. Dazu nimmt er sich leidender Häftlinge an und führt ein erbarmungswürdiges Experiment mit ihnen durch.
Vierzig Jahre danach ist Louise selbst ein Pflegefall. Großteils gelähmt und verstummt wird sie von der frisch eingetroffenen Hester Why gepflegt, die vor einem grausigen Geheimnis in London geflohen ist.
„Das Porzellanhaus“ von Laura Purcell ist ein weiterer viktorianischer Thriller, welcher sich kalt und feucht auf die Haut legt. Es wird richtig ungemütlich und die Schauerstimmung weht wie beißender Wind mitten ins Gesicht.
Obwohl ich überhaupt keine Cover-Käuferin bin, gestehe ich, dass mir Aufmachung des Romans unheimlich gut gefällt. Wäre nicht der herausgebende Verlag, welcher für großartige Thriller- und Gruselstimmung birgt, würde ich eine zartere Geschichte dahinter vermuten.
Autorin Laura Purcell hat ihr eigenes Genre geschaffen. Zumindest ist mir kein:e weitere:r Schriftsteller:In bekannt, welche:r sich mit viktorianischen Thriller einen Namen macht. Sollte es doch andere geben, bin ich mir relativ sicher, dass die Autorin die Königin ihrer Schauer-Epoche ist.
Für Hester Why geht die Reise jedenfalls nach Cornwall, wo sie die Zofe von der betagten Louise wird. Die Anstellung ist ihre einzige Chance, den Ereignissen in London zu entrinnen, wo sie unter richtigem Namen Furchtbares angerichtet hat.
In mitreißenden Rückblenden erfährt man die Hesters Geschichte, was sie beutelt, wovor sie sich fürchtet und wie es kommt, dass sie ein wahrlich zer- und gestörtes Wesen in sich trägt.
Doch in Cornwall kommt sie in kein galantes Herrenhaus, wie sie es von früher her kennt, sondern in ein bedenkliches Umfeld: Frostig kalt, feucht und bedrohlich, während ihre neue Herrin einsam, sprachlos und gelähmt im eisigen Porzellanzimmer vor sich hin sinniert.
Wie es dazu kam, dass Louise zu einer erbarmungswürdigen alten Frau geworden ist, wird durch einen zweiten Erzählstrang offenbart, der mindestens so schaurig wie die Gegenwart - vierzig Jahre später - ist.
Mit der Atmosphäre hat mich die Autorin wieder überzeugt. Die tristen Gestalten, die erbarmungswürdigen Frauen - egal ob man sich auf der einen oder anderen Erzählebene bewegt - verstören, stoßen ab und entwickeln eine schaurige Untermalung, dass man sich kaum von den Seiten löst.
Die Erzählungen um die Vergangenheit der beiden Frau fängt unschuldig an, obwohl von Beginn an eine Bedrohung spürbar ist:
Louise, die mit ihrem enttäuschten Vater nach Cornwall zieht, ihre Träume erstickt und als hochintelligentes junges Mädchen unerschrocken bei der Erforschung der Schwindsucht assistiert. Ähnlich verläuft es bei Hester, die sich voll überschwänglichem Enthusiasmus in ihre Stelle in London stürzt.
Man weiß, die Frauen werden gebrochen, die Ereignisse rütteln sie durch, und dennoch mag man sich kaum vorstellen, was geschehen muss, um so tiefgreifend ihre positiven Wesensarten zu verändern.
Neben enttäuschten Hoffnungen, garstigen Schicksalsschlägen und einer eisigen Geschichte, greift die Autorin interessante Aspekte des viktorianischen Zeitalters auf. Dazu zählt unter anderem die grausame Geschichte der Medizin, bzw. wie die Schwindsucht erforscht wurde, und ein spannendes Detail ist die Herstellung und Rolle von Porzellan, mit dem ich mich zuvor nie beschäftigte.
Der Abschluss war für mich überraschend, auf eine schürende Art brutal, und ich habe fassungslos das Buch beendet.
Ein Besuch in Laura Purcells Porzellanhaus ist für Leser und Leserinnen empfehlenswert, die es leicht schaurig mögen, dichte Atmosphäre lieben und sich in der nasskalten Essenz des viktorianischen Zeitalters verlieren möchten.
Meinung aus der Buchhandlung
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WOW! Laura Purcell gelingt es ohne große Effekthascherei, eine herrlich schaurige Atmosphäre in dieses Herrenhausim viktorianischen England zu erzeugen und entwickelt dabei langsam einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann und man fragt sich stänig: Was geht hier vor? Toll!
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Kaum jemand kann so eine unheilvolle Atmosphäre schaffen wir Laura Purcell. Gleiches gilt für zwielichtige Figuren, von denen wir am Schluss nicht wissen, ob sie gut oder böse sind. Hierin ist ihr neustes Buch meisterhaft. Leider hat es mich irgendwann in seinen Wirren verloren.
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