Ist es denkbar, dass wir mehr als nur einmal leben? Dass wir vor diesem Leben bereits mehrmals existiert haben? Und dass unsere Existenz Folgen haben wird, über dieses eine Leben hinaus?
Die Idee von Reinkarnation und Karma ist noch relativ neu im westlichen Kulturkreis. Sie ist sicher nicht im klassischen Sinne „beweisbar“, aber sie ist es wert, ernsthaft geprüft zu werden. Dies geschieht in diesem kleinen Buch mit den Mitteln der Vernunft. Dabei werden auch kritische Fragen angesprochen: Bedeutet Karma, an allem selbst schuld zu sein? Wie steht es mit Krankheit und Behinderung? Und wie verwandelt sich das Leben, wenn man es unter den Gesichtspunkten von Reinkarnation und Karma lebt?
„Karma neu denken“ will eine Perspektive öffnen, die Wiederverkörperung als Entwicklungsweg der Individualität und als Schlüssel für ein neues Wirklichkeitsverständnis versteht.
„Die Idee der Wiederverkörperung hat mit einer Qualität von Weisheit zu tun, der unser Alltagsbewusstsein noch kaum gewachsen ist. Sie vermag aber alles zu verändern, unser Denken über uns selbst als geistige Wesen und unsere auf das Diesseits begrenzte Weltsicht.“ Jens Heisterkamp
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dieses vor kurzem erschienene Büchlein von Jens Heisterkamp ist schon vom Format her handlich und zudem schön gestaltet. Wer sich für das Thema Reinkarnation und Karma interessiert und in der Fülle der Bücher zu diesem Bereich kaum eine Orientierung findet, entdeckt in dieser kompakten Schrift des Autors Jens Heisterkamp eine verständliche Darstellung. Es wird ausführlich dargelegt, dass der Gedanke der wiederholten Erdenleben nicht nur im Hinduismus und Buddhismus vorkommt, sondern auch im sogenannten Abendland. Hier ist es insbesondere Rudolf Steiner, der im neuzeitlichen Denken die Idee vertrat und detailliert darlegte. Heisterkamps Ausführungen sind durchaus auch für Leserinnen und Leser interessant, die bereits mit Rudolf Steiners Äußerungen über Reinkarnation und Karma vertraut sind. Als erstes fällt die präsente und zeitgemäße Sprache des Autors auf. Sie wirkt so als höre man einen Vortrag oder sei im Gespräch mit ihm. Diese Frische geht mit einer durchgängig spürbaren Verantwortung für das Thema einher. So fordert Heisterkamp von sich selber: „Es kann versichert werden, dass es, soweit das bei diesem Thema möglich ist, vernünftig zugehen soll. Das bedeutet vor allem, dass ich bemüht sein werde, die Unterschiede zwischen philosophischer Phänomenologie, gedanklicher Schlussfolgerung und Spekulation immer transparent zu halten; ich werde differenzieren zwischen dem, was ich aus eigener Einsicht glaube vertreten zu können und dem, was ich aus anderen Quellen übernehme. Zu diesen „anderen Quellen“ zählt für mich vor allem die Anthroposophie Rudolf Steiners. Und ich hoffe, es gelingt mir, auch im Umgang mit dieser Quelle immer die Unterscheidung deutlich zu machen, was hier von mir selbst verstanden wurde und was ein übernommener, vorausgesetzter Inhalt ist. Die Haltung des Fragens ist mir bei alldem immer die Richtschnur -“. Seiten 13 und 14 Und tatsächlich, beim Lesen folgt man seinen Gedankengängen bereitwillig und fühlt sich erfrischt durch die Vielschichtigkeit der Betrachtungsweisen. Sämtliche Zitate, ob sie dem Reinkarnations-gedanken kritisch oder befürwortend begegnen, werden vom Autor ernst genommen und dem eigenen Urteil der Leserinnen und Leser überlassen. Er führt Worte Rudolf Steiners an, die allein gesehen eine einseitige Sichtweise darstellen könnten. Sie werden dann aber durch Zitate aus Steiners Werken komplettiert, die von einem anderen Blickwinkel zeugen. Diese aussagekräftige Auswahl überzeugt durch ihre Gründlichkeit und inhaltliche Nachvollziehbarkeit. Auch nennt Heisterkamp Rudolf Steiners Warnungen vor missbräuchlichem Umgang mit dem Thema Karma, besonders wenn es um Mitleid oder um eine Haltung zu Behinderungen verschiedener Arten geht. So betont der Autor weiter: „In keinem Fall also geht mit dem Karmabegriff eine irgendwie distanzierte Lieblosigkeit einher, die ja auch so gar nicht zu echter Spiritualität beziehungsweise Esoterik passen würde“. Seite 71 Der Autor legt mit nachvollziehbaren Argumenten dar, dass der Gedanke der Wiederverkörperung bedeutsam ist für das Schicksal des Menschen und für die drängenden Fragen unserer Zeit und nicht zu einer fatalistischen Auffassung des Schicksals führen kann. Im Gegenteil bietet der Karmagedanke das Potential für das menschliche Zusammenleben und zu einem verstärkten Gefühl der Verantwortung für das eigene Leben, die Umwelt, die Natur, die Welt als ganze und damit für unser aller Zukunft. Das Buch mit seinen 96 Seiten passt in jede Jackentasche. Fazit: eine höchst interessante Abhandlung zum Thema Reinkarnation und Karma für Interessierte, die sich nicht durch das Dickicht der zahlreichen anderen Quellen arbeiten wollen, aber auch für alle, die ihre Gedanken zu diesem Thema auffrischen möchten. Harald Kiczka
Ein Muss für am Thema Interessierte
Bewertung am 19.11.2023
Bewertungsnummer: 2071442
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wer sich für das Thema Reinkarnation und Karma interessiert und in der Fülle der Bücher zu diesem Bereich kaum eine Orientierung findet, entdeckt in dieser kompakten Schrift des Autors Jens Heisterkamp eine verständliche Darstellung. Es wird ausführlich dargelegt, dass der Gedanke der wiederholten Erdenleben nicht nur im Hinduismus und Buddhismus vorkommt, sondern auch im sogenannten Abendland. Hier ist es insbesondere Rudolf Steiner, der im neuzeitlichen Denken die Idee vertrat und detailliert darlegte. Heisterkamps Ausführungen und Argumente lassen mit Beispielen und Erläuterungen die anthroposophische Auffassung deutlich werden. Der Autor legt mit nachvollziehbaren Argumenten dar, dass die Wiederverkörperung bedeutsam ist für das Schicksal des Menschen und für die drängenden Fragen unserer Zeit und nicht zu einer fatalistischen Auffassung des Schicksals führt, sondern zu einem verstärkten Gefühl der Verantwortung für das eigene Leben und die Welt. Das Buch mit seinen 96 Seiten liest sich angenehm. Es wirkt so, als spräche der Autor zu seinen Leserinnen und Lesern. Ein Muss für Interessierte, die sich nicht durch das Dickicht der zahlreichen anderen Quellen arbeiten wollen. Harald Kiczka
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