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Der Roman ist das Debüt von Gabriel Herlich und die Beschreibung lässt es einen luftig-leichten Sommerroman im Gewand einer Coming-of-Age-Story bzw. eines ereignisreichen Roadtrips erahnen. Jedoch ist die Geschichte so viel mehr: ein Gesellschaftsroman, eine Liebesgeschichte, ein literarisches Roadmovie, eine Familiengeschichte und … Donatus Frey, kurz Donnie, entstammt einer gutsituierten Hamburger Traditionsfamilie, ist ein Außenseiter, seine Kindheitserinnerungen sind von Einsamkeit und Ausgrenzung geprägt. Erst im Studium gelingt es ihm, tiefere freundschaftliche Kontakte zu knüpfen, im festen Glauben verankert, wahre Freunde gefunden zu haben. Fasziniert von einer Studentenverbindung und getrieben von der Sehnsucht nach Anerkennung merkt er nicht, dass seine neuen Begleiter nicht die Freunde sind, nach welchen er sich sehnt, und die Zugehörigkeit zur neuen Clique bedenkliche Konsequenzen mit sich bringt. Der Autor hat ein stimmiges Setting geschaffen. Die Mehrheit der Figuren wirkt echt, und diese sind gefühlt nah dran an der Realität. Der Schreibstil ist einladend und flüssig. Der Hauptakteur ist eine Person, mit der man sich nur schwer identifizieren kann, viele seiner Handlungen und Entscheidungen haben mich schockiert. Umso erfreulicher ist es, dass der Autor ihm die Chance zur Wandlung und der Entfaltung spendierte. Mit dem Roman »Freischwimmer« ist dem Autor ein stimmiges Debüt geglückt. Das Buch hatte ich in kurzer Zeit gelesen, weil die Geschichte mich packte und den aktuellen Zeitgeist trifft. Gerne mehr davon!
Ein Roman über trügerische Freundschaften, Familie und den Mut, über sich hinauszuwachsen
Bewertung am 05.06.2024
Bewertungsnummer: 2216953
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Roman »Freischwimmer« ist der Debütroman von Gabriel Herlich. Der Klappentext verheißt einen luftig-leichten Sommerroman im Gewand einer Coming-of-Age-Story bzw. eines ereignisreichen Roadtrips. Doch die Geschichte ist so viel mehr: ein Gesellschaftsroman, eine Liebesgeschichte, ein literarisches Roadmovie, eine Familiengeschichte und …
Donatus Frey, kurz Donnie, entstammt einer gutsituierten Hamburger Traditionsfamilie, ist ein Außenseiter, seine Kindheitserinnerungen sind von Einsamkeit und Ausgrenzung geprägt. Erst im Studium gelingt es ihm, tiefere freundschaftliche Kontakte zu knüpfen, im festen Glauben verankert, wahre Freunde gefunden zu haben. Fasziniert von einer Studentenverbindung und getrieben von der Sehnsucht nach Anerkennung merkt er nicht, dass seine neuen Begleiter nicht die Freunde sind, nach welchen er sich sehnt, und die Zugehörigkeit zur neuen Clique bedenkliche Konsequenzen mit sich bringt.
Der Autor hat ein stimmiges Setting geschaffen. Die Mehrheit der Figuren wirkt echt, und diese sind gefühlt nah dran an der Realität. Der Schreibstil ist einladend und flüssig. Der Hauptakteur ist eine Person, mit der man sich nur schwer identifizieren kann, viele seiner Handlungen und Entscheidungen haben mich schockiert. Umso erfreulicher ist es, dass der Autor ihm die Chance zur Wandlung und der Entfaltung spendierte.
Mit dem Roman »Freischwimmer« ist dem Autor ein stimmiges Debüt geglückt. Das Buch hatte ich in kurzer Zeit gelesen, weil die Geschichte mich packte und den aktuellen Zeitgeist trifft. Gerne mehr davon!
Meinung aus der Buchhandlung
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Was für ein Titel! Was für ein Buch! In einem Rutsch konnte ich dieses sprachlich brilliante Buch genießen. Der Ich-Erzähler Donnie führt uns tief in die Gefühlswelt eines jungen Mannes, der herausfinden muss, was im Leben wirklich zählt. Ein Buch, das dazu anregt, in der Familie mit jungen Menschen über dieses Thema zu diskutieren. Absolut überzeugend!
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"Ihr seid kein Paar?" -" Ich weiß nicht. Wie erkennt man denn, dass man eins ist?"
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
"Freischwimmen" laut Duden:
1.: Eine Schwimmprüfung ablegen als Nachweis für die Fertigkeit, eine Viertelstunde sicher schwimmen zu können.
2.: Selbstständig werden, unabhängig von äußeren Beeinflussungen zu handeln lernen.
Donatus "Donnie" Frey blickt zurück auf den wichtigsten Sommer seines Lebens. 1999 hat er die Schule hinter sich, das Studium lässt sich Erfolg versprechend an, er wohnt in einer Dreier-WG mit zwei anderen jungen Männern, von denen er sich endlich anerkannt und verstanden fühlt, alles prima soweit. Dass die beiden als gestandene Burschenschaftler rechtem Gedankengut, gern auch vom äußersten Rand, ausgesprochen aufgeschlossen gegenüber stehen, hinterfragt Donnie nicht wirklich, er macht sich deren dumm/dumpfe Parolen zu eigen, und kassiert eine ordentliche Anzahl an abzuleistenden Sozialstunden vor Gericht, da das "verzieren" von anderer Leute Autos mit Hakenkreuzen nicht unbedingt nur als "freie Meinungsäußerung" verstanden wird. Also wird er seine Semesterferien größten Teils in einem Altenheim verbringen. Wo er überraschenderweise Meggie zum zweiten Mal über den Weg läuft. Kennen gelernt hatte er die junge Frau kurz zuvor im Schwimmbad, nicht unbedingt sein Lieblingsaufenthaltsort, da er nicht schwimmen kann, was sich im Laufe dieses Sommers ändern wird - Donnie wird "Freischwimmer" werden, im doppelten Sinn des Wortes...
Also die x-te "Coming-of-Age-Geschichte"? Und dann auch noch gleich im Titel so beziehungsreich? Dazu dazu ein Trip nach Südfrankreich, ein geheimnisvolles Bild in Donnies Elternhaus, natürlich eines unbekannten Künstlers. Eine Liebesgeschichte gibt`s obendrauf, eigentlich sogar deren zwei, die zweite ist allerdings schon ein paar Jahrzehnte her, reicht zurück in Deutschlands dunkelste Zeit, darf ja nicht fehlen, oder?
Warum also lesen? Warum 5 Sterne?
Weil dieses Buch einfach fantastisch ist!!! Oder wie Takis Würger urteilte: "Eine literarische Reise, von der man hofft, dass sie ewig weitergeht!"
Nichts, rein ga nichts klischeehaftes, findet sich in diesem rundum gelungenen Roman-Erstling des Autors . Sprachlich ein Hochgenuss, inhaltlich erst Recht, ein Fest für alle Leserinnen und Leser, die ihrer romantischen Ader ein wenig Stoff zukommen lassen möchten :-)
Für mich durchaus vergleichbar, und genauso geschätzt, wie Alexander Häussers "Noch alle Zeit", das einen ähnlichen Sog erzeugt, auch wenn es sich inhaltlich natürlich um eine ganz andere Geschichte dreht...
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