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Die Zeit der Kinder Roman | Ein mitreißender Roman über die Gründung der Kindergärten

64

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2024

Verlag

List Hardcover

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,9/14,2/3,9 cm

Gewicht

532 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-471-36073-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2024

Verlag

List Hardcover

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,9/14,2/3,9 cm

Gewicht

532 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-471-36073-6

Herstelleradresse

List Paul Verlag
Friedrichstrasse 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Der Beginn der Kindergärten

Eva_G am 27.06.2024

Bewertungsnummer: 2232100

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Deutschland, 1830: Die junge Frau Luise Levin lebt als Haushälterin bei ihrem Schwager. Seit ihre Schwester vor einem Jahr verstorben ist, führt sie ihm den Haushalt und kümmert sich voller Hingabe um seine beiden Söhne. Doch auch ihr Schwager ist der weitverbreiteten Meinung, dass Kinder nur mithilfe von körperlicher Züchtigung zu tüchtigen und wohlgelungenen Erwachsenen werden können. Und natürlich darf man Kinder weder sehen noch hören - ihr Gehorsam steht immer an oberster Stelle. Luise hält diese Erziehungsmethoden für unnötig und verbringt die Zeit mit ihren Neffen lieber spielend und vor Glück juchzend draußen in der Natur. Doch nachdem Johanna, Luises andere Schwester, ebenfalls bereits verwitwet, zu ihrem Schwager zieht und diesen bald auch heiratet, wirft dieser sie aus dem Haus. Luise nutzt diese Möglichkeit und bewirbt sich in Friedrich Fröbels Erziehungsanstalt in Thüringen. Die Stelle als Haushälterin erfüllt sie mit Glück, denn sie ist viel mehr als das und darf täglich auch am restlichen Anstaltsleben teilnehmen. Schnell lebt sie sich ein und genießt die Ungezwungenheit, mit der die Lehrer und Schüler miteinander umgehen. Doch viele Menschen stehen Fröbels Konzept sehr kritisch gegenüber und tun ihre Meinung auch überall kund. Dennoch spricht sich diese neue Erziehungsweise herum und schon bald gibt es fünf Kindergärten und das Kindergärtnerinnenseminar füllt sich mit interessierten jungen Frauen. Lena Riess, auch bekannt unter ihrem Pseudonym Rena Rosenthal, beschreibt das Leben des überaus intelligenten und reformerischen Pädagogen Friedrich Fröbel sehr packend. Natürlich musste die Autorin einige Details hinzufügen, um aus den bekannten Fakten einen Roman zu erschaffen, doch die Kernthemen und einzelnen Geschehnisse beruhen auf wahren Begebenheiten. Die Einteilung in eher kurze Kapitel mit häufigen Orts- und Zeitwechseln sorgen für Kurzweiligkeit und eine Mehrschichtigkeit der Handlung, die ohne diese nicht möglich wäre. Noch nie habe ich bisher einen biografischen Roman gelesen, der mich so sehr packen konnte wie dieser. Der Autorin gelingt es wunderbare Weise, die Tatsachen aus dem Leben Friedrich Fröbels mit der Handlung zu verknüpfen, sodass schließlich ein packender Roman entsteht, dem es gelingt, noch lange im Gedächtnis zu bleiben. Ich bin begeistert von Friedrichs und Luises Mut, ihre Überzeugungen gegen alle Widerstände zu vertreten und ihre Bereitschaft, Opfer für ihren Traum zu bringen. Dieser Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite perfekt und sollte eine Pflichtlektüre von allen Erzieher*innen und denen, die es werden wollen, sein.

Der Beginn der Kindergärten

Eva_G am 27.06.2024
Bewertungsnummer: 2232100
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Deutschland, 1830: Die junge Frau Luise Levin lebt als Haushälterin bei ihrem Schwager. Seit ihre Schwester vor einem Jahr verstorben ist, führt sie ihm den Haushalt und kümmert sich voller Hingabe um seine beiden Söhne. Doch auch ihr Schwager ist der weitverbreiteten Meinung, dass Kinder nur mithilfe von körperlicher Züchtigung zu tüchtigen und wohlgelungenen Erwachsenen werden können. Und natürlich darf man Kinder weder sehen noch hören - ihr Gehorsam steht immer an oberster Stelle. Luise hält diese Erziehungsmethoden für unnötig und verbringt die Zeit mit ihren Neffen lieber spielend und vor Glück juchzend draußen in der Natur. Doch nachdem Johanna, Luises andere Schwester, ebenfalls bereits verwitwet, zu ihrem Schwager zieht und diesen bald auch heiratet, wirft dieser sie aus dem Haus. Luise nutzt diese Möglichkeit und bewirbt sich in Friedrich Fröbels Erziehungsanstalt in Thüringen. Die Stelle als Haushälterin erfüllt sie mit Glück, denn sie ist viel mehr als das und darf täglich auch am restlichen Anstaltsleben teilnehmen. Schnell lebt sie sich ein und genießt die Ungezwungenheit, mit der die Lehrer und Schüler miteinander umgehen. Doch viele Menschen stehen Fröbels Konzept sehr kritisch gegenüber und tun ihre Meinung auch überall kund. Dennoch spricht sich diese neue Erziehungsweise herum und schon bald gibt es fünf Kindergärten und das Kindergärtnerinnenseminar füllt sich mit interessierten jungen Frauen. Lena Riess, auch bekannt unter ihrem Pseudonym Rena Rosenthal, beschreibt das Leben des überaus intelligenten und reformerischen Pädagogen Friedrich Fröbel sehr packend. Natürlich musste die Autorin einige Details hinzufügen, um aus den bekannten Fakten einen Roman zu erschaffen, doch die Kernthemen und einzelnen Geschehnisse beruhen auf wahren Begebenheiten. Die Einteilung in eher kurze Kapitel mit häufigen Orts- und Zeitwechseln sorgen für Kurzweiligkeit und eine Mehrschichtigkeit der Handlung, die ohne diese nicht möglich wäre. Noch nie habe ich bisher einen biografischen Roman gelesen, der mich so sehr packen konnte wie dieser. Der Autorin gelingt es wunderbare Weise, die Tatsachen aus dem Leben Friedrich Fröbels mit der Handlung zu verknüpfen, sodass schließlich ein packender Roman entsteht, dem es gelingt, noch lange im Gedächtnis zu bleiben. Ich bin begeistert von Friedrichs und Luises Mut, ihre Überzeugungen gegen alle Widerstände zu vertreten und ihre Bereitschaft, Opfer für ihren Traum zu bringen. Dieser Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite perfekt und sollte eine Pflichtlektüre von allen Erzieher*innen und denen, die es werden wollen, sein.

Der Beginn der Kindergärten…

Eva_G am 27.06.2024

Bewertungsnummer: 2868089

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Beginn der Kindergärten Deutschland, 1830: Die junge Frau Luise Levin lebt als Haushälterin bei ihrem Schwager. Seit ihre Schwester vor einem Jahr verstorben ist, führt sie ihm den Haushalt und kümmert sich voller Hingabe um seine beiden Söhne. Doch auch ihr Schwager ist der weitverbreiteten Meinung, dass Kinder nur mithilfe von körperlicher Züchtigung zu tüchtigen und wohlgelungenen Erwachsenen werden können. Und natürlich darf man Kinder weder sehen noch hören - ihr Gehorsam steht immer an oberster Stelle. Luise hält diese Erziehungsmethoden für unnötig und verbringt die Zeit mit ihren Neffen lieber spielend und vor Glück juchzend draußen in der Natur. Doch nachdem Johanna, Luises andere Schwester, ebenfalls bereits verwitwet, zu ihrem Schwager zieht und diesen bald auch heiratet, wirft dieser sie aus dem Haus. Luise nutzt diese Möglichkeit und bewirbt sich in Friedrich Fröbels Erziehungsanstalt in Thüringen. Die Stelle als Haushälterin erfüllt sie mit Glück, denn sie ist viel mehr als das und darf täglich auch am restlichen Anstaltsleben teilnehmen. Schnell lebt sie sich ein und genießt die Ungezwungenheit, mit der die Lehrer und Schüler miteinander umgehen. Doch viele Menschen stehen Fröbels Konzept sehr kritisch gegenüber und tun ihre Meinung auch überall kund. Dennoch spricht sich diese neue Erziehungsweise herum und schon bald gibt es fünf Kindergärten und das Kindergärtnerinnenseminar füllt sich mit interessierten jungen Frauen. Lena Riess, auch bekannt unter ihrem Pseudonym Rena Rosenthal, beschreibt das Leben des überaus intelligenten und reformerischen Pädagogen Friedrich Fröbel sehr packend. Natürlich musste die Autorin einige Details hinzufügen, um aus den bekannten Fakten einen Roman zu erschaffen, doch die Kernthemen und einzelnen Geschehnisse beruhen auf wahren Begebenheiten. Die Einteilung in eher kurze Kapitel mit häufigen Orts- und Zeitwechseln sorgen für Kurzweiligkeit und eine Mehrschichtigkeit der Handlung, die ohne diese nicht möglich wäre. Noch nie habe ich bisher einen biografischen Roman gelesen, der mich so sehr packen konnte wie dieser. Der Autorin gelingt es wunderbare Weise, die Tatsachen aus dem Leben Friedrich Fröbels mit der Handlung zu verknüpfen, sodass schließlich ein packender Roman entsteht, dem es gelingt, noch lange im Gedächtnis zu bleiben. Ich bin begeistert von Friedrichs und Luises Mut, ihre Überzeugungen gegen alle Widerstände zu vertreten und ihre Bereitschaft, Opfer für ihren Traum zu bringen. Dieser Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite perfekt und sollte eine Pflichtlektüre von allen Erzieher*innen und denen, die es werden wollen, sein.

Der Beginn der Kindergärten…

Eva_G am 27.06.2024
Bewertungsnummer: 2868089
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Beginn der Kindergärten Deutschland, 1830: Die junge Frau Luise Levin lebt als Haushälterin bei ihrem Schwager. Seit ihre Schwester vor einem Jahr verstorben ist, führt sie ihm den Haushalt und kümmert sich voller Hingabe um seine beiden Söhne. Doch auch ihr Schwager ist der weitverbreiteten Meinung, dass Kinder nur mithilfe von körperlicher Züchtigung zu tüchtigen und wohlgelungenen Erwachsenen werden können. Und natürlich darf man Kinder weder sehen noch hören - ihr Gehorsam steht immer an oberster Stelle. Luise hält diese Erziehungsmethoden für unnötig und verbringt die Zeit mit ihren Neffen lieber spielend und vor Glück juchzend draußen in der Natur. Doch nachdem Johanna, Luises andere Schwester, ebenfalls bereits verwitwet, zu ihrem Schwager zieht und diesen bald auch heiratet, wirft dieser sie aus dem Haus. Luise nutzt diese Möglichkeit und bewirbt sich in Friedrich Fröbels Erziehungsanstalt in Thüringen. Die Stelle als Haushälterin erfüllt sie mit Glück, denn sie ist viel mehr als das und darf täglich auch am restlichen Anstaltsleben teilnehmen. Schnell lebt sie sich ein und genießt die Ungezwungenheit, mit der die Lehrer und Schüler miteinander umgehen. Doch viele Menschen stehen Fröbels Konzept sehr kritisch gegenüber und tun ihre Meinung auch überall kund. Dennoch spricht sich diese neue Erziehungsweise herum und schon bald gibt es fünf Kindergärten und das Kindergärtnerinnenseminar füllt sich mit interessierten jungen Frauen. Lena Riess, auch bekannt unter ihrem Pseudonym Rena Rosenthal, beschreibt das Leben des überaus intelligenten und reformerischen Pädagogen Friedrich Fröbel sehr packend. Natürlich musste die Autorin einige Details hinzufügen, um aus den bekannten Fakten einen Roman zu erschaffen, doch die Kernthemen und einzelnen Geschehnisse beruhen auf wahren Begebenheiten. Die Einteilung in eher kurze Kapitel mit häufigen Orts- und Zeitwechseln sorgen für Kurzweiligkeit und eine Mehrschichtigkeit der Handlung, die ohne diese nicht möglich wäre. Noch nie habe ich bisher einen biografischen Roman gelesen, der mich so sehr packen konnte wie dieser. Der Autorin gelingt es wunderbare Weise, die Tatsachen aus dem Leben Friedrich Fröbels mit der Handlung zu verknüpfen, sodass schließlich ein packender Roman entsteht, dem es gelingt, noch lange im Gedächtnis zu bleiben. Ich bin begeistert von Friedrichs und Luises Mut, ihre Überzeugungen gegen alle Widerstände zu vertreten und ihre Bereitschaft, Opfer für ihren Traum zu bringen. Dieser Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite perfekt und sollte eine Pflichtlektüre von allen Erzieher*innen und denen, die es werden wollen, sein.

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Die Zeit der Kinder

von Lena Riess

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L. Streithoff

Thalia Nordhausen – Marktpassage

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5/5

Wer hätte gedacht, dass die Geschichte des Kindergartens so spannend war?

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kinder auf der ganzen Welt besuchen heute selbstverständlich den "Kindergarten", eine Einrichtung, die aus dem modernen Bildungsalltag nicht mehr wegzudenken ist. Es ist kaum vorstellbar, wie revolutionär diese Idee einst war – und welchem gewaltigen Widerstand sie sich in ihren Anfangsjahren, bis hin zum Verbot, ausgesetzt sah. Friedrich Fröbel, der Vater des Kindergartens, musste nicht nur gegen gesellschaftliche Konventionen kämpfen, sondern auch gegen tief verwurzelte Vorstellungen von Erziehung und Bildung. Fröbel wollte, dass Kinder durch freies Spiel und kreative Entfaltung aktiv lernen und sich entwickeln. Doch diese Idee stieß auf starken Widerstand. Viele, besonders die Kirche, die Oberschicht und die Regierung, sahen in Fröbels Ansatz eine Gefahr für die traditionellen Werte und die Kontrolle über die Gesellschaft. Erzählt wird der Roman aus Sicht von zwei Frauen, die sich in dieser Zeit der Umbrüche ihren eigenen Weg bahnen. Zum einen Luise Levin, eine junge Frau aus der bürgerlichen Oberschicht, die gegen den Widerstand ihrer Familie Kindergärtnerin wird. Ihre Entscheidung, in Fröbels Institut zu arbeiten, ist nicht nur ein beruflicher Schritt, sondern ein Akt der Selbstbestimmung in einer Welt, die Frauen enge Grenzen setzt. Und dann gibt es noch Marieke, die in Armut aufwächst und eine harte Kindheit in einer Verwahranstalt hinter sich hat. Für sie ist der Kindergarten nicht nur eine neue Chance auf Bildung, sondern auch ein Hoffnungsschimmer in einer Welt, die ihr kaum Chancen bietet. Dank der sorgfältigen Recherche und des lebendigen Schreibstils wird die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts anschaulich und greifbar. Die Zeit mag heute fern erscheinen, doch der Roman erweckt sie zum Leben und lässt die revolutionären Ideen und sozialen Umbrüche der Epoche lebendig werden. Für mich war es ein spannender Ausflug in eine Zeit, die ich im Geschichtsunterricht immer als langweilig empfand, aber durch diesen Roman in einem ganz neuen Licht erschien. Es gibt in diesem vielschichtigen Roman noch so viele Aspekte und Details, die hier nicht zur Sprache kommen können – ein Grund mehr, dieses fesselnde Buch selbst zu entdecken! PS: Ein interessanter Fakt für alle Nordhäuser: Ida Seele-Vogeler, die erste Kindergärtnerin der Welt, wurde in Nordhausen geboren und starb dort auch. Sie spielte eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung von Fröbels Ideen, heute erinnert das Denkmal in "Ida´s Wald - und Wiesenkinder" Kintergarten an sie.
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5/5

Wer hätte gedacht, dass die Geschichte des Kindergartens so spannend war?

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kinder auf der ganzen Welt besuchen heute selbstverständlich den "Kindergarten", eine Einrichtung, die aus dem modernen Bildungsalltag nicht mehr wegzudenken ist. Es ist kaum vorstellbar, wie revolutionär diese Idee einst war – und welchem gewaltigen Widerstand sie sich in ihren Anfangsjahren, bis hin zum Verbot, ausgesetzt sah. Friedrich Fröbel, der Vater des Kindergartens, musste nicht nur gegen gesellschaftliche Konventionen kämpfen, sondern auch gegen tief verwurzelte Vorstellungen von Erziehung und Bildung. Fröbel wollte, dass Kinder durch freies Spiel und kreative Entfaltung aktiv lernen und sich entwickeln. Doch diese Idee stieß auf starken Widerstand. Viele, besonders die Kirche, die Oberschicht und die Regierung, sahen in Fröbels Ansatz eine Gefahr für die traditionellen Werte und die Kontrolle über die Gesellschaft. Erzählt wird der Roman aus Sicht von zwei Frauen, die sich in dieser Zeit der Umbrüche ihren eigenen Weg bahnen. Zum einen Luise Levin, eine junge Frau aus der bürgerlichen Oberschicht, die gegen den Widerstand ihrer Familie Kindergärtnerin wird. Ihre Entscheidung, in Fröbels Institut zu arbeiten, ist nicht nur ein beruflicher Schritt, sondern ein Akt der Selbstbestimmung in einer Welt, die Frauen enge Grenzen setzt. Und dann gibt es noch Marieke, die in Armut aufwächst und eine harte Kindheit in einer Verwahranstalt hinter sich hat. Für sie ist der Kindergarten nicht nur eine neue Chance auf Bildung, sondern auch ein Hoffnungsschimmer in einer Welt, die ihr kaum Chancen bietet. Dank der sorgfältigen Recherche und des lebendigen Schreibstils wird die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts anschaulich und greifbar. Die Zeit mag heute fern erscheinen, doch der Roman erweckt sie zum Leben und lässt die revolutionären Ideen und sozialen Umbrüche der Epoche lebendig werden. Für mich war es ein spannender Ausflug in eine Zeit, die ich im Geschichtsunterricht immer als langweilig empfand, aber durch diesen Roman in einem ganz neuen Licht erschien. Es gibt in diesem vielschichtigen Roman noch so viele Aspekte und Details, die hier nicht zur Sprache kommen können – ein Grund mehr, dieses fesselnde Buch selbst zu entdecken! PS: Ein interessanter Fakt für alle Nordhäuser: Ida Seele-Vogeler, die erste Kindergärtnerin der Welt, wurde in Nordhausen geboren und starb dort auch. Sie spielte eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung von Fröbels Ideen, heute erinnert das Denkmal in "Ida´s Wald - und Wiesenkinder" Kintergarten an sie.

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Die Zeit der Kinder

von Lena Riess

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