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Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten Roman | Eine neue literarische Stimme über die sozialen Umstände, die Mütter zu unglücklichen Menschen machen

3

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2024

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

Claassen

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,9/13,4/2,3 cm

Gewicht

296 g

Farbe

Tanne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-546-10076-2

Beschreibung

Rezension

»Nein, dabei handelt es sich nicht um flotten Zeitgeist-Spaß angesichts globaler Krisen, sondern um das Angebot einer so ernsten wie offenherzigen Innenansicht.« ("Jüdische Allgemeine")
»Slata Roschal ist ein ungewöhnliches Buch gelungen. In variantenreicher Prosa liefert es das schonungslose Protokoll eines ungreifbaren Weltschmerzes, der sich durch nichts beruhigen lässt. Es gibt, schreibt sie an einer Stelle, 'keine Hashtags für das, was ich sagen will'. Aber doch, möchte man hinzufügen, dieses bemerkenswerte Buch.« ("WDR")
»Erinnert an Karl Ove Knausgårds Band „Leben“, wirkt jedoch radikaler.« ("Der Tagesspiegel")
»Slata Roschals neuer Roman wirkt wie ein Sog.« ("falter.at")
»Ein bemerkenswerter Roman.« ("Westfalen-Blatt")
»Ein virtuoser Roman.« ("Berliner Morgenpost")
»Stilistisch ganz großes Kino.« ("Radio Feierwerk")
»Ein rauschender Gedankenstrom und ein beeindruckendes Sprachkunstwerk.« ("SRF2 Kultur")
»Ein großer Wurf mit leisen Tönen.« ("Münchner Merkur")
»Möglichkeiten und Widersprüche, Kampf und Depression, Bitterkeit und Hoffnung schillern in jeder Zeile. Slata Roschal möchte man lesen, wiederlesen – und auf das Ende der Welt warten.« ("Deutschlandfunk Kultur")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2024

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

Claassen

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,9/13,4/2,3 cm

Gewicht

296 g

Farbe

Tanne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-546-10076-2

Herstelleradresse

Claassen-Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    28.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aus der Galle heraus

    Die Übersetzerin Maria sitzt in einem in die Jahre gekommenen Hotelzimmer, während sie endlich Ruhe und ein Gegenüber für ihre schäumenden Gedanken findet. Sie ist Mutter, hat einen Mann und keine Anstellung mehr, stattdessen unregelmäßige Aufträge im Literaturbetrieb. Ihrer Therapeutin traut sie nicht, zu allgemein hallen die "bescheuerten Sätze" zurück, ebenso wie die gehasste Lieblosigkeit ihrer eigenen Mutter, die sie weiter an ihre Tochter gibt und die Diskussionen junger Frauen über Carearbeit oder das weit verbreitete Übersehen von ihrer Welt, für die sich niemand zu interessieren scheint. Joseph möge sie erhören. Vor rund hundert Jahren wanderte er nach Amerika aus und seine Briefe an Marie ermutigen sie, sich mit Galle in das Leben zurück zu schreiben. Scharf, radikal und direkt füllt Marias Monolog die Seiten, in langen überschießenden Satzketten, die einen eigenen Rhythmus finden und das Lesetempo hochhalten. Die von der Autorin den Archiven der Auswandererbriefsammlung der Forschungsbibliothek Gotha entnommenen Briefe entfalten ihre Bedeutung im Spiegel von Marias Wachwerden. Indem sie sich in seine Welt hineinversetzt, nimmt sie die Verhältnisse und Zwänge immer weniger als gegeben an. Stattdessen sucht sie den vermeintlichen Fortschritt der Geschlechterrollen in seiner Absurdität zu durchzuleuchten. Wie die Figur, gewinnt die Dynamik der Sprache an Kraft, Rage und Tempo und verwandelt eine ermattete Mutterfigur in eine komplexe Frau, die mit dem imaginierten Gegenüber gar nicht mehr rausfinden möchte aus dem Erzählen. Roschal hats drauf!

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    01.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gefühlvoll

    Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten, ist ein Roman von der Schriftstellerin Slata Roschal. Es ist eine poetische Stimme, mit der sie ihre Erzählerin sprechen lässt. Gut eigentlich nervt sie mich. Ihre Ängste und Wahrnehmungen sind so gar nichts meins. Sie leidet an einer Depression, seit sie ihr zweites Kind bekam, das wurde auch nur sporadisch erwähnt. Von ihrem Sohn erzählt sie mehr. Ich weiß aus Erfahrung, das man als Partner das schwer verkraften kann. Der Text liest sich sonst angenehm. Er ist mit Gefühl geschrieben und so mag ich ihn doch gerne weiter empfehlen.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    2/5

    06.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dunkle Sichten

    Diese Erzählstimme hier ist unzufrieden und hadert mit ihrem Ist-Zustand, sie jammert und wettert. Und sie triggert mich. Denn irgendwie erinnert mich dieser Text an ein kleines unschuldiges Rehlein, ein Opfer. Nur gibt es diese Rehlein, diese unschuldigen Menschlein in unserer Art recht wenig. Denn wir besitzen die Eigenschaft der Aktion, des eigenen Denkens, der Interaktion und bewegen uns dadurch recht schnell aus der Figur des kleinen unschuldigen Opfers heraus.  Von daher müsste man sich schon fragen, wo denn der eigene Anteil sitzt, der uns in diese Situation gebracht hat und genau an diesem Anteil setzt dann die eigene Arbeit an sich selbst an. Für gewöhnlich.  Denn das ist verdammt schwer! Einfacher ist es immer zu sagen, der oder die haben die Schuld, weil der und/oder die haben das gemacht. Und mir geht es deswegen so schlecht. Buhuu!  Das depressive Thema impliziert durch die Vielfalt menschlicher Charaktere immens viele Erscheinungsformen, dennoch gibt es die reinen Opfer ein Glück selten, denn diese Opfer machen sich und ihrer Umwelt das Leben schwer, sehr schwer. Denn in ihrer Opferhaltung ist es für diese Menschen sehr schwer Wege aus ihrem eigenen Drama zu finden, allerdings fällt es ihnen sehr leicht andere zu Tätern zu stilisieren, ohne natürlich bei den eigenen Motiven zu suchen. Klarer Fall. Und genau so erscheint mir hier diese Erzählstimme. Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass dieses Szenario, in dem die Erzählstimme festsitzt, für sie destruktiv ist und sie vielleicht nicht unbedingt Möglichkeiten sieht aus dieser Situation herauszukommen.  Dennoch hat allein schon die Möglichkeit die Briefe fremder Menschen zu lesen und ihre Schicksale vor dem inneren Auge entstehen zu lassen, ein richtig großes Potenzial. Denn da könnte man vom eigenen Drama abgelenkt werden und die dramatischen Lebensverläufe dieser Anderen auf sich einwirken lassen. Könnte man. Muss man natürlich nicht.  Man kann auch der Meinung sein, dass Therapeutinnen Phrasen dreschen und ihnen nicht vertrauen. Doch dies impliziert ja eventuell auch, dass man sich nicht vollkommen öffnet und auch dadurch therapeutische Arbeit torpediert und sie damit erschwert. Immens erschwert. Aber auch da ist natürlich wieder die Therapeutin schuld. Und eigenes Zutun interessiert nicht. Schlimm! Andererseits ist da auch die Liebe, um mal etwas positives einfließen zu lassen und man kann nur hoffen, dass über diese immense Kraft die Möglichkeit für die Erzählstimme liegt ihrem eigenen Drama zu entkommen.  Ich habe mich wirklich versucht auf diese Erzählstimme einzulassen, aber sie triggert mich dermaßen, dass ich sicher auch innerlich blockiert habe. Auch meine Arbeit in der Psychiatrie wird hier sicher mitgewirkt haben. Vielleicht sollte ich dieses Buch noch einmal lesen. Vielleicht. 

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Unsere Meinungen

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    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genug damit

    Es gilt Briefe zu übersetzen, geschrieben vor vielen Jahren von deutschen Auswanderern. Das tut Maria in einem Hotelzimmer, sie ist Mutter und Ehefrau, ausführlich wird im Monolog und angeregt von den Zeilen der längst verstorbenen Briefeschreiber erörtert, wie sie sich fühlt, unzufrieden, überfordert, gelangweilt und abgehängt vom gängigen Lebenskonzept. Auf ihr Leben blickt sie entfremdet von sich selbst, Akzeptanz oder Versöhnung sind derzeit nicht möglich. Eine Heimat hat sie nicht, weder örtlich noch seelisch. Ein Missgesang auf das eigene Dasein, ohne Schonung, manchmal ironisch, auch erheiternd durch drastische Darstellungen.

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