Zivilcourage 1936. Ein Strafprozess gegen den Kaufmann Heinrich Kumpf wegen Einsatzes für Juden
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
15.11.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
567 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346970091
Bei der Familienforschung bin ich überraschenderweise auf eine im Generallandesarchiv Karlsruhe liegende Strafprozessakte über meinen Großvater Heinrich Kumpf gestoßen. Weil er sich öffentlich über Juden angetanes Unrecht empörte, wurde ihm im Dritten Reich ein "Vergehen nach
1 des Gesetzes gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen vom 20.12.1934" vorgeworfen.
Nur knapp entging er den Folterkammern der Geheimen Staatspolizei und dem Konzentrationslager. Die im Jahr 1936 noch wirkende Scham der NS-Diktatur vor der Weltöffentlichkeit, die sich ab dem 6. Februar in der Durchführung der Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen und in der Vorbereitung der Olympischen Sommerspiele in Berlin befand, mag das Äußerste verhindert haben. Die Ermittlungen dauerten vom 7. Februar bis zum 15. Mai 1936 und wurden schließlich eingestellt.
Dieser Bericht ist ein Auszug aus dem größeren Werk "Tuchfabrik Georg Wilhelm Kumpf und Wollfabrik Adam Kumpf. Industrie- und Familiengeschichte in Beerfelden und Erbach im Odenwald von 1842 bis 1973".
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