Störung der Totenruhe Erzählungen
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Sprache:Deutsch
5,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
09.01.2024
Verlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
224 (Printausgabe)
Dateigröße
688 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783758392597
Der Celler Journalist Uwe Ossian besucht eine Veranstaltung zur Wiedereröffnung des deutschen Soldatenfriedhofs Lohheide nahe Bergen-Belsen. Der Friedhof wurde durch ein Arbeitskommando des Kriegsgräbervereins instandgesetzt. Kriegsgräberverein und Gesetzgeber bezeichnen Kriegstote unisono als "Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft". Die Täter werden weggelogen. Das soldatische Opfernarrativ ist wesentlicher Inhalt dieser Gedenk- und Erinnerungskultur.
Der Mohn blutet aus tränennasen Feldern
Peter Leibgeber, Mitarbeiter des Kriegsgräbervereins in Köln, begleitet den Vater und einen Kameraden des in Afghanistan getöteten Bundeswehrsoldaten Hendrik Schoppe zu einer Gedenkveranstaltung an dessen Ehrengrab. In Erzählungen von Patrick Bienenmüller, dem Kameraden Hendriks, wird der gemeinsame Wehrdienst erörtert. In Erzählungen des Vaters Martin Schoppe werden gemeinsame Unternehmungen mit Hendrik erinnert - darunter Besuche von deutschen Soldatenfriedhöfen an der Westfront des Ersten Weltkrieges. Um die Ausbildung und den Auslandseinsatz Hendriks in Afghanistan besser zu verstehen, nimmt Leibgeber an einem Informationsseminar der Streitkräftebasis teil. Er besucht das Ehrenmal der Bundeswehr im Hinterhof vom Berliner Bendlerblock, besichtigt das Einsatzführungskommando in Potsdam und beobachtet Einsatzszenarien auf dem Truppenübungsplatz Lübtheen.
Abschied vom Arrestanten
Beisetzung Leibgebers auf dem Waldfriedhof, der als Mitarbeiter des Kriegsgräbervereins eingestand: "Der Verein ist mein Gefängnis. In das graue Gefieder meiner Anzüge gekleidet, plappere ich wie ein Papagei Verbandsparolen nach ("Versöhnung!" "Versöhnung!" Versöhnung!"). Ich werde gefüttert. Ich werde getränkt. Aber vom Fliegen kann ich in meinem Käfig nur träumen." Beim Gang über den Friedhof im Anschluss an die Beisetzung und beim Leichenkaffee versuchen seine Freunde, der Journalist Uwe Ossian und der Erzähler als ehemaliger Kollege Leibgebers, das "unglückliche Bewusstsein" des Verstorbenen zu ergründen: Leibgeber tat das Falsche und strengte sich auch noch richtig dabei an.
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