Doppelte Isolation tauber Personen in der Freiheitsstrafe
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.01.2024
Verlag
GRINSeitenzahl
48 (Printausgabe)
Dateigröße
636 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783964874023
Die Aufgabe der Sozialen Arbeit besteht allgemein darin, ungerechte und diskriminierende Systeme, zu benennen, zu kritisieren und durch Lösungsvorschläge marginalisierte Personen(-gruppen) in ihren Inklusionsbestrebungen zu unterstützen. Daher ist es unabdingbar, ein umfassenderes Verständnis der bestehenden Barrieren für taube Inhaftierte aufzubauen. Folgende Fragestellung soll daher im Verlauf dieser Arbeit beantwortet werden:
Inwiefern erfahren taube Personen durch Diskriminierungsstrukturen in der Freiheitsstrafe doppelte Isolation? Ziel dieser Arbeit ist somit die Auseinandersetzung mit der Lebensrealität inhaftierter tauber Menschen und die Untersuchung der besonderen Marginalisierung einer vergessenen Minderheit, der Gebärdensprachgemeinschaft. Taube Menschen sind es, die nicht die gleichen Chancen im Vergleich zu hörenden Inhaftierten haben.
Ein weiteres Anliegen der Arbeit ist es, die Erfahrungen von tauben Menschen im Strafvollzug sowie prekäre Situationen gesammelt sichtbar zu machen. Es soll darüber hinaus ein Verständnis für die Lebenswelten tauber Menschen geschaffen und gefördert werden. Zudem sollen in dieser Arbeit konkrete Hinweise darauf geliefert werden, wie die Lebensbedingungen für taube Menschen in Haft angepasst werden können, so dass deren Menschenwürde auch während des Strafvollzugs gewahrt bleibt.
Taube Menschen sind als ethnische und kulturelle Minderheit bis zum heutigen Zeitpunkt weltweit der Diskriminierung durch die hörende Gesellschaft ausgesetzt. Aktuellen Schätzungen zufolge leben etwa 83.000 taube Menschen in Deutschland. Statistischen Zahlen zu tauben Strafgefangenen gibt es nicht, da die meisten Strafvollzugsanstalten keine Datenbanken oder Statistiken führen. Während in den USA und Großbritannien zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten die Bedürfnisse tauber Menschen in Haft bereits untersucht haben, liegen bislang keine deutschsprachigen Studien, Fachliteratur oder kritische Analysen vor.
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