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Christoph Ransmayr

1. Als ich noch unsterblich war

Als ich noch unsterblich war Erzählungen

Gesprochen von
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Christoph Ransmayr

Spieldauer

6 Stunden und 35 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

100

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732421152

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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Christoph Ransmayr

Spieldauer

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Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.02.2024

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Fassung

ungekürzt

Medium

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100

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

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9783732421152

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Ein gedanklicher und sprachlicher Genuss!

drawe aus Landau am 17.03.2024

Bewertungsnummer: 2156219

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ransmayr bündelt in diesem Erzählband 13 unterschiedliche Geschichten, die, wie es der Klappentext schon sagt, in die Welt hinausführen, aber auch wieder zurückführen in Ransmayrs Heimat. Alles an Ransmayrs Romanen und seiner Sprache ist kunstvoll. Jedes Wort, jeder Satz zeigt seinen kunstvollen und souveränen Umgang mit der Sprache. In diesem Band ist es zusätzlich noch die Anordnung der einzelnen Geschichten. Das Arrangement wirkt leichthändig, aber ist doch genau durchdacht. Die erste Geschichte „Als ich noch unsterblich war“ zeigt das Kind, für das das Sterben nur eine Eventualität ist, noch lange keine Realität. Das Kind legt aus den Buchstaben seiner geliebten Nudelsuppe auf dem Tellerrand das Wort MEER aus und ist fasziniert von der Vorstellung, dass in diesen wenigen Buchstaben, in diesem kleinen Wort eine ganze Welt von Vorstellungen eingefangen ist und dass er, der kleine Junge, diese Welt in der Hand hat. Die letzte Geschichte “Damen & Herren unter Wasser“ nimmt diese Anfangsmotive wieder auf und schließt den Reigen: hier geht es jetzt um die Realität des Todes und das Leben nach dem Tod, aber nicht im Himmel, sondern ganz konkret in den tiefsten Tiefen des Meeres. Und auch hier geht es das Wort und um Verständigung; ein zentrales Motiv der Geschichten. Im Erzählen wird die Sterblichkeit der Menschen aufgehoben, im Klang der Worte überdauert das Erzählte die Jahrhunderte, so wie die Zeichnungen der Steinzeitmenschen ihre Wirklichkeit an unsere heutige Wirklichkeit ankoppeln und so wie der irische Sänger in seinen Liedern die Geschichte von unzähligen Havarien lebendig erhält. Zwischen diesen beiden Geschichten spannt sich ein großer Bogen an Erzählungen. Der Erzähler nimmt seinen Leser mit um die halbe Welt. Immer aber zeigt sich Ransmayrs großes Verantwortungsgefühl der Schöpfung gegenüber, die Menschen eingeschlossen. Sehr bitter mutet einen daher ein Satz aus „Mädchen im gelben Kleid“ an: „Wer die Weißen nicht fürchtet, der kennt sie nicht.“ Sehr berührend ist auch die Geschichte „An der Bahre eines freien Mannes“, in der er seinem Vater ein Denkmal setzt: ein aufrechter Mann, der Gerechtigkeit verlangte und dafür auf öffentliches Ansehen und Status verzichtete. Mir persönlich hat die Geschichte „Floßfahrt“ sehr gut gefallen, in der der Autor von seinen Überlegungen zu seinem Roman „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ erzählt. Und überlegt, ob die Unwirtlichkeit des Franz-Josefs-Landes, die Schrecken des Eises und die Finsternis der Polarnacht nicht doch erstrebenswerter seien als der Kriegslärm. „Wie still, wie sanft und lichtdurchflutet musste in diesem Sommer 1915 die Abgeschiedenheit des Franz-Joseph-Landes wohl gewesen sein?“ Fazit: Ein inhaltlich abwechslungsreicher Erzählband, jede Geschichte ein sprachlicher und gedanklicher Genuss!!

Ein gedanklicher und sprachlicher Genuss!

drawe aus Landau am 17.03.2024
Bewertungsnummer: 2156219
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ransmayr bündelt in diesem Erzählband 13 unterschiedliche Geschichten, die, wie es der Klappentext schon sagt, in die Welt hinausführen, aber auch wieder zurückführen in Ransmayrs Heimat. Alles an Ransmayrs Romanen und seiner Sprache ist kunstvoll. Jedes Wort, jeder Satz zeigt seinen kunstvollen und souveränen Umgang mit der Sprache. In diesem Band ist es zusätzlich noch die Anordnung der einzelnen Geschichten. Das Arrangement wirkt leichthändig, aber ist doch genau durchdacht. Die erste Geschichte „Als ich noch unsterblich war“ zeigt das Kind, für das das Sterben nur eine Eventualität ist, noch lange keine Realität. Das Kind legt aus den Buchstaben seiner geliebten Nudelsuppe auf dem Tellerrand das Wort MEER aus und ist fasziniert von der Vorstellung, dass in diesen wenigen Buchstaben, in diesem kleinen Wort eine ganze Welt von Vorstellungen eingefangen ist und dass er, der kleine Junge, diese Welt in der Hand hat. Die letzte Geschichte “Damen & Herren unter Wasser“ nimmt diese Anfangsmotive wieder auf und schließt den Reigen: hier geht es jetzt um die Realität des Todes und das Leben nach dem Tod, aber nicht im Himmel, sondern ganz konkret in den tiefsten Tiefen des Meeres. Und auch hier geht es das Wort und um Verständigung; ein zentrales Motiv der Geschichten. Im Erzählen wird die Sterblichkeit der Menschen aufgehoben, im Klang der Worte überdauert das Erzählte die Jahrhunderte, so wie die Zeichnungen der Steinzeitmenschen ihre Wirklichkeit an unsere heutige Wirklichkeit ankoppeln und so wie der irische Sänger in seinen Liedern die Geschichte von unzähligen Havarien lebendig erhält. Zwischen diesen beiden Geschichten spannt sich ein großer Bogen an Erzählungen. Der Erzähler nimmt seinen Leser mit um die halbe Welt. Immer aber zeigt sich Ransmayrs großes Verantwortungsgefühl der Schöpfung gegenüber, die Menschen eingeschlossen. Sehr bitter mutet einen daher ein Satz aus „Mädchen im gelben Kleid“ an: „Wer die Weißen nicht fürchtet, der kennt sie nicht.“ Sehr berührend ist auch die Geschichte „An der Bahre eines freien Mannes“, in der er seinem Vater ein Denkmal setzt: ein aufrechter Mann, der Gerechtigkeit verlangte und dafür auf öffentliches Ansehen und Status verzichtete. Mir persönlich hat die Geschichte „Floßfahrt“ sehr gut gefallen, in der der Autor von seinen Überlegungen zu seinem Roman „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ erzählt. Und überlegt, ob die Unwirtlichkeit des Franz-Josefs-Landes, die Schrecken des Eises und die Finsternis der Polarnacht nicht doch erstrebenswerter seien als der Kriegslärm. „Wie still, wie sanft und lichtdurchflutet musste in diesem Sommer 1915 die Abgeschiedenheit des Franz-Joseph-Landes wohl gewesen sein?“ Fazit: Ein inhaltlich abwechslungsreicher Erzählband, jede Geschichte ein sprachlicher und gedanklicher Genuss!!

Eine Schatzkiste voller Geschichten

Bewertung aus Buchen am 28.02.2024

Bewertungsnummer: 2141719

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch von Christoph Ransmayr ist ein Schatz, denn es versammelt Geschichten, die verstreut erschienen sind und an die man als Leser sonst wohl nur schwer herankommt. Ransamyrs Sprache ist so kraftvoll wie elegant. Er ist eine der großen literarischen deutschsprachigen Stimmen unserer Zeit. Viele der Geschichten spielen in fernen Ländern. Ransmayr ist der Meister der Beobachtung des großen im kleinen. Das spürt man immer wieder, z.B. wenn er einen alten Fotografen besucht oder in Afrika ein Mädchen beobachtet, das eine schwere Last trägt, Hilfe von Weißen aber dankend ablehnt. Das ist eine Geschichte aus Drei Geschichten zum Dank, die in diesem Buch alle enthalten sind. Der älteste Text stammt von 1982 und hat mich besonders beeindruckt: Es handelt sich um die 4teilige Geschichte namens Strahlender Untergang. Ein lohnenswertes Buch!

Eine Schatzkiste voller Geschichten

Bewertung aus Buchen am 28.02.2024
Bewertungsnummer: 2141719
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch von Christoph Ransmayr ist ein Schatz, denn es versammelt Geschichten, die verstreut erschienen sind und an die man als Leser sonst wohl nur schwer herankommt. Ransamyrs Sprache ist so kraftvoll wie elegant. Er ist eine der großen literarischen deutschsprachigen Stimmen unserer Zeit. Viele der Geschichten spielen in fernen Ländern. Ransmayr ist der Meister der Beobachtung des großen im kleinen. Das spürt man immer wieder, z.B. wenn er einen alten Fotografen besucht oder in Afrika ein Mädchen beobachtet, das eine schwere Last trägt, Hilfe von Weißen aber dankend ablehnt. Das ist eine Geschichte aus Drei Geschichten zum Dank, die in diesem Buch alle enthalten sind. Der älteste Text stammt von 1982 und hat mich besonders beeindruckt: Es handelt sich um die 4teilige Geschichte namens Strahlender Untergang. Ein lohnenswertes Buch!

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Als ich noch unsterblich war

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Alexander S.

Thalia Nürnberg

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5/5

Einfach nur grandios!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine fantastische Geschichtensammlung, die dreizehn Texte aus Ransmayrs Reihe »Spielformen des Erzählens« zu einem inhaltlich und sprachlich beeindruckenden Buch bündelt. Ransmayr kreiert Welten, die sich bis ins kleinste Detail echt und lebendig anfühlen und lässt die Grenzen von Fiktion und Realität dabei mühelos hinter sich. An vielen Orten, von denen er uns berichtet, war er selbst und erzählt dementsprechend aus eigener Erfahrung. Zugleich scheut er sich nicht davor, fantastische Elemente in seine Texte einzuflechten, die Zeit und Raum auf den Kopf stellen und unsere Fantasie an Stellen kitzeln, die Herz und Verstand aufrütteln. All das mit einer sprachlichen Klarheit, die trotz ihrer träumerischen Symbolik stets gut verständlich, um nicht zu sagen unmissverständlich Ransmayrs Intentionen erkennen lässt. Zugegeben, seine langen Schachtelsätze sind Geschmackssache. Ich persönlich liebe die ausufernden Satzkonstruktionen, die sich trotzt aller Abzweigungen stets rund und nachvollziehbar anfühlen, dabei gut lesbar und vor allem gut genießbar sind. Kein Wort zu viel oder zu wenig, kein nichts sagendes Beiwerk. In einem einzelnen Satz steckt so viel Leben, Gefühl und Intellekt, dass man den Worten nur andächtig nachspüren möchte.
  • Alexander S.
  • Buchhändler/-in

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5/5

Einfach nur grandios!

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Eine fantastische Geschichtensammlung, die dreizehn Texte aus Ransmayrs Reihe »Spielformen des Erzählens« zu einem inhaltlich und sprachlich beeindruckenden Buch bündelt. Ransmayr kreiert Welten, die sich bis ins kleinste Detail echt und lebendig anfühlen und lässt die Grenzen von Fiktion und Realität dabei mühelos hinter sich. An vielen Orten, von denen er uns berichtet, war er selbst und erzählt dementsprechend aus eigener Erfahrung. Zugleich scheut er sich nicht davor, fantastische Elemente in seine Texte einzuflechten, die Zeit und Raum auf den Kopf stellen und unsere Fantasie an Stellen kitzeln, die Herz und Verstand aufrütteln. All das mit einer sprachlichen Klarheit, die trotz ihrer träumerischen Symbolik stets gut verständlich, um nicht zu sagen unmissverständlich Ransmayrs Intentionen erkennen lässt. Zugegeben, seine langen Schachtelsätze sind Geschmackssache. Ich persönlich liebe die ausufernden Satzkonstruktionen, die sich trotzt aller Abzweigungen stets rund und nachvollziehbar anfühlen, dabei gut lesbar und vor allem gut genießbar sind. Kein Wort zu viel oder zu wenig, kein nichts sagendes Beiwerk. In einem einzelnen Satz steckt so viel Leben, Gefühl und Intellekt, dass man den Worten nur andächtig nachspüren möchte.

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