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Unser Ole Roman

4

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.09.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19,2/11,9/2,8 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Beige / Marine

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05017-2

Beschreibung

Rezension

»Ein tragikomischer Roman über lieblose Mütter, Einsamkeit und einen kognitiv beeinträchtigten Jungen.« ("SWR Kultur")
»Mit ›Unser Ole‹ hat Katja Lange-Müller, Virtuosin des bösen Blicks, abermals bewiesen, wie zeitgemäß und erhellend ein psychologischer grundierter Realismus heute noch ist.« ("taz")
»Sehr trist, aber so humorvoll, dass man es nicht weglegen will.« ("Podcast ZEIT Was liest du gerade?")
»(...) der Roman (brilliert) mit Slapstick« ("Der Tagesspiegel")
»Die Autorin entwirft in diesem Roman traurige Figuren und Konstellationen, zeichnet verlorene Leben, die trotzdem von Widerstand geprägt sind.« ("WDR Lesestoff – neue Bücher")
»Es ist eine helle Freude, dieses Buch zu lesen.« ("WDR 2 Lesen")
»Lange-Müller hat einen gnadenlosen Blick für die Abgründe und Wunden, die nicht nur zwischen Frauen unter einem Dach aufreißen.« ("Welt am Sonntag")
»Katja Lange-Müller zeichnet ein schonungsloses Szenario, das von emotionaler Unfähigkeit, aber auch von großer Widerstandsfähigkeit erzählt.« ("SWR Lesenswert")
»Ihr neuer Roman ›Unser Ole‹ zieht einen mit ihrem typischen trockenen Witz sofort in sein Geschehen.« ("Die Zeit")
»Diese Autorin hat einen ungewöhnlich scharfen Blick für die Schwächenund Defekte von Menschen.« ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.09.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19,2/11,9/2,8 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Beige / Marine

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05017-2

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    19.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trautes Heim ohne Glück

    Ida war früher wunderschön, lebte ein sehr unstetes Leben und ließ sich aushalten. Letztendlich arbeitete sie gelegentlich als Model auf Seniorinnen-Modenschauen, wo sie Elvira kennengelernt hat, die alleine mit ihrem Enkel, dem kognitiv beeinträchtigten Ole, zusammenlebt. Als Ida ihre Wohnung verlor, nahm Elvira sie auf, weil sie Hilfe brauchte im Haus, mit dem Garten, vor allem aber mit dem unberechenbaren und mittlerweile schwer zu bändigenden Ole. Als ein Unglück passiert, wird Ida mit Manuela konfrontiert, der Tochter von Elvira, die seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie hat. Dabei prallen Welten aufeinander, denn nachgegeben wird nicht. Idas Lebenslauf, der nicht wirklich erwähnenswert ist, zeigte eine oberflächliche und nicht sonderlich intelligente, allerdings mit allen Wassern gewaschene Person, die in erster Linie auf den eigenen Vorteil bedacht ist. Elvira hätte eigentlich jeden Grund gehabt, glücklich zu sein, hat aber früh den Weg der Unzufriedenheit und der Unterdrückung anderer gefunden. Und Manuela? Diese hatte mit der alleinerziehenden Elvira fast keine Chance, eine ausgeglichene und zufriedene Frau zu werden. Als sich die Wege dieser Frauen kreuzen, ist Ärger und Stress förmlich vorprogrammiert. Die drei Frauen im Buch waren mir unsympathisch, jede von ihnen hatte Gründe, so zu werden, wie sie geworden ist, was ich nachvollziehen, aber tatsächlich nicht entschuldigen kann. Dies soll nicht heißen, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat, denn das Gegenteil war der Fall. Ich habe mich aufgeregt, aber auch köstlich amüsiert, man könnte es zusammenfassend so beschreiben: Schadenfreude ist die schönste Freude. Lesenswert!

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    4/5

    02.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Frauen ...

    UNSER OLE Katja Lange-Müller Katja Lange-Müllers neuester Roman stellt drei Frauen in den Mittelpunkt, deren Leben durch Einsamkeit, Traumata und emotionale Verstrickungen geprägt ist: Ida, ein ehemaliges Seniorenmodel, sieht sich zunehmend mit dem Älterwerden und chronischer Geldnot konfrontiert. Die Tage, in denen wohlhabende Herren ihr jeden Wunsch erfüllten, gehören längst der Vergangenheit an. Nach einer unbedeutenden Modelshow in einem Kaufhaus begegnet sie Elvira, die ihr vorschlägt, bei ihr einzuziehen. Elvira lebt in einem kleinen Haus mit ihrem autistischen Enkel Ole. Nachdem ihre Tochter Manuela nach der Geburt ihres Sohnes unter postnatalen Depressionen litt, nahm Elvira den Jungen zu sich. Sie verwöhnte Ole, der inzwischen zu einem korpulenten Jugendlichen herangewachsen ist und zunehmend Spannungen in den Alltag bringt – besonders, seit er seine Sexualität entdeckt hat. Ihre Beziehung ist von ständigen Streitigkeiten geprägt. Manuela hingegen hat den Kontakt zu ihrer Mutter und ihrem Sohn seit Jahren abgebrochen. Erst ein tragischer Unfall führt sie zurück in das Haus, das sie einst verlassen hat. Lange-Müller seziert die Lebensgeschichten dieser Figuren mit einem präzisen Blick für emotionale Kälte und die Folgen unerfüllter Bedürfnisse. Im Kern geht es um empathiearme Menschen, die selbst nie Liebe erfahren haben, und die Narben, die solche Erfahrungen hinterlassen. Besonders gelungen ist der Blick hinter die Fassade: Elvira, die sich immer einen Sohn gewünscht hat, war von Anfang an eifersüchtig auf die Beziehung zwischen ihrer Tochter und deren Vater, der Manuela stets wie eine Prinzessin behandelte. Manuela wiederum flüchtete nach seinem Tod in eine Opferrolle. Zwischen diesen Konflikten versucht Ida zu vermitteln, denn als mittellose Außenseiterin hat sie keine andere Wahl, als in dieser zerrütteten Gemeinschaft zu bleiben. Der Roman besticht durch einen flüssigen Schreibstil, bleibt jedoch erzählerisch oberflächlich. Ein klarer Höhepunkt oder tiefgreifender Plot fehlt. Dennoch ist es ein kurzweiliges, gut lesbares Kammerspiel. 3½/ 5

  • Jürg K.

    4/5

    18.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend bis zum Ende

    Dieses Buch hat ein geheimnisvolles Cover was die Neugierde anheizt. Ida war in ihrer Jugend bildhübsch, jetzt ist sie alt. Um nicht zu verarmen, arbeitet sie als Senioren-Modell. Da begegnet sie Elvira, die ihren kognitiv beeinträchtigten Junge Ole betreut. Ida verliert ihre Wohnung und Elvira bietet ihr Unterschlupf bei ihr an. Den Kontakt zu ihrer Tochter hat sie abgebrochen. Zudem braucht sie Hilfe bei der Betreuung des unberechenbaren, spätpubertierenden Hünen Ole. Eines Morgens passiert ein tragisches Ereignis. Elvira wird tot auf dem Treppenabsatz gefunden. Nun müssen Polizei und Elviras Tochter benachrichtigt werden. Alles wird als Unfall erklärt. Ole kann nicht befragt werden. Oles Mutter Manuela und Ida stehen sich misstrauisch gegenüber. In dieser sehr Feinfühligen Geschichte wird von ablehnenden Müttern, heimlicher Sehnsucht nach Zuneigung erzählt. Dieses Buch fordert den Leser schon etwas heraus. Die Schilderungen sind für mich so etwas wie eine Milieustudie im Siedlungshäuschen. Mich hat diese Geschichte herausgefordert und lässt Raum für die eigenen Spekulationen der Ereignisse. Ein Buch das man lesen sollte.

  • Klaus

    4/5

    17.11.2024

    eBook (ePUB 3)

    Schicksalsgemeinschaften

    Als es Ida nicht mehr gelingt die Männer mit ihrer Schöhnheit an sich zu binden, steht sie zwar mit tollen Brüsten, aber ohne Geld da und muss sich einen Plan B für ihren Lebensabend überlegen. Rettung verspricht die Bekanntschaft mit Elvira, die Ida bei sich und Enkel Ole aufnimmt, nicht ohne Hintergedanken. Eines Morgens stirbt Elvira nach einem Treppensturz und plötzlich muss Ida fürchten auf der Straße zu landen, denn nun tritt Elviras ungeliebte Tochter als Erbin auf den Plan. Ida, Elvira und deren Tochter Manuela, die eigentlich ein Manuel hätte werden sollen, verbunden über Ole, Manuelas kognitiv beeinträchtigten Sohn Ole. Die Autorin schafft hier eine spezielle Konstellation an Personen, die alle eine Gemeinsamkeit haben, sie wurden und werden von ihren Müttern nicht geliebt. Da ist Ida, die aufgewachsen ist, ohne je etwas über ihren Vater zu erfahren und später verzweifelt nach der Liebe von Männern sucht, die es aber trotz ihrer Schönheit nie schafft diese an sich zu binden. Elvira, die eigentlich nie Mutter werden wollte und nur auf Drängen ihres Mannes schwanger wird und sich unbedingt einen Sohn wünscht. Manuela, Elviras Tochter, die eben kein Manuel geworden ist, vom Vater wird sie als seine kleine Prinzessin vergöttert, die Mutter steckt sie in Hosen, schneidet ihr die Haare kurz und entsorgt ihre Puppen im Müll. Ole, Manuelas Sohn, mit einer Hirnschädigung zur Welt gekommen lebt er seit seiner Geburt bei Oma Elvira, während seine Mutter ihr Leben frei von der Last seiner Versorgung lebt. Ole, der die Frauen im Buch miteinander verbindet, aber selber fast gar nicht in Erscheinung tritt. Das Buch beschreibt zwischenmenschlichen Beziehungen mit einem guten Blick hinter die Fassade. Die Autorin beschreibt Idas recht parasitären Lebensstil ebenso treffend wie Elviras manipulative, egoistische Art, oder Manuelas extrem nach Mitleid haschende Opferrolle. Viel Raum nimmt natürlich die toxische Mutter Tochter Beziehung von Elvira und Manuela ein. Während Manuela den früh verstorbenen Vater anbetet, kommt ihre Mutter nicht so gut weg, ihr wird Eifersucht unterstellt, zwischen den Zeilen könnte man Elviras Verhalten aber auch als Versuch werten, ihre Tochter vor einer ungesunden Liebe durch den Vater zu schützen. Psychologisch ist das sehr gut ausgearbeitet, ebenso wie die verschiedenen Versionen dazu, warum Ole bei seiner Oma lebt. Während Elvira sich mehr, oder weniger als Retterin von Ole fühlt, weil sie vollkommen selbstlos den, von der Mutter aufgrund seiner Beeinträchtigung abgelehnten Jungen bei sich aufnimmt, fühlt Manuela sich von ihrer herrschsüchtigen Mutter übergangen und beraubt, glaubt, das diese Ole negativ beeinflusst und seiner Mutter entfremdet. So wie die Frauen in diesem Buch keine wirkliche Liebe erfahren haben, bleibt diese auch Ole verwehrt, denn so sehr sich Elvira auch damit brüstet sich um ihn zu kümmern, Liebe ist in ihrem Umgang mit dem wortkargen Riesen nicht zu erkennen. Aber nicht nur die Liebe fehlt in Oles Leben, sondern auch Ansprache und Förderung, der Junge kennt nichts außer dem Haus seiner Oma, hat keinerlei soziale Kontakte, kann sich nur eingeschränkt äußern, wird zwar mit dem Nötigsten versorgt (Bockwurst und Cola), ist aber ansonsten sich selbst überlassen. Beim Lesen habe ich die verschiedensten Emotionen durchlebt, ich war berührt, aber mehr noch wütend, gerade wenn es um den Umgang mit Ole ging. Das Buch beschreibt tiefgründig Eltern- Kind Beziehungen, hier mit dem Fokus auf Mütter und Töchter. Der tietelgebende Ole dient als Bindeglied, kommt mir aber leider viel zu kurz, weswegen ich letztlich auch einen Stern Abzug gebe.

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dorothea Bereswill

    Dorothea Bereswill

    Thalia Sindelfingen – Breuningerland

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sie haben noch nie was von Katja...

    Sie haben noch nie was von Katja Lange-Müller gelesen? Dann schnappen Sie sich "Unser Ole" und tauchen Sie ein in ihren Stil. Bitterböse und glasklar skizziert die Autorin drei kaltherzige, berechnende Frauen und das, was sie aus ihren Leben machen. Oder das Leben aus ihnen?
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Menschliches Unvermögen

    Frau Lange-Müller schreibt hier von einer Beziehungsvielfalt zwischen drei Frauen, die nicht unter Fortunas Füllhorn gestanden haben. Jede der drei Frauen wurde als Kind nicht geliebt und ist teilweise unfähig, Liebe auf ihre eigenen Kinder zu übertragen. Sie sind zudem viel zu sehr mit sich selber beschäftigt. Als da wäre auch noch der autistische Jugendliche Ole, dem das Essen vor die Tür gestellt wird, um den man sich auch nur existenziell kümmert. Was für eine tragische Figur! Die Autorin wertet nicht. Sie beschreibt nur die Zustände. Sie überlässt es dem Leser, sich eine eigene Meinung zu bilden. Obgleich der Roman eher von menschlichen Tragödien spricht, zeichnet er sich durch einen großartigen Humor aus. Dieser Roman ist definitiv eine große Leseempfehlung von mir. Frau Lange-Müller kann einfach großartig erzählen.

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