Zwölf wunderbar erholsame Tage in Dithmarschen liegen hinter Hauptkommissar Karsten Untiedt. Doch die Planungen für sein letztes freies Wochenende werden jäh über den Haufen geworfen.
Als ob die Eider ihre grausige Fracht wieder loswerden will, spuckt der Fluss eine fürchterlich entstellte Frauenleiche aus - im Schlick bei Wollersum, nur wenige Kilometer von seinem Ferienhaus entfernt.
Zum zweiten Mal verstärkt er das Team der Heider Kriminalpolizei um Katja Greets. Ein Wiedersehen, auf das sich nicht alle freuen. Wohl kaum die besten Voraussetzungen, um in Büsum, Tönning und Husum schmutzige Wäsche zu durchwühlen oder den Fall aufzuklären. Untiedt lässt jedoch der Gedanke nicht los, warum Maja Stöver auf so eine brutale Art und Weise sterben musste. Er setzt alles daran, um ihren Mörder zu finden.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Jo Ann Martin
5/5
14.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine tolle Fortsetzung der Untiedt-Reihe
Ich bin mit hohen Erwartungen an diesen Krimi gegangen, da mir schon der erste Band sehr gefallen hat. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Marco Schreiber hat seinen Kommissar Untiedt – alleine der Name – in eine schwierige Situation geschickt. Untiedt wird von seiner Chefin beim LKA in Kiel nach Husum abgeordnet und es kristallisiert sich heraus, dass sie ihn endgültig hierhin loswerden möchte – als designierten Dienststellenleiter. Auf diesen Posten hat aber auch seine Kollegin und Freundin Katja Greets ihr holdes Auge geworfen, die die Dienststelle derzeit kommissarisch leitet. Eine schwierige Situation für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Aufklärung eines grausamen Frauenmords.
Maja Stöver wurde grausam entstellt in der Nähe des Eidersperrwerks aufgefunden. In geschickt verwobenen Rückblenden erfahren wir, wer diese junge Frau war, und warum sie sterben musste. Der Autor hat mich beim Miträtseln gründlich auf die falsche Fährte geführt.
Es sind nicht nur die komplizierten Fälle und die privaten Verstrickungen, die mich zu einer überzeugten „Schreiber-Leserin“ werden ließen, sondern auch der klare Stil, die sehr authentischen Beschreibungen des norddeutschen Umfelds, der trockene Humor und die steile Lernkurve, mit der uns der Autor die Landschaft und die Herausforderungen der Nordsee näherbringt. Besonders gut haben mir auch die Ermittlungen der hinzugezogenen Biologin gefallen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Strandkrabben innerhalb von Stunden einen ganzen Robbenkadaver fressen können? Vor menschlichen Leichen machen sie natürlich nicht halt.
Fazit: Unbedingt empfehlenswert – spannend, menschlich und mit steiler Lernkurve.
Barbara Diehl
5/5
23.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Untied und Greets ermitteln weiter
Vor drei Jahren schon ist Karsten Untieds Vater gestorben, aber bis vor ungefähr acht Monaten hat Karsten die Gegend, in der sein Elternhaus steht, mehr oder weniger gemieden. Nun hat er sich dazu entschlossen, das Haus in der nördlichen Dithmarscher Köge zu entrümpeln und als Wochenendhäuschen herzurichten. Seit 11 Tagen räumt er, gemeinsam mit seinem alten Nachbarn Herbert Schlömer, das Haus aus. Nun möchte er noch seinen letzten Urlaubstag genießen, bevor er am Montag wieder seinen Dienst bei der Kriminalpolizei in Kiel antreten muss. Kurz vor seiner Heimreise informiert ihn seine Kieler Chefin darüber, dass er sich bei der Kriminalpolizei in Heide melden soll, die könnten seine Unterstützung in einem Fall gebrauchen. Es ist noch kein halbes Jahr her, als er gemeinsam mit seiner Heider Kollegin Katja Greets einen Mordfall gelöst hat.
Dieses Mal hat die Eider in Wollersum eine Leiche ans Ufer gespült und gemeinsam mit Katja Greets und ihrem Team gilt es herauszufinden, ob die Person einen Unfall hatte und so in der Eider gelandet ist, oder ob es sich um ein unfreiwilliges und zudem tödliches Bad im Fluss handelte.
Vor den Beiden liegt keine einfache Aufgabe.
Der Fall in Wollersum ist der zweite Kriminalfall, den Kriminalhauptkommissar Karsten Untied und Kriminaloberkommissarin Katja Greets gemeinsam lösen. In „Marschblut“ treten die Beiden zum ersten Mal erfolgreich als Team auf. Man kann „Marschnacht“ als Solitärband lesen, um jedoch das persönliche Verhältnis zwischen Greets und Untied zu verstehen, empfiehlt es sich, beide Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Im ersten gemeinsamen Fall war es so, dass Katja Greets ihrem Kollegen Karsten Untied unterstellt war, dieses Mal ist es jedoch anders herum. Da Greets aufgrund einer Erkrankung des Dienststellenleiters Michels die kommissarische Leitung übernommen hat, ist Untied dieses Mal Greets unterstellt, was ab und an zu Kompetenzgerangel führt.
Der Autor Marco Schreiber hat seinen Kriminalfall und dessen Auflösung auf unterschiedlichen Handlungssträngen aufgebaut, die sich stetig zueinander hin bewegen, dann zu einem einzigen Strang verschmelzen der letztendlich zur Auflösung des Falles und zur Beantwortung aller noch offenen Fragen führt.
Auch dieser Krimi von Marco Schreiber entwickelt sich ruhig und ohne übermäßiges Blutvergießen und die Spannung baut sich durch die kurzen Kapitel auf, die zwischen den Handlungssträngen hin und her wechseln. Marco Schreiber spielt immer wieder mit der Fantasie des Lesers und wenn man glaubt, den Täter gefunden zu haben, stellt man fest, dass alles doch ganz anders ist.
Wie auch schon in „Marschblut“ empfinde ich den Schreibstil von Marco Schreiber als locker und léger und sehr angenehm zu lesen. Die beiden Kriminalkommissare sind auch in diesem Buch als sympathische Charaktere gezeichnet, sie haben gute und schlechte Tage und treffen gute und/oder schlechte Entscheidungen; so wie Menschen eben handeln. Alle anderen handelnden Charaktere sind ebenfalls gut gezeichnet, man muss sie aber nicht unbedingt sympathisch finden.
Auch diese fiktive Geschichte des Autors Marco Schreiber hat mich für ein paar Stunden gut unterhalten und ich würde mich freuen, wenn das Team Untied und Greets noch weitere Kriminalfälle aufklärt.
juttas_buecher
5/5
17.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein toller, spannender Krimi
Eigentlich ist Carsten Untied dabei, das Haus seines Vaters zu sanieren, als ein Anruf dieses Vorhaben an seinem letzten freien Wochenende schnell beendet. Eine Frauenleiche wurde gefunden und er wird gebeten, das Team um Katja Greets erneut zu unterstützen. Werden Sie auch diesen Fall gemeinsam lösen können?
Ich habe mich sofort in der Geschichte wieder wohl gefühlt und mich gefreut, mit Carsten Untiedt und Katja Greets zu ermitteln. Die Geschichte hat mich absolut überzeugt. Der Schreibstil ist wie schon im ersten Teil locker, flüssig und sehr bildhaft. Man spürt beim Lesen die raue und teilweise auch bedrückende Atmosphäre. Das Cover von Marschnacht gefällt mir sogar noch etwas besser als das von Marschblut. Der Spannungsbogen wird auch in diesem Buch bis zum Ende hin hoch gehalten. Erst auf den letzten Seiten wird der Fall gelöst. Was mir besonders gut gefällt ist, dass in diesem Buch das Plattdeutsche und der norddeutsche Humor wieder ihren Platz finden.
Fazit:
„Marschnacht“ ist für mich ein toller Krimi, den ich nur empfehlen kann. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und hoffentlich noch viele gemeinsame Fälle mit Karsten Untied und Katja Greets.
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