Mein Name ist Johannes Schott. Von klein auf träumte ich davon, ein Buchdrucker zu werden, aber dann bricht während einer kalten Nacht im Jahre 1632 meine Welt zusammen. Ich muss mich des Vorwurfs erwehren, das schändlichste aller Verbrechen begangen zu haben: die Ermordung des leiblichen Vaters. Als ein Fremder unter Verdacht gerät, scheint meiner Zukunft als ehrbarer Bürger Freyburgs nichts mehr im Wege zu stehen, doch es kommt anders. Meine aufreibende Suche nach einem neuen Leben in den Wirren des großen teutschen Krieges beginnt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
03.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Was kann ein Mensch ertragen?
Zum Anfang hatte ich irgendwie Probleme mich der Geschichte hinzugeben. Nach den ersten 20 Seiten hatte die Geschichte mich jedoch total gefesselt. Ich habe sehr mit Johannes mitgelitten und gehofft, dass es gut für ihn ausgeht. Während der Geschichte fragte ich mich jedoch auch, wie viel ein Mensch ertragen musste ohne zu zerbrechen. Johannes, ein junger Mann, möchte einfach nur Bücher drucken, findet sich jedoch an ganz anderen Stellen wieder und muss hart für seinen Traum kämpfen. Dieses ganze Auf und Ab und Ab und Ab tat meinem Herzen gar nicht gut!
Die Autorin versteht sich darin sehr authentisch zu schreiben. Man gewinnt direkt das Gefühl mitten in der Geschichte zu sein. Sie umschreibt alles so hervorragend, sodass einem ein guter Einblick in das damalige Leben gegeben wird. Es wird dem Leser deutlich, dass die Autorin viel recherchiert hat. Die Charaktere sind mir auch entweder total sympathisch gewesen, oder ich habe sie überhaupt nicht gemocht, dies aber auch begründet mit deren Handeln in der Geschichte.
Ich bin wirklich sehr gespannt wie die Geschichte von Johannes weitergeht! Ein toller Auftakt für eine spannende (Reihe?)!
Ich empfehle dieses Buch allen Fans von historischen Romanen!
Bewertung
aus Berlin
5/5
02.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Der steinige Weg des Johannes
Die Autorin Sophia Brandus, erzählt in ihrem 1. Band „Euch zum Urteil – Kein gerader Weg -“, einen sehr spannenden und lesenswerten historischen Roman über Johann und dessen aufreibende Suche nach einem neuen Leben in den Wirren des großen teutschen Krieges.
Inhalt:
Mein Name ist Johannes Schott. Von klein auf träumte ich davon, ein Buchdrucker zu werden, aber dann bricht während einer kalten Nacht im Jahre 1632 meine Welt zusammen. Ich muss mich des Vorwurfs erwehren, das schändlichste aller Verbrechen begangen zu haben: die Ermordung des leiblichen Vaters. Als ein Fremder unter Verdacht gerät, scheint meiner Zukunft als ehrbarer Bürger Freyburgs nichts mehr im Wege zu stehen, doch es kommt anders. Meine aufreibende Suche nach einem neuen Leben in den Wirren des großen teutschen Krieges beginnt.
Meine Meinung:
Der Autorin ist ein wunderbarer Einstieg in diesen historischen Roman gelungen. Der Schreibstil ist erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig aber sobald ich mich daran gewöhnt hatte, ausgesprochen spannend, flüssig und total fesselnd, erzählt.
Was mir auch ganz besonders gut gefallen hat, ist die liebevolle Gestaltung der einzelnen Kapitel, die bei einem größeren Schriftsatz mit Sicherheit sogar noch besser zur Geltung kommen würden.
Mir persönlich hat die Geschichte rund um den jungen Johannes, der langsam erwachsen wird, sehr gut gefallen. Zum Teil habe ich sogar richtig mitgefiebert über all das Unrecht, welches ihm über den Weg gelaufen ist. Auf seinem Weg, lernt Johannes viele Menschen kennen, die aber nicht alle sein Vertrauen verdienen. Es dauert eine geraume Zeit, bis er wahre Freunde erkennt. Inmitten der Wirren des großen teutschen Krieges, gerät Johannes zwischen die Fronten der einzelnen Lager und kann sich durch eine Flucht bis nach Augsburg, durchschlagen.
In Augsburg hofft Johannes, das Erbe seines Vaters antreten zu können und darauf, herauszufinden, für was und durch wen sein Vater und der Papierer hatten sterben müssen.
Fazit:
Mir hat besonders gut gefallen, Johannes auf dem Weg vom Kind zum jungen Mann, zwischen dem Mord an seiner Familie und des Papierers sowie den Wirren des großen teutschen Krieges, zu begleiten.
Von der Autorin wird der Aufbau der Ereignisse im Handlungsverlauf eindrucksvoll erzählt und in der Geschichte, gut eingebunden. Die aufgebaute Spannung um Johannes, bleibt bis zum Schluss erhalten. Schade, dass ich noch auf den 2. Band warten muss, um zu erfahren, ob Johannes in Augsburg seinen Weg gefunden hat!
Mit der Geschichte hatte ich viele schöne Lesestunden und deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!
Bewertung
aus Bretten
4/5
29.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Suche nach Wahrheit folgt nicht immer einem geraden Weg
Mit dem historischen Roman "kein gerader Weg (Euch zum Urteil)" entführt die Autorin Sophia Brandus ihre Leser nach Freiburg (damals noch Freyburg) in das Jahr 1632. Durch den sehr angenehmen Schreibstil, erhält man nicht nur Details über das Leben des Johannes Schotts, sondern auch viele Informationen über das Leben in Freiburg zu damaliger Zeit. Eine Zeit, in der "der Schwed" vor den Toren stand und für Unruhe sorgte. Die Wehren machten sich bereit, ihre Stadt zu verteidigen und das Misstrauen gegenüber "Wellschen" war enorm. Und bei all dieser Unruhe liegt der Fokus der Geschichte auf Johannes. Der Leser darf seine Wandlung vom jungen Druckerlehrling zum Kämpfer erleben, jedoch bleibt er durch die vielen eingeworfen Details leider auch etwas unnahbar. Einen Bezug zur Person konnte ich leider nicht aufbauen. Es war alles toll beschrieben, so dass ich die einzelnen Szenen vor Augen hatte, dennoch blieben mir die Protagonisten fremd.
Man spürt in jedem Kapitel, dass sich die Autorin sehr viel Mühe mit Recherche und der Romangestaltung gegeben hat. Es entwickelte sich dadurch ein gewisser Sog, noch mehr Details zu erfahren.
Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser erste Band sehr gut gefallen hat. Ein paar kleine Schwächen, über die ich aber gesamtheitlich hinwegsehen kann. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
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