Seit Kurzem gibt es ein neues Mädchen in meiner Gruppe. Ich würde so gern mit ihr befreundet sein, aber sie will nie mit mir spielen, sondern malt nur in ihrem roten Buch. Selbst in der Vorlesestunde, der tollsten Stunde des ganzen Tages, möchte sie nicht zu uns in den Sitzkreis kommen! Ich habe gehört, dass das neue Mädchen traurig ist, weil sie ihre Heimat, Freunde und Spielsachen zurücklassen musste. Aber ich habe schon einen Plan, wie ich das Mädchen wieder zum Lächeln bringen kann…
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Worum geht es?
Im Buch geht es um ein Mädchen, die mit ihrem roten Buch täglich in der Kita ist. Doch statt mit anderen Kindern zu spielen, malt sie nur in ihr Buch. Ein kleiner Junge macht sich Gedanken darüber woran dies liegen könnte und fragte Erwachsene um Rat.
Mein Eindruck:
Ein sehr herzliches Buch über das Thema Flucht und die Folgen der Flucht. In der heutigen Zeit kann es jedem von uns passieren, dass ein geflüchtetes Kind oder ein geflüchteter Erwachsener zu uns kommt. Dieses Buch gibt, auch am Ende, ein paar Ideen an die Hand, wie man mit Geflüchteten umgehen könnte. Auch die einzigartigen Illustrationen beziehen sich auf das Wesentliche, sodass das wichtige Thema nicht verloren geht.
Bewertung:
Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen.
Ein so schönes, wertvolles & berührendes Bilderbuch über die Kraft der Freundschaft!
CorniHolmes am 21.10.2024
Bewertungsnummer: 2322114
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In Adams Kindergartengruppe gibt es seit Kurzem ein neues Mädchen. Sie spricht nicht, möchte mit niemandem spielen und guckt immer ganz traurig. Sie malt immer nur in ihr rotes Buch, das sie jeden Tag dabei hat - Dinge, die Adam noch nie gesehen hat wie zerfetzte Zelte und brennende Häuser. Er fragt daraufhin die klügsten Menschen, die er kennt, warum das Mädchen immer so traurige Bilder malt und kein Wort spricht. Als er schließlich versteht, dass Layla ein Flüchtlingskind ist, das ihre Heimat, ihre ganzen Freunde und Spielsachen und alles, was sie liebt, zurücklassen musste, möchte er ihre dunkle Welt unbedingt wieder schöner und bunter machen – er möchte ihr Freund sein. Aber was kann er tun, um sie wieder zum Lächeln zu bringen? Die ganze Nacht denkt er nach und dann hat er plötzlich eine tolle Idee. Direkt am nächsten Tag fängt er an zu zeichnen und zu basteln. Zögerlich nähert sich Layla seinem Maltisch und als sie schließlich sieht, was er da Wundervolles für sie erschaffen hat, beginnt ihr Gesicht endlich wieder zu strahlen.
Von Onjali Q. Raúf habe ich bereits drei Kinderbücher gelesen und absolut geliebt. Auf ihr erstes Bilderbuch „Das Mädchen mit den roten Buch“ (übersetzt von Katharina Naumann) habe ich mich daher sehr gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, ich bin mehr als begeistert!
Onjali Q. Raúf beweist abermals ihr Talent, schwierige und aktuelle Themen kindgerecht zu verpacken. Nachdem bereits ihr preisgekrönter Debütroman „Der Junge aus der letzten Reihe“ von Flucht und Migration gehandelt hat, zeigt die britische Autorin nun auch jungen Kindern ab 4 Jahren, wie schwer es Flüchtlingskinder haben und was sie tun können, um ihnen zu helfen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und wird aus der Sicht von Adam erzählt. Ein unheimlich lieber, freundlicher und einfühlsamer Junge, den man sofort fest ins Herz schließt. Es ist großartig und herzerwärmend zu sehen, mit wie viel Verständnis, Geduld und Aufgeschlossenheit er dem neuen Mädchen in der Kitagruppe begegnet. Wie er sich darum bemüht, Vertrauen zu ihr aufzubauen und ihr wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wie es ihm schließlich gelingt, das Eis zu brechen und Layla seine Freundschaft zu schenken. So einen guten Freund wie Adam kann man jedem Flüchtlingskind wirklich nur wünschen.
Genauso warmherzig wie der Text sind auch die herrlich farbenfrohen Illustrationen von Pippa Curnick, die das Erzählte perfekt widerspiegeln. Ausdrucksstark und mit viel Liebe zum Detail fangen ihre Bilder die Gefühle der Kinder gekonnt ein und zeigen, wie bunt und vielfältig unsere Welt ist. Diversität wird hier völlig selbstverständlich abgebildet; es gibt in Adams Kindergartengruppe einen Jungen im Rollstuhl, Kinder mit Brillen und natürlich auch verschiedene Hautfarben.
Hinten im Buch gibt es dann noch eine Doppelseite mit fünf hilfreichen Ideen, wie man geflüchtete Kinder willkommen heißen kann und bei denen man sich einmal mehr wünscht, dass dieses Buch den Weg zu vielen Leser*innen finden wird.
Fazit: Onjali Q. Raúf und Pippa Curnick haben uns ein wunderschönes Bilderbuch gezaubert, das Hoffnung schenkt und das Herz erwärmt und in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte. „Das Mädchen mit dem roten Buch“ ist eine berührende und wertvolle Geschichte über die Kraft der Freundschaft, Empathie und Neuanfänge. Ein kraftvolles Plädoyer für Offenheit, Freundlichkeit und Vielfalt. Von mir gibt es eine große Herzensempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!
Meinung aus der Buchhandlung
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Dieses Bilderbuch aus dem Atrium Verlag sollte möglichst viele Kitakinder erreichen,
denn es ist eine wunderbare Freundschaftsgeschichte.
Onjali Q.Rau´f erzählt aus der Sicht Adams, eines empathischen Jungen, der mit dem neu in seiner Gruppe befindlichen Mädchen gerne spielen würde.
Aber die Neue beschäftigt sich nur mit einem roten Buch, das sie nie aus der Hand legt - noch nicht einmal bei der beliebten Vorlesestunde sitzt sie mit dabei.
Als Adam einen Blick auf die Bilder des Mädchens in ihrem Buch werfen kann, ist er erschrocken: Gummiboote im Sturm auf dem Meer, zerrissene Zelte und immer ein kleines Mädchen, das weint, ist dort zu sehen - wie traurig.
Adam fragt die klügsten Menschen, die er kennt, warum das Mädchen so etwas malt und so traurig ist und ihre Antworten lassen ihn lange nicht einschlafen.
Dann aber hat der Junge eine Idee und am nächsten Tag in der Kita setzt er sie um.
Er malt und bastelt ein riesengroßes Collagen-Bild und lockt so das fremde Mädchen allmählich immer mehr an.
Denn auf dem riesengroß-zusammengesetzten Bild sind sie und er gemeinsam spielend in einer friedlich-bunten Umgebung zu sehen.
Und als Adam sie erneut anlächelt und fragt, ob sie seine Freundin sein will, lächelt sie zurück und spricht das erste Mal mit ihm.Ihr Name ist Layla und von da an sind die beiden Freunde und basteln, spielen, bauen mit einander Und beide lieben die Vorlesestunde ;-)
Pippa Curnick hat zu dieser Geschichte viele Bilder aus dem Kita-Alltag geschaffen - aus ihrer diversen Truppe von Kindern verschiedener Hautfarben, einem Rollstuhlkind und Brillenträgern sticht das Mädchen mit dem roten Buch, das sie wie ein Schutzschild hält, heraus, weil es immer nach unten schaut und für sich bleibt.Die Bilder von der Flucht des Mädchens (in ihrem Buch wie auch bei den Erklärungen der Erwachsenen für Adam) bekommen von der Illustratorin einen lila-bis anthrazitdunklen Hintergrund, die stark mit dem weißen und gelben Farben des Kitalebens kontrastieren.Warm-leuchtende Farben bestimmen dann das Geschehen auf den letzten Seiten, wo wir Ayla und Adam immer zusammen sehen in einzelnen Szenen ebenso wie über eine Doppelseite hinweg - ein bester Freund ist doch das Schönste auf der Welt!
Mit fünf Ideen, wie man als Kitakind geflüchtete Kinder willkommen heißen kann,
schließt das Buch -
ein gelungenes Projekt.
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