Produktbild: So gehn wir denn hinab

So gehn wir denn hinab

29

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.09.2024

Verlag

Antje Kunstmann

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,3/13,9/3 cm

Gewicht

484 g

Farbe

Hellbraun / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Let Us Descend

Übersetzt von

Ulrike Becker

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95614-600-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.09.2024

Verlag

Antje Kunstmann

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,3/13,9/3 cm

Gewicht

484 g

Farbe

Hellbraun / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Let Us Descend

Übersetzt von

Ulrike Becker

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95614-600-8

Herstelleradresse

Kunstmann Antje GmbH
Zweigstrasse 10
80336 München
DE

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  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    14.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Annis`s Weg

    Jesmyn Ward ist mir schon mit ihrem Vorgänger „Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt“ sehr positiv aufgefallen. Von daher freute ich mich auf diesen Roman hier natürlich sehr. Und das Freuen war begründet. Denn „So gehn wir denn hinab“ hat mir sehr gefallen.  Wieder ist dieses Magische da. Und wieder entsteht dieser Zauber. Nur fühle ich mich diesmal direkt angesprochen und bin Feuer und Flamme für die Geschichte. Um was geht es also. Annis, eine junge Frau, eine Sklavin in den Südstaaten ist die Protagonistin dieses Buchs. Ihr Leben steht zentral. Anfänglich spielt sich ihr Leben auf den Reisplantagen South Carolinas ab, dann gelangt sie nach New Orleans auf eine Zuckerrohrplantage. Und das Grauen geht weiter. Doch auch in die Familie von Annis lässt die Autorin schauen. In South Carolina ist Annis noch mit ihrer Mutter zusammen, wird von ihr erzogen, erhält Einblicke in das Leben davor, denn ihre Großmutter Aza war eine afrikanische Kriegerin, bevor sie die Fallstricke des Lebens aus ihrem Leben reißen. Und diese Kriegertradition wird weitergegeben, von Aza an ihre Tochter und diese wiederrum gibt ihr Wissen an Annis weiter. Bis sie auseinandergerissen werden. Vom Plantagenbesitzer in South Carolina, der auch Annis Vater ist, wird die Mutter verkauft und damit die Mutter-Tochter-Bande getrennt, bevor auch Annis einige Zeit später dieses Schicksal ereilt. Sie hat es gewagt zu leben, zu lieben, trotz ihres schrecklichen Ists. Darauf reagiert der Plantagenbesitzer und die Reise nach New Orleans geht los. Eine zusammengekettete Sklavenkarawane wird brutal durch die nordamerikanische Wildnis von South Carolina nach New Orleans getrieben. Doch in Annis wohnt ein kriegerischer Geist, unterstützt wird diese Stärke noch durch die Geisterwelt der afrikanischen Sklaven, wobei in dieser Geisterwelt auch noch Einflüsse des indigenen Amerika zu finden sind. Eine wirklich wunderschöne und spannende Geschichte um die Kraft, die in uns wohnt, in uns wohnen kann. Trotz schrecklicher Situationen. Man muss diese Kraft nur in sich finden, wobei dieses nur recht einfach klingt. Denn einfach ist das Entdecken dieser mentalen Stärke natürlich nicht. Annis findet sie und gibt damit der Leserschaft ein positives, wie auch elektrisierendes Beispiel. Gepaart mit dieser gehörigen Portion Magischer Realismus ist dieses Buch eine wahre Augenweide für mich gewesen. Denn dieses Magische, dieses Mystische war und ist für mich ein fester Bestandteil in meinem Leben, schon seit einer langen Zeit interessiert mich die Ethnographie, interessiert mich das Ursprüngliche. Dass es in den alten Kulturen gab und teilweise noch gibt, siehe diese alten Götter in den neuen Religionen des amerikanischen Kontinents, die auf den Glauben der einstigen Sklaven beruhen. Siehe diese heidnischen Kulte, die es auch bei uns in Europa noch gibt, ich sage nur Pagan und Wicca. Dieses Alte und Ursprüngliche war nie weg, es hat sich nur zurückgezogen vor der Allmacht der großen Kirchen, der großen Glauben. Bei jedem zurückgezogen lebenden Volk findet man diese uralten Götter und Geister und auch bei uns finden sich Feste, die auf die alten Götter zurückgehen. Ich sage nur Ostern, das Hexenbrennen und Halloween.  Dieses Buch hier, Annis Reise und Annis Weg ist spannend und eindringlich, beschäftigt sich mit dem Alten, dem Verdrängten und bietet in der Geschichte eine Ablenkung vom Jetzt wie auch eine Kraftquelle durch Annis Stärke. Der geschichtliche Aspekt kommt dann auch noch hinzu und der wichtige Blick auf die Schrecken der Sklaverei. Gegen das Vergessen möchte man schreien, besonders jetzt, wo man sieht was die Reaktionären gerade in den USA betreiben. So dass ich schlussendlich wirklich nur rufen kann: Bitte unbedingt Lesen!

  • kaffeeelse

    aus D

    5/5

    14.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Annis`s Weg Jesmyn Ward ist…

    Annis`s Weg Jesmyn Ward ist mir schon mit ihrem Vorgänger „Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt“ sehr positiv aufgefallen. Von daher freute ich mich auf diesen Roman hier natürlich sehr. Und das Freuen war begründet. Denn „So gehn wir denn hinab“ hat mir sehr gefallen. Wieder ist dieses Magische da. Und wieder entsteht dieser Zauber. Nur fühle ich mich diesmal direkt angesprochen und bin Feuer und Flamme für die Geschichte. Um was geht es also. Annis, eine junge Frau, eine Sklavin in den Südstaaten ist die Protagonistin dieses Buchs. Ihr Leben steht zentral. Anfänglich spielt sich ihr Leben auf den Reisplantagen South Carolinas ab, dann gelangt sie nach New Orleans auf eine Zuckerrohrplantage. Und das Grauen geht weiter. Doch auch in die Familie von Annis lässt die Autorin schauen. In South Carolina ist Annis noch mit ihrer Mutter zusammen, wird von ihr erzogen, erhält Einblicke in das Leben davor, denn ihre Großmutter Aza war eine afrikanische Kriegerin, bevor sie die Fallstricke des Lebens aus ihrem Leben reißen. Und diese Kriegertradition wird weitergegeben, von Aza an ihre Tochter und diese wiederrum gibt ihr Wissen an Annis weiter. Bis sie auseinandergerissen werden. Vom Plantagenbesitzer in South Carolina, der auch Annis Vater ist, wird die Mutter verkauft und damit die Mutter-Tochter-Bande getrennt, bevor auch Annis einige Zeit später dieses Schicksal ereilt. Sie hat es gewagt zu leben, zu lieben, trotz ihres schrecklichen Ists. Darauf reagiert der Plantagenbesitzer und die Reise nach New Orleans geht los. Eine zusammengekettete Sklavenkarawane wird brutal durch die nordamerikanische Wildnis von South Carolina nach New Orleans getrieben. Doch in Annis wohnt ein kriegerischer Geist, unterstützt wird diese Stärke noch durch die Geisterwelt der afrikanischen Sklaven, wobei in dieser Geisterwelt auch noch Einflüsse des indigenen Amerika zu finden sind. Eine wirklich wunderschöne und spannende Geschichte um die Kraft, die in uns wohnt, in uns wohnen kann. Trotz schrecklicher Situationen. Man muss diese Kraft nur in sich finden, wobei dieses nur recht einfach klingt. Denn einfach ist das Entdecken dieser mentalen Stärke natürlich nicht. Annis findet sie und gibt damit der Leserschaft ein positives, wie auch elektrisierendes Beispiel. Gepaart mit dieser gehörigen Portion Magischer Realismus ist dieses Buch eine wahre Augenweide für mich gewesen. Denn dieses Magische, dieses Mystische war und ist für mich ein fester Bestandteil in meinem Leben, schon seit einer langen Zeit interessiert mich die Ethnographie, interessiert mich das Ursprüngliche. Dass es in den alten Kulturen gab und teilweise noch gibt, siehe diese alten Götter in den neuen Religionen des amerikanischen Kontinents, die auf den Glauben der einstigen Sklaven beruhen. Siehe diese heidnischen Kulte, die es auch bei uns in Europa noch gibt, ich sage nur Pagan und Wicca. Dieses Alte und Ursprüngliche war nie weg, es hat sich nur zurückgezogen vor der Allmacht der großen Kirchen, der großen Glauben. Bei jedem zurückgezogen lebenden Volk findet man diese uralten Götter und Geister und auch bei uns finden sich Feste, die auf die alten Götter zurückgehen. Ich sage nur Ostern, das Hexenbrennen und Halloween. Dieses Buch hier, Annis Reise und Annis Weg ist spannend und eindringlich, beschäftigt sich mit dem Alten, dem Verdrängten und bietet in der Geschichte eine Ablenkung vom Jetzt wie auch eine Kraftquelle durch Annis Stärke. Der geschichtliche Aspekt kommt dann auch noch hinzu und der wichtige Blick auf die Schrecken der Sklaverei. Gegen das Vergessen möchte man schreien, besonders jetzt, wo man sieht was die Reaktionären gerade in den USA betreiben. So dass ich schlussendlich wirklich nur rufen kann: Bitte unbedingt Lesen!

  • Bewertung

    aus Marl

    5/5

    20.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was es heißt, als Sklavin…

    Was es heißt, als Sklavin leben zu müssen und ein inneres Aufbegehren Annis ist Sklavin auf einer Plantage in South Carolina. Zusammen mit ihrer Mutter durchlebt sie hier ein Dasein, in all seiner Gnadenlosigkeit und der Unmenschlichkeit, wie ihr dies mehr als 'Ware' denn als Mensch widerfährt. Ihr Vater ist der Herr dieses Anwesens und er hat ihre Mutter mehr wie einmal 'genommen'. Was den beiden Stärke gibt, ist die Liebe, mit der Annis von ihrer Mutter umgeben ist. Und von ihr erfährt sie auch viel über die Ursprünge ihrer Familie, bis hin in die Zeit, als diese in ihrem Land stolze Krieger waren. Doch dann wird dies Bindung auseinander gerissen, die Mutter wird verkauft und später erleidet auch Annis dieses Schicksal. Aneinander gekettet geht es, zusammen mit anderen Sklaven, auf einen brutalen qualvollen Marsch, der nach New Orleans führt, wo die Sklavenhändler sie an eine neue Besitzerin verkaufen. Noch schlimmer, noch unerträglicher wird ihr Leben dort, jede Willensäußerung wird hart bestraft.Wie kann man da noch Hoffnung haben, auf Menschlichkeit, gar auf ein Leben, das frei gelebt werden kann, ohne all die Qualen, ohne weitere Verletzungen, für Körper und Seele. Doch Annis schafft es, sich im Inneren nicht brechen zu lassen. Und dann sieht sie sie, die 'Möglichkeiten'. Und daraus erwächst eine ungeahnte Kraft und Mut. Ein beeindruckendes Werk, dass einen tief berührt, einen mitnimmt, auf diesen Weg, durch die Hölle. Eigentlich unbeschreiblich und doch erzählt uns die Autorin davon, schafft es, auch für die Leser selbst, gleich ihrer Protagonistin, das Unerträgliche auszuhalten und aus der Hoffnung Stärke zu ziehen, fürs Weitermachen, das Weiterzulesen, intensiv und menschlich unmenschlich zugleich. Und die Dämonen, die Geister ihrer Vorfahren, diese kraftspendenden mythischen Wesen, durch die sich Annis ihre Stärke holt, in manchmal schon etwas langen Passagen, man versteht es, es ist ihr Weg. Deshalb hat es hier seinen Platz, wenn diesen 'Gesprächen' auch etwas viel Lesezeit eingeräumt wird. Und wenn einem selbst der Zugang dazu schwerfällt, bringt es dann eben ein bisschen 'Pause' und auch das macht Sinn. Ein großartiges Buch!

  • Bewertung

    5/5

    20.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was es heißt, als Sklavin leben zu müssen und ein inneres Aufbegehren

    Annis ist Sklavin auf einer Plantage in South Carolina. Zusammen mit ihrer Mutter durchlebt sie hier ein Dasein, in all seiner Gnadenlosigkeit und der Unmenschlichkeit, wie ihr dies mehr als 'Ware' denn als Mensch widerfährt. Ihr Vater ist der Herr dieses Anwesens und er hat ihre Mutter mehr wie einmal 'genommen'. Was den beiden Stärke gibt, ist die Liebe, mit der Annis von ihrer Mutter umgeben ist. Und von ihr erfährt sie auch viel über die Ursprünge ihrer Familie, bis hin in die Zeit, als diese in ihrem Land stolze Krieger waren. Doch dann wird dies Bindung auseinander gerissen, die Mutter wird verkauft und später erleidet auch Annis dieses Schicksal. Aneinander gekettet geht es, zusammen mit anderen Sklaven, auf einen brutalen qualvollen Marsch, der nach New Orleans führt, wo die Sklavenhändler sie an eine neue Besitzerin verkaufen. Noch schlimmer, noch unerträglicher wird ihr Leben dort, jede Willensäußerung wird hart bestraft.Wie kann man da noch Hoffnung haben, auf Menschlichkeit, gar auf ein Leben, das frei gelebt werden kann, ohne all die Qualen, ohne weitere Verletzungen, für Körper und Seele. Doch Annis schafft es, sich im Inneren nicht brechen zu lassen. Und dann sieht sie sie, die 'Möglichkeiten'. Und daraus erwächst eine ungeahnte Kraft und Mut. Ein beeindruckendes Werk, dass einen tief berührt, einen mitnimmt, auf diesen Weg, durch die Hölle. Eigentlich unbeschreiblich und doch erzählt uns die Autorin davon, schafft es, auch für die Leser selbst, gleich ihrer Protagonistin, das Unerträgliche auszuhalten und aus der Hoffnung Stärke zu ziehen, fürs Weitermachen, das Weiterzulesen, intensiv und menschlich unmenschlich zugleich. Und die Dämonen, die Geister ihrer Vorfahren, diese kraftspendenden mythischen Wesen, durch die sich Annis ihre Stärke holt, in manchmal schon etwas langen Passagen, man versteht es, es ist ihr Weg. Deshalb hat es hier seinen Platz, wenn diesen 'Gesprächen' auch etwas viel Lesezeit eingeräumt wird. Und wenn einem selbst der Zugang dazu schwerfällt, bringt es dann eben ein bisschen 'Pause' und auch das macht Sinn. Ein großartiges Buch!

  • Bewertung

    5/5

    31.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sklavenleid

    Es ist die Zeit der Sklaverei in Amerika und für die Sklaven aus Afrika war es ein Hinabgehen in die Hölle, in Anlehnung an Dantes Inferno. Auch Annis, ein Sklavenmädchen, die Tochter ihres Herrn, der ihre Mutter mehrmals vergewaltigt hat, wird vom Sire belästigt. Da die Mutter sie beschützen will, wird sie in den Süden verkauft und bald darauf auch Annis selbst. Dieser Weg nach New Orleans zum Slavenmarkt, den die Gefangenen in Ketten und Stricken zu Fu? Über mehrere Wochen bewältigen müssen ist unglaublich grausam. Detailgetreu wird der Marsch beschrieben und auch die Versteigerung. Das Mädchen kommt in die Dienste einer unerbittlichen Herrin. Und weiter dreht sich die Abwärtsspirale bis sie im Wald einem entflohenen Sklaven begegnet, der in ihr den Wunsch erweckt, ebenfalls zu fliehen. Zwei Grundgedanken sind es, die die Verzweiflung widerspiegeln: man will das nicht lieben, was man nicht behalten darf, um sich nicht noch größerem Schmerz auszusetzen und man möchte einfach für sich selbst entscheiden, ein selbstbestimmtes Leben führen, frei sein. Mit poetischer Sprache beschreibt die Autorin den Weg von Annis, mit mystischen Elementen, denn die Protagonistin setzt sich im Geist mit ihrer Großmutter auseinander, die sie in ihrer Vorstellung begleitet. Man spürt beim Lesen den Hunger, die Niedergeschlagenheit, das Leid und das ausweglose Leben dieser Sklaven. Es tut weh! Ich möchte eine große Leseempfehlung aussprechen für diejenigen, die bereit sind, sich mit diesem Schmerz auseinanderzusetzen, eingeschlossen einem Hoffnungsschimmer am Horizont. Mich hat der Roman mit aller Wucht erfasst.

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