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Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens Roman | Reclams Klassikerinnen

25

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.07.2024

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

270

Maße (L/B/H)

21,7/14/2,6 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Beige / Dunkelgrün

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-011496-4

Beschreibung

Rezension

»Dieses Grundbuch der frühen Frauenbewegung von 1896 kann man ohne Weiteres neben Fontane stellen.«
Welt am Sonntag, 13.10.2024

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.07.2024

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

270

Maße (L/B/H)

21,7/14/2,6 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Beige / Dunkelgrün

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-011496-4

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    22.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Sein, wie sie nicht ist

    „Aus guter Familie “ von Gabriele Reuter:  Anmerkung zur Inhaltsangabe: „Die besten Einsichten in das Wesen und die Entstehung der Neurosen.“                                                                                              Sigmund Freud   Meine Meinung: Ich durfte dieses Buch “Aus guter Familie“ mit der Leserunde von BookCircle mitlesen und bedanke mich nochmals herzlich dafür. Gabriele Reuter erzählt in ihrem Klassiker „Aus guter Familie“, den sie sprachlich herausragend und einfühlsam geschrieben hat, eine ergreifende und emotionale Geschichte über den Leidensweg eines Mädchens bis hin zu einer nicht ganz 40-jährigen Frau im späten 19. Jahrhundert. Agathe droht an dem von der Gesellschaft erwartenden Rollenbild einer Frau zu zerbrechen. Zu Beginn empfand ich das Buch aufgrund des altmodischen Schreibstils etwas schwierig zu lesen, was sich aber nach und nach legte. Für mich war das Buch ein absolutes Lese-Erlebnis und ich würde dieses Buch jedem weiterempfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    22.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein zeitloser Klassiker

    Cover: Das Cover hat mich gleich angesprochen und neugierig gemacht und ich mag es, dass es so minimalistisch gehalten ist. Inhalt: Das Buch spielt Ende des 19. Jahrhundert und es geht um die junge Agathe. Agathe wächst in einen großbürgerlichen Haushalt auf und wird streng christlich erzogen. Auch möchte sie es in der konservativen Gesellschaft des jungen Kaiserreich allem recht machen, doch dabei rücken ihre eigenen Träume und Ziele immer mehr in den Hintergrund. Auch kann Agatha nicht mit anderen jungen Mädchen anfangen, die von Liebe träumen. Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Wie bei vielen Klassiker musste ich mich zuerst an den Schreibstill gewöhnen, aber ich bin schnell mit ihm warm geworden. Agathe war eine interessante Protagonistin Und es war spannend zu sehen wie sie sich immer wieder gesellschaftlichen Zwängen gebeugt hat, obwohl sie etwas anderes wollte. Dabei war Agathe nicht aktiv sich für ihre Wünsche einzusetzen. Auch war es interessant und erschreckend zu gleich zu sehen, wie Frauen damals von Männern unterdrückt wurden und von ihnen abhängig waren. Auch war es spannend, dass Agathe aus großbürgerlichen Hause kam.

  • liesmal

    aus Wilhelmshaven

    5/5

    20.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur die Sehnsucht bleibt

    Ich beginne mal mit dem Ende: Das Nachwort von Tobias Schwartz mit vielen Zusatzinformationen nicht nur zu Gabriele Reuter, sondern auch zu anderen Autor*innen und über das Leben in der Zeit kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts war für mich äußerst interessant und wissenswert. Besonders beeindruckt hat mich hier das, was Schwartz erwähnt zu Reuters späterem Romann „Das Tränenhaus“, in dem sie die Zustände in einer „Gebäranstalt“ beschreibt. Welch ein gruseliges Wort! „Aus guter Familie“ ist die junge Agathe, die so gern ein selbstbestimmtes Leben führen möchte. Sie hat es nicht einfach und kann sich gar nicht persönlich entfalten, weil von allen Seiten Vorschriften und Auflagen eingehalten und Pflichten erfüllt werden müssen. Dabei ist ihr Freiheitsdrang so groß und ebenso der Wunsch nach Liebe und Zuneigung. Das Buch wurde herausgegeben unter dem Label „Reclams Klassikerinnen“. Die Autorin Gabriele Reuter erzählt Agathes Geschichte eindringlich und beschreibt ihre Gefühle sehr authentisch. Der Schreibstil passt so gar nicht in die heutige Zeit, ist darum eher etwas befremdlich für mich, aber dennoch sehr fesselnd. Ich habe mich mitnehmen lassen in die Vergangenheit und konnte Agathe voller Mitgefühl begleiten. Und auch, wenn die Buchbeschreibung bereits stichwortartig das gesamte Leben Agathes erzählt, so ist ihre Geschichte doch so dramatisch geschrieben und lässt mehr als einen Hauch von dem zurück, welche Bedeutung das Leben in der damaligen Zeit nicht nur für Agathe hatte.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    18.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Agathe Heidling

    Meine Meinung: Agathe Heidling Diesen Klassiker zu lesen, hat unheimlich viel Spaß gemacht. Ich gestehe, nicht von Anfang an. Ist die Ausdrucksweise doch eine ganz andere, wie ich sie aus bisherigen Büchern kenne. Agathe ist ein 17-jähriges Mädchen, welches wissbegierig daher kommt. Das war Ende des 19. Jahrhunderts in der Gesellschaft weder erwünscht noch geduldet. Da sollte eine Frau gut heiraten und Kinder gebären. Noch dazu, wenn sie aus einem großbürgerlichen Haushalt stammt. Effi Briests Geschichte habe ich bisher noch nicht gelesen. Daher kann ich keine Parallelen zu Agathe erkennen. Arg kämpferisch kam mir Agathe lange Zeit nicht vor. Eher resigniert und sich den Gegebenheiten anpassend. Zum ersten Mal erkennt Agathe bei ihrer Konfirmation, wie eingeschränkt ihr Leben ist. Ein Gedichtband wurde ihr geschenkt, den zu lesen ihr verboten wurde. Lieber steckte man sie in ein Internat, um sie auf ihr weiteres Leben als ehrbare Frau vorzubereiten. Wie im Klappentext schon erwähnt, verspielt Agathes Bruder ihre Mitgift. Somit rückt eine gute Ehe in weite Ferne .... Agathes Weg ist sehr spannend beschrieben. Die antiquierte Ausdrucksweise versetzt einen in die damalige Zeit. Würde man heutzutage einer Frau, mit gleichen seelischen Befinden, eine Psychotherapie zukommen lassen, so landete sie damals in einer Heilanstalt. Ich konnte es nicht fassen, wie man die junge, intelligente Frau brechen wollte. Agathe erkannte längst, dass moralisches Verhalten, welches man von ihr forderte, von sämtlichen ehrbaren Menschen selbst nicht eingehalten wurde. Ihre Art und Weise war für mich nicht immer nachvollziehbar. Sie fand mehrmals nicht den richtigen Weg, für ihre Wünsche einzustehen. Obwohl sich für Frauen seither viel geändert hat, gibt es immer noch Luft nach oben. Besonderes dann, wenn man aus einer gutbürgerlichen Familie kommt. Nicht alles was in diesem Büchlein steht, ist gänzlich aus der Welt geschafft. Fazit: Ein Klassiker, der für die damalige Zeit sehr mutig daher kommt. Gabriele Reuter hatte hier ein sehr wichtiges Buch geschrieben. Herzlichen Dank dafür. Von mir eine absolute Empfehlung. Das Nachwort fand ich besonders interessant.

  • Loreley

    5/5

    10.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roman über eine unverheiratete Frau während der Kaiserzeit

    Der 1896 publizierte Roman "Aus guter Familie" behandelt das Leben der jungen Agathe, die wie der Titel bereits verrät aus einer gutbürgerlichen Familie während der wilhelminischen Zeit stammt. Agathe ist voller Wünsche und Träume. Als sie konfirmiert wird, bekommt sie ein Buch mit Gedichten geschenkt, was der Vater gleich als für sie unpassend reglementiert. Als kurz darauf ihre Freundin Eugenie ihr heimlich erzählt wo die kleinen Kinder tatsächlich herkommen, reagiert Agathe mit Abscheu und distanziert sich von der Freundin. Sie treibt sich bis zum späten Abend auf der Straße herum und wird von ihrer Mutter mit der Gerte dafür geschlagen und kurze Zeit später in ein Pensionst gegeben. Agathe ist eine sensible junge Frau, die sich nicht richtig anpassen kann. Ihre schwärmerische Liebe erfährt viele Ernüchterungen, z.B. dass ihr Bruder dem Dienstmädchen nachstellt und ein von ihr angebeteter Maler ein uneheliches Kind gezeugt hat. Die Regeln, die die Gesellschaft ihr und anderen Frauen auferlegt hat, gelten nicht für die Männer. Selbst als sie in eine Vernunftehe mit einem älteren Mann flüchten will, kommt diese nicht zustande, da der Bruder ihre Mitgift verspielt hat. Agathe findet keinen anderen Halt, als unverheiratet bei den Eltern zu bleiben und diese zu umsorgen. Ihr Wunsch nach Bildung wird von ihrem Vater unterdrückt. Als sie ein naturwissenschaftliches Buch aus der Bibliothek ihres Vaters liest und sich weitere Bücher wünscht, wird ihr dieser Wunsch als für eine Frau unpassend verwehrt; stattdessen erhält sie einen Ratgeber über das Trocknen von Blumen. Agathe rutscht in eine Resignation und schließlich gelangt sie in eine nervöse Überspanntheit. Aus heutiger Sicht würde man ihr vielleicht eine Depression diagnostizieren. Zeit ihres Lebens wurde ihr auferlegt sich anzupassen und eigene Wünsche zu unterdrücken. Diese äußern sich schließlich in romantische Vorstellungungen und Phantasien, die an der Realität scheitern und Agathe immer mehr ernüchtern, zurückdrängen und letztendlich psychisch krank machen. Das Buch war zu Beginn aufgrund des altmodischen Schreibstils etwas schwierig zu lesen, was sich dann schnell legte. Agathe tat mir sehr leid und ich habe oft beim Lesen gedacht dass es gut ist, das die Zeiten sich geändert haben und eine Frau grundsätzlich selbstbestimmt leben kann. Ich fand den Roman sehr interessant und werde demnächst noch Effi Briest als zeitgenössisches Pendant lesen.

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