Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens. Roman
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Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens. Roman

Damals - heute - morgen: Reclams Klassikerinnen

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Beschreibung

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Verkaufsrang

4896

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

19.07.2024

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Verkaufsrang

4896

Erscheinungsdatum

19.07.2024

Verlag

Reclam Verlag

Seitenzahl

270 (Printausgabe)

Dateigröße

1573 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783159622958

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Kluge Gesellschaftskritik

Bewertung aus Neuss am 16.07.2024

Bewertungsnummer: 2245880

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gabriele Reuter lässt ihren Roman, erstmals erschienen im Jahre 1895, mit einem fröhlichen Fest beginnen. Die fast siebzehnjährige Agathe, voller Neugier und Träume auf eine wundervolle Zukunft, feiert ihre Konfirmation im Kreis ihrer Familie. Konfirmation heißt aber auch Abschied von der Kindheit und Vorbereitung auf das Erwachsenenleben. Für höhere Töchter Ende des 19. Jahrhunderts bedeutet das die Einführung in die Gesellschaft und ihre Verheiratung. Im Idealfall haben sie sich zu richten nach "Des Weibes Leben und Wirken als Jungfrau, Gattin und Mutter" - einem Werk im Prachteinband, das Agathe als Geschenk zur Konfirmation erhält. Wird die lebensfrohe Agathe die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen? Voller Empathie erzählt Reuter vom Erwachsenwerden Agathes und ihrem Schicksal als „höhere Tochter", wobei sie sich eines klaren Schreibstils und deutlicher Worte bedient. Sehr einfühlsam schildert sie Agathes Seelenleben. „Plötzlich wusste ich, wozu ich auf der Welt war: zu künden, was Mädchen und Frauen schweigend litten." schrieb sie einmal. Und tatsächlich, so authentisch kann tatsächlich nur eine Frau die intensiven Empfindungen und widerstreitenden Gefühle einer jungen Frau, hin- und hergerissen zwischen Pflichtbewusstsein und eigenen Wünschen, wiedergeben. Auf diese Weise entsteht ein farbiges Sittengemälde, das uns sehr eindrucksvoll die gesellschaftlichen Konventionen und Zwänge des Wilhelminischen Zeitalters, denen Mädchen und Frauen unterworfen waren, vor Augen führt.
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Kluge Gesellschaftskritik

Bewertung aus Neuss am 16.07.2024
Bewertungsnummer: 2245880
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gabriele Reuter lässt ihren Roman, erstmals erschienen im Jahre 1895, mit einem fröhlichen Fest beginnen. Die fast siebzehnjährige Agathe, voller Neugier und Träume auf eine wundervolle Zukunft, feiert ihre Konfirmation im Kreis ihrer Familie. Konfirmation heißt aber auch Abschied von der Kindheit und Vorbereitung auf das Erwachsenenleben. Für höhere Töchter Ende des 19. Jahrhunderts bedeutet das die Einführung in die Gesellschaft und ihre Verheiratung. Im Idealfall haben sie sich zu richten nach "Des Weibes Leben und Wirken als Jungfrau, Gattin und Mutter" - einem Werk im Prachteinband, das Agathe als Geschenk zur Konfirmation erhält. Wird die lebensfrohe Agathe die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen? Voller Empathie erzählt Reuter vom Erwachsenwerden Agathes und ihrem Schicksal als „höhere Tochter", wobei sie sich eines klaren Schreibstils und deutlicher Worte bedient. Sehr einfühlsam schildert sie Agathes Seelenleben. „Plötzlich wusste ich, wozu ich auf der Welt war: zu künden, was Mädchen und Frauen schweigend litten." schrieb sie einmal. Und tatsächlich, so authentisch kann tatsächlich nur eine Frau die intensiven Empfindungen und widerstreitenden Gefühle einer jungen Frau, hin- und hergerissen zwischen Pflichtbewusstsein und eigenen Wünschen, wiedergeben. Auf diese Weise entsteht ein farbiges Sittengemälde, das uns sehr eindrucksvoll die gesellschaftlichen Konventionen und Zwänge des Wilhelminischen Zeitalters, denen Mädchen und Frauen unterworfen waren, vor Augen führt.

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Den Konventionen genügen wollen und doch daran zerbrechen

Buch_und_Schule am 15.07.2024

Bewertungsnummer: 2245409

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Agathe Heidling sollte das Buch von Gabriele Reuter ursprünglich heißen, schlicht nach seiner Protagonistin benannt. Agathes Leben wird von Gabriele Reuter von ihrer Konfirmation an erzählt, wie sie versucht, den Erwartungen der Familie und Gesellschaft zu genügen und dabei ständig das Gefühl hat, diesen nicht entsprechen zu können. Die Tochter aus guter Familie begleiten wir zu ersten Bällen, die wie eine Fleischbeschau wirken, erfahren von ihren Gefühlen der Verliebtheit, die sie doch nie auslebt. Bestrebungen, eigenständig zu denken, sich intellektuell weiterzubilden oder einen eigenen Weg im Leben zu finden, werden beständig unterdrückt, die Femme Fragile zerbricht unweigerlich an dem tatsächlichen und selbst empfundenen Erwartungsdruck und den Konventionen. Scharf kritisiert die Autorin gesellschaftliche Missstände ihrer Zeit, die Erfahrungen ihrer Agathe sind denen von Fontanes Effi Briests nicht unähnlich und doch ist die Perspektive unverkennbar eine weibliche, aus heutiger Sicht nachvollziehbar und wütend machend, ihr Weg in die Depression überzeugend dargelegt. "Reclams Klassikerinnen" holen völlig zurecht eine erfolgreiche Autorin des Realismus zurück in den Fokus, die neben anderen ein Stück weit in Vergessenheit geraten war. Literatur, die uns zeigt, dass sich zwar einiges für Frauen gewandelt haben mag, dabei aber doch erschreckend viel Identifikationspotenzial erhalten geblieben ist.
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Den Konventionen genügen wollen und doch daran zerbrechen

Buch_und_Schule am 15.07.2024
Bewertungsnummer: 2245409
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Agathe Heidling sollte das Buch von Gabriele Reuter ursprünglich heißen, schlicht nach seiner Protagonistin benannt. Agathes Leben wird von Gabriele Reuter von ihrer Konfirmation an erzählt, wie sie versucht, den Erwartungen der Familie und Gesellschaft zu genügen und dabei ständig das Gefühl hat, diesen nicht entsprechen zu können. Die Tochter aus guter Familie begleiten wir zu ersten Bällen, die wie eine Fleischbeschau wirken, erfahren von ihren Gefühlen der Verliebtheit, die sie doch nie auslebt. Bestrebungen, eigenständig zu denken, sich intellektuell weiterzubilden oder einen eigenen Weg im Leben zu finden, werden beständig unterdrückt, die Femme Fragile zerbricht unweigerlich an dem tatsächlichen und selbst empfundenen Erwartungsdruck und den Konventionen. Scharf kritisiert die Autorin gesellschaftliche Missstände ihrer Zeit, die Erfahrungen ihrer Agathe sind denen von Fontanes Effi Briests nicht unähnlich und doch ist die Perspektive unverkennbar eine weibliche, aus heutiger Sicht nachvollziehbar und wütend machend, ihr Weg in die Depression überzeugend dargelegt. "Reclams Klassikerinnen" holen völlig zurecht eine erfolgreiche Autorin des Realismus zurück in den Fokus, die neben anderen ein Stück weit in Vergessenheit geraten war. Literatur, die uns zeigt, dass sich zwar einiges für Frauen gewandelt haben mag, dabei aber doch erschreckend viel Identifikationspotenzial erhalten geblieben ist.

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von Gabriele Reuter

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