Produktbild: Gabriel

Gabriel Ein Dialogroman | Reclams Klassikerinnen

5

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.07.2024

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

171

Maße (L/B/H)

19/12,3/1,9 cm

Gewicht

182 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Übersetzt von

Elsbeth Ranke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-020750-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.07.2024

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

171

Maße (L/B/H)

19/12,3/1,9 cm

Gewicht

182 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Übersetzt von

Elsbeth Ranke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-020750-5

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    07.03.2023

    eBook (ePUB 3)

    Gabriel, noch immer aktuell

    Wichtiger Klassiker. Das Verwirrspiel mit geschlechtlichen Identitäten war zu Sands Zeit nicht unbedingt neu. George Sand aber geht das Thema grundsätzlicher, ja, existentieller an. Für sie hat es nichts erotisches, sondern es geht vielmehr um die radikale Kritik an einer diskriminierenden, frauenfeindlichen Gesellschaft, in der jeglicher Widerstand utopisch anmutet. Ein Buch, was auch heute noch sehr aktuell wirkt.

  • Bewertung

    5/5

    16.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein tolles Theaterstück, das ich...

    Ein tolles Theaterstück, das ich gerne mal live auf der Bühne erleben würde. Trotz der vielen Jahre, die seit George Sands Lebzeiten vergangen sind, ist das Stück aktueller den jeh und regt vielleicht den ein einen oder die andere an, festgefahrene Vorstellungen zu überdenken.

  • Anna-Lena

    aus Köln

    5/5

    24.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Plädoyer an die Gleichstellung der Geschlechter

    Dieser Dialogroman hat mir mein Herz erwärmt. George Sand schreibt einen Roman über die (Un)Gleichheit der Geschlechter, der Liebe, Eifersucht, Freundschaft und Selbstfindung. Gabriel(le), als Frau geboren und zum Mann erzogen, lehnt sich gegen die traditionellen Geschlechterrollen des 19. Jahrhunderts auf. Sie entflieht dem Hause ihres Vaters nach Italien zusammen mit ihrem Cousin, in den sie sich verliebte und der ihr Geheimnis um ihr Geschlecht kennt. Als gebildete Frau mit verschiedensten Interessen lässt sie sich nicht von anderen Normen und Regeln einschränken. Bzw. Sie versucht es. Sie gibt alles, um ihre Interessen auszuleben. Sie ist poetisch,fasziniert von der Natur und Gesellschaft, jagt und reitet, geht mit dem Dolch besser um als mancher Mann. Doch Astolphe (ihr Cousin) wird zu seiner Zeit eifersüchtig. Gabriel(le) will sich nicht von ihm einschränken und flieht in die (vermeintliche) Freiheit. Ein Plädoyer an die Gleichstellung der Geschlechter. Warm, tragisch und einfach großartig. Auch das Nachwort von Walburga Hülk hat diesen Roman perfekt abgerundet! Es wird das erste aber garantiert nicht das letzte Buch sein, das ich von George Sand lesen werde!

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    24.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im September 2019 stellte die…

    Im September 2019 stellte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer "Theaterserie" George Sands "Gabriel" als "phantastisches Stück über die Freiheit" vor und zeigte sich empört: "Bisher ist es nicht ins Deutsche übersetzt. Das muss sich ändern!" Gut zwei Jahre danach kommt der Reclam Verlag diesem Wunsch nach und veröffentlicht eines der persönlichsten Werke der großen Schriftstellerin aus der Zeit der Romantik erstmals als deutsche Übersetzung. Eine kluge und nachvollziehbare Entscheidung. Denn seit der ersten Publikation in der französischen "Revue des Deux Mondes" im Jahre 1839 hat dieser von George Sand so betitelte "Dialogroman" auch fast 200 Jahre später erstaunlicherweise kaum an Aktualität eingebüßt. Wobei schon die Genre-Einteilung deutlich macht, dass Sand die Konventionen ihrer Zeit nicht nur in Sachen Kleidungsstil und gesellschaftlichem Duktus herzlich egal gewesen sein dürften. Doch ob nun "Phantasie", "Dialogroman" oder "Drama" - "Gabriel" dürfte in seiner Mischung aus Feminismus, Genderdebatte und Individualismus durchaus bei einer breiten Leserschaft den Nerv der Zeit treffen. Kurz vor dessen 16. Geburtstag eröffnet der Fürst von Bramante seinem Enkel Gabriel, dass dieser eigentlich eine Frau ist und aus Gründen der Thronfolge als Junge großgezogen wurde, um der verhassten jüngeren Linie der Familie sämtliche Ansprüche zu verwehren. Doch Gabriel ist ein Freigeist, dem die Frage des Geschlechts nicht von großer Bedeutung scheint: "Ich jedenfalls habe nicht das Gefühl, dass meine Seele ein Geschlecht hat, wie Sie es mir so oft beweisen sollen", entgegnet der Junge. Wichtiger ist ihm die individuelle Freiheit: "Man kann Falken im Käfig erziehen und ihnen die Erinnerung oder den Instinkt der Freiheit abgewöhnen: Ein junger Mann jedoch ist ein Vogel mit besserem Gedächtnis und mehr Verstand", heißt es an anderer Stelle. Diese erstaunlich klugen Gedanken machen "Gabriel" zu einem sehr persönlichen Werk, denn auch George Sand selbst spielte mit der Geschlechterfrage, wie wir auch im informativen Nachwort von Walburga Hülk erfahren. Insbesondere die erste Hälfte des Buches ist bewegend, denn die Leser:innen begleiten Gabriel auf dem Weg seiner Selbstfindung und erkennen in seinem Streben nach Freiheit und Bildung und seiner Aufsässigkeit gegenüber dem Fürsten klassische Coming-of-Age-Motive, die sowohl sprachlich als auch inhaltlich überzeugen und dabei auch heute noch aktuelle Themen wie die Gleichberechtigung der Frau in den Vordergrund und klassische Geschlechterrollen infrage stellen. In der zweiten Hälfte entwickelt sich "Gabriel" stärker hin zu einer Tragödie mit Eifersuchtsmotiven, denn Gabrielle, wie sie sich mittlerweile nennt, spielt mitnichten die Rolle einer fürsorglichen Ehefrau, wie es sich ihr Vetter Astolphe wünschen würde, sondern strebt weiterhin nach individueller Freiheit und Selbstverwirklichung. Trotz ihrer Liebe zu Astolphe, den sie ursprünglich ja nur kennenlernen wollte, um gegen die Erziehung des Fürsten zu rebellieren. Lässt man sich als Leser:in auf die etwas eigentümliche Prämisse ein, dass Gabriel wirklich nichts davon ahnte, eine Frau zu sein, wird man in der Folge mit einem großen Drama belohnt, einem überraschend frischen Werk. Und wer Gabriel nach der Lektüre in irgendeine Rolle pressen möchte, dem wird er entgegnen: "Ich mag mein Pferd, Wind um die Ohren, Musik, Dichtung, Einsamkeit, Freiheit vor allen Dingen." Ein bemerkenswerter Satz eines unvergesslichen literarischen Helden.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    24.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn sich Freiheit und Frausein ausschließen

    Im September 2019 stellte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer "Theaterserie" George Sands "Gabriel" als "phantastisches Stück über die Freiheit" vor und zeigte sich empört: "Bisher ist es nicht ins Deutsche übersetzt. Das muss sich ändern!" Gut zwei Jahre danach kommt der Reclam Verlag diesem Wunsch nach und veröffentlicht eines der persönlichsten Werke der großen Schriftstellerin aus der Zeit der Romantik erstmals als deutsche Übersetzung. Eine kluge und nachvollziehbare Entscheidung. Denn seit der ersten Publikation in der französischen "Revue des Deux Mondes" im Jahre 1839 hat dieser von George Sand so betitelte "Dialogroman" auch fast 200 Jahre später erstaunlicherweise kaum an Aktualität eingebüßt. Wobei schon die Genre-Einteilung deutlich macht, dass Sand die Konventionen ihrer Zeit nicht nur in Sachen Kleidungsstil und gesellschaftlichem Duktus herzlich egal gewesen sein dürften. Doch ob nun "Phantasie", "Dialogroman" oder "Drama" - "Gabriel" dürfte in seiner Mischung aus Feminismus, Genderdebatte und Individualismus durchaus bei einer breiten Leserschaft den Nerv der Zeit treffen. Kurz vor dessen 16. Geburtstag eröffnet der Fürst von Bramante seinem Enkel Gabriel, dass dieser eigentlich eine Frau ist und aus Gründen der Thronfolge als Junge großgezogen wurde, um der verhassten jüngeren Linie der Familie sämtliche Ansprüche zu verwehren. Doch Gabriel ist ein Freigeist, dem die Frage des Geschlechts nicht von großer Bedeutung scheint: "Ich jedenfalls habe nicht das Gefühl, dass meine Seele ein Geschlecht hat, wie Sie es mir so oft beweisen sollen", entgegnet der Junge. Wichtiger ist ihm die individuelle Freiheit: "Man kann Falken im Käfig erziehen und ihnen die Erinnerung oder den Instinkt der Freiheit abgewöhnen: Ein junger Mann jedoch ist ein Vogel mit besserem Gedächtnis und mehr Verstand", heißt es an anderer Stelle. Diese erstaunlich klugen Gedanken machen "Gabriel" zu einem sehr persönlichen Werk, denn auch George Sand selbst spielte mit der Geschlechterfrage, wie wir auch im informativen Nachwort von Walburga Hülk erfahren. Insbesondere die erste Hälfte des Buches ist bewegend, denn die Leser:innen begleiten Gabriel auf dem Weg seiner Selbstfindung und erkennen in seinem Streben nach Freiheit und Bildung und seiner Aufsässigkeit gegenüber dem Fürsten klassische Coming-of-Age-Motive, die sowohl sprachlich als auch inhaltlich überzeugen und dabei auch heute noch aktuelle Themen wie die Gleichberechtigung der Frau in den Vordergrund und klassische Geschlechterrollen infrage stellen. In der zweiten Hälfte entwickelt sich "Gabriel" stärker hin zu einer Tragödie mit Eifersuchtsmotiven, denn Gabrielle, wie sie sich mittlerweile nennt, spielt mitnichten die Rolle einer fürsorglichen Ehefrau, wie es sich ihr Vetter Astolphe wünschen würde, sondern strebt weiterhin nach individueller Freiheit und Selbstverwirklichung. Trotz ihrer Liebe zu Astolphe, den sie ursprünglich ja nur kennenlernen wollte, um gegen die Erziehung des Fürsten zu rebellieren. Lässt man sich als Leser:in auf die etwas eigentümliche Prämisse ein, dass Gabriel wirklich nichts davon ahnte, eine Frau zu sein, wird man in der Folge mit einem großen Drama belohnt, einem überraschend frischen Werk. Und wer Gabriel nach der Lektüre in irgendeine Rolle pressen möchte, dem wird er entgegnen: "Ich mag mein Pferd, Wind um die Ohren, Musik, Dichtung, Einsamkeit, Freiheit vor allen Dingen." Ein bemerkenswerter Satz eines unvergesslichen literarischen Helden.

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  • Zum Bewerterprofil von Nate Pischner

    Nate Pischner

    Thalia Berlin – Alexa

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein sehr früher Orlando

    George Sand, eigentlich Amantine Lucile Aurore Dupin, war eine der bedeutendsten französischen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts - und ist doch heute so gut wie unbekannt. Sie brach nicht nur gesellschaftliche Normen, indem sie als Frau unter männlichem Pseudonym schrieb, sondern prägte auch die Literatur ihrer Zeit entscheidend. Gabriel wurde als Mann erzogen, lebt aber sowohl als Frau als auch als Mann. Genau wie Orlando in VIrginia Woolfs Roman fast 100 Jahre später. Dies eröffnet sehr spannende Perspektiven auf die Geschlechterrollen jener Zeit. Und ganz ehrlich, mitunter hat man das Gefühl beim lesen, soviel hat sich dann doch seit dem nicht getan...
  • Zum Bewerterprofil von Jérôme Wiedenhaupt

    Jérôme Wiedenhaupt

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    "Ich will dich heilen, dich gegen dich selbst wappnen und dich auf die Höhe meiner Gedanken erheben"

    Die Kühnheit dieses Buches ist eine, welche niemals vermittelt werden könnte, wüsste die Gesellschaft um die Geschlechtslosigkeit der Seele. Das eine Geschlechtsidentität sich nicht ausschließlich vom biologischen Geschlecht herleiten lässt, dass personelle Kohärenz gesellschaftlich institutionalisiert sein könnte, dies sind nur zwei Bausteine die die besagte Kühnheit prägen. Dieses frühe Werk von George Sand war ein Wagnis sondergleichen, eine eindringliche intellektuelle Zerstörung eines als unumstößlich gehaltenen Dogmas. Die Metaphysik der Substanz, also der Glaube an die Tragfähigkeit eines Essentialismus der konsistente Selbstidentität verhieß, sollte mit ganzer Kraft niedergerissen werden. Sand wollte jedoch kein leeres Geschlecht heraufbeschwören, sondern zeigen, dass die Geschlechtsidentität mit gesellschaftlichen Regulierungsverfahren zutiefst verwoben ist. Nicht stellt die Geschlechtsidentität jenen Kern dar, der sich seine passenden Attribute gleichsam ringsum anverwandeln lässt, vielmehr stellt diese spezifische Identität gerade etwas Konstruiertes derart da, dass das Konstrukt von keinem festen Fundament mehr getragen wird. Eine gewagte These, die für Gabriel, den titelgebenden Protagonisten, folgenschwere Konsequenzen nach sich ziehen wird. Als Frau zur Welt gekommen, wird Gabriel dessen ungeachtet zum männlichen Subjekt erzogen, um als Erbnachfolger für Jules de Bramante fungieren zu können. Der Schein soll zum Sein für Gabriel werden, allerdings scheint sich ihm dieses Sein eben als unerreichbar zu enthüllen. Alles durchdringende Eigenschaften der Seele fühlt Gabriel nicht, keine Absolutheit was die eigene Prädikation anbelangt. Stattdessen ist er sich der natürlichen Wankelmütigkeit seines Charakters bewusst, seine feine Sensibilität hat ihm entgegen der pädagogischen Lenkung die Offenheit der eigenen Seins-Möglichkeiten gezeigt. Es ist interessant zu sehen, dass Gabriel zutiefst authentisch und ehrlich fühlt, jedoch diesen Gefühlen gegenüber Schuld zu empfinden hat aufgrund einer Logik, nach der Empfindungen geschlechtsspezifisch zu sein haben. Eine Schuld, die sich nicht ausschließlich auf bestimmte Eigenschaften bezieht, sondern sogar auf das Geschlecht als Solches. Folgt man den Auffassungen der feministischen Psychoanalytikerin Luce Irigaray, kommt der Frau im westlichen Repräsentationssystem überhaupt kein konsistentes Subjekt-Sein zu. Die Frau, und das zeigt sich in diesem Roman aus dem Jahre 1839 besonders eindringlich, markiert nur einen Ort der Differenz, eine Räumlichkeit des Ausgeschlossenen. Als Unrepräsentierbares stellt die Frau im Monolog des Männlichen einzig dessen intrinsische Differenz dar, was die Aufhebung des binären Geschlechterverhältnisses bewirkt. Vor diesem Hintergrund scheint ein Fragen nach dem spezifisch Weiblichen ein weitaus komplexeres Problem zu offenbaren. Was vermag das Weibliche jenseits eines hegemonialen phallogozentrisch geführten Diskurses sein? Selbst Sigmund Freud übersah diese Problematik, zeigen seine Weiblichkeitsentwürfe ebenfalls noch männliche Perspektiven. Gabriel begibt sich auf die Suche nach seinem Cousin, der der eigentliche Erbnachfolger wäre, offenbart sich jedoch zunächst nicht als Frau. Astolphe fühlt schnell eine eindringliche Sympathie zu Gabriel, dessen Eigenschaften ihn förmlich in den Bann schlagen. Genau an diesem Punkt durchquert die heterosexuelle Matrix, in ihrer kulturellen Ausprägung, die Möglichkeit Gefühle in den Bereich des Erlaubten vorzulassen. Astolphe darf Gabriel nicht lieben und wir merken wie sein Sehnen verdrängt und unterdrückt wird. Erst ein Zufall offenbart Astolphe das eigentliche Geschlecht Gabriels, welcher die libidinöse Objektbesetzung final als gültig erklärt. Gabriel wird zu Gabrielle, zu einer Figur die feine Sensibilität und kluge Rationalität verkörpert, die weibliche als auch männliche Eigenschaften besitzt. Was ist demnach das Geschlecht? Simone de Beauvoir zufolge ist der Leib nur eine Situation, sodass es keinen Rückgriff auf den Körper geben kann, der nicht immer schon durch kulturelle Bedeutungen geprägt sein würde. Judith Butler verwirft dementsprechend sogar die Dichotomie von Geschlecht ( sex ) und Geschlechtsidentität ( gender ), einfach aufgrund der Unmöglichkeit, dass das Geschlecht als vordiskursive Gegebenheit angesehen werden kann. Der Körper stellt von je her eine Konstruktion dar, wodurch er sich als passives Medium präsentiert, in welches die kulturellen Bedeutungen sowohl eingeschrieben als auch überschrieben werden. Gabriel transformiert sich zu Gabrielle und wechselt damit auch die Lesbarkeit seines Körpers. Irigaray würde sagen, das Männliche entdeckt seine Andersheit in sich, seinen Schatten, jenen Drang nach Selbst-Erweiterung. "Gabriel" ist ein feiner Dialogroman der die Möglichkeit eines Jenseits der Geschlechtsidentität utopisch zu berühren vermag.

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