Produktbild: Alvine Hoheloh / Alvine Hoheloh - Blaustrumpf
Band 1

Alvine Hoheloh / Alvine Hoheloh - Blaustrumpf

Aus der Reihe Alvine Hoheloh
11

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.04.2024

Verlag

Epubli

Seitenzahl

440

Maße (B/H)

12,5/19 cm

Gewicht

511 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7598-0298-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.04.2024

Verlag

Epubli

Seitenzahl

440

Maße (B/H)

12,5/19 cm

Gewicht

511 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7598-0298-9

Herstelleradresse

epubli
Köpenicker Str. 154a
10997 Berlin
Deutschland
Email: kontakt@epubli.de
Url: www.epubli.de
Telephone: +49 30 25559540

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  • Bewertung

    5/5

    29.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Mädchen auf dem Weg zur Frau im Wandel der Zeiten…und der Liebe…

    Ein Mädchen auf dem Weg zur Frau im Wandel der Zeiten…und der Liebe… Der K@mpf mit ihrer eigenen Identität, ihrer eigenen Überzeugungen und der Realität, in der sie lebt… Was ist richtig, was falsch? Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in ihrer Vorstellung, wie ein Leben, ihr Leben, aussehen muss oder vielmehr sollte… Aber MUSS es zwangsläufig nur pro und contra, schwarz oder weiß geben? Kann es da nicht auch Töne dazwischen geben? Es gibt so viele Grautöne, Schattierungen, die vielleicht genau dem entsprechen, was man wirklich, tief im Herzen möchte und für sich als wichtig und richtig ansieht. Sie lebt in einer Zeit, in einer Gesellschaft, die geprägt ist von Wandel. Aber auch einer, die immer noch im alten, konservativen Korsett der Jahrhunderte geschnürt ist. Es gibt Neuerungen in Produktion und Zusammenarbeit der Länder und Reiche. Reb€llionen für Änderungen der Gesellschaftsf0rm, und um sozialem Engagement Nachdruck zu verleihen, Entwicklung und Fortschritt zu fordern und zu ermöglichen. Der Freiheitsdrang der Frauen ist auf dem „leisen“ Vormarsch und sie möchten sich Gehör verschaffen, wahrgenommen, respektiert und als vollwertig angesehen werden. Aber nicht nur Hierarchien bleiben weiter starr und tief in den Köpfen verankert… M!sstr@uen, F€!ndlichkeiten gegenüber Fr€mden bzw. dem Fr€mden im Allgemeinen, sind alltäglich. Bevorstehende Kr!€ge, die Kr!€gs“gelűste“ und noch nachwirkende Kr!€gsw€hen treiben die „Männer“ um. Genauso die Beibehaltung des lieb gewonnenen frauenf€!ndlichen Patri@rchats und ihrer Privilegien. Zwischen konservativem Kaiserreich und aufstrebenden Sozialdemokraten; zwischen Ben@chteiligung, R@ss!smūs, Diskr!min!erung und Ant!s€mit!smūs, Ein€ngung, bedingungslosem Geh0rsam, Unterdrűckung und Regl€mentierungen, t0x!scher Maskūlinität, S€*ismus, Patri@rchat, frauenf€!ndlicher Gesetzesschreibung und hýpermaskūlinem F@sch!smūs – und feministischer Reb€llion zur Gleichberechtigung, zivilem Ungeh0rsam, W!derstand, Zusammenhalt gegen (s€*uelle) Übergr!ff!gkeiten, der Überzeugung „mein Körper gehört mir“, Offenheit, Freiheit, Eigenständigkeit, Emanzipation und dem Recht alleine zu entscheiden, zu denken und zu handeln, alleine für sich, sein Leben und Tun verantwortlich zu sein und frei seine Meinung kundzutun, gehört, ernst genommen und respektiert zu werden… Hier versucht Alvine, Tochter aus gutem und sehr reichem Hause, sich ihren Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen. Getrieben, sich nicht den Gegebenheiten hinzugeben, sich zu emanzipieren und als feministisches Beispiel voranzuschreiten. Aber verw!rrt und uns!cher, ob der Reaktion ihres Herzens, das plötzlich zum Leben erwacht beim Anblick von Theodor. Kann sie modern, wegbereitend, emanzipiert und eigenständig, ja vor allem wirklich FREI sein, wenn sie auf eben dieses Herz hört und Liebe zulässt, vielleicht sogar eine Ehe in Betracht zieht, die doch der wahre Beweis für die Stärke des Mannes und die Unterdrűckung der Frau ist? Fixiert, schwarz auf weiß, in einem Ehevertrag? Der doch nichts anderes bedeutet, als seine Freiheit über Kőrper, Verstand und Seele, sein Leben, seine ganze Existenz auf- bzw. abzugeben und nur noch eine M@rionette zu sein, dem Willen des Ehemannes ausgel!€fert und geh0rchend… Erst war ich nicht sicher, ob mir die Geschichte gefallen würde, da ich nicht so der Freund von „Familiensagas“ bin. Was ich allerdings liebe, sind starke Frauen, Regency-Romane und Romance an sich… Nun denn, was soll ich weiter um den h€ißen Brei reden - es hat sich gelohnt! Es hat mich wirklich überrascht – positiv -, denn es ist kein staubtrockener Roman oder „nur“ eine feministische Abhandlung. Nein, es ist eine wirklich wundervolle Geschichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, mit all den damaligen Gegebenheiten, in geschichtlicher, gesellschaftlicher, sozialer und jedweder anderen Hinsichten… Es geht eigentlich um das Erwachen und Erwachsenwerden einer jungen Frau, das erste Verliebtsein, die Liebe (und um das Pr!ckeln - und doch ordentlich sp!ce) und inwiefern sich moderne Frauen zu jener Zeit darauf einlassen dürfen, ohne sich oder den Feminismus zu betrűgen oder zu schwächen. Aber natürlich ist ebenso ein Hauptbestandteil die St€llung der Frau in dieser Gesellschaft und wie sich die Frauen anfangen zu w€hren und Rechte, ihre Rechte, einzufordern. Aber auch den daraus resultierenden Konfl!kten, nicht nur mit dem anderen Geschlecht, sondern auch mit Vertreterinnen des eigenen und nicht zuletzt auch mit ihrer eigenen Person, den Wünschen, Hoffnungen und Träumen. Es werden so viele Punkte betrachtet, beschrieben und behandelt, die leider noch heute hochbrisante und sehr moderne Probleme sind...Es wird (also leider) weiterhin viel Arbeit bleiben. Somit ist es, (wenn) auch im historischen Setting, ein hochmodernes Buch! Fazit: Wer Liebes- und Gesellschaftsromane im historischen Kontext mag, dazu etwas Witz, Esprit, Charme und sp!ce nicht abgeneigt ist und starke Frauen sowie um ihre Selbstbeh@uptung kämpfende, liebende, moderne Männer, aber auch engst!rnige konservative Biedermänner (mit Doppelmor@l), toll findet (- und für dieses geniale Gesamtpaket brennt), ist hier genau richtig. Frech, spr!tzig, witzig, ernst, aufwűhlend, temperamentvoll, „modern“ und kurzweilig geschriebene „Biografie“ einer emanzipierten, jungen Frau, die trotz Erfolgen und vor Selbstbewusstsein strotzend, auch Uns!cherheiten und H€mmungen in sich trägt… Man spürt die Charaktere, man ist dabei und erlebt die Situationen und Emotionen als wäre man mitten drin, genau dort, zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Kaiserreich, im Wandel der Zeit…❤️

  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    5/5

    31.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Das Leben einer mutigen Frau Anfang des 19. Jahrhunderts

    **** Worum geht es? **** Alvine lebt in einer Zeit geprägt von Umbrüchen. Ihre Welt steht zwischen Tradition oder Freigeist, einer Gesellschaft bestimmt durch Reichtum oder Armut. Alvines Leben ist durchsetzt von Optionen: studieren, ein Unternehmen führen, heiraten aufgrund des Ansehens oder aus Liebe. Wer ist Alvine und was will sie sein? **** Mein Eindruck **** Die Atmosphäre und auch der Umgang der Charaktere miteinander fügte sich sehr gut in den Anfang des 19. Jahrhunderts ein. Die Perspektive des allwissenden Erzählers wurde hier sehr personifiziert umgesetzt. Man steckte immer irgendwie in den Köpfen und in dem Geschehen und dennoch wurde Interesse für die Handlung und auch eine gewisse Spannung aufgebaut. Grade hierdurch kam ich sehr gut mit der Anzahl und den Eigenschaften der Charaktere zurecht, ohne diese durcheinander zu werfen. Die Protagonistin gefällt mir besonders gut. Ihre Art, ihre Einstellungen, ihre Gefühlswelt und ihre Entwicklung war sehr authentisch dargestellt. Mit gewissem Humor und einer gekonnten Spur von leicht anzüglicher Momenten konnte das Buch beim Lesen auch eine gewisse innerliche Aufregung erzeugen. Kribbeln das Spaß macht. Sprachlich irritierend fand ich das Gendern, da es zu einer Zeit spielt, in der dies noch nicht gemacht wurde. Ansonsten war die sprachliche Umsetzung gelungen an die Zeit angepasst und hat mir sehr viel Freude bereitet. Das Lesevergnügen war insgesamt sehr hoch und die Vorfreude auf die Fortsetzung ist mit jeder Seite im Buch gewachsen. Die Geschichte ist umfangreich und hat die mehrteilige Aufmerksamkeit mehr als verdient. **** Empfehlung? **** Eine klare Empfehlung an alle Fans von historischen Romanen mit starken Charakteren, auf der Suche nach dem gewissen etwas. Dieser Reihenauftakt lohnt sich.

  • Bewertung

    5/5

    29.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Mädchen auf dem Weg zur Frau im Wandel der Zeiten…und der Liebe…

    Ein Mädchen auf dem Weg zur Frau im Wandel der Zeiten…und der Liebe… Der K@mpf mit ihrer eigenen Identität, ihrer eigenen Überzeugungen und der Realität, in der sie lebt… Was ist richtig, was falsch? Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in ihrer Vorstellung, wie ein Leben, ihr Leben, aussehen muss oder vielmehr sollte… Aber MUSS es zwangsläufig nur pro und contra, schwarz oder weiß geben? Kann es da nicht auch Töne dazwischen geben? Es gibt so viele Grautöne, Schattierungen, die vielleicht genau dem entsprechen, was man wirklich, tief im Herzen möchte und für sich als wichtig und richtig ansieht. Sie lebt in einer Zeit, in einer Gesellschaft, die geprägt ist von Wandel. Aber auch einer, die immer noch im alten, konservativen Korsett der Jahrhunderte geschnürt ist. Es gibt Neuerungen in Produktion und Zusammenarbeit der Länder und Reiche. Reb€llionen für Änderungen der Gesellschaftsf0rm, und um sozialem Engagement Nachdruck zu verleihen, Entwicklung und Fortschritt zu fordern und zu ermöglichen. Der Freiheitsdrang der Frauen ist auf dem „leisen“ Vormarsch und sie möchten sich Gehör verschaffen, wahrgenommen, respektiert und als vollwertig angesehen werden. Aber nicht nur Hierarchien bleiben weiter starr und tief in den Köpfen verankert… M!sstr@uen, F€!ndlichkeiten gegenüber Fr€mden bzw. dem Fr€mden im Allgemeinen, sind alltäglich. Bevorstehende Kr!€ge, die Kr!€gs“gelűste“ und noch nachwirkende Kr!€gsw€hen treiben die „Männer“ um. Genauso die Beibehaltung des lieb gewonnenen frauenf€!ndlichen Patri@rchats und ihrer Privilegien. Zwischen konservativem Kaiserreich und aufstrebenden Sozialdemokraten; zwischen Ben@chteiligung, R@ss!smūs, Diskr!min!erung und Ant!s€mit!smūs, Ein€ngung, bedingungslosem Geh0rsam, Unterdrűckung und Regl€mentierungen, t0x!scher Maskūlinität, S€*ismus, Patri@rchat, frauenf€!ndlicher Gesetzesschreibung und hýpermaskūlinem F@sch!smūs – und feministischer Reb€llion zur Gleichberechtigung, zivilem Ungeh0rsam, W!derstand, Zusammenhalt gegen (s€*uelle) Übergr!ff!gkeiten, der Überzeugung „mein Körper gehört mir“, Offenheit, Freiheit, Eigenständigkeit, Emanzipation und dem Recht alleine zu entscheiden, zu denken und zu handeln, alleine für sich, sein Leben und Tun verantwortlich zu sein und frei seine Meinung kundzutun, gehört, ernst genommen und respektiert zu werden… Hier versucht Alvine, Tochter aus gutem und sehr reichem Hause, sich ihren Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen. Getrieben, sich nicht den Gegebenheiten hinzugeben, sich zu emanzipieren und als feministisches Beispiel voranzuschreiten. Aber verw!rrt und uns!cher, ob der Reaktion ihres Herzens, das plötzlich zum Leben erwacht beim Anblick von Theodor. Kann sie modern, wegbereitend, emanzipiert und eigenständig, ja vor allem wirklich FREI sein, wenn sie auf eben dieses Herz hört und Liebe zulässt, vielleicht sogar eine Ehe in Betracht zieht, die doch der wahre Beweis für die Stärke des Mannes und die Unterdrűckung der Frau ist? Fixiert, schwarz auf weiß, in einem Ehevertrag? Der doch nichts anderes bedeutet, als seine Freiheit über Kőrper, Verstand und Seele, sein Leben, seine ganze Existenz auf- bzw. abzugeben und nur noch eine M@rionette zu sein, dem Willen des Ehemannes ausgel!€fert und geh0rchend… Erst war ich nicht sicher, ob mir die Geschichte gefallen würde, da ich nicht so der Freund von „Familiensagas“ bin. Was ich allerdings liebe, sind starke Frauen, Regency-Romane und Romance an sich… Nun denn, was soll ich weiter um den h€ißen Brei reden - es hat sich gelohnt! Es hat mich wirklich überrascht – positiv -, denn es ist kein staubtrockener Roman oder „nur“ eine feministische Abhandlung. Nein, es ist eine wirklich wundervolle Geschichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, mit all den damaligen Gegebenheiten, in geschichtlicher, gesellschaftlicher, sozialer und jedweder anderen Hinsichten… Es geht eigentlich um das Erwachen und Erwachsenwerden einer jungen Frau, das erste Verliebtsein, die Liebe (und um das Pr!ckeln - und doch ordentlich sp!ce) und inwiefern sich moderne Frauen zu jener Zeit darauf einlassen dürfen, ohne sich oder den Feminismus zu betrűgen oder zu schwächen. Aber natürlich ist ebenso ein Hauptbestandteil die St€llung der Frau in dieser Gesellschaft und wie sich die Frauen anfangen zu w€hren und Rechte, ihre Rechte, einzufordern. Aber auch den daraus resultierenden Konfl!kten, nicht nur mit dem anderen Geschlecht, sondern auch mit Vertreterinnen des eigenen und nicht zuletzt auch mit ihrer eigenen Person, den Wünschen, Hoffnungen und Träumen. Es werden so viele Punkte betrachtet, beschrieben und behandelt, die leider noch heute hochbrisante und sehr moderne Probleme sind...Es wird (also leider) weiterhin viel Arbeit bleiben. Somit ist es, (wenn) auch im historischen Setting, ein hochmodernes Buch! Fazit: Wer Liebes- und Gesellschaftsromane im historischen Kontext mag, dazu etwas Witz, Esprit, Charme und sp!ce nicht abgeneigt ist und starke Frauen sowie um ihre Selbstbeh@uptung kämpfende, liebende, moderne Männer, aber auch engst!rnige konservative Biedermänner (mit Doppelmor@l), toll findet (- und für dieses geniale Gesamtpaket brennt), ist hier genau richtig. Frech, spr!tzig, witzig, ernst, aufwűhlend, temperamentvoll, „modern“ und kurzweilig geschriebene „Biografie“ einer emanzipierten, jungen Frau, die trotz Erfolgen und vor Selbstbewusstsein strotzend, auch Uns!cherheiten und H€mmungen in sich trägt… Man spürt die Charaktere, man ist dabei und erlebt die Situationen und Emotionen als wäre man mitten drin, genau dort, zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Kaiserreich, im Wandel der Zeit…❤️

  • Bewertung

    5/5

    20.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Zum Eintauchen

    Ein wirklich gutes Buch. Zwar eine historische Schreibweise, jedoch kein bisschen anstrengend zu lesen. Ich bin völlig in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen. Absolute Empfehlung!

  • Madlen Michel

    aus Leipzig

    5/5

    08.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Emotional echt erzählt

    ,,Alvine Hoheloh war ein Blaustrumpf. Was ursprünglich als ein abwertender Begriff für ihresgleichen gelten sollte, hatte sie sich zu eigen gemacht. Sie trug blaue Strümpfe und hatte vor sehr großen merkantilen Erfolg zu erlangen.“ Wo fange ich bei diesem Buch an, wo höre ich auf? Am liebsten würde ich ja zu jedem einzelnen Kapitel etwas sagen, aber da wären wir bis morgen noch nicht fertig. Trotzdem habe ich Angst gar nicht wirklich beschreiben zu können, was ich empfunden habe, was ich gedacht und hier erlebt habe. Ich habe das Gefühl eine neue Begleiterin für´s Leben gefunden zu haben. Eine neue Freundin, die ich gar nicht mehr missen möchte. Denn obwohl ich Alvines erstes Buch bereits vor Tagen beendet habe, ist sie noch immer da. Manchmal kommt mir der Gedanke, was Alvine wohl in solch einer Situation gesagt oder gedacht hätte. Vielleicht hätte sie gelacht oder hätte klipp und klar gesagt, wie sie gehandelt hätte. Vielleicht aber auch ganz anderes, denn eins ist klar, Alvine ist eine Person, die immer wieder überrascht. Gerade als ich dachte, ich wüsste wie sie handelt, hat sie mich erneut wieder völlig überrumpelt. Das wirkt jetzt hier so geschrieben irgendwie schlecht, aber das war es keineswegs! Ich möchte damit eigentlich zeigen, dass Alvine immer für ein Abenteuer gut ist. Und das war dieses Buch definitiv! Ein Abenteuer in einer längst ,,vergangenen“ aber nicht vergessenen Zeit. Ein Abenteuer durch Freundschaft, Familie, Liebe und alles was das Leben zu bieten hat. Und ich mag dieses Abenteuer, diese Charaktere, diese Geschichte, einfach alles von diesem Buch nicht mehr missen. Ich verbringe manchmal Minuten lang mit dem Kopf wieder zwischen Alvines Worten, überlege und suche nach Zitaten oder Worten, deren Bedeutung mir erst nach dem zweiten, dritten, vielleicht auch dem vierten Mal lesen klarwerden. Denn eins darf man nicht vergessen. Das 20. Jh. War natürlich auch voller Politik und auch wenn es keine Handys, PC´s, etc. gab, das macht die Geschichte nicht langweilig! Ganz im Gegenteil. Denn neben dem fortschriftlichen Denken der Familie Hoheloh (wofür ich übrigens wahnsinnig dankbar war), ging es in Alvine Hoheloh Blaustrump vor allem um die Rolle der Frau, hier also um Alvines Rolle selbst. Alvine, eine junge Frau, die so viel erreichen und erleben will, die ihre eigene Fabrik will, ihre eigenen Entscheidungen treffen möchte und zeigen möchte, dass Frauen sich Männern nicht unterordnen müssen. Viel? Auf jeden Fall, aber nicht unerreichbar. Ja, selbst im 20. Jh., denn gewiss waren nicht alle engstirnig oder eingefahren in nur eine einzige Richtung. Es gab genug Menschen, die versteckt oder vor aller Augen für ihre Rechte und ihre Freiheit gekämpft haben. Natürlich läuft auch nicht alles glatt in Alvines Leben. Das wäre doch nun wirklich viiiiiiel zu einfach oder? ~ Aber ich kann sagen, dieses Buch und die Reise mit Alvine ist es wert! Ich habe gelacht, geweint, geflucht, entsetzt (und das nicht zu wenig), aber vor allem habe ich diese Geschichte geliebt, genossen und konnte nicht genug bekommen. Mal ehrlich, einmal angefangen, war ich völlig gefangen und gefesselt. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Denn Alvines Denkweise, ihr meistens freches Mundwerk, aber auch ihre Weisheit, für das junge Alter, machen einfach süchtig. Gerade dadurch, dass Alvine und ich ja beinahe gleichalt machen hat viel dazu beigetragen, dass ich sie so faszinierend fand. Von ihr kann man auf jeden Fall viel lernen, sei es im Kampf für einen selbst oder auch für andere, beim Debattieren und wie man seinen eigenen Standpunkt vertreten kann oder auch, wenn es darum geht Geschick und Cleverness zu beweisen. ~ So, jetzt aber erst mal genug über Alvine geschwärmt, denn nicht nur sie spielt hier eine große Rolle. Was ich nämlich vor allem am Buch liebe ist, dass man zwischendurch verschiedene Sichten hat. Seien es Alvines Eltern, ihre Brüder oder Theodor und dessen Familie oder auch von gänzlich anderen Charakteren, um auch ein paar Einblicke in dessen Ansichten und Ansprüche bekommt. Das bildet auf jeden Fall einen super Kontrast zu der feministisch denkenden und handelnden Alvine, denn von einigen anderen Charakteren bekommt man eben doch noch die Geschlechter fokussierte Annahme der Rollenverteilung von Mann zu Frau zu hören. Doch nicht nur das bietet einem das Buch. Man lernt auch so vieles nebenbei, seien es neue Begriffe und Bedeutungen, aber vor allem auch wie man sich selbst treu bleibt oder aus einer Krise wieder herauskommt. ~ Dann wäre da aber auch nich Theo, besser gesagt Herr Theodor Fürstenberg der eindeutig ein Auge auf Alvine Hoheloh, geworfen hat. Aber sie auch auf ihn? Das findet ihr wohl nur heraus, wenn ihr euch ins Abenteuer stürzt. Theo hat mein Herz auf jeden Fall im Sturm erobert. Die zwei muss man aber auch erst Mal gemeinsam erleben. Nicht nur selten fliegen da die Fetzen, sei es im Alltag oder während einer Politikdebatte, aber vor allem begeistern mich Theo & Alvine zusammen dadurch, dass sie reden. Egal über was, kein Thema scheint Ihnen zu heikel, nichts kann diese innige Bindung brechen. Denkt man, aber ob Theo damit auch Alvines Herz ergattert? Meine Lippen sind versiegelt. ~ Jetzt habe ich aber genug geredet und gefangirlt. Um es mit den kürzesten und doch kräftigen Worten in meiner Lesebubble zu sagen. Ich liebe es unwiderruflich und ich will mehr! Definitiv! Diese Geschichte begeistert mich durch ihr Herz fürs Detail, die vielen wundervollen Dialoge und Handlung und ihre Storyline, sowie den Kampfgeist, der einem auf jeden Fall Hoffnung gibt.

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