Für den Deutschen Jonathan wird ein Albtraum wahr: Er wollte doch nur mal ein paar Stunden ohne seine Eltern durch Manila spazieren. Schließlich spricht er die Sprache. Doch dann gerät er plötzlich in ein übles Viertel, wird ausgeraubt und landet im Knast. Zusammen mit Hunderten von Manilas Straßenkindern. Unter schrecklichen Bedingungen. Keiner glaubt Jonathan, dass ein furchtbarer Irrtum passiert ist. Keiner kann ihm helfen. Wie soll er hier je wieder rauskommen?
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Jonathan verbringt seinen Urlaub in Manila, der Heimat seines Vaters. Er will ein paar Stunden die Stadt alleine erkunden und ist plötzlich in einem düsteren Viertel, wo er von einer Gang überfallen wird. Dann landet er auch noch im Gefängnis, wo sehr schlimme Zustände herrschen. Doch Jonathan kämpft um seine Unschuld. Mehr will ich hier nicht verraten, denn dieses Buch sollte gelesen werden!
Manuela2205
5/5
17.06.2009
Buch (Taschenbuch)
Elend eindrucksvoll geschildert
Wegen eines dummen Zufalls landet Jonathan - der eigentlich nur auf Urlaub in Manila ist - im Kinderknast. Ist er sich zuerst sicher sofort wieder draussen zusein, wird er schnell eines besseren belehrt. Rechte interessieren dort niemanden. Und würden sich nicht einige Kinder seiner annehmen, wäre es sogar mit dem Überleben schwierig...
Eindringlich werden Zustände und Probleme in einem Kindergefängnis in Manila dargestellt. Da der Autor Unterstützung von ehemaligen Insassen hatte, ist das Buch absolut glaubwürdig.
Rüdiger Bertram schafft es, über Elend und das Schicksla von Strassenkindern zu schreiben, ohne dass man das Gefühl hat, er steht mit belehrend erhobenem Zeigefinger neben dem Leser. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen und das werden auch alle Leser ab ca. 12 Jahren.
Bewertung
aus Delmenhorst
4/5
23.10.2012
Buch (Taschenbuch)
Knastkinder
Habe dieses Buch für meinen Sohn gekauft. Er ist ganz zufrieden damit.Ich selbst habe mal kurz rein gelesen und befand das Buch als gut.
Katharina
4/5
22.10.2011
Buch (Taschenbuch)
Im Knast
Zum Inhalt:
Der 12-jährige Berliner Jonathan verbringt zusammen mit seinen Eltern seine Ferien in Manila, einer Stadt auf den Philippinen. Sein Vater ist dort geboren und durch ihn beherrscht Jonathan auch die dortige Sprache Tagalog.
Daher sieht Jonathan auch kein Problem darin, einmal einen Tag lang alleine die Stadt zu erkunden. Doch es kommt, wie es kommen musste: Er verirrt sich in einem der ärmeren Vierteln und wird ausgeraubt. Kurz darauf trifft er auf die Straßenkinder Dennis, Marlon und Arnol, die ihm helfen wollen, doch stattdessen werden sie alle vier in einen Kinderknast gesteckt, wo für Jonathan ein Albtraum beginnt
Meine Meinung:
Auf relativ wenigen Seiten wird die Geschichte eines jugendlichen Touristen erzählt, die so tatsächlich hätte passieren können. Knastkinder gibt einem einen Einblick in die elendigen Zustände, die teilweise in der Stadt Manila herrschen. Dass Kinder einfach von der Straße gesammelt und in Kinderknast gebracht werden, ohne, dass sich jemand dafür zu interessieren scheint, ob sie tatsächlich etwas verbrochen haben. Justiz existiert dort in den meisten Fällen nicht, was auch Jonathan oft schmerzhaft erfahren muss. Er lernt unfreiwillig das Leben in einem dieser Knast kennen. Fernab von sämtlichen Komfort und sanitären Anlagen, muss er sich unter den anderen Kindern zurechtfinden, lernen Kämpfe und Ärger aus dem Weg zu gehen, sich im Notfall aber auch zu verteidigen. Und natürlich versucht er auch irgendwie seine Eltern zu kontaktieren, was sich wegen den betrügerischen Wärtern als schwierig erweist.
Die Geschichte stellt diesen ständigen Zustand zwischen Hoffnung und Enttäuschung dar und hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck von den Zuständen in einem solchen Kinderknast. Und nach dem Lesen war ich auch ziemlich froh, dass bei uns, selbst wenn man im Gefängnis sitzt, die Grundrechte wirken, was bei Jonathan ja nicht der Fall ist.
Ich hätte mir dennoch gewünscht, dass das Buch noch ein wenig erzählt. Viele Dinge werden nur immer ganz kurz erwähnt, ansonsten aber nicht mehr näher behandelt. So wird zwar angesprochen, dass viele der Kinder von Schnüffelstoffen abhängig sind, aber was das für den alltäglichen Kreislauf der Gewalt und Hoffnungslosigkeit im Knast bedeutet, darauf wird nicht eingegangen. Interessant hätte ich es auch gefunden, wenn nicht nur Jonathans Erlebnisse geschildert worden wären, sondern auch die Suche seiner Eltern nach ihm. Sein Vater ist ja schließlich auch Philippine, welche neuen Eindrücke bekommt er durch das Verschwinden seines Sohnes, von dem Land? Und wie reagieren eigentlich die Behörden dort, auf solch einen Fall?
Ich denke dieses Buch hat viel Potenzial, das leider nicht ganz ausgeschöpft worden ist. Trotzdem fand ich es sehr interessant und auch gut und flüssig zu lesen. Wer sich einmal für die Umstände in einem Kinderknast auf den Philippinen interessiert, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
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