Erinnerungspoetik Berlioz und die Kuhreihen-Rezeption im 19. Jahrhundert
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
16.05.2024
Verlag
Franz Steiner Verlag GmbHSeitenzahl
434 (Printausgabe)
Dateigröße
11262 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783515136846
In methodisch ungewöhnlicher Zusammenführung literarischer und musikalischer Analysen rekonstruiert Rafael Rennicke die Geschichte des neuzeitlichen Nachdenkens über die Macht der Musik, Erinnerungen und Heimweh zu wecken. Sie nimmt ihren Ausgang von Rousseaus Diskussion des Kuhreihens im Dictionnaire de musique und hat ihre wichtigsten Protagonisten im Dichter Senancour und den Komponisten Persuis, Rossini und Liszt, die als Erinnerungspoeten die im Hören erlebte Wirkung unwillkürlicher Erinnerung mit einem neuen Effektbewusstsein willkürlich herstellen.
Ihren Höhepunkt erreicht die Geschichte romantischer Kuhreihen-Rezeption im Werk von Berlioz. Rennickes Neudeutung der Scène aux champs zeigt, warum dieser zentrale Satz der epochalen Symphonie fantastique mit einem Ranz des vaches eröffnet und schließt und als Musterfall einer Musik mit Erinnerungswirkung auch Eingang findet in den Grand traité d'instrumentation: Berlioz verknüpft ihn dort unmittelbar mit der Begründung einer musikalischen Erinnerungspoetik der Moderne.
Ausgezeichnet mit dem Jacques-Handschin-Preis 2020 der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft.
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