Schnitt durch die verkehrte Merzwelt Konzeptionen des Narrativen in der Prosa von Kurt Schwitters
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- Deutsch ausgewählt
24,80 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
08.03.2007
Abbildungen
21 SW-Abb.
Verlag
Weidler Buchverlag BerlinSeitenzahl
175
Maße (B/H)
15/21 cm
Gewicht
298 g
Auflage
1., Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-89693-484-0
Intermediale Zitate und literarische Topoi, mit deren Hilfe Schwitters Gattungsmuster verkehrt, erschaffen ein diskursiv und formal vernetztes Werk, als dessen ostentativer Höhepunkt der Merz-Bau zu gelten hat, der wie das gesamte künstlerische Œuvre auch als Motiv in der Prosa verwendet wird. Wirkt das gedrängte Zitatmaterial in der frühen Prosa wie ein labyrinthisches Vexierbild, das je nach Gewichtung des Interpreten unterschiedliche Szenographien erstehen lässt, kann dies auch als ein maschinelles Verfahren entschlüsselt werden, in dem Sprache zum frei spielbaren Material wird. Darüber hinaus spiegelt Schwitters’ Prosa die Rezeption vieler zeitgenössischer Theorien und Kunststile wider, die die Gestaltungsweise seiner Figuren prägen, setzt darin aber auch in widersprüchlicher Weise eigene kunsttheoretische Reflexionen um. Letztere führen wiederholt zu einer autobiographischen Positionsbestimmung in der Spätprosa der Exilzeit, in der die Gradwanderung zwischen Traum und Wirklichkeit thematisch wird. Das späte Œuvre ist letztlich Spiegel einer Selbstinszenierung als Maler, in der Schwitters seinen eigenen Mythos konstruiert.
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