Unausgeschöpftes Potential der Schuld zur Moralisierung und Didaxe in Goethes "Die Mitschuldigen"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
17.07.2024
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
462 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783389049884
Im Fokus der Analyse stehen die Strategien Goethes zur Evokation von Komik und Schuld sowie deren Auswirkungen auf die didaktische und moralisierende Funktion des Textes. Trotz des Potentials zur gesellschaftskritischen Reflexion verpasst Goethe die Chance, durch Figurenempathie eine moralische Katharsis beim Publikum zu induzieren. Dies resultiert aus der Kollision verschiedener literarischer Formen und der Entdidaktisierung des Stücks.
Zentrale Forschungsfragen der Studie sind: Wie wird die Schuld von Goethe psychologisch und interaktionell realisiert? Warum lässt sich Goethes Schreibgestus als entdidaktisierend und unmoralisierend klassifizieren? Wie ermöglicht Goethe dem Leser, sich empathisch in die schuldbehafteten Figuren hineinzuversetzen? Welche Veränderungen wurden in der zweiten Fassung vorgenommen, um die Schuldthematik zu akzentuieren? Wie betreiben die Figuren Schuld- und Vertrauensmanagement?
Die bisherige Forschung hat Goethes Werk vor allem hinsichtlich biographischer Elemente, strukturanalytischer Gesichtspunkte und literarhistorischer Relationen untersucht. Diese Arbeit erweitert den Diskurs, indem sie eine Poetik der Schuld kontextualisiert und deren didaktischen Nutzen prüft. Sie postuliert, dass das Lustspiel aufgrund seiner Opposition zu verschiedenen Komödienkonzepten und seines unmoralisierenden Impetus' ein Lustspiel mit unausgeschöpftem Potential bleibt.
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