Schwarzwald, 1965: Lisa hatte es nie leicht im Leben und wird von Selbstzweifeln geplagt. Als sie von der Försterfamilie Vogel an den reizvollen Liliensee eingeladen wird, hofft sie, dort zur Ruhe zu kommen und die Vergangenheit hinter sich lassen zu können.
Charlotte Vogel nutzt die Gunst der Stunde, um einen ihrer Söhne mit Lisa zu verkuppeln. Und tatsächlich: Lisa unternimmt eine Bergtour mit Charlottes ältestem Sohn Robert, doch schon bald schweben die beiden in Gefahr ...
Eine spannend-romantische Geschichte, die aufzeigt, dass Gott auch auf krummen Linien gerade schreiben kann.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Hopeandlive
5/5
02.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Gottes bedingungslose Liebe
Wir befinden uns im Schwarzwald im Jahr 1965. Charlotte Vogel aus dem Forsthaus Vogel am Liliensee bekommt Post aus dem Nachlass ihrer früheren Freundin mit der Bitte ihre kleine Tochter zu sich zu nehmen, deren Patentante sie. Charlotte nimmt diese Bitte sehr ernst und freut sich auf das kleine Mädchen, doch bei ihrer Ankunft staunt sie.
Aus dem Auto, mit dem ihr Sohn Robert ihr Patenkind vom Bahnhof abgeholt hat, steigt eine junge schöne Frau, eindeutig erwachsen was die ganze Familie erstmal verdutzt zur Kenntnis nimmt. Lisa kommt mit einem Koffer und sehr viel unsichtbarem Gepäck namens Selbstzweifel und Ablehnung. Sie hofft im Forsthaus mehr über ihre Mutter zu erfahren und sehnt sich aus tiefstem Herzen nach einer Familie. Doch aufgrund ihrer Biografie glaubt sie fest daran, dass ihr das nicht zusteht. Der Leser erlebt sehr authentisch den inneren Kampf der jungen Frau mit die Vergangenheit loszulassen und innere Ruhe und Frieden zu finden.
Robert, der älteste Sohn und ebenfalls Förster, steht Lisa sehr skeptisch gegenüber und fühlt sich auf der anderen Seite auch von ihr angezogen. Doch eine große und immer noch schmerzende Wunde in seinem Herzen, was Frauen und Beziehungen betrifft, lässt ihn auf Distanz gehen. Charlotte hingegen, die sich sehr gerne als einen Engel der Liebe betätigt, wittert die Gunst der Stunde und versucht einen ihrer Söhne mit Lisa zusammenzubringen Großvater Johann beobachtet das alles und bespricht es mit dem, der alles in die richtigen Wege leiten wird.
Auf einer gemeinsamen Winterbergtour von Robert und Lisa, herbeigeführt von einem weiteren Engel der Liebe, nämlich Johann, kommen sich die beiden zögerlich näher. Ein plötzlicher Schneesturm bringt sie jedoch in höchste Gefahr und die Forstfamilie ahnt noch nichts davon. Derweil kommt das echte Patenkind, Trudi, mit ihren Pflegeeltern im Forsthaus an......
Elisabeth Büchle hat einen ganz wundervoll stimmungsvollen Winterroman geschrieben und dabei die 60er Jahre gekonnt wieder aufleben lassen. Die Landschaft und das Leben im Schwarzwald wurden mir so lebendig während des Lesens, ich fühlte mich förmlich am Liliensee und habe die wunderbare Natur genossen. Da mein Geburtsjahr in den 60ern liegt, war es mir auch ein ganz besonderes Vergnügen. Doch nicht nur die äußeren Stimmungen vermag die Autorin zu beschreiben sondern auch das Innenleben der Protagonisten, mit was sie zu kämpfen haben, was sie verletzt hat und immer noch verletzt und wie sie sich bemühen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen um in Ruhe und Frieden ein neues Leben zu starten, das nur mit Gottes Hilfe möglich ist, liest sich einfach so gut. Auf eine ganz angenehme Weise wird der christliche Glaube in die Geschichte eingebettet und jeder Leser kann die kleinen versteckten Weisheiten Gottes für sich in Anspruch nehmen.
Belis
5/5
05.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Idyllische Natur, humorvoll und herzerwärmend
Das hatte sich Charlotte anders vorgestellt. Statt einem sechsjährigen Mädchen steht eine junge Frau vor ihrer Türe im abgelegenen Schwarzwald 1965. Überraschenderweise stellt sich Lisa ebenfalls als Tochter ihrer Freundin heraus. Die liebenswerte junge Frau wäre eine perfekte Schwiegertochter befindet Charlotte. Kurzentschlossen erwählt sie einen ihrer drei Söhne und legt sich mächtig ins Zeug für ihren Plan.
Lisa sehnt sich seit längerem nach Geborgenheit. Daher nimmt sie neugierig die Einladung der Familie Vogel an. Ob die Wochen am Liliensee ihre Sehnsucht und Selbstzweifel mildern können? Geschickt verbirgt Lisa ihre Schatten und ihr Vertrauen beginnt aufzublühen. Je mehr sie mit den Brüdern in die Naturschönheiten eintaucht desto größer wird ihr Verlangen nach Liebe, nach einer eigenen Familie.
Ein Ausflug in die einsame Bergwelt wird unerwartet zur Gefahr. Für Lisa und ihren Begleiter beginnt eine intensive Zeit.
Der aussagekräftige Schreibstil zaubert Naturschönheiten und stimmungsvolle Landschaften vor mein geistiges Auge. Eintauchen und staunen. Einfühlsam geschilderte Charaktere und perlender Humor lassen mich schmunzeln und mitfühlen. Gespannt begleite ich Lisa bei ihren Ausflügen, höre den Gesprächen am Familientisch zu und lächle über Johann, den gewitzten Großvater. Der gegenseitige Respekt und die Hingabe innerhalb der Familie begeistert nicht nur Lisa. Mir gefällt auch das Einfließen christlicher Werte sehr gut.
Dieser warmherzige Roman unterhält, regt zum Nachdenken an und verbreitet Wohlgefühl gepaart mit Sehnsucht nach unberührter Natur. Innerhalb weniger Stunden verschlungen wende ich mich schnellstmöglich dem zweiten Band Frühlingsfunkeln am Lilliensee zu. Freunde von Familiensagas, naturverbundenen Settings sowie liebevoll gezeichneten Figuren lege ich diese Geschichte ans Herz. Ich bin absolut begeistert und genieße jede Minute am Liliensee.
Bewertung
aus Glauchau
5/5
12.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das berührt
„...Lisa wusste nicht, was sie denken oder fühlen sollte. Dem Zorn nachgeben, der in ihr schwelte? Dem altbekannten Gefühl, falsch oder gar wertlos zu sein?...“
Es ist ein Schock für Lisa, als sie erfährt, dass sie eine kleine Schwester hat. Sie selbst wurde mit 10 Jahren von der Mutter mit den Zug nach Frankreich zu ihrer Großtante Camille geschickt. Seitdem hat sie kein Wort mehr von ihrer Mutter gehört. Und nun, im Jahre 1965, ist diese tot. Charlotte, eine Freundin der Mutter, hat nach der Todesnachricht eine Einladung an Trude, die sechsjährige Tochter, ausgesprochen, deren Patentante sie ist. Doch nun steht Lisa vor ihr, die auf ein paar geruhsame Urlaubstage hofft.
Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist sehr poetisch und gefühlvoll.
Charlotte nimmt Lisa liebevoll auf. Sie passt sich schnell der Situation an. Lisa wäre ja eine mögliche Schwiegertochter, denn ihre drei Söhne kriegen das Thema Heirat nicht auf die Reihe. Gut, Robert, der Älteste, ist ein gebranntes Kind. Ralf, der Jüngste, studiert. Georg und Lisa aber wären bestimmt ein schönes Paar. Der Großvater allerdings hat einen völlig anderen Plan. Er ist derjenige, der eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte bringt.
Lisa ist von ihrer Vergangenheit geprägt. Sie hat es Camille zu verdanken, dass sie nicht am Leben verzweifelt ist.
„...Ihre Tante Camille hatte ihr beigebracht, ihre Gefühle nicht für sich zu behalten, sich ihnen nicht allein zu stellen, nicht zu versuchen, die Angriffe auf ihr Herz abzuwehren. Bei der älteren Dame hatte es keine wohlformulierten Gebete gegeben […] Camille hatte mit Gott geredet, wie es ihr gerade in den Sinn kam...“
Lisa sehnt sich nach Liebe und Familie. Sie spürt die angenehme Atmosphäre in Charlottes Familie. Robert ist nach seinen Erfahrungen misstrauisch. Er befürchtet, dass Lisa nicht diejenige ist, für die sie sich ausgibt. Das zeigt er ihr auch.
„...Sie wollte nicht, dass Robert den Schmerz sah, den seine Worte bei ihr hervorriefen. Schließlich konnte er nichts dafür, dass sie sich ein Leben lang ungewollt geführt hatte...“
Camille war die einzige, die Lisa ihre Zuneigung gezeigt hat. Die alte Dame aber lebt nicht mehr.
Mir gefällt die poetische Sprache mit ihren vielen treffenden Metaphern. Lisa betrachtet ihr Leben wie eine Leinwand, auf der jede Enttäuschung einen schwarzen Pinselstrich hinterlässt.
Robert ist Förster. Auf Empfehlung seines Großvaters nimmt er Lisa mit in die Berge. Dort überrascht sie ein Unwetter. Wieso hat das der Großvater nicht vorhergesehen, der für sein feines Gespür für jede Wetterlage bekannt ist? In einer Hütte finden sie Unterschlupf. Beide haben nun viel Zeit zum Nachdenken. Lisa resümiert:
„...Vielleicht hat es dich und dieses Unwetter gebraucht, damit ich lerne, was es bedeutet, zu verstehen und zu vergeben...“
Die Autorin lässt mich ganz tief in die Psyche ihrer Protagonisten blicken. Ich sehe die Verletzungen, aber auch Sehnsucht und Hoffnung. Die Gespräche zwischen Lisa und Robert dagegen haben manchmal fast eine feine humorvolle und spielerische Note. Es sind dann die Gesichtszüge oder die Bewegung, die den Schmerz ausdrücken.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, was die Liebe vermag. Mit einer Erkenntnis von Lisa möchte ich meine Rezension beenden:
„...Dort oben auf dem Berg habe ich verstanden, dass Gott mit weißer Farbe über ein verunstaltetes Bild malen kann. Und auch wenn ein paar dunkle Flecken durchschimmern, so sind sie doch nicht mehr als ein Mahnmal, das Schwere nicht zu vergessen, sondern es fortan besser zu machen und für das Gute dankbar zu sein...“
Bewertung
aus Lugau
5/5
12.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Naturbursche und Stadtmädchen
Schwarzwald 1965, die Försterfamilie erwartet das sechsjährige Patenkind der Mutter, doch am Bahnhof steht nur eine junge Frau – Lisa, die man einlädt ihre Urlaubstage bei der Familie zu verbringen. Während Mutter Charlotte Vogel in Lisa die Gesichtszüge ihrer Freundin erkennt, ist der älteste Sohn Robert sehr misstrauisch: Woher kommt Lisa und was beabsichtigt sie? Mit ihrer freundlichen Art und ihrer Hilfsbereitschaft erobert Lisa die Herzen und schnell versucht Charlotte sie mit einem ihrer Söhne zu verkuppeln. Lisa fährt mit Georg an den Liliensee und mit Robert in die Berge. Ein plötzlicher Schneesturm verhindert allerdings die Rückkehr am Abend. Eingeschlossen in einer Berghütte müssen Lisa und Robert ausharren und miteinander auskommen...
Ich kenne schon einige Bücher der Autorin Elisabeth Büchle und habe mich sehr gefreut als ich den neuen Winterroman entdeckte. Zuerst ein großes Lob für das Cover, es ist wunderschön… im Bergsee spiegelt sich die verschneite Landschaft und Sonnenlicht erhellt die Szene. Dies passt sehr gut zum Inhalt des Romans.
Der Schreibstil von Elisabeth Büchle ist gut zu lesen. Ihre Naturbeschreibungen malen deutliche Bilder vor mein inneres Auge, zB.: „Tautropfen saßen wie Perlen auf Grashalmen und reflektierten die für die Jahreszeit ungewöhnlich helle Morgensonne, klebten an Spinnweben, als wollten sie dafür Sorge tragen, dass die seidigen Fäden, die sonst gern im Verborgenen blieben, an diesem Tag nicht übersehen wurden. Wie filigrane Kunstwerke, im Geheimen entstanden und nun in einer Galerie ausgestellt, die sich Natur nennt.“ (s.S. 31)
Die Protagonisten sind ebenso liebevoll gezeichnet und man schließt sie schnell ins Herz. Allen voran natürlich Lisa, deren Leben bisher nicht leicht war und die tiefe Verletzungen und Sehnsucht nach Annahme und Familie in sich trägt. Der Familienzusammenhalt der Vogels führt ihr sehr deutlich vor Augen, was sie nie hatte. Ja, die Vogels… Eltern, die sich herzlich zugetan sind, erwachsene Söhne, die ihren Weg gefunden haben, aber (zum Leidwesen der Mutter) noch keine Frau für‘s Leben und der etwas schrulliger Großvater, der mehr sieht als man denkt und der mit kryptischen Äußerungen manches lenkt… Und natürlich spielt auch Gott, der uns liebt, und der Glaube an ihn eine wichtige Rolle im Buch.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Lest selbst! Mich hat das Buch von Beginn an gefesselt, die Dialoge haben mich oft zum Lachen gebracht, mich aber nach nachdenklich zurückgelassen. Ich habe den Roman an nur einem Tag durchgelesen. Und schon jetzt hoffe ich, dass es bald eine Fortsetzung dieser Reihe gibt.
„Winterleuchten am Liliensee“ ist eine romantische Wintergeschichte… mal nachdenklich, mal witzig und einfach nur schön! Schade, dass man nur 5 Sterne vergeben kann!
Bewertung
aus Bargteheide
5/5
03.11.2020
Buch (Taschenbuch)
Humor und Romantik im schneeweißen Schwarzwald.
Der neue Roman „Winterleuchten am Liliensee“ von Elisabeth Büchle entführt den Leser/die Leserin in den winterlichen Schwarzwald im Jahr 1965.
Im Forsthaus am Liliensee lebt und arbeitet Familie Vogel als Dreigenerationenhaushalt. Dort erwartet Charlotte sehnsüchtig ihr Patenkind, das Kind ihrer verstorbenen Freundin Gerda. Doch wen ihr Sohn Robert vom Bahnhof mitbringt ist nicht die kleine sechsjährige Trudi, sondern eine junge Frau namens Lisa. Wie sich herausstellt ist Lisa ebenfalls eine Tochter von Gerda, aber sie wurde in Frankreich von ihrer Großtante großgezogen. Kommt mit Lisa endlich die ersehnte Schwiegertochter ins Haus? Charlotte versucht so einiges, um ihren Sohn Georg auf Lisa aufmerksam zu machen, doch Opa Johann hat eine andere Idee und kommt damit Charlottes Plänen ganz schön in die Quere…
Dieser neue Roman der Erfolgsautorin Elisabeth Büchle passt gut in die kommende Jahreszeit und erzählt eine heitere, romantische Geschichte. Doch es wäre nicht Elisabeth Büchle, wenn nicht auch ein paar tiefsinnige christliche Gedanken in die Erzählung einfließen würden. Hier thematisiert sie insbesondere, mit welchen Schwierigkeiten ein Mensch leben muss, der nie das Vertrauen und die Gemeinschaft einer familiären Bindung erfahren durfte. So verbindet sich hier die Leichtigkeit der Geschichte mit der Tiefe von Vertrauen und dem einen Halt, den jeder gläubige Mensch erfahren darf, dass Gott immer da ist und einen nie verlässt. Wie aus ihren anderen Romanen bekannt sein dürfte, schreibt die Autorin in einem leicht lesbaren, fesselnden Stil und so ist es erneut ein Buch, das man erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legt. Dieses Mal gibt es übrigens einen sehr interessanten Cliffhanger. Außer den christlichen Glauben, der immer wieder ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist, fasziniert mich an diesem Buch, in welcher bildhaften Sprache die Autorin schreibt. Es kommt mir jedes Mal so vor, als ob ich kein Buch lese, sondern mir einen Film ansehe und die Bilder noch Monate im Kopf habe. Dazu kommt, dass die Charaktere der Protagonisten nicht nur glaubhaft und realistisch aufgebaut werden, sie haben auch eine so liebenswürdige Art. Hier ist die Figur von Opa Johann einfach großartig gelungen. Jede Familie sollte so einen Opa in ihrem Kreis haben. Vermutlich würde es dann weniger Liebeskummer in dieser Welt geben. Sehr gerne empfehle ich diesen Freude ausstrahlenden Roman für diese dunklere Jahreszeit weiter. Man kann nichts Besseres tun, um einfach mal abzuschalten, als sich in die Geschichte vom Frosthaus am Liliensee zu vertiefen.
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