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Beerholms Vorstellung Roman

6

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.01.2025

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/2,6 cm

Gewicht

334 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07548-1

Beschreibung

Rezension

"Einfach ein gutes Buch ... Geistreich wie unterhaltend!" Thomas Böhm, rbb-Radio 1, 06.03.25
"Der durch sein Leben irrlichternde Erzähler flunkert ständig und nimmt den Leser mit auf eine magische Reise, bei der man als Erzähler von einem Fernsehturm springen und die sieben Sekunden bis zum Aufprall - hoffentlich? vielleicht? - dazu nutzen kann, die Physik zu überwinden und den Tod mit einem Zaubertrick zu überlisten." Frank Dietschreit, rbb-Radio 3, 13.01.25
"Eine kunstvolle Show, von der man sich fast überraschend gerne täuschen lässt." Georg Leyrer, Kurier, 12.01.25
"Exakt gezeichnete Figuren zwischen Genie und Wahnsinn, feine Ironie, elegante Prosa, soghafter Flow … Ein fein konstruiertes Spiel mit Schein und Wirklichkeit." Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 11.01.25

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.01.2025

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/2,6 cm

Gewicht

334 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07548-1

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    29.11.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Wirklichkeit und Wahn

    vermischt sich im Leben von Arthur Beerholm. Wir folgen seinem bewegten Lebenslauf, seiner Internatserziehung, Studium und schließlich seiner Ausbildung bei einem berühmten Magier. Er erlangt wahre Meisterschaft in der Magie, doch als der Zeitpunkt kommt an dem er nicht mehr unterscheiden kann was Realität und magische Kraft bewirken, beginnt er sich aus der Öffentlichkeit mehr und mehr zurückzuziehen. Nachdem Kehlmann wieder einmal in aller Munde ist mit seinem neuen- ebenfalls großartigen Roman "Tyll"- fiel mir unlängst sein Erstlingswerk wieder in die Hände. Ich war damals schon von diesem Autor begeistert, vor nahezu 20 Jahren hat er mich mit seiner erzählerischen Kraft und seinem Ausdruck gefesselt. Daher ist dieser Debütroman in meiner Erinnerung auch so präsent geblieben. Entdecken sie ihn für sich.

  • Manuel Raab

    aus Neuhof

    5/5

    16.09.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Beerholms Vorstellung - Ein typischer Kehlmann

    „Beerholms Vorstellung“ ist ein typischer Kehlmann-Roman. Mit Witz, Charme und ein wenig Sarkasmus erzählt er aus dem Leben von Arthur Beerholm, welcher nach dem tragischen Tod seiner Adoptivmutter, welcher er sehr mochte, von seinem Adoptivvater, dessen Job hauptsächlich darin bestand hinter einem großen Schreibtisch zu sitzen in ein Schweitzer Internat geschickt wurde. Dort begann er sich das erste Mal mit der Zauberei zu befassen. Doch nach einem eher peinlichen Auftritt vor der gesamten Schülerschaft legte er sein Interesse für die Zaubererei nieder. Er begann Theologie zu studieren und wäre beinahe Priester geworden. Doch als er merkt, das er nicht zum Priester taugt und aufgrund seiner Art von Arbeitsamt als „nicht vermittelbar“ gilt, fängt er an, sich mit ein paar kleinen Zauberereien in einem miesen Absteige nach oben zu arbeiten zum größten Magier seiner Zeit, der seine letzte Vorstellung mit einem grandiosen und zu gleich tragischen Ende begibt. Jeder Fan von "Die Vermessung der Welt" wird auch dieses Elaborat in vollen Zügen genießen können.

  • huschkatz

    aus Tegernsee

    5/5

    03.03.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Beerholms Vorstellung - D.…

    Beerholms Vorstellung - D. Kehlmann Leicht fantastisch, herzrüttelnd, abhebend, verführerisch diese herrlich tragische Geschichte, in einer Art geschrieben, die ich als künstlerisch hochbegabt und als ein 5 Gänge Deluxe Menue bezeichnen und nicht mehr missen werde in meinem Bücherschrein! Eingentlich mir das liebste von Kehlmann, wohin gegen ich "Ich und Kaminski" und "Die Vermessung der Welt" als ebenso exzellente Hirnnahrung empfinde. Schriftmäßig wie von einem zeitreisenden Weltenbummler und Schriftsteller des 1700 Jahrhunderts bis hin ins 2000 Jahrhundert erzählt, verfaßt und in die Welt geschüttelt, par excellence!! Einer der Goldschätze und künsterlisch besten Autore dieser unserer Zeit, aber wer, weiß wo er denn wirkich her kommt? LESEN, am besten in einer Nacht!!

  • Libertine Literatur

    4/5

    16.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Von einem Mann, der auszog, um Theologie zu studieren, und zu einem Magier wurde

    Ein junger Mann ›Beerholms Vorstellung‹ will Theologie studieren und Priester sein, bis er es nicht mehr sein will. Ein junger Mann will sich der Zauberei widmen und Magier werden, bis er es nicht mehr will. Arthur Beerholm hat diese beiden Leben gelebt. Und umso unterschiedlicher sie in ihrem Wesen auch klingen, desto stärker fallen die Dinge auf, die bei Beerholm über beide Berufe hinweg konstant geblieben sind. Zum einen Beerholms Vorliebe für Schlaftabletten. Manchmal scheint es, als wäre seine Lebensgeschichte von nichts so stark begleitet, als von seinem Tablettenmissbrauch. Zum anderen gesundheitliche Probleme, die mehrmals mit seiner Wahrnehmung zu spielen scheinen. »Weißt du eigentlich, daß man ununterbrochen auf sich selbst einredet? In einem Winkel unseres Kopfes sitzt ein Schwätzer und spricht, spricht, spricht vom Augenblick unseres Aufwachens bis in die letzten im Dunkel verschwimmenden Regungen vor dem Einschlafen.« Kehlmanns Debütroman ›Beerholms Vorstellung‹ ist ein Kippbild: In manchen Momenten ist er voll wundersamer Ereignisse, der Zauberei scheint echte Magie innezuwohnen. In anderen Momenten tauscht er seinen Zauber gegen Alternativerklärungen, wie Träume, Fieberwahn, Tablettenmissbrauch. Existiert Magie in ›Beerholms Vorstellung‹ oder handelt es sich in vielen Momenten lediglich um außergewöhnliche Zufälle, die den Anschein von Bedingtheit und Vorbestimmung erwecken? Schafft Wahrscheinlichkeit Realität? »Ich setzte ein ironisches Lächeln auf – was außer den unbeeindruckbar schweigenden Mönchen keiner sah – und beschloß, die Seite von ihrer komischen Seite zu betrachten. Dann, nach und nach, fand ich heraus, daß sie keine komische Seite hatte.« Bereits in seinem Erstlingswerk sind einige der Themen angelegt, die auch für Kehlmanns späteres Werk maßgebend sein werden, wie ›F‹ oder ›Tyll‹. Die Wirklichkeit und ihre Wahrnehmung werden spielerisch auf die Probe gestellt. Doch scheint es ›Beerholms Vorstellung‹ im Vergleich zu seinen späteren Werken noch an Schliff zu fehlen, diese Themen sind noch nicht so präzise herausgearbeitet, wie es ihm in späteren Romanen gelingen wird, ohne, dass sein virtuoser Umgang mit Wirklichkeit darunter zu leiden hätte. Doch verfliegt dies nach 50 Seiten wieder und übrig bleibt ein Roman, der sich auch am Ende nicht in die Enge drängen lässt. Denn die eigene Wahl, ob Magie in Beerholms Lebenswirklichkeit existiert oder nicht, bleibt für den Romanverlauf nicht folgenlos.

  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    4/5

    16.12.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Die Vermessung der Psyche Der…

    Die Vermessung der Psyche Der Titel „Beerholms Vorstellung“ bringt prägnant zum Ausdruck, wovon Daniel Kehlmanns Erstlingswerk handelt. Es ist mehr als die Biografie von Protagonist Arthur Beerholm, es ist eine Introspektion, eine Beschreibung seiner Gedankenwelt, seiner Entwicklungsphasen, seiner Erfolge und seines Scheiterns. Arthur wird von Familie Beerholm adoptiert. Ich-Erzähler Arthur beschreibt seine Kindheit, seine Jugend und seine Vorliebe für die Zauberei. Bereits zu Beginn wird deutlich, dass der Protagonist direkt jemanden anspricht. (12) Arthurs Stiefmutter stirbt kurz nach seiner Erstkommunion; er wird in einem Internat untergebracht, als sein Stiefvater seine Haushälterin heiratet. Sein Weg ist nicht geradlinig. Die Zauberei, genau genommen die Magie, wird zu seiner Profession, nachdem er seine Ausbildung zum Priester abgebrochen hat. Er hat Erfolg, auch aufgrund seiner Lehrzeit bei dem Magier van Rode. Im Zuge seiner persönlichen Entwicklung findet er seine Grenzen in der Auseinandersetzung mit der Unendlichkeit. Kehlmann versteht es, mathematische, physikalische, philosophische und theologische Betrachtungen einfließen zu lassen. Bei Törleß [1] sind es die imaginären Zahlen, bei Beerholm ist es die Irrationalität, die symbolisch für die Unberechenbarkeit der Welt bzw. für die Begrenztheit der Vorstellungswelt steht. Hier findet selbst die Magie ihre Grenzen. An dieser Situation verzweifelt Protagonist Arthur, dem schon, wie einst Faust, die Theologie nicht helfen kann. Paradoxerweise verzweifelt er am Zweifel selbst, wie Pater Fassbinder ihm zu erklären versucht. Dennoch zählt der Zweifel nicht zu den sieben Todsünden. (113) Auch verwechselt der Autor bei seinen physikalischen Betrachtungen Beschleunigung und Kraft. (244) Daniel Kehlmann hat einen Roman mit Tiefgang abgeliefert, der für einen 22-jährigen Autor ungewöhnlich ist. Im gelingt das, ohne dass seine vielfältigen Gedankengänge lächerlich oder naiv wirken. Über kleine Unschärfen kann hinweg gesehen werden. Die Literaturwelt wird um einen experimentierfreudigen Autor bereichert. [1] Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

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