Nie hatte der Optimismus einen so schlechten Ruf wie heute. Er gilt als realitätsfern und naiv. Eine fatale Fehleinschätzung, wie der Wissenschaftsjournalist Sumit Paul-Choudhury mitreißend und überzeugend darstellt. Das Gegenteil ist der Fall: Ohne Optimismus hätten wir als Spezies die unvorhersehbare Welt, in der wir uns im Laufe der Evolution weiterentwickelten, nie überlebt. Entgegen der herrschenden Meinung sind Optimist:innen damals wie heute die resilienteren Menschen. Sie leben nicht nur glücklicher, sondern auch länger, unabhängig von Geschlecht und Ethnie.
Sumit Paul-Choudhury verbindet neueste Forschungen aus Biologie, Psychologie und Neurowissenschaften zu einer neuen, fesselnden Geschichte über das Wesen des Menschen. Und er präsentiert Ideen, wie uns als optimistischen Individuen und Gesellschaften die Verbesserung der Welt gelingt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Thomas
aus Potsdam
2/5
22.03.2025
eBook (ePUB)
Kein Roter Faden erkennbar
"Wir sind optimistischer, als wir denken-..." wird auf der Rückseite des Buches postuliert. "Eine optimistische Geschichte der Menschheit" ziert den Titel des Buches. Dann geht es vermutlich um Optimismus. Auch die Kapitel wirkten logisch aufgebaut. Innerer Optimismus. Äußerer Optimismus. Praktischer Optimismus. Und der Beginn des Buches lies auch mich optimistisch werden. Ich freute mich auf ein Buch, welches faktisch, philosophisch und wissenschaftlich darlegt, warum der Optimismus eine Chance hat in unserer Welt. Der Autor arbeitet hierbei mit einer Vielzahl von Beispielen, Fakten und Anekdoten aus Wissenschaft, Politik und Geschichte. Eine Verkettung von in sich geschlossenen Storys und schon nach Seite 150 wusste ich eigentlich nicht mehr, welche Beispielfälle in diesem Buch schon alles erwähnt wurden. Ich konnte mich aufgrund der Vielzahl- der unfassbaren Aneinanderreihung von Themen- und Beispielwechseln nicht mehr an das Gelesene erinnern- geschweige denn in welchem Zusammenhang diese Beispiele & Anekdoten nun stehen. Und waren das nun eigentlich Beispiele für Optimismus oder Pessimismus. Ich konnte es phasenweise nicht erkennen und der Autor kommt auch nie wieder zu einem Punkt zurück oder schließt einen aufgemachten Kreis. Und so fühlt es sich an, als lese man ein Sachbuch, gespickt mit unendlichen losen Enden, die nie zu einer großen Erkenntnis oder Pointe führen. Es ist unterhaltsam, wie der Autor in viele kleinen "Nebenstraßen" abbiegt, denn einige Anekdoten sind sehr lesenswert und spannend, aber grundsätzlich verfährt sich der Autor und findet nie wieder auf den großen "Highway" seiner Kernaussage zurück und so bleibe auch ich zurück und frage mich, was war nun eigentlich, dass was der Autor mir damit sagen wollte.
Buch_im_Koffer
aus Münster
5/5
18.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Optimismus ist der natürliche Zustand der Menschheit.“
Der Autor liefert in seinem Werk einen umfangreichen, detaillierten Überblick über den Stand der Optimismus-„Forschung“. Historische, philosophische, neurowissenschaftliche, gesellschaftliche und soziokulturelle Betrachtungen, die ein sehr umfassendes Bild liefern. Dabei legt er den Fokus sowohl auf die Innenbetrachtung des einzelnen Individuums als auch auf die Betrachtung von Außen, auf die Gemeinschaft.
In ausführlichen Darstellungen von Studienergebnisssen, detaillierten historischen Diskursen und zahlreichen philosophischen Betrachtungen gelingt es dem Autor, die damaligen und heutigen unterschiedlichen Facetten von Optimismus in unsere Gegenwart zu übertragen und anhand zahlreicher Beispiele eingängig darzulegen. Leibnitz, Voltaire, Adam Smith, Rosling, ja, selbst Odysseus und das große Beben von Lissabon fließen in seine Betrachtungen ein. All diese Menschen, Figuren, Ereignisse haben eins gemeinsam: Einen optimistischen Glauben, eine Überzeugung, an sich selbst, an die Menschheit und an die Zukunft, so düster die Gegenwart gerade auch scheinen mag.
Vereinzelt mag das Buch zwar sehr theoretisch anmuten und sicherlich kann man die immerhin gut 370 Seiten nicht einfach „wegsnacken“. Eins aber ist sehr gewiss: Nach der Lektüre dieses Buchs wird man überzeugt sein, dass uns ein innerer und äußerer Optimismus als Individuum und als Menschheit einen Weg in die Zukunft zeigen wird und wir die Herausforderungen, die uns begegnen, meistern können.
Buch_im_Koffer
5/5
18.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Optimismus ist der natürliche…
„Optimismus ist der natürliche Zustand der Menschheit.“ Der Autor liefert in seinem Werk einen umfangreichen, detaillierten Überblick über den Stand der Optimismus-„Forschung“. Historische, philosophische, neurowissenschaftliche, gesellschaftliche und soziokulturelle Betrachtungen, die ein sehr umfassendes Bild liefern. Dabei legt er den Fokus sowohl auf die Innenbetrachtung des einzelnen Individuums als auch auf die Betrachtung von Außen, auf die Gemeinschaft. In ausführlichen Darstellungen von Studienergebnisssen, detaillierten historischen Diskursen und zahlreichen philosophischen Betrachtungen gelingt es dem Autor, die damaligen und heutigen unterschiedlichen Facetten von Optimismus in unsere Gegenwart zu übertragen und anhand zahlreicher Beispiele eingängig darzulegen. Leibnitz, Voltaire, Adam Smith, Rosling, ja, selbst Odysseus und das große Beben von Lissabon fließen in seine Betrachtungen ein. All diese Menschen, Figuren, Ereignisse haben eins gemeinsam: Einen optimistischen Glauben, eine Überzeugung, an sich selbst, an die Menschheit und an die Zukunft, so düster die Gegenwart gerade auch scheinen mag. Vereinzelt mag das Buch zwar sehr theoretisch anmuten und sicherlich kann man die immerhin gut 370 Seiten nicht einfach „wegsnacken“. Eins aber ist sehr gewiss: Nach der Lektüre dieses Buchs wird man überzeugt sein, dass uns ein innerer und äußerer Optimismus als Individuum und als Menschheit einen Weg in die Zukunft zeigen wird und wir die Herausforderungen, die uns begegnen, meistern können.
Bewertung
5/5
12.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Psychologie des Optimismus
Das hier ist kein weichgespültes Buch über die Kraft des Optimismus. Der Autor geht dem Ganzen wissenschaftlich auf den Grund, präsentiert neue und alte Erkenntnisse, erzählt spannende Geschichten. Vielleicht genau das richtige Buch in Zeiten, in denen wir gefühlt von Krise zu Krise springen.
SternchenBlau
4/5
29.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die beste aller möglichen Welten
Was heißt optimistisch eigentlich? Sumit Paul-Choudhury kommt immer wieder an den Punkt zurück, dass Optimismus nichts naives ist, sondern uns zum Handeln auffordert, damit wir wirklich in der besten aller möglichen Welten leben können:
„Ich wollte eine Möglichkeit finden, Optimist zu sein, die tatsächlich dazu beiträgt, die Welt besser zu machen, anstatt nur davon auszugehen, dass sie es irgendwie schon sein würde.“
Der Autor war selbst schon an dem Punkt, an dem andere in Verzweiflung versinken würden. Ins Buch steigt er mit seiner Lebensgeschichte ein – dem Tod seiner Frau und kehrt auch immer wieder zu seinen ganz persönlichen Erfahrungen zurück, wenn er den großen historisch philosophischen Bogen aufschlägt, welche Strömungen und Ideen den Optimismus, den wahren wie den falschen, den hilfreichen wie den hinderlichen, befeuert haben. Ich mag den Ansatz, dass "The Bright Side" uns zum Handeln bringen möchte trotz der Schrecken dieser Welt.
Paul-Choudhurys Ausführungen habe ich wirklich gerne gelesen. Allerdings sind die Ausführungen zwischen Leibnitz bester aller möglichen Welten und Voltaires Erwiderungen darauf, zwischen Propagandisten und Plutokraten, zwischen Klimakrise und Pandemie nicht immer ganz einfach zu lesen. Ich teilte das Buch daher eher in kleinen Lektürehäppchen auf.
Neben der Komplexität des Buches gibt es für mich eine weitere Schwäche: Zwar geht das Buch auch auf K.I., Technismus, Transhumanismus und die dazugehörigen TechBros immer mal wieder ein. Weder benennt Sumit Paul-Choudhury hier weder die eugenische Komponente, noch geht er darauf ein, dass hier mit Milliarden Lobby für eine deutlich schlechtere mögliche Welt eingesetzt wird. (Wir denken nur Thiels Palantir und an Musks DOGE, letzteres passierte allerdings erst nach Erschienenen des Buchs passierte.) Paul-Choudhury geht mehr darauf ein, dass wir bei den Sorgen wegen künstlicher Intelligenz nicht das schlimmste Szenario annehmen müssen, dass uns diese künftig auslöschen könnte. Ich mache mir mehr Sorgen um die den Machthunger der Menschen, die KI nutzen. Da fehlte mir ein stärkeres Eingehen, wie wir angesichts eines so großen Antagonismus' weiterhin optimistisch bleiben können. Aber egal wie, müssen wir wohl eh unseren Garten bestellen, und weiterhin unseren Garten bestellen und im Kleinen handeln, wie das Buch immer wieder schön zeigt.
Das Buch gibt Anregungen, wie wir angesichts der Herausforderungen und des Leids in der Welt weiter handeln können. 4 von 5 Sternen, weil es nicht immer ganz einfach zu lesen ist und mir ein Aspekt fehlte.
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5/5
14.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr guter lesbarer und wissenschaftlicher Ansatz, um aus der gesellschaftlichen Krise zu kommen
Warum schätzen wir so oft pessimistische Menschen als Realist*innen ein und optimistische als wirklichkeitsferne Träumer*innen? Paul-Choudhury zeigt anhand anschaulicher Beispiele aus Geschichte und Naturwissenschaften, dass dies zu Unrecht passiert. Viele Errungenschaften wurden nur erreicht, indem Menschen an eine Lösung geglaubt und danach gehandelt haben. Gerade wenn wir einfach nicht wissen können, wie wir aus einer Katastrophe entkommen, haben Optimist*innen eine höhere Überlebenschance, weil sie verschiedene Wege ausprobieren, von denen sich immerhin einer als der richtige entpuppen könnte. Gerade seit der Corona-Pandemie, aber auch in der Klimakatastrophe, brauchen wir Optimismus, um alle Kräfte zu aktivieren und einen Ausweg zu finden. Das Buch ist sowohl wissenschaftlich fundiert als auch sehr angenehm lesbar. Absolute Leseempfehlung!
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