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Vera Bianchi Buchhandlung: Thalia Hamburg – MERCADO
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Meine letzte Rezension Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern von Antje Schrupp
Einerseits scheinen in vielen Gesellschaften Frauen mehr Möglichkeiten offenzustehen als früher, andererseits erleben wir einen harten antifeministischen Backlash – und was ist eigentlich das Postpatriarchat? Hier hilft Antje Schrupp mit ihrer gesellschaftlichen Analyse. Sie ordnet ein, wo wir überhaupt stehen: das alte Patriarchat ist am Ende, aber das, was gerade kommt, ist schlimmer: postpatriarchales Chaos mit Herrschenden wie Trump, die ihren Sexismus offen präsentieren und sich niemandem mehr – Gott, den Wähler*innen, einer Moralphilosophie,... – verpflichtet fühlen. So müssen sie ihren Frauenhass und -unterdrückung nicht mehr kaschieren. Durch die treffende Analyse gelingt es der Autorin, positive Anregungen für zukünftige feministische Aktivitäten zu geben. So ist es nicht mehr angebracht, sich Institutionen anzubiedern und eigene Forderungen zu einem Minimalkonsens runterzudrücken, damit sie von Politiker*innen akzeptiert werden können. Jetzt ist es an der Zeit, die eigenen Bedürfnisse klar zu formulieren und anhand dieser geeignete Bündnisse einzugehen. Feministinnen dürfen nicht mehr sich Denkwege vorgeben und sich instrumentalisieren lassen. Mit Beziehungen zu Gleichgesinnten wurden in den letzten 150 Jahren einige Verbesserungen erkämpft – sucht Euch Menschen, die Euer gesellschaftliches Begehren teilen, seid aufmerksam und offen für neue Wege. Fesselndes Buch – klar und sehr lesbar geschrieben und empowernd mit überzeugenden Ideen, wie wir zu einer freien Gesellschaft für alle Menschen kommen!
ab 20,00 €
Produktbild Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern
5/5
  • Vera Bianchi
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Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern

Einerseits scheinen in vielen Gesellschaften Frauen mehr Möglichkeiten offenzustehen als früher, andererseits erleben wir einen harten antifeministischen Backlash – und was ist eigentlich das Postpatriarchat? Hier hilft Antje Schrupp mit ihrer gesellschaftlichen Analyse. Sie ordnet ein, wo wir überhaupt stehen: das alte Patriarchat ist am Ende, aber das, was gerade kommt, ist schlimmer: postpatriarchales Chaos mit Herrschenden wie Trump, die ihren Sexismus offen präsentieren und sich niemandem mehr – Gott, den Wähler*innen, einer Moralphilosophie,... – verpflichtet fühlen. So müssen sie ihren Frauenhass und -unterdrückung nicht mehr kaschieren. Durch die treffende Analyse gelingt es der Autorin, positive Anregungen für zukünftige feministische Aktivitäten zu geben. So ist es nicht mehr angebracht, sich Institutionen anzubiedern und eigene Forderungen zu einem Minimalkonsens runterzudrücken, damit sie von Politiker*innen akzeptiert werden können. Jetzt ist es an der Zeit, die eigenen Bedürfnisse klar zu formulieren und anhand dieser geeignete Bündnisse einzugehen. Feministinnen dürfen nicht mehr sich Denkwege vorgeben und sich instrumentalisieren lassen. Mit Beziehungen zu Gleichgesinnten wurden in den letzten 150 Jahren einige Verbesserungen erkämpft – sucht Euch Menschen, die Euer gesellschaftliches Begehren teilen, seid aufmerksam und offen für neue Wege. Fesselndes Buch – klar und sehr lesbar geschrieben und empowernd mit überzeugenden Ideen, wie wir zu einer freien Gesellschaft für alle Menschen kommen!

  • Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern
  • Antje Schrupp
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    Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern

    Einerseits scheinen in vielen Gesellschaften Frauen mehr Möglichkeiten offenzustehen als früher, andererseits erleben wir einen harten antifeministischen Backlash – und was ist eigentlich das Postpatriarchat? Hier hilft Antje Schrupp mit ihrer gesellschaftlichen Analyse. Sie ordnet ein, wo wir überhaupt stehen: das alte Patriarchat ist am Ende, aber das, was gerade kommt, ist schlimmer: postpatriarchales Chaos mit Herrschenden wie Trump, die ihren Sexismus offen präsentieren und sich niemandem mehr – Gott, den Wähler*innen, einer Moralphilosophie,... – verpflichtet fühlen. So müssen sie ihren Frauenhass und -unterdrückung nicht mehr kaschieren. Durch die treffende Analyse gelingt es der Autorin, positive Anregungen für zukünftige feministische Aktivitäten zu geben. So ist es nicht mehr angebracht, sich Institutionen anzubiedern und eigene Forderungen zu einem Minimalkonsens runterzudrücken, damit sie von Politiker*innen akzeptiert werden können. Jetzt ist es an der Zeit, die eigenen Bedürfnisse klar zu formulieren und anhand dieser geeignete Bündnisse einzugehen. Feministinnen dürfen nicht mehr sich Denkwege vorgeben und sich instrumentalisieren lassen. Mit Beziehungen zu Gleichgesinnten wurden in den letzten 150 Jahren einige Verbesserungen erkämpft – sucht Euch Menschen, die Euer gesellschaftliches Begehren teilen, seid aufmerksam und offen für neue Wege. Fesselndes Buch – klar und sehr lesbar geschrieben und empowernd mit überzeugenden Ideen, wie wir zu einer freien Gesellschaft für alle Menschen kommen!

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  • Produktbild Die Wut, die bleibt
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    5/5

    Die Wut, die bleibt

    Wie gehen Familie und Freundin mit dem Suizid der dreifachen Mutter Helene um? Die völlig unterschiedlichen Herangehensweisen der 15jährigen Tochter Lola und Helenes bester Freundin Sarah werden in kapitelweisen Perspektivwechseln beschrieben. Zunächst entscheidet sich Sarah, sich neben ihrem eigenen Leben mit Freund und Job komplett als Mutter- und Carearbeitsersatz für Helene zu verausgaben, da der Vater von Trauer absorbiert zu gar nichts fähig zu sein vorgibt. Lola ist auf die beiden Erwachsenen wütend. Dann werden sie und ihre beste Freundin von gleichaltrigen Jungen zusammengeschlagen, und die beiden suchen einen Weg, um aus der weiblichen Ohnmacht herauszukommen. Der Roman ist so kraftvoll, weil wir die Entwicklungen der beiden Hauptpersonen miterleben, die sich beide aus ihrer Situation befreien und Wut nutzen, um sich und andere Frauen von männlicher Gewalt und patriarchalen Stereotypen zu befreien. Lola und Sarah entscheiden sich für unterschiedliche Wege und können aus der selbstbestimmten Position auch den Weg der anderen respektieren. Absolute Leseempfehlung für diesen gesellschaftskritischen Roman, der sowohl unglaublich spannend ist als auch Wege aufzeigt, wie Frauen Handlungsmacht erreichen können!

  • Produktbild Und alle so still
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    5/5

    Und alle so still

    Ein mitreißender Roman! Spätestens seit der Coronapandemie ist uns allen klar, wie wichtig und gleichzeitig komplett ausgebeutet Pflegekräfte sind. Aus diesem Thema hat Mareike Fallwickl einen sprachlich sehr angenehmen und gleichzeitig politischen Roman geschrieben. Die Protagonist*innen erleben frauenfeindliches Verhalten in der patriarchalen Gesellschaft, sei es als Influencerin oder als Krankenschwester, und die Ausbeutung (zeitlich, finanziell, emotional, sexuell) ist nicht auf Frauen beschränkt, sondern trifft z.B. auch migrantische Männer. Krankenschwester Ruth, Mitte 50, organisiert einen stillen Streik, eine gemeinsame Verweigerung der Care-Arbeitenden, ob Angestellte oder unbezahlt im Haushalt Arbeitende. Solidarität und Wut der Handelnden bewirken Veränderungen und Empowerment. Wie ihr vorheriger Roman – Die Wut, die bleibt – feministisch und mutmachend!

  • Produktbild Toxische Weiblichkeit
    • Vera Bianchi
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    5/5

    Toxische Weiblichkeit

    Mein erster Gedanke: das kann doch nur Victimblaming sein! Oder was soll dieser Begriff, der ja ein sprachliches Pendant zu toxischer Männlichkeit ist? Dabei ist es komplett das Gegenteil – Sophia Fritz hat eine feministische Anleitung zur Selbstbefreiung und zur gesellschaftlichen Befreiung vom Patriarchat geschrieben! Dabei geht sie auch ans Eingemachte, deckt bei sich selbst auf, wie sie patriarchale Verhaltensweisen verinnerlicht hat – die auch die Leser*innen bei sich selbst erkennen müssen, um sie dann abschaffen zu können. Gegliedert in fünf Begriffe, mit denen Frauen am häufigsten in gesellschaftliche Schubladen gesteckt werden: Das gute Mädchen, die Powerfrau, die Mutti, das Opfer und die Bitch. Zum Warmwerden war für mich das Kapitel “das gute Mädchen”, denn wie viele Frauen wurde ich von der Gesellschaft, dem Elternhaus, der Kita und der Schule so erzogen, dass ich höflich, einfühlsam, zurückhaltend und aushaltend agiere. Ab dem Kapitel “Powerfrau” hat es mich langsam, aber sicher mehr erwischt. Immer stark sein, aber als schwierig zu gelten – welcher Mann gilt schon als schwierig, egal, was er einfordert? Umgehauen hat mich dann Fritz’ Vorschlag: “Radikal neu wäre es, wenn wir Räume schaffen würden, in denen sich auch das Gegenteil von Achtsamkeit und Harmonie gut anfühlt. Wo bin ich auch im ungezähmten, selbstlosen, chaotischen Zustand sicher vor Kritik und Übergriffen?” (S. 93) Eine atemberaubende Utopie von Vertrauen, die Fritz hier entwirft. Sehr klar auch ihr Plädoyer für mehr weibliche Wut und weiblichen Zorn, die in der Gesellschaft abgestraft werden, ebenso wie ihre Diskussion des Opferbegriffs. In der patriarchalen Gesellschaft ist es wichtig, auf den Opferstatus von Frauen hinzuweisen, weil er die abzuschaffende Realität ist – aber gleichzeitig müssen wir auch aufhören, die Opferrolle zu instrumentalisieren. Und ausgehend von der feministischen Autorin bell hooks fordert Fritz uns auf, Männern nicht die alleinige Schuld an der Aufrechterhaltung des Patriarchats zu geben. Durch den Aufbau von echter Solidarität, Sisterhood, Vertrauen und stabilen Beziehungen können wir uns und die Gesellschaft vom Patriarchat befreien. Ein kraftvolles Buch, geeignet für Einsteiger*innen durch die verständliche Sprache mit vielen anschaulichen Beispielen und für Kenner*innen durch Zitate mit Quellenangaben feministischer Autorinnen wie bell hooks, Emilia Roig, Franziska Schutzbach, Moshtari Hilal und weiteren. Absolut empowernd!

  • Produktbild Beklaute Frauen
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    5/5

    Beklaute Frauen

    Ein atemberaubendes Sachbuch über Frauen in der Geschichte, deren Werke und Verdienste entweder von Männern für sich reklamiert oder diffamiert wurden oder die namenlos blieben als Teil einer Gruppe – atemberaubend einerseits, weil es so spannend geschrieben ist, und andererseits, weil es die Lesenden fassungslos macht angesichts der unglaublichen Menge beklauter Frauen. Leonie Schöler hat akribisch Frauen in Europa zusammengetragen, denen Geld und Anerkennung vorenthalten wurde durch Schlechtreden ihrer Person, ihres Wirkens und anschließendem Vergessen. Gefunden hat sie zum Beispiel Revolutionäre in der Französischen Revolution, in der 1848er Revolution und im Spanischen Bürgerkrieg. Das Herunterspielen der Forschung von Wissenschaftlerinnen wird als Matilda-Effekt bezeichnet: Die US-amerikanische Frauenrechtlerin Matilda Joslyn Gage stellte Ende des 19. Jahrhunderts fest, dass Forschungen von Frauen den Ehemännern zugeschrieben und die Frauen vergessen werden. Wer kennt Rosalind Franklin oder Jocelyn Bell Burnell? Wem ist klar, dass Albert Einstein mit seiner Ehefrau Mileva Maric zusammen forschte, sie aber nicht nur keine Erwähnung und wissenschaftliche Anerkennung fand, sondern verarmt starb? Das Buch ist sowohl als Einstieg als auch Vertiefung geeignet - verständlich geschrieben, zwischendurch gibt es Infokästen und am Ende zum Weiterlesen oder für wissenschaftliche Forschung ein gutes Quellenverzeichnis.

  • Produktbild Make Democracy Great Again!
    • Vera Bianchi
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    5/5

    Make Democracy Great Again!

    Während ich das Buch lese, hat mich die Wirklichkeit schon überholt: Bei Bosetti hetzt Merz in Folge des Attentates von Aschaffenburg gegen Migrant*innen, jetzt im Oktober 2025 hat er eine neue Stufe des Rassismus erklommen mit seiner Stadtbild-Aussage. Das zeigt, dass Bosettis Eintreten für eine wahre Demokratie dringender und wichtiger denn je ist. Ich liebe ihre pointierte und klare Sprache, die ich seit der Pandemie aus "Bosetti will reden" kenne (ZDF Mediathek). Sie spricht deutlich aus, was die Demokratie braucht: keinen Bundeskanzler und Angehörige demokratischer Parteien, die populistische Meinungsmache betreiben und sich so inhaltlich Undemokraten annähern. Sondern Berufspolitiker*innen, die uns, den Souverän, tatsächlich repräsentieren und die komplexe Sachverhalte professionell bearbeiten statt Stammtischparolen abzugeben. Bosetti zeigt jedoch nicht nur die aktuellen gesellschaftlichen Probleme wie Rassismus und Klimakatastrophe und den gefährlichen Umgang der Regierung damit klar auf, sondern hat auch positive Vorschläge wie einen Faktenführerschein für Politiker*innen und die Aufforderung an uns alle, Empathie zu erlernen, um den "Empathielosigkeitswettstreit" (S.220) der Politiker*innen zu durchbrechen. Außerdem müssen wir als Souverän jetzt vom Sofa aufstehen und aktiv werden, wenn wir unsere Demokratie retten wollen. Das Buch ist sowohl für Einsteiger*innen als auch Kenner*innen geeignet, da sie offen, einfach und in ihrer typischen politsatirischen Art schreibt. Sie ist 2025/26 mit dem Buch auf Lesereise, ebenfalls sehr empfehlenswert!

  • Produktbild The Bright Side
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    The Bright Side

    Warum schätzen wir so oft pessimistische Menschen als Realist*innen ein und optimistische als wirklichkeitsferne Träumer*innen? Paul-Choudhury zeigt anhand anschaulicher Beispiele aus Geschichte und Naturwissenschaften, dass dies zu Unrecht passiert. Viele Errungenschaften wurden nur erreicht, indem Menschen an eine Lösung geglaubt und danach gehandelt haben. Gerade wenn wir einfach nicht wissen können, wie wir aus einer Katastrophe entkommen, haben Optimist*innen eine höhere Überlebenschance, weil sie verschiedene Wege ausprobieren, von denen sich immerhin einer als der richtige entpuppen könnte. Gerade seit der Corona-Pandemie, aber auch in der Klimakatastrophe, brauchen wir Optimismus, um alle Kräfte zu aktivieren und einen Ausweg zu finden. Das Buch ist sowohl wissenschaftlich fundiert als auch sehr angenehm lesbar. Absolute Leseempfehlung!

  • Produktbild Die Häutungen
    • Vera Bianchi
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    Die Häutungen

    Zwei Frauen kämpfen gegen ihre patriarchale Unterdrückung: Deborah im 16. Jahrhundert in England und später den USA und eine namenlose Protagonistin in Barcelona in den 2010er Jahren. Der Titel weckt Assoziationen an Verena Stephans feministischen Roman “Häutungen” aus den 1970ern, der Aufbau an einen anderen großartigen feministischen Roman, “Die bewohnte Frau” von Gioconda Belli durch die Verbindung einer heutigen Frau mit einer Frau vor mehreren Jahrhunderten. Immer abwechselnd lesen wir von den beiden Frauen: Deborah flieht mit ihrem Sohn in die Neue Welt und gründet mit einer Freundin einen Frauenzirkel zum Lesen der Bibel. Das moderne empowernde Zusammensein der Frauen erinnert mich an die Beginen – Frauen, die schon vor Jahrhunderten einen Weg fanden, ohne Männer leben zu können. Die junge Frau aus Barcelona wird von ihrem anfangs charmanten Freund immer mehr gedemütigt und unterdrückt, bis sie zu seinem unselbständigen Anhängsel wird und er das Interesse verliert. Es kostet sie viel Kraft, sich wiederzufinden, und ihre Rache wird genüsslich. Spannend, historisch interessant, manchmal wütend machend und durch die wechselnden Kapitel sehr angenehm zu lesen!

  • Produktbild Du bist so schön, sogar der Tod erblasst
    • Vera Bianchi
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    5/5

    Du bist so schön, sogar der Tod erblasst

    Fesselnd und sinnlich! Im Mittelpunkt steht die New Yorker Künstlerin Feyi, 29. Nach fünf Jahren Trauer über den Unfalltod ihres Mannes möchte sie wieder mit Männern ausgehen. Nach oberflächlichen Verabredungen und schnellem Sex verändert sich ihr Leben, als sie die Trauer in ihr Leben integriert und wieder Liebe empfinden kann. Mich hat sowohl die Sprachfertigkeit als auch die Thematik beeindruckt. In den ersten Kapiteln ist die Sprache eher flapsig und oberflächlich, wie auch die Beziehungen. Als wir dann tieferen Einblick in Feyis Gefühle bekommen, wird die Sprache sehr kraftvoll. Emezi beschreibt Emotionen in verschiedenen sinnlichen Erfahrungen: Begierde zeigt sich in geweiteten Pupillen, auf der Haut, in der Stimme und beim Kochen und Essen. Auch die Kunstwerke werden so stark beschrieben, dass mir klar wurde, dass auch Emezi Künstler*in sein muss. Der Roman ist nicht nur sehr angenehm zu lesen, sondern macht auch Mut, mit Verlust weiterzuleben und neues Glück zu leben.

    • Du bist so schön, sogar der Tod erblasst
    • Akwaeke Emezi
    • ab 25,00 €
  • Produktbild Mein Name ist Estela
    • Vera Bianchi
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    Mein Name ist Estela

    Zum ersten Mal seit sieben Jahren hört jemand Estela zu - so lange hat sie als moderne Sklavin bei einer Familie der Oberschicht in Chile gearbeitet, nämlich als Hausangestellte, die in einer Kammer hinter der Küche lebt und rund um die Uhr verfügbar ist, inklusive aller Feiertage. Ihr wird zugehört, weil sie in Untersuchungshaft sitzt und angeklagt ist, das siebenjährige Mädchen ermordet zu haben, für das sie seit der Geburt gesorgt hat. In der Untersuchungshaft spricht sie über ihren Alltag, in dem sie keine Privatsphäre hat und wie selbstverständlich als jemand behandelt wird, der keinen Respekt verdient. Das Buch ist erschütternd in der nüchternen Schilderung der Brutalität der Fremdbestimmung. Ein Telefonat mit der Mutter im Süden des Landes, eine kleine Unterhaltung an der Tankstelle, die Beziehung zu einem Tier - die einzigen emotionalen Lichtblicke. Und auch diese werden durch die Kälte und Allmacht des Ehepaares zerstört. Wird es Estela gelingen, sich zu befreien? Fesselnd, aber auch schwer zu ertragen, weil es wahrscheinlich viele Estelas in der Realität gibt.

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