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Traumland Der Westen, der Osten und ich

5

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,7/11,4/1,2 cm

Gewicht

126 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2025

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98869-7

Beschreibung

Rezension

»›Traumland. Der Westen, der Osten und ich‹ ist witzig und melancholisch, persönlich und analytisch.« Denis Scheck, SWR Lesenswert, 14.01.2024 ("SWR")
»Es ist eine dringende Leseempfehlung, weil das Buch trotz aller kritischen Betrachtung heiter und gleichzeitig wehmütig ist.« Elke Rossmann, Eschborner Stadtmagazin, 02. April 2025 ("Eschborner Stadtmagazin")
»Äußerst scharfsinnig seziert er die goldenen Jahre der Bundesrepublik, die nach und nach in die Enttäuschung rutschten, mit der wir jetzt leben müssen. Aber: es lohnt sich, für unsere westlichen Werte zu kämpfen, und die bedeuten nicht etwa nur das „funkelnde Nichts“ des Kapitalismus - auch das sagt dieses kluge Buch.« Elke Heidenreich, Kölner Stadt-Anzeiger, 31. Dezember 2023 ("Kölner Stadt-Anzeiger")
»Es ist die intime Kenntnis der östlichen und der westlichen Welt und es ist die wechselnde Perspektive, die diesen biografischen Essay so erhellend macht.« Holger Heimann, SWR2 Lesenswert Kritik, 21. November 2023 ("SWR2")
»sehr nachvollziehbar, sehr persönlich und auch sehr ehrlich« Jan Ehlert, NDR Kultur, 31. Oktober 2023 ("NDR Kultur")
»Adam Soboczynski hat mit Traumland ein zauberhaftes Buch geschrieben. Man erlebt die wohlfeile Kapitalismuskritik von Leuten, die gar nicht merken, dass sie auf einem Luxusdampfer durch die Zeitgeschichte schippern. […] Aus heutiger Sicht scheint der Rückblick fast wie eine Zeitreise in ein verschlossenes Paradies, aus dem wir unlängst vertrieben wurden. Und trotzdem ist Traumland kein nostalgisches oder gar depressives Buch, sondern eher ein Reisebericht durch verschiedene Perspektiven aus Ost und West. Die Welt ist keine Ansichtskarte, aber immer auch Ansichtssache, weshalb am Ende die Hoffnung bleibt, es möge sich in 40 Jahren jemand trotz allem auf genauso scharfsinnige und liebevolle Weise an unsere Zeit erinnern.« Juli Zeh, Edle Federn, 28. Oktober 2023 ("Edle Federn")
»›Traumland. Der Westen, der Osten und ich‹, nennt Soboczynski seine schlaue, heitere, ironische, exemplarische Herkunfts-, Coming-of-Age- und Aufsteiger-Geschichte, in der er zauberhaft und analytisch zugleich seinen prägenden Orts- und Systemwechsel rekapituliert.« Markus Clauer, die Rheinpfalz, 29.09.2023 ("Die Rheinpfalz")
»Zu einem Vergnügen wird dieses Buch, weil sich Soboczynski die Freiheit, die er einklagt, selbst nimmt: Indem er unbefangen beobachtet und furchtlos diagnostiziert; nicht polternd oder auftrumpfend, sondern leise, charmant und mit Humor, als Autor, der sich nicht allein durch die Sprechposition auszeichnet, sondern durch den individuellen Blick.« Sebastian Hammelehle, der Spiegel, 22. September 2023 ("SPIEGEL")
»›Traumland. Der Westen, der Osten und ich‹ ist eine intellektuelle Coming-of-age-Geschichte, in der Adam Soboczynski […] den richtigen Ton findet, um die eigene Migrationserfahrung als exemplarischen Bestandteil bundesrepublikanischer Sozialisation zu beschreiben und zugleich mit kühler Distanz die Genese der gesellschaftspolitischen Malaise zu diagnostizieren.« Harry Nutt, Frankfurter Rundschau, 21. September 2023 ("Frankfurter Rundschau")
»Authentisch, unverstellt, […] geistreich und mit feinem Humor« Irmtraud Gutschke, der Freitag, 14. September 2023 ("der Freitag")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,7/11,4/1,2 cm

Gewicht

126 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2025

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98869-7

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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Träume und Wahrheiten…

kaffeeelse aus D am 03.07.2025

Bewertungsnummer: 2947032

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Träume und Wahrheiten Traumland. Ein schöner Begriff. Doch gibt es dieses Traumland. Für die polnischdeutsche Familie in dem Buch ist dieses Traumland Deutschland. Verstehbar, wenn man an das vergangene und heutige Geschehen in Polen blickt. Möchte man selbst in Polen leben? Ich kann für mich diese Frage mit einem eindeutigen Nein beantworten. Die restriktiven Kräfte, die in Polen immer schon die Fäden in der Hand hielten und die das immer noch tun, bedingen für mich dieses Nein. Nur ist dann Deutschland ein Traumland? In meinen Augen nicht. Doch gibt es für mich Traumländer? Nein! Diese gibt es für mich eben nicht. Denn die soziale Sicherheit hat eben in Deutschland für mich einen sehr hohen Stellenwert. Auch wenn momentan mal wieder an dieser sozialen Sicherheit gesägt und gekratzt wird. Denn auch hier gibt es diese restriktiven Kräfte und sie sitzen mal wieder an Machtpositionen und noch viel schlimmere drängen an die Macht. Sie versuchen durch plumpe, aber leider dennoch wirksame Mittel, die Bevölkerung zu blenden und leider gelingt es ihnen. Ein warum wäre hier sicher hilfreich. Vielleicht sollten sich die Menschen an den Schaltpositionen in Deutschland mal fragen, warum dieses Denken hier in Deutschland auf so fruchtbaren Boden fällt. Denn es steht wirklich viel auf dem Spiel, ob das dem deutschen Untertanen so klar ist, wage ich zu bezweifeln. In dem Buch „Traumland“ gibt Adam Soboczynski Einblicke in den Osten, den Osten von Europa, in das dortige Denken und das dortige Geschehen. Die Einreise der Familie nach Deutschland, in den Westen und ihre bisherigen Lebenswelten ermöglichen Vergleiche, die recht erhellend um die Ecke kommen. Obwohl ich bezweifele, dass Deutschland so den perfekten Blick auf den Westen ermöglicht. Denn Deutschland bietet den Blick auf den Westen in Deutschland. Andere westliche Staaten ticken schon noch etwas anders als Deutschland. Der deutsche Untertan ermöglicht hier einen ganz eigenen Westen, denn ein Aufbegehren gegen Missstände findet in Deutschland weniger statt. Was in anderen Staaten des europäischen Westens doch etwas anders erfolgt. Wie auch unsere Vergangenheit immer noch nicht vollkommen überwunden ist und dementsprechende Denke allerorten zu finden ist. Was Einreisenden sicher recht stark auffällt. Eben durch diese anders erfolgte Prägung ermöglicht es der polnischdeutschen Familie eben dieses Deutschland, dieses Traumland anders zu betrachten, anders zu begreifen und eben dadurch ermöglicht dieses Buch „Traumland“ auch den Lesern eine andere Sicht. „Traumland“ ist ein wirklich erhellendes Buch, welches mir sehr gefallen hat und das ich hier sehr empfehlen möchte. Lesen!

Träume und Wahrheiten…

kaffeeelse aus D am 03.07.2025
Bewertungsnummer: 2947032
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Träume und Wahrheiten Traumland. Ein schöner Begriff. Doch gibt es dieses Traumland. Für die polnischdeutsche Familie in dem Buch ist dieses Traumland Deutschland. Verstehbar, wenn man an das vergangene und heutige Geschehen in Polen blickt. Möchte man selbst in Polen leben? Ich kann für mich diese Frage mit einem eindeutigen Nein beantworten. Die restriktiven Kräfte, die in Polen immer schon die Fäden in der Hand hielten und die das immer noch tun, bedingen für mich dieses Nein. Nur ist dann Deutschland ein Traumland? In meinen Augen nicht. Doch gibt es für mich Traumländer? Nein! Diese gibt es für mich eben nicht. Denn die soziale Sicherheit hat eben in Deutschland für mich einen sehr hohen Stellenwert. Auch wenn momentan mal wieder an dieser sozialen Sicherheit gesägt und gekratzt wird. Denn auch hier gibt es diese restriktiven Kräfte und sie sitzen mal wieder an Machtpositionen und noch viel schlimmere drängen an die Macht. Sie versuchen durch plumpe, aber leider dennoch wirksame Mittel, die Bevölkerung zu blenden und leider gelingt es ihnen. Ein warum wäre hier sicher hilfreich. Vielleicht sollten sich die Menschen an den Schaltpositionen in Deutschland mal fragen, warum dieses Denken hier in Deutschland auf so fruchtbaren Boden fällt. Denn es steht wirklich viel auf dem Spiel, ob das dem deutschen Untertanen so klar ist, wage ich zu bezweifeln. In dem Buch „Traumland“ gibt Adam Soboczynski Einblicke in den Osten, den Osten von Europa, in das dortige Denken und das dortige Geschehen. Die Einreise der Familie nach Deutschland, in den Westen und ihre bisherigen Lebenswelten ermöglichen Vergleiche, die recht erhellend um die Ecke kommen. Obwohl ich bezweifele, dass Deutschland so den perfekten Blick auf den Westen ermöglicht. Denn Deutschland bietet den Blick auf den Westen in Deutschland. Andere westliche Staaten ticken schon noch etwas anders als Deutschland. Der deutsche Untertan ermöglicht hier einen ganz eigenen Westen, denn ein Aufbegehren gegen Missstände findet in Deutschland weniger statt. Was in anderen Staaten des europäischen Westens doch etwas anders erfolgt. Wie auch unsere Vergangenheit immer noch nicht vollkommen überwunden ist und dementsprechende Denke allerorten zu finden ist. Was Einreisenden sicher recht stark auffällt. Eben durch diese anders erfolgte Prägung ermöglicht es der polnischdeutschen Familie eben dieses Deutschland, dieses Traumland anders zu betrachten, anders zu begreifen und eben dadurch ermöglicht dieses Buch „Traumland“ auch den Lesern eine andere Sicht. „Traumland“ ist ein wirklich erhellendes Buch, welches mir sehr gefallen hat und das ich hier sehr empfehlen möchte. Lesen!

Träume und Wahrheiten

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.07.2025

Bewertungsnummer: 2530210

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Traumland. Ein schöner Begriff. Doch gibt es dieses Traumland. Für die polnischdeutsche Familie in dem Buch ist dieses Traumland Deutschland. Verstehbar, wenn man an das vergangene und heutige Geschehen in Polen blickt. Möchte man selbst in Polen leben? Ich kann für mich diese Frage mit einem eindeutigen Nein beantworten. Die restriktiven Kräfte, die in Polen immer schon die Fäden in der Hand hielten und die das immer noch tun, bedingen für mich dieses Nein. Nur ist dann Deutschland ein Traumland? In meinen Augen nicht. Doch gibt es für mich Traumländer? Nein! Diese gibt es für mich eben nicht. Denn die soziale Sicherheit hat eben in Deutschland für mich einen sehr hohen Stellenwert. Auch wenn momentan mal wieder an dieser sozialen Sicherheit gesägt und gekratzt wird. Denn auch hier gibt es diese restriktiven Kräfte und sie sitzen mal wieder an Machtpositionen und noch viel schlimmere drängen an die Macht. Sie versuchen durch plumpe, aber leider dennoch wirksame Mittel, die Bevölkerung zu blenden und leider gelingt es ihnen. Ein warum wäre hier sicher hilfreich. Vielleicht sollten sich die Menschen an den Schaltpositionen in Deutschland mal fragen, warum dieses Denken hier in Deutschland auf so fruchtbaren Boden fällt. Denn es steht wirklich viel auf dem Spiel, ob das dem deutschen Untertanen so klar ist, wage ich zu bezweifeln. In dem Buch „Traumland“ gibt Adam Soboczynski Einblicke in den Osten, den Osten von Europa, in das dortige Denken und das dortige Geschehen. Die Einreise der Familie nach Deutschland, in den Westen und ihre bisherigen Lebenswelten ermöglichen Vergleiche, die recht erhellend um die Ecke kommen. Obwohl ich bezweifele, dass Deutschland so den perfekten Blick auf den Westen ermöglicht. Denn Deutschland bietet den Blick auf den Westen in Deutschland. Andere westliche Staaten ticken schon noch etwas anders als Deutschland. Der deutsche Untertan ermöglicht hier einen ganz eigenen Westen, denn ein Aufbegehren gegen Missstände findet in Deutschland weniger statt. Was in anderen Staaten des europäischen Westens doch etwas anders erfolgt. Wie auch unsere Vergangenheit immer noch nicht vollkommen überwunden ist und dementsprechende Denke allerorten zu finden ist. Was Einreisenden sicher recht stark auffällt. Eben durch diese anders erfolgte Prägung ermöglicht es der polnischdeutschen Familie eben dieses Deutschland, dieses Traumland anders zu betrachten, anders zu begreifen und eben dadurch ermöglicht dieses Buch „Traumland“ auch den Lesern eine andere Sicht.  „Traumland“ ist ein wirklich erhellendes Buch, welches mir sehr gefallen hat und das ich hier sehr empfehlen möchte.  Lesen!

Träume und Wahrheiten

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.07.2025
Bewertungsnummer: 2530210
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Traumland. Ein schöner Begriff. Doch gibt es dieses Traumland. Für die polnischdeutsche Familie in dem Buch ist dieses Traumland Deutschland. Verstehbar, wenn man an das vergangene und heutige Geschehen in Polen blickt. Möchte man selbst in Polen leben? Ich kann für mich diese Frage mit einem eindeutigen Nein beantworten. Die restriktiven Kräfte, die in Polen immer schon die Fäden in der Hand hielten und die das immer noch tun, bedingen für mich dieses Nein. Nur ist dann Deutschland ein Traumland? In meinen Augen nicht. Doch gibt es für mich Traumländer? Nein! Diese gibt es für mich eben nicht. Denn die soziale Sicherheit hat eben in Deutschland für mich einen sehr hohen Stellenwert. Auch wenn momentan mal wieder an dieser sozialen Sicherheit gesägt und gekratzt wird. Denn auch hier gibt es diese restriktiven Kräfte und sie sitzen mal wieder an Machtpositionen und noch viel schlimmere drängen an die Macht. Sie versuchen durch plumpe, aber leider dennoch wirksame Mittel, die Bevölkerung zu blenden und leider gelingt es ihnen. Ein warum wäre hier sicher hilfreich. Vielleicht sollten sich die Menschen an den Schaltpositionen in Deutschland mal fragen, warum dieses Denken hier in Deutschland auf so fruchtbaren Boden fällt. Denn es steht wirklich viel auf dem Spiel, ob das dem deutschen Untertanen so klar ist, wage ich zu bezweifeln. In dem Buch „Traumland“ gibt Adam Soboczynski Einblicke in den Osten, den Osten von Europa, in das dortige Denken und das dortige Geschehen. Die Einreise der Familie nach Deutschland, in den Westen und ihre bisherigen Lebenswelten ermöglichen Vergleiche, die recht erhellend um die Ecke kommen. Obwohl ich bezweifele, dass Deutschland so den perfekten Blick auf den Westen ermöglicht. Denn Deutschland bietet den Blick auf den Westen in Deutschland. Andere westliche Staaten ticken schon noch etwas anders als Deutschland. Der deutsche Untertan ermöglicht hier einen ganz eigenen Westen, denn ein Aufbegehren gegen Missstände findet in Deutschland weniger statt. Was in anderen Staaten des europäischen Westens doch etwas anders erfolgt. Wie auch unsere Vergangenheit immer noch nicht vollkommen überwunden ist und dementsprechende Denke allerorten zu finden ist. Was Einreisenden sicher recht stark auffällt. Eben durch diese anders erfolgte Prägung ermöglicht es der polnischdeutschen Familie eben dieses Deutschland, dieses Traumland anders zu betrachten, anders zu begreifen und eben dadurch ermöglicht dieses Buch „Traumland“ auch den Lesern eine andere Sicht.  „Traumland“ ist ein wirklich erhellendes Buch, welches mir sehr gefallen hat und das ich hier sehr empfehlen möchte.  Lesen!

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Traumland

von Adam Soboczynski

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Carola Ludger

Thalia Lippstadt

Zum Portrait

5/5

Traumland

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

So schön kann Sachbuch sein! Es geht um die Biografie des Autors, dessen Familie aus Polen nach Westdeutschland auswanderte, der hier aufwuchs und das Land inzwischen mit einem kritischen Blick betrachtet. Adam Soboczynski schreibt leicht und präzise von einem Land, indem er das glück suchte, wo Werte wie Demokratie und erfolgreiche Wirtschaft einen hohen Stellenwert hatten. Dabei weckt er Erinnerungen, lässt einen Hauch Nostalgie durch sein schmales, erkenntnisreiches Buch schweben und hält uns den Spiegel hin. In unruhigen und besorgniserregnenden Zeiten wie aktuell regt er uns Leser*innen zum Nachdenken an.
  • Carola Ludger
  • Buchhändler/-in

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5/5

Traumland

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

So schön kann Sachbuch sein! Es geht um die Biografie des Autors, dessen Familie aus Polen nach Westdeutschland auswanderte, der hier aufwuchs und das Land inzwischen mit einem kritischen Blick betrachtet. Adam Soboczynski schreibt leicht und präzise von einem Land, indem er das glück suchte, wo Werte wie Demokratie und erfolgreiche Wirtschaft einen hohen Stellenwert hatten. Dabei weckt er Erinnerungen, lässt einen Hauch Nostalgie durch sein schmales, erkenntnisreiches Buch schweben und hält uns den Spiegel hin. In unruhigen und besorgniserregnenden Zeiten wie aktuell regt er uns Leser*innen zum Nachdenken an.

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Tobias Groß

Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

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5/5

Vom Ende einer Illusion

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor mehr als 30 Jahren sprach Francis Fukuyama, und mit ihm fast die gesamte westliche Welt, vom Ende der Geschichte. Vom Sieg des gesellschaftlichen Liberalismus, vom Kapitalismus als einzig wahre Art zu wirtschaften. Adieu Faschismus, adiós Sozialismus. Doch mittlerweile wissen wir, dass all dies zu voreilig war. Im Gegenteil. Nach Jahren der Entspannung und der scheinbaren Verifizierung der These, ist die Dualität von Ost und West größer denn je. Die Unterschiede sind gravierend, die Spannungen haben eine neue Form des kalten Krieges bewirkt, die Demokratie ist doch nicht so gefestigt. Für den Journalisten Adam Soboczynski kam dieser Rollback nicht überraschend, wie wir in »Traumland« erfahren. Geboren in Polen und aufgewachsen in Deutschland, vermischt Soboczynski in seinem essayistisch-autobiografischem Sachbuch seine eigene Geschichte und die seiner Familie, mit den großen einschneiden Ereignissen der letzten 60 Jahre: die Wende, der 11. September, Russlands Überfall auf die Ukraine. Und, und, und. Im Fokus seiner pointierten Analyse gerät dabei insbesondere das Deutsch-Polnische Verhältnis, schließlich wandelte er immer wieder zwischen den Welten. Zwischen der fremd anmutenden Vergangenheit und dem einstigen „Traumland“ Deutschland. Nach der Lektüre des sehr lesenswerten »Traumland« wissen die Leser:innen ziemlich gut, warum sich so viele Länder Europas in den letzten Jahren so stark verändert und rechte Ideologien - in all ihren Ausprägungen - Hochkonjunktur haben. Ja sogar wieder mehrheitsfähig sind. Überall. Natürlich wirkt Polen hier als Prototyp, doch diese Entwicklung ist schon lange kein osteuropäisches Problem mehr. Dank des autobiografischen Erzählens, erzeugt Adam Soboczynski eine bemerkenswerte Authentizität, die sehr vieles greifbarer macht. »Traumland« weiß daher auf ganzer Linie zu überzeugen. Und liefert den Beweis, dass es nicht 1000 Seiten braucht um zu verstehen, warum die Zeiten in denen wir leben so sind, wie sie sind. Chapeau!
  • Tobias Groß
  • Buchhändler/-in

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5/5

Vom Ende einer Illusion

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor mehr als 30 Jahren sprach Francis Fukuyama, und mit ihm fast die gesamte westliche Welt, vom Ende der Geschichte. Vom Sieg des gesellschaftlichen Liberalismus, vom Kapitalismus als einzig wahre Art zu wirtschaften. Adieu Faschismus, adiós Sozialismus. Doch mittlerweile wissen wir, dass all dies zu voreilig war. Im Gegenteil. Nach Jahren der Entspannung und der scheinbaren Verifizierung der These, ist die Dualität von Ost und West größer denn je. Die Unterschiede sind gravierend, die Spannungen haben eine neue Form des kalten Krieges bewirkt, die Demokratie ist doch nicht so gefestigt. Für den Journalisten Adam Soboczynski kam dieser Rollback nicht überraschend, wie wir in »Traumland« erfahren. Geboren in Polen und aufgewachsen in Deutschland, vermischt Soboczynski in seinem essayistisch-autobiografischem Sachbuch seine eigene Geschichte und die seiner Familie, mit den großen einschneiden Ereignissen der letzten 60 Jahre: die Wende, der 11. September, Russlands Überfall auf die Ukraine. Und, und, und. Im Fokus seiner pointierten Analyse gerät dabei insbesondere das Deutsch-Polnische Verhältnis, schließlich wandelte er immer wieder zwischen den Welten. Zwischen der fremd anmutenden Vergangenheit und dem einstigen „Traumland“ Deutschland. Nach der Lektüre des sehr lesenswerten »Traumland« wissen die Leser:innen ziemlich gut, warum sich so viele Länder Europas in den letzten Jahren so stark verändert und rechte Ideologien - in all ihren Ausprägungen - Hochkonjunktur haben. Ja sogar wieder mehrheitsfähig sind. Überall. Natürlich wirkt Polen hier als Prototyp, doch diese Entwicklung ist schon lange kein osteuropäisches Problem mehr. Dank des autobiografischen Erzählens, erzeugt Adam Soboczynski eine bemerkenswerte Authentizität, die sehr vieles greifbarer macht. »Traumland« weiß daher auf ganzer Linie zu überzeugen. Und liefert den Beweis, dass es nicht 1000 Seiten braucht um zu verstehen, warum die Zeiten in denen wir leben so sind, wie sie sind. Chapeau!

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