Produktbild: Die Anatomie einer neuen Zeit

Die Anatomie einer neuen Zeit Historischer Roman | Der Medicus von Padua und was ihn die Toten lehrten

10

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

42024

Erscheinungsdatum

13.02.2025

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

1713 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783423445177

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Produktdetails

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ePUB 3

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Verkaufsrang

42024

Erscheinungsdatum

13.02.2025

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

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1713 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783423445177

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  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    10.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

    Man schreibt das Jahr 1540. Die kräuterkundige Verena von Pfäffikon wartet wie Karin im Kerker auf ihre Hinrichtung. Die beiden wurden als Hexen denunziert. Nachdem seit Wochen der Regen ausgeblieben ist, kommt es zu einem großflächigen Waldbrand, in dessen Chaos Verena die Flucht aus dem Turm gelingt. Allerdings nicht ohne ihrem ärgsten Widersacher Hämmerli, der schon ihre Mutter als Hexe auf den Scheiterhaufen geschickt hat, zu niederzuschlagen und sich seiner Kleidung zu bemächtigen. Als Johann Lederer überwindet sie die Alpen und trifft nach einer mehrwöchigen Wanderung in Padua ein. Dort lernt sie Andreas Versalius (1514-1564) kennen, der öffentliche Sektionen vornimmt und dafür bekannt ist, seine Erkenntnisse lautstark zu verkünden, vor allem dann, wenn sie von der offiziellen Lehrmeinung der Kirche und dem Medicus Galen abweichen. Als während einer Vorlesung ein deutscher Student vor den Toren der Universität zusammenbricht und in Verenas Armen stirbt, sind sich die beiden einig, dass der Mann vergiftet worden ist. Nur welches Gift? Und von wem und vor allem WARUM? Die Suche nach Motiv, Täter und Gift führt Verena/Johann und Vesalius in höchste Kirchenkreise und beweist Johann, dass man auch in Padua nicht vor der Inquisition sicher sein kann. Meine Meinung: Dieser historische Roman ist kein Krimi im engeren Sinn, sondern ein Einblick in die Medizingeschichte des 16. Jahrhunderts. Padua ist damals der Nabel der (medizinischen) Welt. Obwohl die katholische Kirche Obduktionen streng verbietet, ausgenommen sind nur Körper von verurteilten Verbrechern, nimmt Andreas Vesalius heimlich Sektionen vor. Sein Drang nach Wissen, wie der menschliche Körper innen aussieht bzw. wie man Krankheiten erkennen und möglicherweise heilen kann, lässt ihn das Verbot der Kirche missachten. Diese Erkenntnisse notiert es akribisch, zeichnet, was er sieht und verfasst letztlich sein Lebenswerk, die sieben Bücher „De humani corporis fabrica“ („Über den Bau des menschlichen Körpers“). Um diese Bücher geht es letztendlich auch, denn der schwerkranke Vesalius muss letztlich auch Padua verlassen, nachdem er sich im Netz der geistlichen Intrigen verfangen hat. Eigenständig denken, die Bibel in deutscher Sprache lesen - das alles „bedroht“ die katholische Kirche, die nun die Inquisition auf Frauen und Wissenschaftler loslassen. Geschickt werden Fakten und Fiktion miteinander verquickt. So begegnen wir anderen Geistesgrößen dieser Zeit wie Tizian, Jan van Kalkar und – indirekt - der Basler Drucker Oporinus). Ich hätte mir neben einem Personenverzeichnis zu diesen Persönlichkeiten auch ein historisches Nachwort gewünscht. Aber, das ist Jammer auf hohem NIveau. Einzig über den Namen Karin bin ich anfangs gestolpert. Ich glaube nicht, dass er in der Schweiz des 16. Jahrhunderts gebräuchlich war, da er die schwedische Form von Katharina ist. Lokale Namensheilige sind eher Elisabeth, Anna oder Johanna. Verena hingegen, auch wenn der Name modern klingt, ist ein gängiger „alter“ Name in der Schweiz, auch wenn seine Herkunft nicht zur Gänze geklärt ist. Der Schreibstil ist ansprechend. Hin und wieder sind die Dialoge zwischen Verena/Johann und Andreas Versalius ein wenig zu modern geraten. Fazit: Gerne gebe ich diesem sehr gut recherchierten und opulent erzählten historischen Roman 5 Sterne.

  • Tschy

    5/5

    07.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Vesalius Reformator der Anatomie

    Verena soll als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden, doch sie hat Glück. Es kommt zu einem Feuer in der Stadt und es gelingt ihr die Flucht. Da ihr klar ist, dass es als Mann einfacher ist Mitte des 16. Jahrhunderts durchs Leben zu kommen, verkleidet sie sich als junger Student und nennt sich von nun an Johann Lederer. Als sie die Universitätsstadt Padua erreicht, kommt sie zufällig zu einer öffentlichen Leichensektion des berühmten Anatomen Andreas Vesalius. Vesalius ist dafür bekannt kein Blatt vor den Mund zu nehmen, auch wenn er Beobachtungen verkündet, die im Widerspruch zur den von der Kirche unterstützen Lehren des Galenos stehen. Während der Leichensektion wird Vesalius nach draußen zu einem sterbenden Studenten gerufen. Versal und Verena/Johann stellen bei einer geheimen nächtlichen Aktion fest, dass der Student vergiftet wurde. Vesal macht Johann von nun an zu seinem Assistenten und die Beiden machen sich zusammen auf die Suche nach dem Gift und auch probieren auch weiteres Leben zu retten. Dieser historische Roman hat mir sehr gut gefallen, er gibt tolle Einblicke in die damalige Zeit der Hexenverfolgung, der Kirche, der Medizin und des studentischen Lebens. Auch mein Latein wurde etwas aufgefrischt, ein toller Nebeneffekt.

  • Philiene

    aus Süsel

    5/5

    21.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Spannende Suche

    Verena entgeht nur knapp der Verbrennung als Hexe. Ihre Flucht führt sie nach Padua. Sie gibt sich inzwischen als Mann aus . Ihr Weg führt sie in eine Vorlesung des Arztes Vesal, der eine Obduktion vor Publikum durchführt. Während der Vorlesung bricht auf der Straße ein Student zusammen und stirbt. Schnell stellen Verena und Vesal fest das er vergiftet worden ist. Die Beiden machen sich auf der Suche nach dem Mörder... Der Roman führt uns mitten in das Pedua des sechzehnten Jahrhunderts. Er erzählt von der damaligen Medizin und dem Leben damal. Der Fall um den ermordeten Studenten ist spannend und ich habe sehr gerne mitgerätselt was es für einen Grund gab den jungen Mann zu ermorden. Aber auch Verenas Geschichte hat mir sehr gefallen. Wird es ihr gelingen ihre Verkleidung aufrecht zu erhalten? Und verstrickt sie sich zu sehr in den Fall? Eine sehr gelungene Mischung aus Krimi und medizinischer Geschichte mit großartigen und authentischen Figuren. Neben Verena und Versal ist unbedingt auch die Haushaltshilfe des Arztes zu erwähnen. Sie hat den Roman wirklich bereichert.

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    4/5

    13.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Andreas Vesal, ein mutiger Arzt im 16. Jahrhundert

    „Die Anatomie einer neuen Zeit“ von Leon Morell behandelt in einem gut zu lesenden Buch einen Teil des Lebens von Andreas Vesalius, einem führenden Anatom und Chirurg im 16. Jahrhundert. Zum Inhalt: Im Jahr 1540 soll die kräuterkundige Verena von Pfäffikon wegen Hexerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Ihr gelingt die Flucht und sie kommt als Mann verkleidet nach Padua und nennt sich ab sofort Johann. In Padua, einer von Studenten geprägten Stadt, sieht sie zum ersten Mal Vesal und nimmt an einer Oduktion teil. Noch während der Obduktion bricht draußen ein Student zusammen. Verena und Vesal stellen in einer geheimen Aktion fest, dass der Student offensichtlich vergiftet wurde. Der Roman ist in leicht verständlicher Sprache geschrieben. Da Verena kein Latein kann, übersetzt ihr Vasal- und damit auch den Lesenden – das Gesagte in die deutsche Sprache. Positiver Nebeneffekt: Alte (Schul)Lateinkenntnisse werden bei dieser Lektüre auch wieder ein wenig aufgefrischt ;-) Ich konnte sehr schnell in die Handlung eintauchen und habe beim Lesen sehr viel gelernt. Nicht nur über Medizin in der damaligen Zeit, auch über Inquisition, religiösen Fanatismus und das studentische Leben. Ich hätte gerne mehr über Andreas Vasal in diesem Buch erfahren, es endet leider recht abrupt. Mit etwas Recherche können die Lesenden zwar mehr erfahren, aber ich hätte es im Roman als besser empfunden. Insofern wäre eine Fortsetzung wünschenswert, vielleicht ist sie ja bereits in Planung? Leider muss ich wegen des für mich nicht zufrieden stellenden Endes einen Punkt abziehen. Trotzdem gibt es eine Leseempfehlung für alle, die sich für Medizin im 16. Jahrhundert interessieren. Verlag: dtv Verlagsgesellschaft Erscheinungsdatum:13.02.2025 ISBN: 978-3-423-28435-6 432 Seiten

  • Shilo

    aus Ulm

    3/5

    14.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Unterhaltsam

    Durch eine neunmonatige Dürre gelingt der als Hexe verurteilten Verena von Pfäffikon im Jahr 1540 die Flucht vor dem Scheiterhaufen. Denn der umliegende Wald und das Dorf brennen. Nach einer dreiwöchentlichen Flucht über die Alpen gelangt sie nach Padua. Verena hat sich als Mann verkleidet und nennt sich nun Johann. Sie erlebt, wie der bedeutende Chirurg und Anatom Andreas Vesal die Leiche eines gehängten Mannes obduziert. Zur gleichen Zeit liegt vor dem anatomischen Theater ein Student im Sterben. Verena und Vesal eilen zu ihm und erkennen, dass er vergiftet wurde. Doch wer sollte einen Studenten vergiften und weshalb? Verena hat es sich in den Kopf gesetzt, der Sache auf den Grund zu gehen. Angeknüpft an historische Tatsachen erzählt der Autor eine Geschichte, die sich so hätte ereignen können. Denn Andreas Vesal unterrichtete wirklich in Padua Studenten in Medizin und verlegte 1540 seinen Wohnsitz nach Venedig. Dagegen ist die Figur der Verena fiktiv. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam. Leon Morell hat die Verhältnisse des 16. Jahrhunderts mit dem Glaubenseifer und der Inquisition sehr gut recherchiert und zu Papier gebracht. Dadurch war es mir möglich, schnell in die Handlung eintauchen zu können. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Person des Anatoms Vesal detaillierter in Szene gesetzt worden wäre. So blieb mir, als interessierter Leser, nichts anderes übrig, als immer bei Tante Google nachzufragen. Leider kam dann das Ende sehr abrupt und ich hatte das Gefühl, mitten aus der Handlung katapultiert worden zu sein. Trotzdem hat mir dieses Buch, durch das ein flüssiger Schreibstil führt, abwechslungsreiche Lesestunden bereitet. 3 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Bewertungen (10)

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    Sandra Bähr

    Thalia Berlin Köpenick – Forum Köpenick

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    4/5

    03.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Die Hexe und der Anatom

    Nach ihrer Flucht aus dem Gefängnis führt sie ihr Weg in die Stadt Padua, wo sie durch einen öffentlichen Gifttoten zum Assistenten Andreas Versalius' wird. Zusammen nehmen sie sich des Falles an und versuchen ihn aufzuklären. Ein informativer Einblick in das Leben des Begründers der neuzeitlichen Anatomie und morphologischen Denken der Medizin, verpackt in einen seichten Histo-Roman.
  • Zum Bewerterprofil von Michael Hermanns

    Michael Hermanns

    Mayersche Aachen

    Buchhändler*in

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    1/5

    13.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das gibt es doch nicht !!!

    Knapp dem Scheiterhaufen entkommen flieht die (natürlich kräuterkundige) Heldin nach Italien (wohin auch sonst?) und studiert (natürlich als Mann verkleidet) Medizin. Habe ich das nicht schon einmal gelesen? Oder zweimal? Dreimal? Fällt nie jemandem was neues ein? Kommt eine Fortsetzung? Dann bauen sie sicher eine Kathedrale! Ich fasse es nicht.

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