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Women Roman. 'Ein Klassiker der queeren Literatur' MICHELLE TEA

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

50093

Erscheinungsdatum

25.04.2025

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

191 (Printausgabe)

Dateigröße

316 KB

Auflage

1. Auflage 2025

Übersetzt von

Simone Jakob

Sprache

Deutsch

EAN

9783751774468

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Format

ePUB

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50093

Erscheinungsdatum

25.04.2025

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

191 (Printausgabe)

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Auflage

1. Auflage 2025

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Simone Jakob

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Deutsch

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9783751774468

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  • Bücherträumerin

    4/5

    27.04.2025

    eBook (ePUB)

    Interessante Blickwinkel

    "Women" von Chloé Caldwell (Ü: Simone Jakob) ist eine kurze Novelle mit tiefen Einblicken. Auch wenn es aufgrund der Länge eher kurzweilig war, schafft es die Autorin, Themen wie Liebe, Sex, Identitätsfindung gut aufzuarbeiten. Gerade in Hinblick auf die lesbische Beziehung, fand ich die Blickwinkel und Gedanken der Protagonistin sehr spannend und hat Caldwell diese sehr gut aufgearbeitet. "Women" ist sehr emotional, auch wenn man nicht auf der Scuhe nach der eigenen (Sexuellen) Identität ist. Aber der Autorin gelingt es, dass man beim Lesen die Gefühle eben auch sehr gut auf sich projezieren kann. Wann weiß man, wie man die eigene sexuelle Orientierung benennen kann und darf? Möchte man sich nur ausprobieren oder steck mehr dahinter? Welche Ebenen der Intimität und zwischen Liebe und Freundschaft gibt es? Viele Fragen und Themen, der die Protagonistin hier auf den Grund geht. Eine klare Empfehlung.

  • gaia

    2/5

    28.04.2025

    eBook (ePUB)

    Dieses angebliche Kult-Buch versagt auf vielen Ebenen

    Die Ich-Erzählerin dieser (mithilfe des Nachworts der Autorin als solchen erkennbaren) stark autobiografisch grundierten Geschichte ist Ende Zwanzig, bisher in ihrem Leben ausschließlich mit Männern zusammen gewesen und lernt nun nach dem Umzug in eine größere Stadt eine 19 Jahre ältere Frau, Finn, kennen, aus deren Freundschaft eine „sexuelle Beziehung“ entsteht. Finn ist allerdings seit zehn Jahren in einer Langzeitbeziehung und gedenkt nicht, ihre Partnerin zu verlassen. Dass diese Liebe keine Chance hat, erfahren wir gleich zu Beginn der Geschichte. Nun ist es an uns, den Niedergang der Liebe zu beobachten. Leider muss man dabei gefühlt quälend lang eine wirklich ungesunde (man kann den aktuell überstrapazierten Begriff „toxisch“ verwenden) Beziehung begleiten und ist nur froh, wenn dann endlich endgültig Schluss ist mit den beiden. Der Klappentext dieses schmalen Büchleins verspricht uns eine Geschichte über „Liebe, Sexualität und Identität und darüber, ob es nötig bzw. möglich ist, sich diesbezüglich glasklar zu definieren“. Außerdem wird das Buch als „Kult-Buch“ beworben, welches schon 2014 in den USA erschien und dort wohl in der lesbischen Szene sehr erfolgreich war. Ich hatte demnach hohe Erwartungen an diese Geschichte, hoffte einen Einblick in die Protagonistin, ihre Gedanken und Gefühle zu bekommen, bezüglich der Neuentdeckung ihrer sexuellen Orientierung. Also ich dachte, es geht wirklich mehr um diesen ersten Moment nach dem Kennenlernen der anderen Frau und was das alles in ihr selbst in Bewegung setzt. Wie hinterfragt man sich, wenn man so viele Jahre der Meinung war, nur auf Menschen des anderen Geschlechts zu stehen und plötzlich tritt dort eine Person in das eigene Leben, die das alles über den Haufen wirft? Und zwar so nachhaltig, dass danach auch nur noch Frauen als (Sexual-)Partnerinnen infrage kommen? Aber all diese und noch mehr Fragen bezüglich der eigenen Identität werden im Buch nur leicht tangiert. Tatsächlich konzentriert sich die Autorin auf die Darstellung einer massiv ungesunden Liebesbeziehung, die von Wutausbrüchen, Ablehnung, Streitigkeiten aber auch scheinbar mind-blowing Sex geprägt ist. Von der Ich-Erzählerin erfahren wir schnell, dass sie eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hat und nicht nur entsprechende Stimmungsumschwünge an den Tag legt, sondern ihr Sex-/Liebesleben genauso eine Abhängigkeit darstellt, wie sie auch von Substanzen abhängig ist, oder sie zumindest aktuell noch missbräuchlich nutzt. Nun könnte man denken, dass wenigstens diese Emotionalität der Erzählerin auch im Text emotional aufrüttelnd dargestellt sind, auch wenn sie einem selbst von der Art her massiv auf die Nerven gehen (gefühlt von Seite 10 an). Aber nein, die Autorin hat meines Erachtens einen so oberflächlichen, banalen, unterkomplexen Schreibstil, missachtet vollständig die gängige Empfehlung „Show, don‘t tell!“ und rattert einfach irgendwelche Gefühlszustände runter. Als Leserin habe ich kein einziges Mal im gesamten Text emotional mitschwingen oder kognitiv mitgehen können. Um dies zu unterstreichen, hier ein Zitat. Als Hinweis: Von dem Ex-Freund und seiner Mutter sowie der Freundin mit ihrer Katze, erfahren wie nichts vorher und nicht nachher in dieser Geschichte, dies taucht einfach so im Text auf: S. 115 und 116: mitten im Kapitel kommt plötzlich diese Stelle: "Die Mutter meines Ex-Freundes stirbt an AIDS. Vor Trauer breche ich zusammen. Der Ex ruft mich jeden Tag an, trotzdem rechne ich nie damit. Wir reden zwischen zwei und fünf Stunden pro Tag, egal wo. Er geht durch Chinatown in New York. Ich sitze im Garten hinter dem Aquarium und rupfe Grashalme aus. Er erzählt mir, sein Leben sei eine Folge von Six Feet Under. In der Bibliothek schließe ich mich in einer Toilettenkabine ein, um seine Anrufe anzunehmen. Wir hören uns abwechselnd beim Weinen zu. Eine Freundin, die nicht in der Stadt ist, ruft mich an und bittet mich, ihre Katze einschläfern zu lassen." Solcherlei Stellen gibt es immer im Text. Aber gut, jetzt könnte man behaupten, man müsse ja gar nicht sich in diese kleinen Anekdoten hineinfühlen können, solange man sich in diese große Liebe hineinfühlen kann zwischen Finn und der Erzählerin. Nur: Auch dies passiert nicht! Die Autorin spricht im Text immer wieder einmal ihre Leser:innen direkt mit „Du“ an und durchbricht auch die Vierte Wand, indem sie während man die Geschichte um die Erzählerin und Finn liest, Hinweise zum Entstehungsprozess des Buches gibt. So meint sie ziemlich zu Beginn des Textes, dass ihre Lektorin sich von Seite Eins an in Finn verknallt hätte. So wie die Autorin die Figur Finn beschreibt, kann man allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, warum sie sich in diese Person überhaupt verliebt. Und auch wenn wir als Leserschaft das auch gar nicht müssen, so müsste die Autorin es zumindest plausibel darstellen können, warum dies ihrer Erzählerin so erging. Fehlanzeige. Wichtig zu wissen, ist, dass das 192 Seiten dünne Büchlein nicht nur die eigentliche Geschichte (Novelle?) enthält, sondern auch noch in dieser Seitenzahl ein Vor- und ein Nachwort enthalten ist. Das Vorwort fand ich nicht uninteressant, aber letztlich auch eher eine "Fanstory" vor der eigentlichen Geschichte. Was ich vom Buchsatz her schlecht gemacht finde, ist, dass unter dem Vorwort nicht, wie das sonst meist der Fall ist, der Ort und Monat/Jahr des Verfassens abgedruckt ist. Aus zwei Gründen ist dies schlecht: Da das Buch ja eigentlich aus 2014 stammt, wäre es mir lieb gewesen zu wissen, wann Katie Heaney das Vorwort verfasst hat. Zum anderen fing dadurch einfach auf der nächsten Seite der Haupttext an, ohne im Grafikdesign hier einen Hinweis darauf zu geben. Ich war noch gar nicht richtig "raus" aus dem Vorwort, da fing schon die Geschichte an. Und ich merkte sehr stark über die ersten 20-30 Seiten des eigentlichen Textes "Women" hinweg, dass ich innerlich immer wieder die Lebensgeschichte von Katie Heaney, die mir ehrlich gesagt überhaupt nichts sagt, mit der autofiktionalen Geschichte von Chloé Caldwell vermischte. Zum Nachwort: Ehrlich gesagt ist dies wohl das bisher am meisten von sich selbst eingenommene Nachwort eine*r Autor*in, das ich je gelesen habe. Es geht über 17 Seiten hinweg nur darum, immer wieder zu betonen, wie unglaublich toll die Geschichte angekommen ist in der lesbischen Szene und wie scheinbar (!) alle lesbischen Frauen sich damit identifizieren könnten. Die Darstellung dysfunktionaler Beziehung und als ob alle oder zumindest ein Großteil alles lesbischen Beziehungen so dysfunktional ablaufen würden und dies auch innerhalb der Szene „normal“ sei, finde ich hoch bedenklich. Letztlich konzentriert sich der ohnehin schon kurze Text dann mehr auf die ungesunde Beziehung zwischen den beiden Frauen. Und diese Art der Beziehungsführung empfand ich unglaublich anstrengend. Also inhaltlich wie stilistisch anstrengend im Sinne von wirklich „nervig“ und nicht „zu anspruchsvoll“. Leider kann ich von der Lektüre dieses Buches nur dringend abraten und, wenn man sich bezüglich dieses Themenkomplexes interessiert, ruhigen Gewissens zu „Das Archiv der Träume“ von Carmen Maria Machado raten. Schade. 2/5 Sterne

  • Mareike

    2/5

    25.04.2025

    eBook (ePUB)

    Kultbuch für queere Literatur? Coming-Out-Roman ohne Tiefe!

    Das Buch erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen und gilt als Kultbuch für queere Literatur. Ich habe eine ehrliche und gefühlvolle Geschichte erwartet und ein Coming-Out-Roman ohne Tiefe bekommen. Das war wohl nichts! Die Hauptfigur, die bis zum Schluss anonym bleibt, verliebt sich zum ersten Mal in eine Frau. Sie ist unsicher, verwirrt und sehr abhängig von dieser Liebe, was mich teilweise in den Wahnsinn getrieben hat. Es geht um Themen wie Begehren, Unsicherheit und Selbstverlust. Chloé Caldwell ist es dabei aber nicht gelungen, in die Tiefe zu gehen. Die Geschehnisse wurden von der Autorin oft sehr oberflächlich beschrieben und ständig hatte ich dabei den Eindruck, als wüsste sie selbst nicht, wie sie die inneren Konflikte der Hauptfigur deutlich machen soll. Die Sprache im Buch ist einfach und direkt. Der Vorteil daran ist, dass sich das Buch in einem Rutsch lesen lässt. Der Nachteil ist, dass es wirkt, als hätte sich die Autorin keine Mühe gegeben. Gestört hat mich auch, dass sich die Hauptfigur im Buch kaum weiterentwickelt hat. "Women" könnte ein tolles Buch über Identität, Liebe und weibliches Begehren sein. Es kratzt aber immer an der Oberfläche und geht nicht in die Tiefe. Es hält auf Distanz. Es fehlte an Aufbau, guten Gedanken und starken Gefühlen und konnte mich deswegen leider nicht überzeugen.

  • Ari

    aus Aachen

    5/5

    03.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erste deutsche Auflage eines queeren Klassikers

    Chloé Caldwell hat mit diesem Buch eine Geschichte geschaffen, die viele queere Frauen genau schon so erlebt oder zumindest in jedem Fall davon gehört haben. Im Vorwort wird erwähnt, dass dieses Buch mittlerweile zu den queeren Klassikern gehört und quasi als Insider in der lesbischen Community gilt. Viele Frauen schenken der Frau, in die sie sich unsterblich verliebt haben ein Exemplar von “Women” und so kommt es, dass jeder die Story von Finn und der Hauptprotagonistin kennt! Ich denke, dies bezieht sich auf die USA, wo die Geschichte ihre Handlung hat, aber ich finde die Idee total süß und wünsche mir heimlich, dass dies auch in Europa seinen Lauf nehmen wird. Zum Buch: Das Cover ist wunderschön gestaltet, die Farben harmonieren sehr gut und die weiblichen, zarten Hände auf dem Bild bilden ein Zeichen der Harmonie und Einigkeit. Das Buch an sich ist sehr kurz und schnell gelesen. Die Sprache ist einfach und angenehm, die Kapitel zudem ebenfalls nicht lang. Es gibt ein vergleichsweise längeres Vorwort und ein Nachwort, welche eine tolle Ergänzung zum Buch ergeben! Sprachlich hat das Werk einen schönen Stil. Die Sätze sind einfach gehalten, aber von gutem sprachlichem Niveau. Es wurden einige queere Künstler:innen, die ich noch nicht kannte, genannt und es gab einige Insider der Community, was ich super spannend finde! Zum Inhalt: Es geht, kurz geschrieben, um eine junge Autorin, die mit Mitte 20 nach New York zieht, um erwachsen zu werden und sich dabei unsterblich in die 19 Jahre ältere Finn verliebt, die zudem vergeben ist. Die Autorin hat gesagt, dass sie bewirken wollte, dass sich die Leser:innen in Finn verlieben und ich kann für meinen Teil behaupten, dass ich sofort hin und weg von ihr war. Die Geschichte beginnt total romantisch und leicht, aber wird mit der Zeit immer schwieriger. Es war zu Beginn schon klar, wie die Geschichte enden wird, aber ich habe mir trotzdem eingeredet, dass es vielleicht doch anders sein könnte, da ich es mir so sehr gewünscht habe. Die Protagonistin hat bis sie Finn kennen gelernt hat ausschließlich Männer gedatet und konnte viele ihrer Emotionen nicht einordnen. Das Thema toxische Beziehung ist ganz klar Thema dieses Romans, denn was die Protagonistin und Finn führen, ist leider genau das, egal wie romantisch es auf vielen Seiten war. Finn merkt, dass die Protagonistin sich in sie verliebt, aber nimmt dies nicht ernst, da sie im Buch später sagt, dass die Protagonistin sowieso danach einen Mann heiraten würde. Sie spricht ihr sozusagen auch ihre Bisexualität damit ab. Zudem lässt sich Finn von ihr nicht wirklich berühren. Die Rollen sind sehr klar verteilt und ich hatte das Gefühl, dass sich die Protagonistin damit nicht wohl gefühlt hat und deswegen auch nach einiger Zeit so heftig emotional reagierte. In der Community werden gleichgeschlechtliche Beziehungen von einigen stark romantisiert, weswegen ich froh bin, dass dieses Werk eine andere Perspektive zeigt. Eine Liebe zwischen zwei Frauen ist bekanntlich so intensiv, dass sie zerstörend sein kann und ich habe diese Verzweiflung bei der Protagonistin förmlich spüren können. Fazit: Ich als queere Frau würde diesen Roman jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert und vor allem würde ich ihn jeder queeren Frau empfehlen. Ich bezweifle, dass sich nicht queere Personen so in die Thematik hineinversetzen können, denn das Buch lebt von den Emotionen und den Gedanken. Wer einen heftigen Plot erwartet, wird hiermit eventuell nicht zu 100% glücklich, aber für jeden, der sich in die erste queere Liebe einer jungen Frau hineinfühlen möchte, wird hiermit gut bedient sein. Ich wusste, worauf ich mich einlasse und wurde nicht enttäuscht! Das Buch hat sogar das Potenzial eins meiner Jahreshighlights werden! Auch wenn der Roman ursprünglich vor 10 Jahren erschienen ist, ist die Thematik so aktuell wie noch nie, auch wenn Liebende heutzutage wohl kaum noch über e-Mails kommunizieren oder sich gegenseitig auf die Facebook Pinnwand schreiben. Dies hat mich tatsächlich zum Schmunzeln gebracht, aber mir auch einen Hauch Nostalgie entgegengebracht. Chloé Caldwell hat erwähnt, dass sie diesen Roman ursprünglich für sich selbst geschrieben hat und gar nicht veröffentlichen wollte und so liest er sich auch, was ich positiv meine. Er ist wie eine Ansammlung von Tagebucheinträgen und sprüht nur so von Authentizität, was ihn so einzigartig macht! Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass eine queere Liebe etwas total Schönes ist und es neben solcher Geschichten, wie in diesem Buch, auch total gesunde Verbindungen gibt!

  • Majo C.

    aus Wien

    4/5

    11.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verdauliches Outing mit Herzschmerz

    Endlich wieder verliebt. Aber verlieben geht ja, vor allem in der Literatur, generell nicht ohne Zwickmühlen. Der Protagonistin stehen gleich drei davon gegenüber: Die Person der Begierde, Finn, ist nicht nur mehr als eine Dekade älter, nein, sie ist auch noch in einer Langzeitbeziehung. Und als ob das nicht reichen würde, eine Frau - und die Protagonistin hetero. Oder etwa doch nicht? Wir werden mitgenommen auf eine Zeit der großen Ungewissheiten für die Erzählerin. Sie überdenkt ihre bisherigen sexuellen und romantischen Beziehungen, probiert Dating neu aus, versucht sich selbst neu zu (er-)finden, geht vollkommen in ihrem Herzschmerz und ihrer Obsession unter und spricht aus ihrem Schmerz heraus, statt über ihn zu sprechen. Die Charaktere sind sehr realistisch und sympathisch geschrieben, vor allem die Beziehung zur Mutter hat mich sehr gerührt. Erzählt wird in kurze, teilweise absatzlangen Kapiteln, mit Zeitsprüngen und kurzen Sätzen. Dadurch liest sich dieses Werk recht schnell, mit wenigen Worten auf geringer Seitenzahl - ohne zu wirken, als wäre etwas ausgelassen worden. Was mir nicht gefallen hat ist die stark binäre Denkweise über Sexualität und Rollen beim Sex bzw Machtverteilung in Beziehungen, dass es einen dominanten/maskulinen/penetrierenden/machtausübenden Part und das Depandant geben muss und diese Grenzen nicht verschwimmen und sich vor allem queere Paare auch an diese Denkweise halten würden. Ebenfalls wurde der Begriff Schadenfreude falsch übersetzt, was ich der Autorin verzeihe, da sie nicht Deutsch spricht.

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Bewertungen (18)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Elena Sluyterman

    Elena Sluyterman

    Thalia Köln – Rhein-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.08.2025

    eBook (ePUB)

    Caldwell hat es geschafft mit bloßen Worten eine ganze Generation zu berühren!!

    Dieses Buch wird nicht ohne Grund als Klassiker in der LGBTQ+ Community betitelt. Allein das Vorwort hat mich zu tränen gerührt und so ging es das ganze Buch über so weiter. Eine komplexe Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, bei der die eine noch ganz am Anfang ihrer Geschichte steht und die andere wiederrum schon angekommen ist.
  • Zum Bewerterprofil von L. Himstedt

    L. Himstedt

    Thalia Berlin – Gesundbrunnen Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiges Buch <3

    Ich habe das Buch genau zur richtigen Zeit in meinem Leben gelesen und das Nachwort hat mich mega berührt! Chloé Caldwell schafft es so schön über die Liebe zu schreiben, ich kann das Buch auf jeden Fall allen empfehlen, besonders sapphic people!!!
  • Zum Bewerterprofil von Luisa Ochmann

    Luisa Ochmann

    Thalia Mayersche Troisdorf

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die aufregende erste Liebe

    Schonungslos und ehrlich erzählt das namenlose lyrische Ich von ihrer ersten queeren Liebe und zieht Leser*innen von Beginn an in Finns Bann. Einmal auf einer Lesung begegnet, stürzen sich beide fortan in eine bittersüße Affäre, und dass, obwohl Finn 19 Jahre älter und bereits verheiratet ist. Schon bald dreht sich die Welt der Protagonistin nur noch um Finn und sie gerät langsam in eine Abwärtsspirale aus Drogen, Depressionen und einer nicht endenden Obsession. In kurzen, tagebuchähnlichen Kapiteln begleiten wir die namenlose Protagonistin durch ihren Alltag, der bald nur aus Finn besteht. Dabei erfahren wir recht wenig über sie und haben nur ein schwammiges Bild von dem, was sie fühlt, über innere Einstellung oder Wünsche und Vorstellungen. Zunächst irritiert von dem Schreibstil der Autorin und den kurzen Kapiteln habe ich das Buch schließlich in deinem Rutsch verschlungen und wurde ebenso wie die Protagonistin von Finns Charme eingewickelt. Wenn jedoch auf eine unkonventionelle Art und einen fast schon unpräzisen Schreibstil unterstreicht die Autorin die Bedeutung der ersten queeren Liebe und all ihr Facettenreichtum.
  • Zum Bewerterprofil von Jolina Merkle

    Jolina Merkle

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ,,Was ich weiß: Als ich dich traf, begann ein blauer Rausch.”

    Ich habe “Women” von Chloé Caldwin in einem Rutsch durchgelesen und jede Seite geliebt. Man wird von der lyrischen Erzählerin in die Geschichte hineingezogen und kommt so schnell nicht wieder heraus. Die Gedanken sind roh, sie ähneln Tagebucheinträgen und sind eine Chronik der toxischen Beziehung zwischen der Erzählerin und Finn. “Women” ist eine große Introspektion weiblicher Liebe und Gefühle und vor allem eines: ehrlich und gnadenlos. Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Verena Flor

    Verena Flor

    Thalia Hagen

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.06.2025

    eBook (ePUB)

    Über die Menschlichkeit

    Ein ganz fantastischer Roman, der trotz seiner kurzweiligen Sprache und Erzählweise lange in uns Lesenden nachklingen kann. Die Junge Protagonistin lässt uns teilhaben an ihrem Leben, lässt uns eintauchen in ihre Gedankenwelt, schafft ein Bewusstsein für Liebe ohne Happy End und bewegt mit ihrer Erzählung ihres Coming out. Die Autorin greift im Nachwort nochmal eigene Erfahrungen mit auf, schafft Präsenz für die queere Community und spricht uns als Leser:innen bewusst an, sich mehr auf die Menschlichkeit als das Leben in Schubladen zu konzentrieren. Ergo, eine sehr authentische und inspirierende Lektüre.

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