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Die Frauen von Bidi Bidi Roman

Aus der Reihe welt bewegt
10

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Herausgeber

Ela zum Winkel

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

22,1/12,8/2,2 cm

Gewicht

345 g

Farbe

Bordeaux / Weiß

Auflage

1

Originaltitel

Les Femmes de Bidibidi

Übersetzt von

Ela zum Winkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-67-2

Beschreibung

Rezension

»
Die Frauen von Bidi Bidi
ist ein eindringlicher Roman, der den Blick dorthin lenkt, wo er normalerweise nicht hingelangt: auf die unmittelbaren Auswirkungen von Kriegen auf Frauen und die Spuren, die sie an ihren Körpern hinterlassen. Charline Effah meistert dieses dichte Thema mit Bravour. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine bemerkenswerte Erzählung von großer Schönheit.« Délibéré

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Herausgeber

Ela zum Winkel

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

22,1/12,8/2,2 cm

Gewicht

345 g

Farbe

Bordeaux / Weiß

Auflage

1

Originaltitel

Les Femmes de Bidibidi

Übersetzt von

Ela zum Winkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-67-2

Herstelleradresse

Orlanda Buchverlag GmbH
Karl-Liebknecht-Str. 36
04107 Leipzig
DE

Email: mail@orlanda.de

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  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verbindende Traumata

    Bidi Bidi. Von diesem Ort hatte ich vor diesem Buch noch nichts gehört. Bidi Bidi ist ein Flüchtlingslager im Norden von Uganda. Ein Flüchtlingslager mit einem recht hohen Frauenanteil in seinen Bewohnern. So kann man es im Netz lesen. Frauen, die vor kriegerischen Auseinandersetzungen fliehen, Frauen, die vor der Gewalt fliehen. Was werden diese Frauen wohl alles erlebt haben? Die Frauen in Bidi Bidi. Und die ganzen anderen Frauen in diesen Flüchtlingslagern der gesamten Welt. Denn Bidi Bidi steht hier wohl nur exemplarisch. Dies muss man sich bewusst machen. Denn ich habe nicht nur von Bidi Bidi noch nie etwas gehört. Hier gibt es wohl noch sehr viel mehr Orte, von denen man in unseren Nachrichten noch nie etwas gehört oder anderswo etwas vernommen hat. Nun ist unser Wissen darüber ja dennoch vorhanden. Denn wir wissen was in den kriegerischen Auseinandersetzungen der verschiedenen Konfliktpartner überall mit den eigentlich unbeteiligten Zivilisten passiert. Sei es der Ostkongo, sei es Somalia und Kenia, sei es Myanmar (das frühere Burma), seien es die lateinamerikanischen Flüchtlingsströme ins bisher gelobte Land Amerika, seien es die Äquivalente in den afrikanischen Ländern, die in die gelobten Länder Europas unterwegs sind, seien es die tschetschenischen Menschen, seien es die afghanischen und iranischen Menschen, die vor der Gewalt fliehen, seien es die syrischen Staatsbürger, die vor der anhaltenden Gewalt fliehen, oder die Jesiden, die vor der Gewalt flohen und immer noch in ihren Heimatgebieten gefährdet sind. Von Palästina und der Ukraine möchte ich gar nicht anfangen. Oder Belorussland mit seinem Machthaber, gegen den vor nicht allzu langer Zeit gerade die Frauen protestierten. Eine lange Liste, ich weiß, aber ist diese Liste vollständig? Mitnichten! Denn wir hören von so vielen Konflikten gar nichts in unseren Medien. Und bewusst nachforschen kommt den meisten Menschen gar nicht in den Sinn. Es fehlt die Zeit und vielleicht auch der Wille. Denn sich mit den Grausamkeiten der Welt auseinanderzusetzen, macht etwas mit einem.  Charline Effah hat in ihrem Buch einen Blick in dieses Bidi Bidi geworfen. Ein Flüchtlingslager im Norden von Uganda. Ein Flüchtlingslager, welches Flüchtlingsströme aus dem Südsudan und auch aus dem Sudan aufnimmt. Menschen die vor dem Krieg fliehen und vor den Auseinandersetzungen der verfeindeten und/oder machthungrigen Lager. Charline Effah gibt diesen Menschen Gesichter, zeigt die Unsinnigkeiten dieses Krieges auf. Denn auch die Bewohner dieses Lagers entstammen unterschiedlichen Parteien, nehmen vielleicht einen gewissen Teil der Konflikte in dieses Lager mit. Charline Effah lässt in ihrem Buch helfende Seelen auftreten und ihr gelingt hier ein grandioser Schachzug. Sie verbindet die Gewalt, die wir auch hier in unseren ach so sicheren Gefilden kennen, mit der Gewalt an den Anderen. Denn es gibt hier eigentlich nur ein uns. Ein Wir Alle! Ein intensives Buch! Ein bewegendes Buch! Ein wichtiges Buch! 

  • kaffeeelse

    aus D

    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verbindende Traumata Bidi…

    Verbindende Traumata Bidi Bidi. Von diesem Ort hatte ich vor diesem Buch noch nichts gehört. Bidi Bidi ist ein Flüchtlingslager im Norden von Uganda. Ein Flüchtlingslager mit einem recht hohen Frauenanteil in seinen Bewohnern. So kann man es im Netz lesen. Frauen, die vor kriegerischen Auseinandersetzungen fliehen, Frauen, die vor der Gewalt fliehen. Was werden diese Frauen wohl alles erlebt haben? Die Frauen in Bidi Bidi. Und die ganzen anderen Frauen in diesen Flüchtlingslagern der gesamten Welt. Denn Bidi Bidi steht hier wohl nur exemplarisch. Dies muss man sich bewusst machen. Denn ich habe nicht nur von Bidi Bidi noch nie etwas gehört. Hier gibt es wohl noch sehr viel mehr Orte, von denen man in unseren Nachrichten noch nie etwas gehört oder anderswo etwas vernommen hat. Nun ist unser Wissen darüber ja dennoch vorhanden. Denn wir wissen was in den kriegerischen Auseinandersetzungen der verschiedenen Konfliktpartner überall mit den eigentlich unbeteiligten Zivilisten passiert. Sei es der Ostkongo, sei es Somalia und Kenia, sei es Myanmar (das frühere Burma), seien es die lateinamerikanischen Flüchtlingsströme ins bisher gelobte Land Amerika, seien es die Äquivalente in den afrikanischen Ländern, die in die gelobten Länder Europas unterwegs sind, seien es die tschetschenischen Menschen, seien es die afghanischen und iranischen Menschen, die vor der Gewalt fliehen, seien es die syrischen Staatsbürger, die vor der anhaltenden Gewalt fliehen, oder die Jesiden, die vor der Gewalt flohen und immer noch in ihren Heimatgebieten gefährdet sind. Von Palästina und der Ukraine möchte ich gar nicht anfangen. Oder Belorussland mit seinem Machthaber, gegen den vor nicht allzu langer Zeit gerade die Frauen protestierten. Eine lange Liste, ich weiß, aber ist diese Liste vollständig? Mitnichten! Denn wir hören von so vielen Konflikten gar nichts in unseren Medien. Und bewusst nachforschen kommt den meisten Menschen gar nicht in den Sinn. Es fehlt die Zeit und vielleicht auch der Wille. Denn sich mit den Grausamkeiten der Welt auseinanderzusetzen, macht etwas mit einem. Charline Effah hat in ihrem Buch einen Blick in dieses Bidi Bidi geworfen. Ein Flüchtlingslager im Norden von Uganda. Ein Flüchtlingslager, welches Flüchtlingsströme aus dem Südsudan und auch aus dem Sudan aufnimmt. Menschen die vor dem Krieg fliehen und vor den Auseinandersetzungen der verfeindeten und/oder machthungrigen Lager. Charline Effah gibt diesen Menschen Gesichter, zeigt die Unsinnigkeiten dieses Krieges auf. Denn auch die Bewohner dieses Lagers entstammen unterschiedlichen Parteien, nehmen vielleicht einen gewissen Teil der Konflikte in dieses Lager mit. Charline Effah lässt in ihrem Buch helfende Seelen auftreten und ihr gelingt hier ein grandioser Schachzug. Sie verbindet die Gewalt, die wir auch hier in unseren ach so sicheren Gefilden kennen, mit der Gewalt an den Anderen. Denn es gibt hier eigentlich nur ein uns. Ein Wir Alle! Ein intensives Buch! Ein bewegendes Buch! Ein wichtiges Buch!

  • Soaphie Peh

    5/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wichtiges Buch das berührt

    Das Flüchtlingslager Bidi Bidi in Uganda ist eines der größten Flüchtlingslager der Welt. Die Autorin erzählt die bewegenden Geschichten von Frauen, die aus verschiedenen Gründen ihre Heimat verlassen mussten und nun in einer neuen, oft herausfordernden Umgebung versuchen, ein neues Leben aufzubauen. Charline Effah gibt den Protagonistinnen eine Stimme und lässt sie ihre Geschichten erzählen, was dem Leser einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle ermöglicht. Die Themen Armut, Gewalt, Verlust und die Suche nach Identität Resilienz, Solidarität und Hoffnung ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Jede Frau hat ihr eigenes Schicksal, alle sprechen universelle Themen an die nicht nur für das Flüchtlingslager Bidi Bidi relevant sind. Charline Effah schreibt in einem einfühlsamen und eindringlichen Stil, wodurch die Leser*innen die Umgebung und die Lebensumstände der Frauen hautnah erleben können. Es ist ein kraftvolles und berührendes Buch, das die Stimmen von Frauen in einer oft übersehenen Realität hörbar macht und zum Nachdenken anregt.

  • Lesepixie

    5/5

    15.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben der Frauen in einem afrikanischen Flüchtlingslager

    Charline Effahs Roman "Die Frauen von Bidi Bidi" handelt von Minga, einer Frau, die als Kind häusliche Gewalt an ihrer Mutter mit gabunischen Wurzeln erlebt hat, einer Mutter, die vor dieser Gewalt floh, und ihre achtjährige Tochter beim Vater zurückließ. Als der Vater stirbt, findet sie Briefe ihrer Mutter und und reist dorthin, wo diese zuletzt lebte. Sie möchte wissen, wer diese Frau war und wie und wofür sie lebte. Ihre Reise führt sie nach Bidi Bidi, dem zweitgrößten Flüchtlingscamp der Welt, wo sie Frauen begegnet, die vor dem Bürgerkrieg geflohen sind und Fürchterliches erlebt haben, der Macht der Männer über sie und dem Missbrauch können sie jedoch nicht entfliehen. Mit Mut und Stolz setzen diese Frauen sich wieder zusammen und versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen. Um diese zerbrochenen Frauen hat sich ihre Mutter gekümmert, von ihnen erfährt Minga die Geschichte ihrer Mutter nach ihrem Weggang, aber auch über das Schicksal von Frauen, in Afrika und anderswo auf der Welt. Ich habe mich allerdings gefragt, warum eine Autorin, die ursprünglich aus Gabun kommt, ihre Geschichte in den Südsudan und nach Uganda verlegt. Um nicht den Verdacht autobiografischer Züge aufkommen zu lassen? Oder um nochmals klarzumachen, dass sie von einem großen Problem der Frauen auf dem gesamten Kontinent und darüber hinaus spricht? Ein sehr eindringliches Buch, in dem ich wieder ein Puzzleteil für mein Bild und zum Verständnis des afrikanischen Kontinents und seiner Bewohner gewinnen konnte. Aus diesem Grund lese ich schon seit Jahren gerne Bücher afrikanischer AutorInnen. Wie dieses Buch sind sie oft schwere Kost aber auf alle Fälle lesenswert. Das Buch ist allen Menschen zu empfehlen, die sich gerne mit anderen Kulturen und Problemen der Menschen auseinandersetzen und dabei auch vor schwerer Kost nicht zurückschrecken.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    13.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternd und eindrücklich! Das Schicksal von Frauen im ugandischen Flüchtlingslager. Große Leseempfehlung!

    S.7: „Dies ist die Geschichte von Kriegen, die Frauen zugrunde richten. Denn bewaffnete wie intime Kriege werden am weiblichen Körper ausgetragen. Jenen Frauen, die fallen, und jenen, die sich wieder Aufrichten, in der Hoffnung auf ihre Heilung.“ Paris. Joséphine Meyer flieht vor ihrem gewalttätigen Mann. Sie sieht sich keine andere Möglichkeit, um lebend aus der mehr als toxischen Beziehung zu entkommen. Zurück lässt sie ihre achte Jahre junge Tochter Minga. Das Mädchen zeigt Verständnis, ist bei der Flucht behilflich und steckt ihrer Mutter sogar noch den Inhalt ihres Sparschweins zu. Die erste Anlaufstelle ist ein Frauenhaus, aber sie wird von ihrem rachesüchtigen Mann gefunden, und muss erneut die Flucht antreten. Es verschlägt sie als Krankenschwester in die verschiedensten krisengebeutelten Länder, bis sie schließlich im Flüchtlingscamp Bidi Bidi im Norden Ugandas landet. Vierzig Jahre später, nachdem Minga Briefe ihrer Mutter nach der Wohnungsauflösung ihres verstorbenen Vaters entdeckt, macht sie sich auf die Suche. Sie reist in das ugandische Camp, bekommt eine Besuchererlaubnis und setzt alles daran, ihre Mutter oder die Spur zu ihrer Mutter zu finden. Sie trifft auf Menschen, die ihre Mutter kannten. Sie sind zurückhaltend, geizen mit Informationen. Allen voran Jane und Veronika helfen ihr zu verstehen … und verbinden das Schicksal von Joséphine mit jenem der Geflüchteten Rose Akech. Zur Erklärung: Bidi Bidi ist weltweit das zweitgrößte Flüchtlingscamp. Es nimmt all jene auf, die vor den Unruhen und dem Krieg im Südsudan geflohen sind. Es sind viele, die zuerst zwischen die Mühlsteine der Freiheitsbewegung des Staates gelangten, und dann in weiterer Folge Opfer der Stammeskriege wurden. Jede der Frauen hat ihr eigenes Los zu tragen. Neben den kriegerischen Handlungen sind es Männer, vor denen die Frauen Schutz suchen. Aber nicht mal im Lager sind sie davor gefeit. Die Autorin erzählt in ungeschönten Bildern, hart und direkt, wie das Leben nun mal so ist. Erbarmungslos, meist hoffnungslos. Und dennoch trägt eine Hoffnung die Frauen weiter, trotz ihres schweren Lebens. Missbraucht, misshandelt, davon können sie ein Lied singen … und was bei mancher mit ihren Kindern geschah … lest es bitte selber. Manchmal braucht es einen starken Magen, um das Gelesene aufzunehmen. Und wer ist schuld an all der Misere: natürlich Männer. What else – daher mein Aufruf an alle Männer: lest dieses Buch. Nehmt es stellvertretend für all das patriarchale Leid und denkt doch mal darüber nach, wie harmonisch und schön die Welt sein könnte ohne eurem Machtgehabe, Misogynie und Breitbeinigkeit. Denn die globale Tendenz zur Frauenfeindlichkeit: leider steigend. Trotz der vielen unschönen Tatsachen und Szenen liest sich das Buch leicht und locker, die Wörter wohl geordnet in eine Sprachharmonie (großes Lob natürlich auch an die Übersetzerin Ela zum Winkel), auch wenn man dabei viel nachdenken muss. Das Setting ist sehr spannend aufgebaut, denn als Leser*in bekommt man nur in kleinen Häppchen präsentiert, ob sich Mingas Reise nach Uganda gelohnt hat oder nicht. Ganz große Leseempfehlung . Ich wünsche diesem Buch eine sehr große Leserschaft und viel Aufmerksamkeit.

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    Dagmar Küchler

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    5/5

    22.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    …über den Tellerrand blicken

    Die französische Schriftstellerin Effah, die in Gabun geboren wurde, erzählt in ihrem Roman von Minga, die mit 8 Jahren von ihrer Mutter verlassen wurde, diese floh vor ihrem gewalttätigem Ehemann. Im Nachlass ihres Vaters findet sie Briefe ihrer Mutter, die vom letzten Aufenthalt ihrer Mutter erzählen. Minga begibt sich auf eine Spurensuche nach Bidi Bidi, einem Flüchtlingslager in Uganda, um Antworten zu erhalten. Effah lässt in ihrem Roman verschiedene Frauen zu Wort kommen, die in Bidi Bidi Zuflucht finden. Geflohen vor häuslicher Gewalt und vor den Wirren des Krieges in ihrer Heimat. Für viele auch ein traumatischer Fluchtweg, bis sie im Lager angekommen. Schutz finden sie alle auch hier nicht! Ein eindringlicher Roman, ein unbequemes Thema, das zum Nachdenken anregt. Für mich ein Roman, der mich aus meiner bequemen Komfortzone herauszieht und einmal über den Tellerrand blicken lässt.

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