KI-Beratung Beta

Produktbild: Auē

Auē Roman

14

27,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2025

Verlag

Alfred Kröner Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

20,6/13/3,6 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Jana Grohnert

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-520-63001-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2025

Verlag

Alfred Kröner Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

20,6/13/3,6 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Jana Grohnert

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-520-63001-8

Herstelleradresse

Kroener Alfred GmbH + Co.
Lenzhalde 20
70192 Stuttgart
DE

Email: kontakt@kroener-verlag.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten Sie dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    19.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine zerrissene Familie, eine zerrissene Gemeinschaft

    Mein Lese-Eindruck: Dieses Buch ist von seiner Komposition sehr herausfordernd, und der Leser braucht Durchhaltevermögen. Die Autorin erzählt ihren Roman nämlich in Episoden, die sie auf verschiedene Zeitebenen und verschiedene Perspektiven verteilt, und dabei wahrt sie konsequent die Perspektive der jeweiligen Erzählinstanz. Der Leser ist gefordert, die Zeitebenen in Einklang zu bringen. Im Mittelpunkt steht das elternlose Maori-Brüderpaar Taukiri und Arama, das in eine Welt voll Gewalt hineingeboren wird. Diese Welt wird in der Retrospektive erzählt von Jade, die sich aus dem Drogensumpf ihrer Maori-Gang befreien will und von einer zerrissenen Familie und einer zerrissenen Maori-Gemeinschaft erzählt. Die Autorin ist selber Maori und weiß, wovon sie erzählt. Eine weitere Perspektive gesellt sich dazu: der Windgeist eines verstorbenen Familienmitglieds, das sich mit Gebraus schützend vor die Kinder stellt. Eine sehr schöne Idee! Immer wieder lässt sie animistische Gottheiten der Maori in den Text einfließen, die aber im Unterschied zum Windgeist nicht mit der Handlung verzahnt werden. Bestechend schön sind die zurückhaltenden und trotzdem so aussagestarken Bilder, mit denen die Autorin immer wieder die Handlung ersetzt. Hier gelingen ihr vor allem in den Episoden der Kinder sehr anrührende Bilder, wenn sie z. B. die tiefe Liebe der Brüder und ihre Sehnsucht nacheinander erzählt und schlicht im Symbol eines Knochenanhängers vermittelt. Neben diesen anrührenden Bildern stehen aber auch grausame Bilder, und die grausamen Einstiegsszenen in Kombination mit der Verlassenheit Aramas geben schon einen Grundakkord des Romans vor. Jede Episode ist in sich abgeschlossen und überzeugt durch die stilistische Phantasie, mit der die Autorin unterschiedliche Tonlagen für ihre Protagonisten findet. Da ist die krasse, vermutlich realistische Sprache in den Gang-Kapiteln, und auf der anderen Seite die eher kindliche Tonlage, wenn der 8jährige Arama seine Sicht der Dinge erzählt. Die Unterscheidung gelingt der Autorin hervorragend! Alle Episoden werden miteinander verbunden durch das Motiv des Vogels, wie es das Cover schon vorgibt. Die Gestaltung des Vogelmotivs ist dabei so ambivalent wie die Darstellung der Maori-Welt: grausame Szenen von wilden Jagdvögeln wechseln sich ab mit der zärtlichen Zuwendung einiger Protagonisten zu verletzten Vögeln, die symbolisch für das seelisch verletzte Brüderpaar stehen. Auch sprachlich spielt die Autorin mit der Vogel-Metapher und hebt damit die mythische Bedeutung der Vögel als Mittler zwischen Himmel und Erde für die Maoris hervor. Sehr schön ergänzt sie daher dieses Motiv mit dem des Meeres, das als Gegenbild zum Vogel gesetzt wird. Fazit: Ein bildreiches und herausforderndes Buch. 4,5/5*

  • meerblick

    5/5

    17.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Traumata von Generationen und…

    Traumata von Generationen und indigenen Völkern Becky Manawatu erzählt in ‚‘Aué‘ eine schmerzliche, traurige Geschichte über das Geschwisterpaar Árama und Taukiri, die ihre Eltern verloren haben und damit den Halt in ihrem Leben. Während der achtjährige Ámara bei seiner Tante und dem gewalttätigen Onkel auf einer abgelegenen Farm in Neuseeland unterkommt, sucht Taukiri mit seinen siebzehn Jahren sein Seelenheil durch Flucht vor der Heimat. Er reist quer durchs Land ohne feste Arbeit und macht auch vor dem kriminellen Drogenmissbrauch keinen Halt. Ámara findet in Beth, der Nachbarstochter, eine Freundin. Die Geschichte wird nicht linear erzählt. Man taucht immer wieder in verschiedene Zeitebenen und Erzählperspektiven ein, sodass man erst nach und nach ein Verständnis für die familiären Zusammenhänge bekommt, für die Suche nach den Wurzeln und schließlich auch das schwere Leid der Maori, der Ureinwohner Neuseeland, verstehen lernt. Der Buchtitel, der ein Synonym für wehklagen, weinen ist, weist auf den Schwerpunkt dieses außergewöhnlichen Romans. Er liest sich nicht flott dahin, sondern verlangt nach Aufmerksamkeit, verleitet zum Nachdenken, schenkt großen Lesegenuss durch seinen einzigartigen Sprachstil und Erkenntniszuwachs über das Leben von Menschen, die am anderen Ende unserer Erde wohnen. Meine Leseempfehlung spreche ich sehr gern an dieser Stelle aus.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    14.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aueeeeeeee.... es tut so weh! Über Verlust, Trauer und Liebe

    Der Titel des außergewöhnlichen Buches von Becky Manawatu ist Programm. Aueeeeeeeeeeee, es tut sooooo weh! So viel Schmerz ist da in diesem Buch und in der Geschichte der beiden Brüder Taukiri und Arama und ihrer Familie. Doch auch so viel Verbindung, Versöhnung, Poesie und Liebe! Es ist ein Buch, wie ich es so noch nie gelesen habe und wie es mir lange in Erinnerung bleiben wird. Aber: es ist kein einfaches Buch, weder emotional noch strukturell. Oft hat es mir unglaublich weh getan, dieses Buch zu lesen: all das Leid, das insbesondere Kindern, Frauen und Tieren zugefügt wird und das in allen Details und drastisch geschildert wird. Dazu die unendlich tiefe Trauer, die die beiden verwaisten Kinder empfinden: der kleine Arama, genannt Ari, etwa acht Jahre alt, und nach dem Unfalltod der Eltern bei einer lieben, aber hilflosen Tante, und einem sadistischen, brutalen Onkel gelandet. Sein einziger Trost: die freche und mutige Nachbarstochter Beth, die alleine bei ihrem Vater lebt und mit der er sich anfreundet: „Beth erzählte mir, dass ihre Mutter auch gestorben war, also hatten wir das gemeinsam. Aber sie hatte Glück, denn sie hatte noch ihren Vater. Wir wollten fragen, ob wir Bruder und Schwester sein könnten, was mich weniger traurig machte, dass mein echter Bruder mich hier zurückgelassen hatte.“ (S. 22) Diese berührende Kinderfreundschaft ist einer der schönen Momente, die all das Schreckliche im Buch ein bisschen erträglicher machen... bis die nächste schlimme Szene passiert. In all dem ist Ari auch immer wieder in tiefer Trauer, fühlt sich alleine, verlassen und verwundbar: „Und dann ein wirklich schlimmes Gefühl, wie ein Vogelbaby sich fühlen würde, während es aus dem Nest fällt, immer weiter wegfällt von seiner Mummy und seinem Daddy und auf dem Boden aufschlägt. Ich hatte Alpträume, die so waren, wie dieses Gefühl. In den Alpträumen wusste ich, dass der Boden kam, und dass ich es wusste, machte, dass mir der Körper wehtat. Aber man fällt und fällt einfach, und es tut den ganzen Weg lang weh.“ (Ari, S. 158) Seinem Bruder Taukiri, einem Teenager, geht es nicht wirklich besser. Die Brüder empfinden eine tiefe Liebe und Verbindung zueinander, doch zugleich ist auch Tauk von seinen Emotionen überwältigt und weiß keinen anderen Ausweg, als alleine von der Südinsel auf die Nordinsel zu fliehen und seinen kleinen Bruder bei Onkel und Tante zurückzulassen. Das ist sein Weg, um sich selbst zu retten zu versuchen, denn er spürt, dass er in seiner eigenen Verzweiflung seinem Bruder auch nicht helfen kann: „Und nichts von alledem war wichtig. So klein wie ein Tropfen im Ozean. Empfand keine Schuld, weil ich Ari verlassen hatte. Hatte verdammt nochmal nichts übrig, um es ihm zu geben.“ (Gedanken von Taukiri, S. 211) Dann gibt es im Buch noch weitere Perspektiven, etwa die von Jade und Toko, über die ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten möchte. Oder die eines Geistes, der mit dem Wind weht und das Geschehen und auch die Vergangenheit kommentiert, damit auch etwa eine Verbindung zur dunklen Kolonialgeschichte Neuseelands herstellt und zu dem Leid, das den Maori dabei widerfahren ist und das eine der Wurzeln der transgenerationalen Traumata ist, die sie bis heute mit sich herumtragen: „Wenn nur die Schiffe, die Tag und Nacht gesegelt waren, um diese Inseln zu finden, Gitarren an Bord gehabt hätten statt Gewehre. Tamburine statt Opiate. Mehr Triangeln, weniger Bibeln.“ (Geisterstimme, S. 209) Dieses Buch ist keines, das sich einfach so konsumieren lässt. Es ist nicht linear erzählt, die Perspektiven und Zeiten wechseln und mir wurde vieles erst ab etwa der Mitte des Buches klar: etwa, wie die Familienstruktur genau zusammenhängt. Damit wurde rückblickend auch einiges klarer, was mich beim ersten Lesen noch verwirrt hatte. Insgesamt ist es ein Buch, das dazu auffordert, sich viel Zeit und Ruhe zum Lesen zu nehmen, sich Notizen zu machen, es mit anderen zu diskutieren und es im Idealfall mehrmals zu lesen, um möglichst viel seiner Tiefe, Zusammenhänge und Bezüge zu erfassen. Wer bereit ist, sich diese Zeit zu nehmen und sich auch emotional auf all die Trauer und Gewalt einzulassen, wird dafür mit einem ganz besonderen Buch betont: voll von Poesie und besonderer Sprache und mit zutiefst authentischen Erzählperspektiven, die sehr treffende Worte und Metaphern für die Erlebniswelt und Gefühle des Kindes, des Jugendlichen, aber auch der anderen Charaktere finden. Es ist ein Buch aus einer Welt, die mitteleuropäischen Lesenden ohne Neuseelanderfahrung in vielem fremd sein dürfte, insbesondere, da es sich um eine Maori-Familie handelt, die porträtiert wird. Dem kommt der Verlag mit einem sehr hilfreichen Glossar entgegen, in dem viele der neuartigen Begriffe und Konzepte in chronologischer Form zumindest kurz erklärt werden und das sehr hilft, diese einzuordnen. Aber auch dann braucht das Buch noch eine Offenheit, sich auf eine neuartige Welt und auf Perspektiven, von denen man viele vielleicht nicht auf den ersten Blick versteht oder einordnen kann, einzulassen. Wenn man das kann, macht es neugierig auf Neuseeland und die Maori und ihre Kultur und Geschichte. Ich kann dieses besondere Buch allen, die bereit sind, ihm den dafür notwendigen Raum und die nötige Zeit zu geben, sehr empfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    15.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein unglaubliches Buch mit zarter Poesie und starker Handlung.

    Das Cover finde ich sehr authentisch und schön gestaltet. Die Hintergrundfarbe und die Titelfarbe harmonieren wunderbar miteinander. Die Haptik des Hardcover Buches finde ich sehr ansprechend. Ich kannte die Autorin vorher noch nicht und war sehr gespannt auf das Buch. Die Geschichte spielt in Neuseeland, es geht um eine zerrüttete Familie und um Schild. Im Mittelpunkt stehen die Brüder Ari und Taukiri, deren Eltern sind verstorben und der ältere Taukiri lässt seinen kleinen Bruder bei deren Onkel und Tante zurück. Der achtjährige Ari leidet sehr unter dem Verhalten seines Onkels. Trost und Verbundenheit findet er bei der Nachbarn Beth. Tauk rutscht in die Dunkelheit der Gesellschaft ab. Gewalt und Drogen sind an der Tagesordnung und immer wieder droht ihn die Vergangenheit zu überrollen. Nur langsam kämpft er sich in die Gegenwart zurück und meldet sich bei Ari. Gibt es noch eine Chance für die Brüder? Der Roman hat mich tief bewegt. Die unglaubliche Sprache und Poesie sind magisch. Das Buch hat eine gewisse Schwere, manche Szenen waren sehr emotional und erdrückend und doch schafft es die Autorin immer wieder durch ihren brillanten Schreibstil die Handlung spannend zu gestalten. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

  • gaia

    5/5

    15.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gehalt- und gewaltvolle Geschichte um eine maorische Familie

    So facettenreich wie der abgebildete Vogel aus einem Kunstwerk des neuseeländischen Künstlers Totaea Rendell entfaltet sich auch der Debütroman der neuseeländischen Autorin mit Maori-Vorfahren Becky Manawatu. Dort lernen wir zunächst den achtjährigen Arama und seinen siebzehnjährigen Bruder Taukiri kennen, deren Eltern scheinbar ums Leben gekommen sind. Taukiri liefert seinen kleinen Bruder bei deren Tante Kat und Onkel Stu einfach nur ab und verschwindet danach auf die Nordinsel Neuseelands. Während sich die Wege der beiden Brüder trennen erlebt jeder Bruder für sich seine ganz eigene Hölle und auch ganz eigenen, leider nur seltene positiven Momente. Sie müssen nicht nur den Verlust ihrer Eltern verarbeiten sondern auch ihren Weg im Leben finden. Diesen Weg als holprig zu bezeichnen wäre massiv untertrieben, da Arama mit einem gewalttätigen Onkel zu kämpfen hat und Taukiri mit einem Abwärtsstrudel, der ihn zu verschlingen droht. Becky Manawatu inszeniert ihren Roman sehr geschickt, indem sie nur nach und nach Informationen zu den einzelnen Protagonisten freigibt und sich Zusammenhänge, die bis in die Großelterngeneration der beiden Brüder zurückgehen langsam aufdeckt. Das macht den Einstieg in den Roman nicht leicht, lohnt sich aber mit jeder weiteren gelesenen Seite. Die mit den Namen der im jeweiligen Kapitel verfolgten Personen überschriebenen Kapitel folgen nicht nur Arama und Taukiri sondern auch deren Vorfahren Jade und Toko. Auf diesen beiden Zeitebenen der Vergangenheit und Gegenwart nähern wir uns einem fulminanten Finale an, das Kapitel für Kapitel einen beim lesen gefangen nimmt. Wir erkennen, dass das Leben dieser Familie schon lange Zeit von Gewalt und Drogen geprägt ist und bis zum Schluss eine Gefahr für alle Beteiligten darstellt. Wobei es sich hier keinesfalls um ein reines Actionspektakel handelt, ganz im Gegenteil. Mitunter sehr leise und mit großartigen, wiederkehrenden sprachlichen Bildern arbeitet Manawatu die einzelnen Facetten ihrer Figuren und deren (Innen-)Leben heraus. Figuren, die zunächst von Grund auf böse erscheinen, bekommen im Verlauf eine mehrdimensionale Tiefe verliehen, selbst mit nur ganz kurzen Szenen und Sequenzen. Spiralen der Gewalt und Angst aber auch der Zusammenhang mit Liebe und Anziehung werden psychologisch authentisch an den Beispielen der Figuren aufgeschlüsselt. Und durch die Hinzunahme der Erzählebene um Jade und Toko bleibt der Roman auch kein reiner Coming-of-Age-Roman mit kindlichen/jugendlichen Protagonisten, sondern entfaltet seine Anziehungskraft auch für Leser:innen, die sich eher weniger in diesem Genre wohlfühlen. Letztlich habe ich mit allen Hauptfiguren bis zum Schluss mitgefiebert und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Durch den Stil des nach und nach Offenbarens lohnt hier sicherlich auch eine Zweitlektüre, um noch mehr Feinheiten der Geschichte erfassen zu können. Sprachlich zeigt die Autorin ein besonderes Talent, atemberaubende Metaphern für grundlegende, menschliche Bedürfnisse und Zwänge zu entwerfen. Wobei ihr Stil niemals „drüber“ ist, sondern trotzdem bodenständig und verständlich. Etwas „drüber“ finde ich allerdings den Drang des Verlags im Anhang im Rahmen des Glossars alle möglichen Begrifflichkeiten zu erläutern. Vollkommen hilfreich, sinnvoll und wissenswert ist dies bei den vielen Begriffen aus der maorischen Sprache, die im Text vorkommen. Das hat die Übersetzerin Jana Grohnert, ebenso wie natürlich beim gesamten Romantext, ganz hervorragend gemacht. Allerdings werden neben den maorischen Begriffen auch Worte der gegenwärtigen Sprachkultur wie Chewbacca, Hacky Sack oder Snapchat im Glossar erklärt, was kurios bis lächerlich wirkt. Hier hätte sich der Verlag meines Erachtens auf die maorischen Begriffe beschränken sollen. An einer Stelle ging es dann auch bei einer Anspielung auf den Film „Die Reifeprüfung“ mit der Übersetzerin oder dem Verlag durch, denn dort bieten sie im Glossar eine komplette Deutung der Anspielung im Roman an. Das hat nach meinem Empfinden dort nichts zu suchen und sollte dem Kombinationsvermögen der Leser:innen überlassen bleiben. Leider kennzeichnet der Verlag die im Glossar auftauchenden Worte auch nicht im eigentlich Romantext. Meine persönliche Präferenz wären hier Fußnoten direkt auf der entsprechenden Seite im Roman gewesen. Da diese Kleinigkeiten bezogen auf den Anhang zum Buch allerdings meine einzigen Kritikpunkte am Buch darstellen, ich ansonsten inhaltlich wie sprachlich den Roman wirklich toll finde ebenso wie die Covergestaltung, kann ich eine Lektüre aus diesem ansonsten in der deutschsprachigen Übersetzung nur selten vertretenen Region der Erde nur dringend empfehlen. 4,5/5 Sterne

Kundinnen und Kunden meinen

5

11

4

1

3

2

2

0

1

0

Bewertungen (14)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Auē