Produktbild: Goliaths Auge

Goliaths Auge

8

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42305

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.07.2026

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

205

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/2,1 cm

Gewicht

312 g

Farbe

Ozeanblau / Eisblau

Auflage

1

Originaltitel

El Ojo de Goliat

Übersetzt von

Kirsten Brandt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-758-1

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42305

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.07.2026

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

205

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/2,1 cm

Gewicht

312 g

Farbe

Ozeanblau / Eisblau

Auflage

1

Originaltitel

El Ojo de Goliat

Übersetzt von

Kirsten Brandt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-758-1

Herstelleradresse

mareverlag GmbH
Pickhuben 2
20457 Hamburg
DE

Email: mare@marbuch.de

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  • Lust_auf_literatur

    5/5

    05.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gruseliges Highlight!

    Manchmal habe ich richtig Lust auf einen so richtig oldfashioned Gruselroman voller Wahnsinn, Angst und Gewalt. Und natürlich bitte in literarischer Ausführung. „Goliaths Auge“ ist dafür ein absoluter Volltreffer! Der einzige Haken ist, dass er „leider nur“ 200 Seiten hat und somit ziemlich schnell konsumiert, denn aus der Hand legen kannst du das Buch nicht mehr, wenn du einmal angefangen hast. Wie die auf dem Klappentext referenzierten Werke von Robert Louis Stevenson und Edgar Allan Poe verschachtelt Muzzio seine Geschichte genretypisch in verschiedene Rahmenhandlungen. Auf der ersten Ebene lese ich vom Psychiater Dr. Pierce, der in seinem Institut in den 1920ern in Edinburgh einen merkwürdigen neuen Patienten angeliefert bekommt. Der Erste Weltkrieg ist gerade erst vorbei und der wahnsinnige Kriegsmoloch hat unzählige innerlich wie äußerlich versehrte Männer zurückgelassen. Auch der neue Patient von Dr. Pierce erlebte Schreckliches in den Schützengräben, doch sein Wahnsinn entstand während eines Wartungsaufenthaltes auf einem Leuchtturm. Und zwar nicht auf irgendeinem Leuchtturm, sondern auf einem mitten im Ozean gelegenen Leuchtturm namens Goliaths Auge, der berüchtigt und unbesetzt ist, seit sein früherer Leuchtturmwärter sich dort das Leben genommen hat. Was Bradley, der Patient während seines einsamen Aufenthalts auf dem Leuchtturm erlebt hat, kann ich praktischerweise in seinen erhaltenen Tagebucheinträgen nachlesen. In seinen verstörenden (!) Tagebucheinträgen… Also ich finde es schon ziemlich gruselig, wenn in altmodischer Sprache von Mördern, ausgestopften Tieren, menschenfressenden Vögeln und dem Grauen des Ersten Weltkrieges geschrieben wird. „Goliaths Auge“ besticht mit unglaublich authentischer düsterer und wahnhafter Atmosphäre und seinen unzuverlässigen Erzählern. Dabei geht es Diego Muzzio nicht nur um gruselige Effekte, sondern auch viel um die Psychologie seiner Figuren. Zweifellos haben sie große Schuld auf sich geladen, die sich jetzt wahnhaft manifestiert. Das Grauen, das die Menschen in Kriegen (und auch ohne) selbst über sich bringen, und die Verheerungen, die dadurch in den Seelen entstehen, prangert Muzzio unmissverständlich an. Besonders gefreut hat mich die kleine Referenz an eine wahre Geschichte, die auch Emma Stonex fiktiv in „Die Leuchtturmwärter“ bearbeitet und an die ich während des Lesens von „Goliaths Auge“ öfter denken musste.

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    5/5

    23.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Abgleiten in den Wahnsinn

    "Goliaths Auge" von Diego Muzzio ist ein kurzer Roman mit 205 Seiten, der es aber in sich hat! Ich liebe die Bücher aus dem mare-Verlag und wurde auch hier nicht enttäuscht! Dr. Pierce ist Psychiater einer Nervenheilanstalt in den 20er Jahren. Er arbeitet mit neuen Hypnosetechniken und will dazu auch Vorträge halten und ein Fachbuch herausbringen. Ihm wird vom Vorstand des Northern Lighthouse Board ein neuer Patient gebracht der seltsame Verhaltensweisen aufweist. Er ist Ingenieur und war zuletzt als Inspekteur auf dem Leuchtturm Goliaths Auge eingesetzt. Seit er von dort zurückgekehrt ist und von seiner Zwangsjacke befreit wird, wirft er sich auf den Boden und beginnt mit Schwimmbewegungen. Er ist nicht ansprechbar, einzig sein Tagebuch gibt Einblick in seine Erlebnisse in Goliaths Auge und sein Leben. Wir begegnen in diesem Roman Dr. Pierce und dem Ingenieur Bradley, den beiden Hauptprotagonisten. Ansonsten kommt der Roman mit wenigen Personen aus. Dr. Pierce hat im Krieg eine Verletzung durch einen Granatsplitter erlitten. Da dieser Splitter immer noch in seinem Kopf sitzt, leidet er an immer wieder auftretenden Schmerzen, die er mit Morphium bekämpft. Ingenieur Bradley lernen wir nicht nur als Patient, sondern auch durch sein Tagebuch kennen. Diego Muzzio schildert beide Persönlichkeiten sehr genau und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Das langsame Abgleiten aus der Einsamkeit in den Wahnsinn Breadleys ist hervorragend ausgearbeitet und treibt den Lesenden doch den einen oder anderen Schauer den Rücken herunter. Die Beschreibungen des Meeres, des Leuchtturms und der Einsamkeit sind sehr atmosphärisch. Ohne jeden Sozialkontakt auf einer einsamen Insel in einem maroden Leuchtturm, grausam! Beide Charaktere kämpfen dazu noch mit ihren Kriegstraumata.. Während der Lektüre wurde mir an manchen Stellen nicht wirklich klar, was jetzt eigentlich Wahn, Halluzination oder Wirklichkeit ist und genau das macht den Roman auch aus! Das Cover mit dem wellenumtosten Leuchtturm und dem Albatros, der um den Leuchtturm kreist passt hervorragend zum Roman und vermittelt die Düsternis , in der sich Bradley befindet. Ich werde über diesen Roman sicher noch lange nachdenken und ihn auch mit etwas Abstand noch einmal lesen. Dieser Roman beschäftigt die Lesenden auch über das Ende hinaus und ist auf jeden Fall empfehlenswert und bekommt von mir 5 Sterne!

  • MarcoL

    aus Füssen

    4/5

    08.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Guter Schauerroman im alten Stil. Leseempfehlung!

    Eine schaurige Lektüre gefällig? Manchmal leicht verstörend, trotzdem gut unterhaltend? Mit historischem Setting? Fans von E. A. Poe? Dann scheint dieser Roman genau das richtige zu sein. Dann stell dir vor, du bist Leuchtturmwärter. Allein. Dein Arbeitsort „Goliaths Auge“: die Abgelegenheit und Einsamkeit pur. Versorgungsschiffe? Vielleicht alle heiligen Zeiten mal, sofern es Wind und Wetter erlauben. Und das kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Und du findest dort ein Tagebuch von deinem Vorgänger. Die Lektüre: nicht gerade aufbauend. Du überlebst, wirst gerettet – kommst nach Edinburgh in die Nervenheilanstalt. Und dein behandelnder Arzt sieht in dir endlich DIE Chance, internationalem Ruhm zu erlangen. Also bist du Opfer hoch zwei. Seine bisherigen Patienten sind alle stark traumatisiert von den Gräuel des Krieges (die auch nicht unerwähnt bleiben). In der Hab-mich-lieb-Jacke wirst du eingeliefert, und kaum derer befreit, verfällst du in deiner Zelle in manische Schwimmbewegungen. Faszinierend. Findet einzig und allein dein Arzt Dr. Pierce. Nun ja, - wirst du Heilung erfahren? Wo beginnt die Wirklichkeit, wo hört der Wahn auf. Wer ist letztendlich Patient und Opfer? Denn auch Dr. Pierce hat einen Leidensweg hinter sich … und was geschah wirklich? Oder anders ausgedrückt: Trauma meets Trauma und die Grenzen verschwimmen wie der Horizont auf sturmumtoster offener See. Der Roman ist sehr im Stile des Großmeisters Poe verfasst, spielt mit unseren Nerven und auch unserer Geduld. Die Sprache ist leider manchmal etwas holprig, Zusammenhänge sind oftmals erst auf den zweiten Blick erkennbar. Aber nichts desto trotz zieht uns der Autor in den Bann seiner Worte. Der Spannungsbogen bleibt erhalten, und mit (fast) jeder Seite sehnen wir uns der Auflösung entgegen, werden mit der Macht der traumatisierenden Erlebnisse der beiden Hauptprotagonisten mit voller Wucht konfrontiert. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für diesen Roman, der im Original 2023 erschien, und sich hinter seinen „Vorbildern“ nicht zu verstecken braucht.

  • Karina

    aus Wiesbaden

    4/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Höllen Leuchtturm

    Puh, ich weiß gar nicht so recht, wie ich eine meiner neusten Errungenschaften aus dem Mare Verlag beschreiben soll ... Kennt ihr das, wenn euch ein Buch völlig fesselt, euch zu keiner Zeit langweilt, ihr es unglaublich gerne lest - und es trotzdem nicht ganz versteht? Genau so geht es mir gerade mit 'Goliaths Auge' von Diego Muzzio. Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse dreier Männer, deren Geschichten miteinander verknüpft werden. Und was sie alle verbindet, ist ... der Wahnsinn. Der Psychiater Dr. Pierce möchte Kriegsversehrten helfen, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten - allerdings nicht mit den damals, um 1920, üblichen brachialen Methoden, sondern mithilfe verschiedener Hypnoseverfahren. Sein neuester Patienten, der Ingenieur David Bradley, ist dabei ein ganz besonderer Fall. Und von ihm erfahren wir nach und nach auch, warum. Über Bradleys Tagebuchs begleiten wir ihn auf seinem Weg zu Goliaths Auge, dem schlimmsten aller Leuchttürme. Die kleine, karge Insel, die Einsamkeit und die rohe, unbarmherzige Flora und Fauna haben Bradley nachhaltig geprägt. Doch auch über den vorherigen Leuchtturmwärter Juan Evans erfahren wir immer mehr - und das lediglich durch Tagebucheinträge, vage Erzählungen und Zeitungsartikel. Evans war ein verurteilter Mörder, für den dieser einsame Leuchtturm mitten im Meer die einzige Möglichkeit war, einer lebenslangen Haftstrafe zu entkommen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die unglaubliche Sogwirkung, die Muzzio mit seinen Beschreibungen erzeugt. Über der gesamten Geschichte liegt ein unterschwelliger Grusel, eine beklemmende und zunehmend unheilvolle Stimmung. Man hat ständig das Gefühl, dass etwas nicht stimmt - und genau das hat für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht. Ob ich am Ende alles verstanden oder richtig interpretiert habe? Ganz ehrlich: Ich bin mir nicht sicher. Ich war definitiv das ein oder andere Mal irritiert. Aber erstaunlicherweise hat mich das hier überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil: Irgendwie hat genau diese Verwirrung die beklemmende Atmosphäre noch verstärkt. Wer also nach all den sommerlichen Romanen mal wieder Lust auf etwas Düsteres, Unheimliches und leicht Verstörendes hat, sollte unbedingt zu 'Goliaths Auge' greifen. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten.

  • Jukebook_juliet

    4/5

    23.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düster und atmosphärisch

    Inhalt: Edinburgh in den 1920ern: Der Psychiater Dr. Pierce erprobt innovative Hypnosemethoden an seinen Kriegsversehrten Patienten, als eines Nachts der Vorstand des Northern Lighthouse Board an die Pforten seiner Nervenheilanstalt klopft. Er ersucht Heilung für den Ingenieur David Bradley. Seit Bradley von der Inspektion des argentinischen Leuchtturms Goliaths Auge zurückgekehrt ist, verfällt er, kaum von seiner Zwangsjacke befreit, stumm in manische Schwimmbewegungen. Einziges Zeugnis der vergangenen Wochen ist sein Tagebuch, das Grausames erahnen lässt. Dr. Pierce ist fasziniert – Bradleys Heilung soll ihm als sein Meisterstück zu internationaler Anerkennung verhelfen. Doch auch seine eigene Vergangenheit wirft schwarze Schatten, und je tiefer er sich in den Fall versenkt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Psychiater und Patienten, zwischen Wahn und Wirklichkeit. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Meine Meinung: Die düstere Atmosphäre dieses Romans hat mich schnell in den Bann gezogen. Ich konnte die ganze Zeit eine gewisse unterschwellige Spannung spüren, die mich sehr neugierig auf die weitere Geschichte machte. Das große, übergeordnete Thema dieses Romans ist das Trauma des Krieges. Der Psychiater Dr. Pierce sowie der Ingenieur Bradley sind interessante Charaktere, die ich gerne verfolgt habe. Besonders Bradleys Leben in dem einsamen Leuchtturm fand ich fesselnd, auch wenn alles unglaublich bedrückend und kalt wirkte. Mein Bauchgefühl sagte mir die ganze Zeit, dass da noch etwas kommt… Und ja, da kam etwas! Der einzige Kritikpunkt ist, dass ich 205 Seiten zu wenig für diese faszinierende Geschichte finde und man noch mehr (mit mehr Seiten) hätte daraus machen können. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Fazit: Für Liebhaber von Mystery Geschichten wie Shutter Island. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Meine Bewertung: 4/5 Sterne

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Isolation und Wahnsinn

    Dieses Buch vereint vieles, was ich an Gruselromanen liebe. Ein isoliertes Setting ohne Chance auf Flucht, Horror den man eher fühlt als sieht und ein Protagonist, der langsam aber sicher dem Wahnsinn anheim fällt. Sprachlich ist das Ganze zwar eher ruhig erzählt, aber das passt genau zur Atmosphäre der Geschichte, die keine Schockeffekte braucht, um Gänsehaut zu erzeugen. Ein echter Geheimtipp für Horror Fans.
  • Zum Bewerterprofil von Alina Hopf

    Alina Hopf

    Thalia Hagen

    Buchhändler*in

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    2/5

    15.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Moderner R.L. Stevenson

    Ein aktuelles Buch, das sich liest wie ein Horrorroman aus dem 19. Jahrhundert. Der Roman ist sehr ruhig, teilweise wirr und wie im Wahn erzählt. Man merkt immer wieder die Einflüsse von "Dr.Jekyll und Mr.Hyde", da die Motive mit Angst, Gewalt und Identitätsverlust auch hier eine große Rolle spielen. Ich war zunächst sehr gefesselt von diesem besonderen Buch, das Ende konnte meine Erwartungen aber leider gar nicht erfüllen.

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