Produktbild: Die Frauen hinter der Tür

Die Frauen hinter der Tür Der neue Paula-Spencer-Roman von Booker-Preisträger Roddy Doyle

14

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.04.2025

Verlag

GOYA

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,1/14,1/3,1 cm

Gewicht

500 g

Farbe

Schwarz / Hellbraun

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sabine Längsfeld

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4967-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.04.2025

Verlag

GOYA

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,1/14,1/3,1 cm

Gewicht

500 g

Farbe

Schwarz / Hellbraun

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sabine Längsfeld

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4967-4

Herstelleradresse

Jumbo Neue Medien + Verla
Henriettenstraße 42a
20259 Hamburg
DE

Email: customer.service@edel.com

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  • Bewertung

    aus Schönebeck

    5/5

    05.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Frauen hinter der Tür

    In dieser feinfühligen, eindringlichen Geschichte entfaltet sich eine leise, aber kraftvolle Mutter-Tochter-Beziehung, die von Narben, generationsübergreifendem Schmerz – und unerschütterlicher Liebe – geprägt ist. Die Hauptfigur Paula Spencer, eine Frau, die viel verloren, aber noch mehr überlebt hat, steht im Mittelpunkt eines Romans, der zutiefst menschlich ist. Paula ist keine Heldin im klassischen Sinne, aber eine Figur, die man respektiert, vielleicht sogar bewundert: Sie hat dem Alkohol abgeschworen, ihre Vergangenheit mit einem gewalttätigen Ehemann überlebt und ein einfaches, aber eigenständiges Leben aufgebaut. Dass sie trotz alledem Halt in ihrem Alltag findet – in ihrem Job, in ihrem Partner Joe, in Freundschaften und vor allem in ihrer Familie – macht sie so glaubwürdig und nahbar. Als ihre älteste Tochter Nicola plötzlich auftaucht, wird diese mühsam erarbeitete Ordnung auf die Probe gestellt. Nicola, die erfolgreiche, kontrollierte, scheinbar unerschütterliche Tochter, steht vor dem Abgrund – und sucht Zuflucht bei der Frau, deren Fehler sie so lange mitgetragen hat. Was folgt, ist kein dramatischer Knall, sondern ein feines, schrittweises Offenlegen dessen, was zwischen Mutter und Tochter nie gesagt, aber immer gespürt wurde. Zwischen Erinnerungen und neuen Wahrheiten, zwischen Scham, Stolz, Schuld und Verständnis entsteht ein intensiver, authentischer Dialog. Der Roman zeigt, wie unausgesprochene Traumata von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden – aber auch, dass es nie zu spät ist, sich einander zuzuwenden. Der Erzählstil ist zurückhaltend und präzise, manchmal fast spröde – was hervorragend zum Thema passt. Ohne Pathos, aber mit großer emotionaler Tiefe gelingt es der Autorin, ein vielschichtiges Porträt zweier Frauen zu zeichnen, die auf ihre eigene Weise kämpfen, lieben und hoffen. Fazit: Diese Geschichte ist nicht laut, nicht spektakulär – aber sie geht unter die Haut. Dies ist ein bewegender Roman über Heilung, Verantwortung und die fragile, aber starke Verbindung zwischen Mutter und Tochter. Ein Buch, das lange nachhallt – ehrlich, lebensklug und voller leiser Hoffnung.

  • Bewertung

    5/5

    13.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine dynamische Mutter-Tochter Geschichte mit Tiefgang

    Das Cover hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. Die Frau, die einen direkt anschaut hat mich gefesselt. Ich kannte den Autor davor noch nicht und war gespannt auf den Roman. Der Titel ist gut gewählt und die Haptik des Hardcover Buches ist ansprechend. In dem Roman geht es um die Mutter-Tochter Beziehung von Paula und Nichola. Paula hatte ein bewegtes Leben und ist mit sich im Reinen, sie ist Mutter, Großmutter, Freundin und Partnerin. Auch ist sie trockene Alkoholikerin. Also ihre älteste Tochter Nichola vor der Tür steht gerät Paulas aufgebaute Welt ins wanken. Alte Wunden reißen auf, Erinnerungen aus vorherigen Jahren tauchen auf. Geister der Vergangenheit quälen sie. Paula lässt ihr Leben nochmal ablaufen und lässt den Leser daran teilhaben. Man lernt diesen Charakter in vielen Facetten kennen. Die Themen Alkoholismus und häusliche Gewalt werden in diesem Buch behandelt. Ich finde die Themen sehr wichtig und gut angesprochen. Ich wurde mit den Charakteren nicht ganz warm, sie wirkten sehr unnahbar. Der Schreibstil war erfrischend anders. Ein emotionales und aufwühlendes Buch.

  • meerblick

    5/5

    25.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vererbtes Trauma

    In ‘Die Frauen hinter der Tür‘ von Roddy Doyle, dem irischen Schriftsteller und Drehbuchautor – ausgezeichnet mit dem Booker Prize -, erzählt der Autor die Geschichte von Paula Spencer, einer Frau, deren Leben von häuslicher Gewalt und schwerem Alkoholismus geprägt war. Nun in den Anfangsjahren der Pandemie fühlt sie sich frei und unabhängig. Sie lebt allein, trifft ab und zu einen Mann, der sie versteht, mit dem sie sich unterhalten kann. Ihre vier Kinder sind erwachsen, führen ihren eigenen Haushalt. Sie hat einen Job, der ihr Spaß macht und sie ernährt. Eines Tages steht ihre älteste Tochter Nicola vor ihrer Tür, das Kind, welches stets Stärke und Selbstbewusstsein verkörperte, die die Hürden des Alltags scheinbar spielend meistert. Sie will ihre Familie verlassen, die perfekte Vorzeigefamilie. Das ist die Ausgangssituation, in welcher sich ein schmerzhaftes, ehrliches Mutter Tochter Gespräch entwickelt, das einen Konflikt, der bereits über Generationen existiert, in den Mittelpunkt stellt. Dabei verschieben sich stets die Grenzen zwischen den beiden Frauen, zwischen Mutter sein und hilfesuchender Tochter. Roddy Doyle zeichnet ein schonungslos ehrliches Bild einer Frau, die in ihrem Leben das Schuldbekenntnis allein für sich in Anspruch nimmt, die ihre Unsicherheit immer wieder zur Schau stellt, in dem Gespräch allerdings eine Chance sieht, ihre Mutterrolle gegenüber der starken, selbstsicher auftretenden Tochter anzunehmen und zu vertreten. Schlagfertige Wortwechsel geben der Geschichte eine gewisse Würze, verleihen diesen doch recht schweren Themen eine kaum zu glaubende Einfachheit. Paulas Gedanken widerspiegeln ein Bild der Gegensätze, in dem sie ihre fürsorgliche, liebende Seite sehr schnell in die Opferrolle verwandelt. Ein lesenswerter Roman, der unter die Haut geht!

  • meerblick

    5/5

    25.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vererbtes Trauma In ‘Die…

    Vererbtes Trauma In ‘Die Frauen hinter der Tür‘ von Roddy Doyle, dem irischen Schriftsteller und Drehbuchautor – ausgezeichnet mit dem Booker Prize -, erzählt der Autor die Geschichte von Paula Spencer, einer Frau, deren Leben von häuslicher Gewalt und schwerem Alkoholismus geprägt war. Nun in den Anfangsjahren der Pandemie fühlt sie sich frei und unabhängig. Sie lebt allein, trifft ab und zu einen Mann, der sie versteht, mit dem sie sich unterhalten kann. Ihre vier Kinder sind erwachsen, führen ihren eigenen Haushalt. Sie hat einen Job, der ihr Spaß macht und sie ernährt. Eines Tages steht ihre älteste Tochter Nicola vor ihrer Tür, das Kind, welches stets Stärke und Selbstbewusstsein verkörperte, die die Hürden des Alltags scheinbar spielend meistert. Sie will ihre Familie verlassen, die perfekte Vorzeigefamilie. Das ist die Ausgangssituation, in welcher sich ein schmerzhaftes, ehrliches Mutter Tochter Gespräch entwickelt, das einen Konflikt, der bereits über Generationen existiert, in den Mittelpunkt stellt. Dabei verschieben sich stets die Grenzen zwischen den beiden Frauen, zwischen Mutter sein und hilfesuchender Tochter. Roddy Doyle zeichnet ein schonungslos ehrliches Bild einer Frau, die in ihrem Leben das Schuldbekenntnis allein für sich in Anspruch nimmt, die ihre Unsicherheit immer wieder zur Schau stellt, in dem Gespräch allerdings eine Chance sieht, ihre Mutterrolle gegenüber der starken, selbstsicher auftretenden Tochter anzunehmen und zu vertreten. Schlagfertige Wortwechsel geben der Geschichte eine gewisse Würze, verleihen diesen doch recht schweren Themen eine kaum zu glaubende Einfachheit. Paulas Gedanken widerspiegeln ein Bild der Gegensätze, in dem sie ihre fürsorgliche, liebende Seite sehr schnell in die Opferrolle verwandelt. Ein lesenswerter Roman, der unter die Haut geht!

  • EineMami

    3/5

    30.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Sowas wie Vergangenheit existiert nicht“

    Paula, Ende 60, hat ein bewegtes Leben hinter sich. Als Opfer häuslicher Gewalt, überforderte Mutter und ehemalige Alkoholikerin, weiß sie, was Schmerz und Scham bedeuten. Auch nach vielen Jahren holen die Erinnerungen sie noch immer ein. Doch das ist kein Vergleich zu dem Moment, in dem ihre älteste und stets perfekte Tochter Nicola auf ihrer Matte steht. Mitten in der Corona-Krise. Nicola hat ihr Leben immer im Griff, das dachte Paula. Doch die Vergangenheit ist unerbittlich und Nicolas Zusammenbruch bringt sie roh und schmerzvoll in die Gegenwart. Können die beiden Frauen Heilung finden? Was mir zuerst auffiel, als ich Roddy Doyles „Die Frauen hinter der Tür“ anfing zu lesen, war der außergewöhnliche und atmosphärische Schreibstil. Seine Dialoge sind zahlreich, echt, authentisch, schonungslos und gespickt mit sarkastischem Humor. Ich bin nach wie vor erstaunt, wie explizit er sich in die Rolle der beiden Frauen hineinversetzen konnte. Wenn auch nicht gerade schmeichelhaft, mitunter sogar sehr unsensibel. Hier hat sich der Autor ganz schön was getraut, finde ich. Der Fokus des Buches liegt auf Paulas Entwicklung, die weitreichenden Auswirkungen ihres Lebens auf ihre Kinder, insbesondere auf Nicola. Gequält von der Vergangenheit, wird klar, dass Paula diese nie aufgearbeitet hat, schon gar nicht mit ihren Kindern. Es kommen dunkle Kapitel ans Licht und der Ausgang ist ungewiss. Vor allem für Paulas und Nicolas Beziehung. Teilweise ist die Geschichte unglaublich langatmig und verworren. Die Zeitsprünge sind schwer nachvollziehbar, aber das gesamte Konstrukt durchaus künstlerisch. Dadurch aber nicht leicht zu lesen. Man muss bewusst dabei sein, darf nicht alles hinterfragen und am Ende damit klarkommen, dass vieles ungeklärt bleibt.

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    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schmerz und Stärke

    Ein weiteres literarisches Highlight aus dem Buchprogramm von Goyalit ist Roddy Doyle‘s „Die Frauen hinter der Tür.“ Wir tauchen tief in die Gedanken einer Frau in den mittleren Sechzigern ein, eine vierfache Mutter, die Schreckliches erlebt hat. Sie hat die Alkoholsucht überwunden, an Körper und Seele geheilt und blickt niemals zurück - ihre Stärke ist beeindruckend. Freundschaften geben Halt, ebenso der neue Mann an ihrer Seite. Eine Entscheidung ihrer Tochter bringt sie dazu, Vergangenes Revue passieren zu lassen, wobei häusliche Gewalt und Missbrauch durch den verstorbenen Ehemann eine zentrale Rolle spielen. Als die Corona Pandemie Irland erreicht, kommt längst Überfälliges und Unausgesprochenes ans Licht. Ich lauschte dieser Erzählung gebannt, die Sprecherin erweckt die Hauptfigur auf meisterhafte Weise zum Leben.

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