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Ein Sohn von zwei Müttern Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.02.2024

Verlag

Tropen

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/2,6 cm

Gewicht

372 g

Auflage

1. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

EAN

2710000129028

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Beschreibung

Rezension

»Auch in diesem Roman bleibt er seinem coolen, an amerikanischer Literatur, an Filmen und Popsongs gewachsenen, knappen, direkten und immer leise ironischen Tonfall treu. […] Dobler aber bringt Coolness und Wärme in Einklang. So streng er gegen sich selbst und jeden Kitsch ist, so offen bleibt er in jedem Satz für Gefühle, auch wenn diese die Souveränität des Welt erzeugenden Autors zu unterminieren trachten. Franz Dobler ist ein Mensch, im jiddischen Wortsinn, und sein Buch ist schön, berührend, große Kunst.« Ulrich Gutmair, Wochentaz, 17. – 23. Februar 2024 ("Wochentaz")
»Doblers Schreibstil ist lakonisch, auch pragmatisch im Tonfall. Seine Sprache vermeidet überflüssige Schnörkel, ist geprägt von Rhythmus, manchmal auch atemlos. Musikalisch.« Christiane Wechselberger, Münchner Feuilleton, August/September 2024 ("Münchner Feuilleton")
»Dobler schreibt lakonisch, elegant, souverän und lustig über ein Dasein, das kein Schicksal ist. Es ist schlussendlich schon auch ein Buch über eine Adoption, vor allem aber eines über die Suche nach dem Eigenen im Leben.« Frédéric Valin, nd, 18. Juli 2024 ("nd")
»Dobler legt die Hauptfigur in Ein Sohn von zwei Müttern wie die scheinbar hartgesottenen Ermittler in seinen Krimis an, sie ist so ruppig wie einfühlsam. Und so wie der Protagonist zu Beginn im Flugzeug sitzt, aber gar nicht so recht am Ziel ankommen mag, verhält es sich auch mit diesem intellektuell anregenden, aber auch emotional tiefgründigen Roman, bei dem der Erzähler weiß, dass er „keinen Abschluss, kein Ende finden und nicht fertig werden würde“.« Holger Moos, Goethe Institut, Juni 2024 ("Goethe Institut")
»Klingt nicht nach Dobler, ist aber ein perfekter Dobler. Lang hat sich der Autor gegen die eigene Geschichte gesträubt; es ist ein Glück, dass er sie nun doch aufgeschrieben hat.« Thomas Kretschmer, MUH, Ausgabe 52, Frühling 2024 ("MUH")
»sehr spannend geschrieben, sehr gut zu lesen« Elke Heidenreich, Spiegel Kultur, 05. April 2024 ("Spiegel Kultur")
»[A]uch bei solch einem persönlichen Thema kann Dobler überaus elegant ausweichen und beweisen, welch großer Stilist er ist.« Irene Schwingenschlögl, Film, Sound & Media, April 2024 ("Film Sound & Media")
»Franz Dobler schert sich […] nicht um Genres und deswegen ist dieses Buch auch in weiten Teilen eine Materialsammlung zum Thema Adoption, wie es sie vielleicht in der toll erzählten Fülle und Dichte noch gar nicht gibt.« Martin Gaiser, FreeFM, 22. März 2024 ("Freunde reden Tacheles - Radio freeFM")
»Doblers Versuch, sich schreibend eines Themas zu entledigen, das sich innerlich so lange aufgestaut hatte, ist eine hochinteressante Auseinandersetzung mit den großen Fragen des Lebens.« Volker Isfort, Abendzeitung, 15. März 2024 ("Abendzeitung")
»Es ist geradezu anrührend, wenn Dobler, gewissermaßen der Cowboy unter den deutschen Literaten, über seine „Mama“ schreibt – der ganz harte Mann und sein weicher Kern.« Hartmut Horstmann, Westfalen-Blatt, 06. März 2024 ("Westfalen-Blatt")

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.02.2024

Verlag

Tropen

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/2,6 cm

Gewicht

372 g

Auflage

1. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

EAN

2710000129028

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  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    17.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich bin ein Adoptivkind

    Franz Doblers Roman „Ein Sohn von zwei Müttern“ besticht mit der Geschichte von Adoptivkindern. Der Schreibstil ist ganz ordentlich, aber mir ist es nicht rund genug. Die Geschichte des bayrischen Jungen ist interessant. Als 60jähriger Mann sitzt er im Flugzeug auf den Weg nach New York zu seiner leiblichen Mutter. Da gehen seine Gedanken spazieren, er war ein glückliches Kind. Die Probleme, die es mit seinem Vater gab, waren ganz natürlich. Das sieht er auch so. In dem Roman werden noch viele Adoptionskinder erwähnt. Alles in allem eine unterhaltsame Geschichte, die ich empfehlen kann.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    19.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gedanken zur Adoption

    Franz Dobler blickt hier auf das Thema Adoption, was an sich ein interessantes Thema ist. Es werden auch sehr interessante Blicke auf diese Thematik in dem Roman „Ein Sohn von zwei Müttern“ der Leserschaft präsentiert. Doch für meine Begriffe geschieht dies etwas ungeordnet und wirr, so dass das Lesen des Buches dadurch erschwert wird, was der anspruchsvollen Thematik etwas schadet. Denn dieser unstrukturierte Aufbau des Romans lässt den roten Faden des Buches etwas in einem Nebel verschwinden.  Das Buch beleuchtet die Gedanken und Fragen, die sich vor jemandem auftun, der erfährt, dass er oder sie adoptiert wurde. Fragen, die ins Negative gerückt werden können, was sicher sehr oft geschieht, die man aber auch aus einem weniger verletzten Moment betrachten könnte. Was der Autor dankenswerterweise hier in seinem Buch versucht. Was ihm auch gelingt, denn die Leserschaft blickt ja auch aus diesen Augen des Autors und lernt dabei. Denn dieses Schwarz-Weiß-Denken zu dieser Thematik kann nur wenig zielführend sein. Denn was sollen Schuldzuschreibungen hier verbessern. Es ist wie es ist. Auch wenn so eine Sicht verdammt schwer sein wird. Aber das Leben präsentiert die Aufgaben, die gelöst werden sollen und auch gelöst werden müssen.  Es sind interessante Gedankengänge, die der Autor Franz Dobler hier in seinem Buch „Ein Sohn von zwei Müttern“ präsentiert, die in der Struktur des Buches etwas schwer zu erfassen sind, aber deshalb nicht weniger wichtig sind.  Von daher bleibt dran, es ist zwar eine etwas schwere Geburt, aber die Gedankengänge zu diesem Buch sind dennoch interessant und sie lohnen sich. Besonders diejenigen unter uns, die mit Menschen zu tun haben und/oder diejenigen, die an menschlichem Denken und Handeln interessiert sind, werden hier Interessantes finden.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    3/5

    27.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch kam in Wellen ....

    EIN SOHN VON ZWEI MÜTTERN Franz Dobler Der Junge war nur vier Monate im Heim, bevor er von liebenden Eltern, dem Eisenbahner und seiner Frau adoptiert wurde. Aus diesem Grund hat der Junge zwei Mütter: Eine Mama, die sich anfühlte wie eine richtige Mama und eine Mutter, die ihn direkt nach der Geburt „freigegeben" hat - freigegeben, weil er bei ihr wahrscheinlich kein gutes Leben gehabt hätte. Wenn er darüber nachdenkt, hat er sogar drei Mütter, denn seine 13 Jahre ältere Schwester war auch eine Art Mama für ihn. Seine Mutter, also die Frau, die er erst spät kennenlernen sollte, vermisst er nicht. Auch nicht seinen Erzeuger, einen Perser, der nur ein One-Night-Stand war. Der Junge fühlte sich bei seiner Familie wohl - er hatte es gut getroffen. Nun sitzt der ehemalige Junge -jetzt ein Mann - im Flugzeug auf dem Weg zu seiner Mutter nach Amerika. Er hatte sie vor 30 Jahren kennengelernt, aber der Kontakt war erneut abgebrochen. Seine Mama ist schon seit 20 Jahren tot. Auf diesen Flug macht er sich Gedanken über seine Adoption; Adoptionen im allgemeinen - obwohl er sich nie adoptiert gefühlt hat und mit sich im Reinen ist (was das ganze Thema Adoption betrifft). Aber wo er schon mal dabei ist, lässt er seine Gedanken schweifen und überdenkt sein Leben als Junge mit persischen Wurzeln in einer bayrischen Kleinstadt … „Die Probleme mit seinem Vater waren für ihn eigentlich nichts Besonderes. Die meisten seiner Freunde und Kumpels hatten Probleme mit den Eltern, vor allem mit den Vätern, obwohl ihre Väter in der Regel eine Generation jünger waren als sein Vater und nicht im Krieg für Nazideutschland gekämpft hatten. Diese Männer kommandierten gern, das war alte Sitte, der Mann war Familienvorstand. Aber es gab eben diesen einen Unterschied: Wenn die Jungs Probleme machten, mussten sich die anderen Väter nicht fragen, von welchem Bastard der Sohn das böse Blut vererbt bekommen hatte, denn es war ja ihr eigenes Blut …“ (S. 87) Für mich kam dieses Buch in Wellen: Vom Sachbuch zum Young-Adult-Buch, dann wieder Sachbuch und zurück zum Roman. Wenige Sequenzen waren so spannend, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, andere Passagen konnten mich so gar nicht greifen. Viele Berichte über die Adoptionen und die Gefühlswelt der adoptierten Kinder fand ich unglaublich spannend, perfekt in Szene gesetzt und beeindruckend recherchiert. Die Beschreibung seiner Jugend hingegen fand ich nicht tiefgründig genug, fast flach. Ja, ein paar Szenen waren unglaublich krass und seine spitze Zunge gefiel mir auch - leider verebbte diese in der zweiten Hälfte des Buches. Irgendetwas hat mir in diesem Buch gefehlt oder war es der unstrukturierte Aufbau des Buches? Von mir gibt es leider nur 2½ / 5 und eine Leseempfehlung kann ich nur für Kinder/Eltern, die adoptiert sind/haben aussprechen.

  • Hornita

    aus Augsburg

    3/5

    17.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Behandelt viele Aspekte, ist…

    Behandelt viele Aspekte, ist aber sehr unstrukturiert; Für mich hatte das Buch Licht und Schatten. Der Autor beschreibt mehr oder weniger Ereignisse in seinem Leben, bei denen das Thema Adoption allgemein oder bezogen auf seine konkrete Erfahrung zur Sprache kam, was manchmal sehr interessant ist, aber manchmal sehr abschweift und Dinge behandelt, die mit dem Thema nichts zu tun haben und die ich auch nicht als besonders interessant empfand. Die Lebensumstände zur Zeit der Adoption und das Aufwachsen im ländlichen Bayern werden dagegen sehr nachvollziehbar und treffend beschrieben. Was mir nicht gefallen hat war die gekünstelte Spannungskurve: Das Buch startet mit dem Flug zur leiblichen Mutter, die der Leser dann aber sehr lange nicht kennenlernt und die eigentlich nie richtig greifbar wird. Vielleicht sollte das gerade so sein und eine message transportieren, aber ich hatte immer den Eindruck, dass noch etwas fehlt. Der Text ist insgesamt ziemlich unstrukturiert und auch wenn der Schreibstil angenehm ist, so kann ich doch nicht mehr als drei Sterne vergeben, da ich manchmal froh war, dass das Buch recht kurz ist.

  • Hornita

    aus Augsburg

    3/5

    17.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Behandelt viele Aspekte, ist aber sehr unstrukturiert

    Für mich hatte das Buch Licht und Schatten. Der Autor beschreibt mehr oder weniger Ereignisse in seinem Leben, bei denen das Thema Adoption allgemein oder bezogen auf seine konkrete Erfahrung zur Sprache kam, was manchmal sehr interessant ist, aber manchmal sehr abschweift und Dinge behandelt, die mit dem Thema nichts zu tun haben und die ich auch nicht als besonders interessant empfand. Die Lebensumstände zur Zeit der Adoption und das Aufwachsen im ländlichen Bayern werden dagegen sehr nachvollziehbar und treffend beschrieben. Was mir nicht gefallen hat war die gekünstelte Spannungskurve: Das Buch startet mit dem Flug zur leiblichen Mutter, die der Leser dann aber sehr lange nicht kennenlernt und die eigentlich nie richtig greifbar wird. Vielleicht sollte das gerade so sein und eine message transportieren, aber ich hatte immer den Eindruck, dass noch etwas fehlt. Der Text ist insgesamt ziemlich unstrukturiert und auch wenn der Schreibstil angenehm ist, so kann ich doch nicht mehr als drei Sterne vergeben, da ich manchmal froh war, dass das Buch recht kurz ist.

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    Claudius Kaboth

    Thalia Mannheim – Planken

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    4/5

    19.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Franz ist ein Glücksgriff

    Dobler schreibt so unglaublich ehrlich, derb und herzlich, abgebrüht und empfindsam über sein Leben als adoptierter Sohn. Eindrücklich auch, wie er immer wieder sich selbst befragt, zweifelnd, ob das überhaupt so wichtig wäre, seine klugen Analysen von Texten über Adoption und wie sich seine persönliche Geschichte in seinen Romanen wiederspiegelt. Ein spannedes Zeitporträt der Nachkriegszeit und der wilden 80er beweist außerdem was für eine coole Socke Franz Dobler sein kann. Passt gut zu Wolf Haas und Doris Knecht oder auch Emmanuel Carrère.

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