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Nebenan Roman - Shortlist Deutscher Buchpreis 2022

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

22842

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2022

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/3 cm

Gewicht

475 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000218364

Beschreibung

Rezension

»Was für ein feines Buch! Es entspinnt sich um ein verlassenes Haus in einem Dorf am Nord-Ostsee-Kanal und entfaltet einen so einnehmenden Sog, dass es man es vermisst, sobald man es aus der Hand legt.« ("Daniel Schreiber")
»Ein hellsichtiges Gesellschaftsporträt der Hamburger Schriftstellerin Kristine Bilkau. Es geht um Kleinstadtleben, um unerfüllte Sehnsüchte und die Flucht in idealisierte Welten, in denen alles einfacher scheint als in der sperrigen Realität.« ("Sabine Rennefanz / Der Spiegel")
»Kristine Bilkau (›Die Glücklichen‹) erzählt einmal mehr meisterhaft vom brüchigen Lebenstraum.« ("Meike Schnitzler / Brigitte")
»Nach ›Eine Liebe, in Gedanken‹ und ›Die Glücklichen‹ wieder ein leiser, feiner Roman von Kristine Bilkau.« ("NDR Kultur")
»Meisterlich nimmt sie Lebensträume auseinander, vermisst die Gegenwart und vor allem den gesellschaftlichen Mittelstand, der zwischen Selbstverwirklichung und Selbsttäuschungen schwankt.« ("Britta Heidemann / Westdeutsche Allgemeine Zeitung")
»In ihrer klaren, schnörkellosen, sparsam mit Naturimpressionen geschmückten Sprache schildert die Autorin den Einzug des Misstrauens in die Provinz.« ("Gunda Bartels / Der Tagesspiegel")

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

22842

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2022

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/3 cm

Gewicht

475 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000218364

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  • nessabo

    5/5

    01.05.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein ruhiges und spannendes Werk über menschliche Zwischentöne

    Mir hat Kristine Bilkaus Roman richtig gut gefallen. Mit seinem ruhigen Ton erfüllt er genau das, was ich an norddeutschen Romanen so gern mag. Außerdem liebt die Autorin ihre Figuren spürbar und hat ein unglaubliches Talent für die Feinheiten menschlichen Lebens sowie menschlicher Beziehungen. Ich würde wahrscheinlich empfehlen, das Buch nach Möglichkeit lieber zu lesen statt zu hören, da ich die wechselnde Erzählperspektive im Hörbuch nicht so gut umgesetzt fand. Hier wäre es sinnvoll, jedes neue Kapitel, in dem eine andere Figur erzählt, klar abzugrenzen. So bin ich leider ganz schön oft durcheinandergekommen. Der Roman basiert auf den mysteriösen Umständen rund um ein verlassenes Haus, deren Spannung bis zum Ende nicht ganz aufgelöst wird. Ich persönlich fand das okay, denn das ist gar nicht der Punkt des Romans. Vielmehr geht es um verschiedene Herausforderungen menschlicher Existenz. Bilkau schafft es, die Komplexität des Lebens gut und einfühlsam abzubilden und schreibt dabei sehr unaufgeregt. So geht es zum Beispiel um [TW!] unfreiwillige Kinderlosigkeit, Fehlgeburt und die darauf folgende Isolation in unserer Gesellschaft. Es geht um Partner*innenschaften in sich verändernden Lebenslagen, andeutungsweise auch um häusliche Gewalt und einen möglichen Umgang mit entsprechenden Vermutungen. Überhaupt steht Isolation immer wieder im Mittelpunkt der Handlung. Ganz zentral thematisiert die Autorin so auch den Verfall eines kleinen Ortes und wie infolgedessen viele Menschen, insbesondere junge und ältere, in die häusliche Isolation getrieben werden. Besonders positiv fiel mir Bilkau außerdem in ihrem Respekt jungen Menschen gegenüber auf. Gerade auch deren Räume müssen nämlich oft weichen, weil sie keinen Profit abwerfen, obwohl sie so immens wichtig sind. Der Roman hat mich schnell für sich eingenommen, weil er es schafft, die Isolierung vieler Menschen abzubilden und sie doch gleichzeitig auch miteinander in eine zarte Verbindung zu bringen, da sich ihre Wege in dem kleinen Ort kreuzen. Er hat mich wieder einmal daran erinnert, dass alle Personen um mich herum ihre eigenen Herausforderungen mit sich tragen. Ein Buch, das ich nur empfehlen kann und bestimmt auch noch einmal lesen würde, weil es emotional lange in mir nachwirkt. 4,5 ⭐️

  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    12.10.2024

    eBook (ePUB)

    Nachbarschaften

    Ein kleines, heruntergekommenes Städtchen im Norden Deutschlands, eine Frau mit unerfülltem Kinderwunsch, ein plötzlich leeres Haus, eine alte Tante und eine bald pensionierte Ärztin, eine ehemalige Nachbarin, sie alle verbindet eigentlich nichts – ausser dem alltäglichen Leben und ab und an Zufälle. Mitten in Zweifeln, Ängsten und Hoffnungen werden dünne Fäden gespannt, unmerklich, die sich mit der Zeit zu einem Netz verbinden. Wo Pessimismus nur allzu gut verständlich wäre, entsteht Zutrauen, wächst sogar Vertrauen ins Leben, wie gefährdet es auch immer sein mag. Ein ruhiger, feinsinnig geschriebener Roman über ganz normale Menschen mit ihren alltäglichen und doch so bedeutsamen Zweifeln und Sehnsüchten, der Mut macht, Begegnungen und ungewohnte Schritte zu wagen und ans Leben zu glauben.

  • Susanne Poehls

    5/5

    18.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nachbarschaft

    Ich mag die Bücher von Kristine Bilkau sehr gerne lesen. Sie erzählt Geschichten in einem ruhigen Schreibstil mit einer feinen Beobachtungsgabe und immer genau auf den Punkt beschrieben. Und so ist es auch in "Nebenan". Die Menschen leben in einem kleinen Ort nebeneinander, sie haben sehr unterschiedliche Wünschen und Sorgen. Manchmal geben sie auf einander acht, manchmal leben sie achtlos nebeneinander her. Spannend auch, wenn Dinge passieren, die dazu führen, dass sich an der Distanz zwischen den Menschen etwas ändert. Diese Geschichten zu verfolgen ist bei Kristine Bilkau ganz großes Lesevergnügen und von mir eine absolute Leseempfehlung.

  • Bewertung

    aus Stäfa

    5/5

    18.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    5 Sterne

    Eine Geschichte, die geprägt ist durch die Landschaft und die Leute. Man hört förmlich die Schiffe durch den Kanal gleiten und wenn man die Gegend kennt kommt Heimweh auf. Gelungen

  • BücherBummler

    5/5

    09.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kristine Bilkau - Nebenan

    Gut ein halbes Jahr ist es her, dass Julia mit ihrem Partner aus der Stadt in einen kleinen Ort gezogen ist, wo sie in der langsam sterbenden Innenstadt einen Keramikladen betreibt. Anschluss hat sie noch nicht in dem Maße gefunden, wie sie sich vorgestellt hatte, aber viel mehr belastet sie ihre Sehnsucht nach einem eigenen Kind. Zu lange, so scheint es, hat sie diesen Wunsch hinter ihrem Berufsleben zurückgestellt, und jetzt fressen die Kosten für Injektionen und künstliche Befruchtung die finanziellen Rücklagen auf, nagt jeder Misserfolg an der Hoffnung. Und dann ist da noch das Haus nebenan, dessen Briefkasten überquillt und dessen Bewohner spurlos verschwunden zu sein scheinen. Astrid befindet sich an einem ganz anderen Punkt ihres Lebens. Die Kinder sind schon lange aus dem Haus, und jetzt, mit Anfang 60, denkt Astrid langsam darüber nach, ihre Arztpraxis abzugeben und in den Ruhestand zu gehen. Seit einiger Zeit erhält sie beunruhigende anonyme Briefe, in denen sie beschimpft und bedroht wird. Sorgen macht sie sich auch um ihre Tante Elsa, die altersbedingt immer mehr abbaut. Und dann ist da noch das Haus auf der anderen Straßenseite, dessen Briefkasten überquillt und dessen Bewohner spurlos verschwunden zu sein scheinen. „Nebenan“ ist mein erster Roman von Kristine Bilkau und hat mich gleich zu ihrem Fan gemacht. Sie schafft es, wie es scheint ohne Mühe, eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen, die mich an nichts, was ich bisher gelesen habe, erinnert. Eine Atmosphäre, die so vielschichtig ist, dass man noch lange nach Beendigung der Lektüre die einzelnen Ebenen durchwandern und erforschen kann. Dieses Buch ist wie ein sorgfältig komponiertes Gemälde, in dem jedes Detail perfekt eingefügt ist. Besonders fasziniert hat mich, wie Julias und Astrids Leben sich jenseits der Wahrnehmung der beiden Frauen immer weiter verweben. Wie ein Netz entsteht, stabil und fragil zugleich. Was mich anfangs etwas gestört hat, ist, dass Bilkau die einschneidenden Ereignisse oft ausspart. Als Leser erfahren wir vorher, was bald ansteht, aber dann überspringen wir Tage, Wochen oder Monate. Zuerst hat mich diese Vorgehensweise verwundert und frustriert, aber dann wurde mir klar, dass gerade dadurch die ruhige, etwas zerbrechliche Stimmung des Buches erschaffen und aufrechterhalten wird. Was wir als Leser mitbekommen, ist das, was bleibt, wenn sich die Emotionen kristallisiert haben. Das, was das Leben letztendlich wirklich ausmacht und gestaltet. Ich habe, wie wohl jeder, gewisse Lesevorlieben. Werden diese nicht erfüllt, hat das betreffende Buch im Prinzip bei mir schon verloren. Anders hier. Wo ich lange geglaubt habe, dass diese oder jene Entwicklung über mein Wohlwollen und mein Endurteil entscheiden würde, habe ich im Verlauf der Geschichte festgestellt, dass ich bereit war, der Autorin und ihren Protagonistinnen zu folgen, wohin auch immer es gehen sollte. Ein weiteres Indiz dafür, wie überzeugend Handlung und Figuren sind, ohne aber dem Leser den Raum für eine eigene Beziehung zu dem Roman abzuschneiden. „Nebenan“ hat seinen Platz auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022 eindeutig verdient. Dieser Roman hat es geschafft, mich für Themen zu sensibilisieren und zu interessieren, die ich eher nicht auf meiner Liste habe. Ein kleiner, nur auf den ersten Blick unscheinbarer Juwel und ein Kandidat für meine Top Ten 2022. Eindeutige Leseempfehlung!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Brunhilde Pelzer

    Brunhilde Pelzer

    Thalia Jülich

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.03.2026

    eBook (ePUB)

    Nebenan von Kristine Bilkau

    Nebenan erzählt von einem kleinen Dorf im Norden, wo man sich kennt. Eine Familie kehrt nach den Ferien nicht mehr in ihr Haus zurück. Die Nachbarn machen sich ihre eigenen Gedanken. Wurde das Haus verkauft oder ist etwas passiert. Sie kreisen in ihrem eigenen Kosmos ohne offen miteinander zu kommunizieren und entfremden sich. Ein gesellschaftliches Phänomen erzählt von der Abschottung der Menschen in der heutigen Zeit. Dieses Buch macht neugierig und gut erzählt.
  • Zum Bewerterprofil von Monica Bödecker-Mertin

    Monica Bödecker-Mertin

    Thalia Hamburg – AEZ

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Man badet förmlich in der mit...

    Man badet förmlich in der mit sanfter Feder erzählten Geschichte - und hängt nach einem recht abrupten Ende in der Luft. Doch das offene Ende ist stimmig - nie werden wir des Lebens Rätsel vollständig zu lösen wissen.
  • Zum Bewerterprofil von Kristina Urban

    Kristina Urban

    Thalia Hennigsdorf – EKZ Das Ziel

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kristine Bilkau schreibt Geschichten,...

    Kristine Bilkau schreibt Geschichten, die mitten aus dem Hier und Jetzt erzählen. Und so fühlte es sich für mich an, als ob ich ein halbes Jahr lang nebenan von Julia und Astrid gewohnt und all ihre Sorgen, Ängste, Hoffnungen aus nächster Nähe miterlebt hätte. Lesenswert!
  • Zum Bewerterprofil von Sandra Behrens

    Sandra Behrens

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    4/5

    11.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auch wenn das Buch vom Erzählstil...

    Auch wenn das Buch vom Erzählstil her sehr ruhig anmutet, werden darin doch viele verschiedene Themen besprochen. Am Beispiel dieser Kleinstadt wird unserer Gesellschaft mit all ihren guten und schlechten Eigenheiten gekonnt der Spiegel vorgehalten. Sehr gut gemacht!
  • Zum Bewerterprofil von Thomas Schnierer

    Thomas Schnierer

    Thalia Mayersche Düsseldorf-Gerresheim

    Buchhändler*in

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    4/5

    01.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Das leise Drama des Alltags

    In „Nebenan“ erzählt Kristine Bilkau eindrucksvoll vom Stillstand und den subtilen Rissen im Alltag zweier Frauen, die durch eine scheinbar ruhige Kleinstadt und ein verlassenes Nachbarhaus miteinander verbunden sind. Astrid, eine Ärztin in den Vierzigern, ringt mit dem Gefühl von Stillstand in ihrem Leben, während eine junge Mutter spurlos verschwindet. Bilkau schildert eindrucksvoll die Unsichtbarkeit kleiner Lebenskrisen und die Sprachlosigkeit zwischen Menschen. Der Roman besticht durch seine leisen Töne und die präzise Beobachtung von alltäglichen Gefühlen. Ein subtiler und nachdenklicher Roman über Nähe, Distanz und die Sehnsucht nach Veränderung.

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