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Der Vorweiner Roman | Nach der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2020: Der neue Bov Bjerg!

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.08.2023

Verlag

Claassen

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/3 cm

Gewicht

344 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000292012

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Rezension

»Bov Bjerg hat ein neobarockes Kunstwerk verfasst, das in der zeitgenössischen Literatur seinesgleichen sucht.« Carsten Otte SWR

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Sehr gut

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Erscheinungsdatum

31.08.2023

Verlag

Claassen

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/3 cm

Gewicht

344 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000292012

Herstelleradresse

Claassen-Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: Info@Ullstein-Buchverlage.de

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  • Bewertung

    5/5

    12.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wahnsinnig gu!

    Die Idee eines Vorweiners ist schon sehr skurril und besonders. Der Roman ebenso. Das ist definitv kein Roman für jemanden, der viel Wert auf stringente, logische Abläufe hat und Literatur, die man einfach runter lesen kann ohne groß nachzudenken. "Der Vorweiner" stößt einen schon mit der Kapitelreihenfolge, die das zweite vor das erste Kapitel stellt, zum nachdenken an. Im Buch tummeln sich jede Menge verrückter Ideen und Innovationen. Wer es schafft, sich darauf einzulassen, kann einen grandiosen Roman lesen. Ich habe an ganz vielen Stellen lachen müssen, an anderen war ich verblüfft, aber auch manchmal ratlos, weil ich noch nicht verstehen konnte, wie sich die Handlung gerade entwickelt. Mir haben schon der Klappentext und die Leseprobe gefallen, trotzdem hat das Buch es geschafft, mich mit dieser Fülle an Ideen zu überraschen. Eines der besten Bücher in diesem Jahr auf meiner Leseliste. Absolut empfehlenswert!

  • Bewertung

    5/5

    05.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewohnt

    Nachdem ich bislang von Bov Bjerg nur "Auerhaus" kannte, dieses Meisterstück allerdings absolut geliebt habe, musste ich mich auch diesem neuen Roman des Autors auseinandersetzen. "Der Vorweiner" trägt kaum Informationen über das Buch auf dem Cover und ist damit recht simpel gestaltet - und doch wird man irgendwie direkt in den Bann gezogen durch das schöne Layout der Buchstaben von Titel und Autorname. Auch den Titel selbst finde ich der gelungen - originell und in Bezug auf den späteren Inhalt gut gewählt. Und dieser - der Inhalt - ist äußerst fulminant. Schwer kann ich in Worte kleiden, was ich mit diesem Buch erlebt habe und empfehle daher nur: Bitte lesen Sie es selbst. Ein wahnsinnig eigensinniger Stil und eine einmalige Geschichte, die man so nie wieder findet erwartet einen hinter diesem Cover. Eindrücklich - ungewohnt - intensiv

  • Bewertung

    5/5

    29.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dystopische Satire, die kratzt und sticht

    Wir landen in einer Gesesllschaft, die nicht trauert sondern zerstreut. Wer etwas auf sich hält, leistet sich für den einen Augenblick der Zerstreuung einen Vorweiner. Dessen Aufgabe ist es, auf den einen Moment nach dem Ableben hinzuarbeiten, nach dem Ableben der Brötchengeber, und im passendsten Moment durch mitreissendes gesetztes Weinen die Trauernden in Weinchöre mitzureissen. Hoch gehandelt werden die Vorweiner der westafrikanischen Staaten, doch die Protagonistin A wie Anna entscheidet sich für einen Niederländer. Wir befinden uns in einem zukünftigen Resteuropa, wo die Niederländer zur Flucht ins Innere Europas gezwungen sind, weil das Land im Zuge der Klimaerwärmung überschwemmt wurde, der Osten von Europa von eigentlichen Dürreperiodeon heimgesucht wurde und es rund um Europa von Flüchtenden aus Österreich (wegen politischer Verfolgung), Schottland und England (wegen Hochwasser und Unbewohnbarkeit) und Südresteuropa wimmelt. Es gibt eine gehobenere Schicht , wo sich Anna bewegt und eine "Niederschicht", die auch in Abwässerkanälen haust. Protagonistin B wie Berta haust in einer Kellerwohnung in "Neuhamburg" und schreibt erfundene Nachrichten, die immer mit einem Heulen der betroffenen Leidenden endet. Mitten in dieser dystopischen Satire-Anlage kredenzt und Bjerg noch ein Familiendrama. Anna und Berta verbindet einiges, vor allem die gemeinsame Vergangenheit, Anna ist Mutter, Berta die Tocher, die sich von der Mutter losgesagt hat, und ziemlich isoliert lebt. Wie ist der Vater von Berta gestorben? War es der kolportierte natürliche Tod des Vaters, oder hat die Mutter mit dem Bolzenschussgerät nachgeholfen? Dann gibt es fast noch eine Liebesgeschichte, denn Berta hat sich ihren Pizzaboten als Liebhaber geangelt. Die gut situierte Mutter sucht Erlösung, hofft sie in einem Schlachtritual zu finden. Die Tochter trennt sich ziemlich konsequent von ihrem Pizza-Pete, als sie dessen moralischen Untergrund erkennt. Zwischen der konsequent gezogenen dystopischen Erzählanlage, den satirisch anmutenden Lifestyle-Beschreibungen mit Slapstick-Momenten setzt der Autor dort an, wo er in seinen früheren Büchern schon brilliert hat: Wie gehen wir mit Tod um? Wie mit Trauer? Wo enden wir in einer zynischen entsolidarisierten Gesellschaft, wo keine gemeinschaftstiftenden Rituale mehr verbinden? Es ist kalt, es ist zu spät, es gibt keinen Trost in diesem grandiosen Buch. Bov Bjerg liefert keine Heilsversprechen, sein Roman ist ein Meisterwerk, das die Leser*innen fordert, da passiert was im Kopfkino, und lässt die Lesenden mit Fragen zurück.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    25.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reichlich düster

    Bov Bjerg erzählt in seinem neuen dystopischen Roman „Der Vorweiner“ auf eine lakonische, geradezu trocken-sarkastische Art vom Untergang unserer Zivilisation. Es gibt eine bornierte, verzweifelt nach unten tretende Oberschicht, jede Menge Flüchtlinge, mit denen nicht zimperlich umgegangen wird, und eine hoffnungslose, ewig protestierende Niederschicht. Erzählt wird „Der Vorweiner“ aus der Sicht von B wie Berta, der abtrünnigen Tochter von Anna. Sie verfasst als Klickbeuterin ebenso gruselige wie ungeheuerliche Fake-Nachrichten im Internet und lebt im stets verregneten Hamburg. A wie Anna hingegen ist im durchgängig sonnigen Berlin zu Hause und genießt das Leben der gut situierten Oberschicht. Bov lässt die beiden ohne Zaudern oder emotionale Regungen stets nach ihrem Gusto handeln, Rücksichtnahme auf Schwächere käme ihnen niemals in den Sinn. Und auch wenn am Ende doch noch ein Funke Menschlichkeit aufflackert, ist Bov Bjergs Zunkunftsvision in „Der Vorweiner“ reichlich düster und sagt uns vor allem eines: Wir sollten darum kämpfen, dass es anders wird.

  • Bewertung

    5/5

    22.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    solide science fiction

    Eine ziemlich verkopfte und doch rührige Dystopie - ein moderner Ansatz, der mich, wie schon der Klappentext, sehr an die Ideen von Margret Artwood erinnert hat. Die zeitliche Achse wird zurecht erfreulich durcheinander geworfen, man beginnt irgendwie mittendrin und wird nach und nach an die eigentliche Geschichte, Story, Intrige herangeführt. Und das ist herrlich. Unerwartet, amüsant und sprachlich verspielt ist dieses Werk. Mir als Hobbyliteratin ist dieser Ansatz immer sehr viel lieber als die abgedroschenen üblichen Vorgehensweisen. So kann definitiv niemand von einem Groschenroman sprechen, wenn man sich mit diesem Werk auseinandersetzt. Der Einband ist sowohl von der Farbgestaltung als auch von der Schriftart ebenfalls ziemlich ansprechend. Insgesamt sehr gelungenes und ungewöhnliches Werk eines vielversprechenden Autors.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Klein

    Dagmar Klein

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine bitterböse, gnadenlose Dystopie!...

    Eine bitterböse, gnadenlose Dystopie! Bjerg kennt keine Gnade wenn er uns in eine Welt mitnimmt, in der sicher keiner von uns leben möchte. Politisch und sozial aktuelleThemen werden so konsequent auf die äußerste Spitze getrieben, dass es mir den Atem verschlagen hat. Lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Christine Schneider

    Christine Schneider

    Thalia Leonberg – Leo-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Leseerfahrung der anderen Art

    Nach dem fantastischen Roman „Auerhaus“ und „Serpentinen“ zeigt Bjerg eine ganz andere Seite und zieht uns in tiefste Abgründe menschlicher Natur. In diesem dystopisch anmutenden Roman lässt der Autor seiner Phantasie freien Lauf, denkt man zunächst. Sprachlich herausfordernd versteckt er in diesem ungewöhnlichen Text in Sarkasmus getarntes, gar nicht so fremdes Gedankengut. Die Personen leben in einer Lügenwelt, die allerhand alternative Fakten kreiert. Bjerg beschreibt eine Welt, in der sicher keiner seiner Leser leben möchte.
  • Zum Bewerterprofil von Rebecca Schwarzkönig

    Rebecca Schwarzkönig

    Thalia Freudenstadt

    Buchhändler*in

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    3/5

    30.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich bin zwiegespalten: auf der...

    Ich bin zwiegespalten: auf der einen Seite ist das Thema sehr speziell, schräg und durch die "durcheinandergeratenen" Kapitel auch etwas verwirrend. Auf der anderen Seite gelingt dem Autor ein ganz neuer Ansatz und die Idee hat mich wirklich fasziniert.

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