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Der letzte Schrei

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

17,7/11,7/3,5 cm

Gewicht

359 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Hatze'aka haachrona

Übersetzt von

Markus Lemke

Sprache

Deutsch

EAN

2710000297451

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

17,7/11,7/3,5 cm

Gewicht

359 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Hatze'aka haachrona

Übersetzt von

Markus Lemke

Sprache

Deutsch

EAN

2710000297451

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Kein & Aber Verlag
berlin@keinundaber.de

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  • Bewertung

    4/5

    09.03.2026

    Gebrauchtbuch (Taschenbuch)

    Atmosphärischer Krimi mit kleinen Schwächen

    „Der letzte Schrei“ von Yonatan Sagiv ist ein spannender und ungewöhnlicher Kriminalroman, der vor allem durch seine besondere Atmosphäre überzeugt. Die Handlung spielt in Tel Aviv und begleitet den Protagonisten Oded Hefer, der eher unfreiwillig in eine Mordermittlung gerät. Besonders gelungen ist die lebendige Darstellung der Stadt und ihrer verschiedenen Facetten – beim Lesen bekommt man schnell ein Gefühl für die Umgebung und die Stimmung der Geschichte. Auch die Hauptfigur wirkt erfrischend anders als viele typische Krimihelden. Oded ist nicht perfekt, sondern manchmal unsicher, chaotisch und dadurch sehr menschlich. Das macht ihn sympathisch und sorgt stellenweise auch für humorvolle Momente. Allerdings hat das Buch auch ein paar kleinere Schwächen. Einige Passagen ziehen sich etwas in die Länge, und nicht alle Nebenfiguren werden gleich stark ausgearbeitet. Dadurch verliert die Handlung zwischendurch etwas an Tempo. Insgesamt ist „Der letzte Schrei“ aber ein lesenswerter Krimi mit interessanten Figuren und einer besonderen Atmosphäre. Wer Krimis mag, die nicht nur auf Spannung, sondern auch auf Charaktere und Stimmung setzen, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

  • buckelfips

    5/5

    18.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch hat mich überzeugt

    "Der letzte Schrei" kein klassischer Kriminalroman, sondern ein sehr lesenswerter Blick in den Umgang mit Rassismus, Migration, und dem Anders-Sein in Israel. Oded, ein Privatermittler, der eben Anders ist, die falschen Männer attraktiv findet, sich selbst zu oft im Weg steht, das schwarze Schaf der Familie ist und zuviel redet, möchte es endlich schaffen, den Schritt nach oben in die Gesellschaft. Er nimmt den Auftrag an, heraus zu finden warum ein Sternchen nicht mehr singen kann/will und dann kommt noch eine vermisste Frau dazu. Hängen die Fälle zusammen oder will Oded das nicht wahr haben, da er sich entscheiden müsste. Der Schreibstil ist gut lesbar, auch wenn die langen Beschreibungen der angebeteten Personen anstrengend sind. Das Cover und die gesamte Aufmachung des Buches, mit Lesebändchen und Schutzhülle machen es noch besser. Fazit: Davon könnte ich mehr lesen. Bravo

  • darkola77

    5/5

    06.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schillernd, humorvoll und ein Ermittler, der ins Herz geht

    Schrill, fesselnd und mit viel Esprit und Wortwitz – Yonatan Sagivs „Der letzte Schrei“ ist ein Fest! Und sich gemeinsam mit dem Privatermittler Oded Chefer auf die Spur des Mörders zu begeben, gleicht einem wilden Ritt durch die Höhen und Tiefen der Tel Aviver Gesellschaft, deren oberen Zehntausend, ihre queeren Communitys und auch ihre sozialen und moralischen Abgründe. Ein Popsternchen wieder zum Strahlen zu bringen und den Grund für ihre tiefe Traurigkeit zu ermitteln, ist denn schon als Auftrag durchaus ungewöhnlich für einen Detektiv. Chefer selbst ist dies ebenso mit wenig Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten, analytisch und chaotisch zugleich in seinem Vorgehen und mit einer Identität als queere Person, über sich selbst in der weiblichen Person sprechend. Emotionen, soziale Beziehungen und seine Rolle in diesen beschäftigen ihn sehr und lenken ihn kurzzeitig immer wieder von seinen Ermittlungen ab, lassen ihn sein Ziel jedoch nie aus dem Auge verlieren. Fernab des üblichen ist auch das Milieu, in dem Chefer seine Ermittlungen aufnimmt. Im Dunstkreis eines PR-Moguls und einer alternden Popdiva stößt er auf allerlei Ungereimtheiten und darauf, dass viel zu viel Geld auch viel zu viele Schlupflöcher vor Recht und Gesetz und Raum für ein Wertesystem des Hedonismus und Selbstbezugs bietet. Die Figuren und deren Umfeld des LGBTI* mag für einen Kriminalroman ebenso schillernd sein, wie es die Figuren zum Teil selbst sind. Auch heute ist Transsexualität noch mit vielerlei Klischees und Vorurteilen belegt, die Sagiv augenzwinkernd aufnimmt, verwirft und soziakritisch einen Blick hinter die Fassade aus Schminke und schönem Schein richtet. Die Dialoge und Ausführungen über Gendertheorie und die Möglichkeiten und Fragen, die sich auftun, gesellschaftlich geschaffene Zuweisungen als reines Konstrukt anzuerkennen, sind dabei ebenso klug wie humorvoll. Den mahnenden Zeigefinger erhebt Sagiv jedoch nie, Geschichte und Charaktere wirken für sich selbst. „Der letzte Schrei“ hat auch bei mir seine Wirkung nicht verfehlt – gerade auch, weil er so viel mehr ist als ein gut konstruierter Krimi. Er ist ein Spiel mit den Geschlechtern und ihren Rollen, ein Blick auf das, was so selbstverständlich sein sollte. Und es doch häufig noch nicht ist. Vor allem aber ist er ungewöhnlich witzig, ungewöhnlich unterhaltsam und eine große Freude von der ersten bis zur letzten Seite.

  • julesandjude

    5/5

    31.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Queere Reise durch Tel Aviv

    Warnung: Dieses Buch enthält politisch nicht korrekte Sprache und spielt mit traditionellen Bildern von Mann und Frau. Kurzum, es geht ziemlich bunt, schrill, laut und lustig im nicht so traditionellen Krimi "Der letzte Schrei" von Yonatan Sagiv zu. Oded Chefer, ein eher erfolgloser Privatermittler aus Tel-Aviv, der von sich selbst im femininen spricht und schwul ist, träumt vom großen Erfolg und Reichtum. Sein neuer, auf den ersten Blick einfacher Auftrag scheint ihm auch die Tür in Israels High Society zu öffnen. Er soll herausfinden, was mit dem 15-jährigen aufsteigenden Pop-Sternchen Carine Carmeli in letzter Zeit los ist. Oded sieht sich schon bei den Reichen und Schönen Israels ein- und ausgehen, doch schnell verkomplizieren sich seine Ermittlungen, weist sein Auftrag doch schon bald Überschneidungen mit dem Verschwinden von Gabriela, einer transsexuellen Frau, auf. Ehe er sich versieht, ist er mit zwei Leichen und Ermittlungen in der LGBTQ-Community von Tel Aviv und den Abgründen der israelischen High Society konfrontiert. Schon die Handlung zeigt, dass es sich hier nicht um den traditionellen Kriminalroman handelt. Oded entspricht auch nicht dem Bild des "klassischen" zynischen, stillen und einzelgängerischen Detektivs vieler Kriminalromane. Er ist geschwätzig, nimmt kein Blatt vor dem Mund und ist oftmals unverschämt und provozierend in seinen Gesprächen. Auch lässt er sich leicht von schönen und muskulösen Männern ablenken und zieht oft die falschen Schlüsse. Auch wenn er auf dem ersten Blick unsympathisch rüberkommen mag, zeigt er auch Momente tiefen Mitgefühls und Verletzlichkeit. Er ist mit alle seinen Makeln menschlich und das macht ihn sympathisch. Trotz des eher schrillen und humorvollen Stils des Kriminalromans, spricht der Roman auch geschickt ernstere Themen an und schreckt auch vor gesellschaftskritischen Tönen nicht zurück. Neben dem modernen, liberalen und lebensfrohen Tel Aviv, zeigt Yonatan Sagiv auch dass Tel Aviv, das von einer wirtschaftlichen und sozialen Kluft sowie von Gentrifizierung geprägt ist. Ebenso werden auch die Probleme Israels und in dessen Gesellschaft angesprochen wie z.B. soziale und ethnische Spannungen und der ambivalente Umgang mit Flüchtlingen und Immigranten, auch der israelisch-palästinensischer Konflikt ist in der Handlung präsent. Mein Fazit: Ein Kriminalroman, der queer und anders ist, der einen von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zieht und einen Tel Aviv bzw. Israel von einer anderen Seite kennenlernen lässt. Absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Erlangen

    5/5

    18.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    besonders

    Queer, kurzweilig und unglaublich eloquent ist dieses Buch. Jeder Satz ist wunderbar ausgeschmückt, damit die Geschichte illustriert wird, aber nicht so sehr, dass es gestellt wird. Für mich bestand dieser Krimi aus vielen Prämieren. Weder hatte ich jemals ein Buch in der Hand, welches in Israel spielt, noch eines mit fast ausschließlich queeren Protagonist*innen. Und auch ein schwuler Privatdetektiv als Hauptfigur war etwas neues für mich. Es war unglaublich cool, in eine so "neue" Welt einzutauchen mit dubiosen Unternehmern, Teenagern und der reichen Oberschicht Israels, mit Verbindung, welche erst nach und nach offengelegt werden und mit einem kratzbürstigen Ermittler, der das Schaubild eines Antihelden ist. Oded Chefer hat mein Herz vor allem dadurch erobert, dass er oft unsicher und peinlich ist und auch teilweise irgendwie fehl am Platz. Fettnaversucht er so gut es geht zu vermeiden, aber leider schafft er es doch eher schlecht als recht. Immer wieder zeigt er seine Außenseiter-Seite und ist auch eigentlich ziemlich unsympathisch mit seinen zickigen und unbedachten Bemerkungen und der Selbstzentriertheit. Bis zum Ende des Buches hat mich die Geschichte gefesselt und vor allem die Sprache hat das Buch noch mal um einiges besser gemacht (auch wenn kein Mensch zu Konsum von Kokain "eine Linie ziehen" sagt). Eines der besten Bücher in diesem Jahr.

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