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Mein Name ist Estela Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2024

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/2,2 cm

Gewicht

338 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

LIMPIA

Übersetzt von

Benjamin Loy

Sprache

Deutsch

EAN

2710000311676

Beschreibung

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2024

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/2,2 cm

Gewicht

338 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

LIMPIA

Übersetzt von

Benjamin Loy

Sprache

Deutsch

EAN

2710000311676

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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Eine intensive und bewegende Geschichte aus Chile

MarcoL aus Füssen am 18.09.2025

Bewertungsnummer: 2600208

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gleich zu Beginn wissen wir folgendes: ein siebenjähriges Mädchen ist gestorben, die Hintergründe erfahren wir im Laufe des Romans. Und: die Ich-Erzählerin wird verdächtig, sitzt irgendwo eingesperrt und erzählt laut ihre Geschichte, in der Vermutung, dass sich hinter ihrem Gefängnis Empfänger*innen für ihre Worte befinden. Estela zieht von zu Hause weg in die große Stadt, und nimmt einen Job als Haushaltshilfe an. Ihre Arbeitgeber gehören der gehobenen Schicht an, und führen einen dementsprechenden Umgang mit ihr. Was Estela beim knapp geführten Einstellungsgespräch nicht wusste war der der Umstand, dass sie sehr bald neben Haushaltshilfe auch noch Kindermädchen für die Tochter des Hauses sein wird. Estela , zwar ohne Erfahrung in solchen Dingen, nimmt es stoisch an, lernt und gibt ihr Bestes. Sie arbeitet und tut, was von ihr verlangt wird, wird zu einer Art gefühllosem Zombie. Die Herrschaften behandeln sie meistens korrekt, die Distanz zwischen ihnen bleibt dennoch eine undurchbrechbare Mauer. Die Erziehung des heranwachsenden Mädchens muss meistens Estela übernehmen, es entwickelt sich im Laufe der Jahre eine poröse Beziehung innerhalb der vier Personen, eingepfercht in Familie und Pflichtbewusstsein. Estela spart ihr Geld, möchte eines Tages das Haus ihrer Mutter, in welches sie irgendwann zu ziehen gedenkt, renovieren. Doch die Verwandtschaft sieht das anders, angelockt von Estelas Ersparnissen werden Gründe gefunden, diese anzuzapfen. So wird sie auf zwei Seiten ausgeblutet, wird zur Marionette zwischen ihren reichen Arbeitgebern und der Armut im Rest des Landes. Die Sprache ist sehr bildhaft, poetisch und von einer eindringlichen Wucht beseelt. Man fühlt mit der Erzählerin mit, leidet, und neigt dazu, den Senor, die Senora und vor allem das kleine Mädchen, das sich manchmal zu einer gemeinen Göre entwickelt, zu verdammen. Und dennoch scheinen alle handelnden Personen in diesem sehr außergewöhnlichen Roman auf ihre eigene Art zu leiden. Die Ehe scheint trist und emotionslos, die kleine Julia nur die Frucht der Verpflichtung um Nachwuchs in einem gehobenen Haus. Die gesamte Stimmung im Roman bleibt trist und grau, ohne erhellende Szenen. Ein latentes Laken verdeckt den Blick auf die Sterne, die eine bessere Zukunft verheißen könnten. Die Unterschicht arbeitet sich auf ohne nennenswerte Verdienste, und bleibt das, was sie ist, nämlich arm. Und im Zweifelsfall nie das Opfer. Wer letztendlich die Schuld am Tod des Kindes trägt – bitte selber lesen in diesem kleinen Gesellschaftsepos aus Chile. Sehr gerne gelesen bleibt die Erinnerung an die Zeilen sicherlich lange präsent. Leseempfehlung.

Eine intensive und bewegende Geschichte aus Chile

MarcoL aus Füssen am 18.09.2025
Bewertungsnummer: 2600208
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gleich zu Beginn wissen wir folgendes: ein siebenjähriges Mädchen ist gestorben, die Hintergründe erfahren wir im Laufe des Romans. Und: die Ich-Erzählerin wird verdächtig, sitzt irgendwo eingesperrt und erzählt laut ihre Geschichte, in der Vermutung, dass sich hinter ihrem Gefängnis Empfänger*innen für ihre Worte befinden. Estela zieht von zu Hause weg in die große Stadt, und nimmt einen Job als Haushaltshilfe an. Ihre Arbeitgeber gehören der gehobenen Schicht an, und führen einen dementsprechenden Umgang mit ihr. Was Estela beim knapp geführten Einstellungsgespräch nicht wusste war der der Umstand, dass sie sehr bald neben Haushaltshilfe auch noch Kindermädchen für die Tochter des Hauses sein wird. Estela , zwar ohne Erfahrung in solchen Dingen, nimmt es stoisch an, lernt und gibt ihr Bestes. Sie arbeitet und tut, was von ihr verlangt wird, wird zu einer Art gefühllosem Zombie. Die Herrschaften behandeln sie meistens korrekt, die Distanz zwischen ihnen bleibt dennoch eine undurchbrechbare Mauer. Die Erziehung des heranwachsenden Mädchens muss meistens Estela übernehmen, es entwickelt sich im Laufe der Jahre eine poröse Beziehung innerhalb der vier Personen, eingepfercht in Familie und Pflichtbewusstsein. Estela spart ihr Geld, möchte eines Tages das Haus ihrer Mutter, in welches sie irgendwann zu ziehen gedenkt, renovieren. Doch die Verwandtschaft sieht das anders, angelockt von Estelas Ersparnissen werden Gründe gefunden, diese anzuzapfen. So wird sie auf zwei Seiten ausgeblutet, wird zur Marionette zwischen ihren reichen Arbeitgebern und der Armut im Rest des Landes. Die Sprache ist sehr bildhaft, poetisch und von einer eindringlichen Wucht beseelt. Man fühlt mit der Erzählerin mit, leidet, und neigt dazu, den Senor, die Senora und vor allem das kleine Mädchen, das sich manchmal zu einer gemeinen Göre entwickelt, zu verdammen. Und dennoch scheinen alle handelnden Personen in diesem sehr außergewöhnlichen Roman auf ihre eigene Art zu leiden. Die Ehe scheint trist und emotionslos, die kleine Julia nur die Frucht der Verpflichtung um Nachwuchs in einem gehobenen Haus. Die gesamte Stimmung im Roman bleibt trist und grau, ohne erhellende Szenen. Ein latentes Laken verdeckt den Blick auf die Sterne, die eine bessere Zukunft verheißen könnten. Die Unterschicht arbeitet sich auf ohne nennenswerte Verdienste, und bleibt das, was sie ist, nämlich arm. Und im Zweifelsfall nie das Opfer. Wer letztendlich die Schuld am Tod des Kindes trägt – bitte selber lesen in diesem kleinen Gesellschaftsepos aus Chile. Sehr gerne gelesen bleibt die Erinnerung an die Zeilen sicherlich lange präsent. Leseempfehlung.

Eine intensive und bewegende…

MarcoL aus Füssen am 18.09.2025

Bewertungsnummer: 2960460

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine intensive und bewegende Geschichte aus Chile Gleich zu Beginn wissen wir folgendes: ein siebenjähriges Mädchen ist gestorben, die Hintergründe erfahren wir im Laufe des Romans. Und: die Ich-Erzählerin wird verdächtig, sitzt irgendwo eingesperrt und erzählt laut ihre Geschichte, in der Vermutung, dass sich hinter ihrem Gefängnis Empfänger*innen für ihre Worte befinden. Estela zieht von zu Hause weg in die große Stadt, und nimmt einen Job als Haushaltshilfe an. Ihre Arbeitgeber gehören der gehobenen Schicht an, und führen einen dementsprechenden Umgang mit ihr. Was Estela beim knapp geführten Einstellungsgespräch nicht wusste war der der Umstand, dass sie sehr bald neben Haushaltshilfe auch noch Kindermädchen für die Tochter des Hauses sein wird. Estela , zwar ohne Erfahrung in solchen Dingen, nimmt es stoisch an, lernt und gibt ihr Bestes. Sie arbeitet und tut, was von ihr verlangt wird, wird zu einer Art gefühllosem Zombie. Die Herrschaften behandeln sie meistens korrekt, die Distanz zwischen ihnen bleibt dennoch eine undurchbrechbare Mauer. Die Erziehung des heranwachsenden Mädchens muss meistens Estela übernehmen, es entwickelt sich im Laufe der Jahre eine poröse Beziehung innerhalb der vier Personen, eingepfercht in Familie und Pflichtbewusstsein. Estela spart ihr Geld, möchte eines Tages das Haus ihrer Mutter, in welches sie irgendwann zu ziehen gedenkt, renovieren. Doch die Verwandtschaft sieht das anders, angelockt von Estelas Ersparnissen werden Gründe gefunden, diese anzuzapfen. So wird sie auf zwei Seiten ausgeblutet, wird zur Marionette zwischen ihren reichen Arbeitgebern und der Armut im Rest des Landes. Die Sprache ist sehr bildhaft, poetisch und von einer eindringlichen Wucht beseelt. Man fühlt mit der Erzählerin mit, leidet, und neigt dazu, den Senor, die Senora und vor allem das kleine Mädchen, das sich manchmal zu einer gemeinen Göre entwickelt, zu verdammen. Und dennoch scheinen alle handelnden Personen in diesem sehr außergewöhnlichen Roman auf ihre eigene Art zu leiden. Die Ehe scheint trist und emotionslos, die kleine Julia nur die Frucht der Verpflichtung um Nachwuchs in einem gehobenen Haus. Die gesamte Stimmung im Roman bleibt trist und grau, ohne erhellende Szenen. Ein latentes Laken verdeckt den Blick auf die Sterne, die eine bessere Zukunft verheißen könnten. Die Unterschicht arbeitet sich auf ohne nennenswerte Verdienste, und bleibt das, was sie ist, nämlich arm. Und im Zweifelsfall nie das Opfer. Wer letztendlich die Schuld am Tod des Kindes trägt – bitte selber lesen in diesem kleinen Gesellschaftsepos aus Chile. Sehr gerne gelesen bleibt die Erinnerung an die Zeilen sicherlich lange präsent. Leseempfehlung.

Eine intensive und bewegende…

MarcoL aus Füssen am 18.09.2025
Bewertungsnummer: 2960460
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine intensive und bewegende Geschichte aus Chile Gleich zu Beginn wissen wir folgendes: ein siebenjähriges Mädchen ist gestorben, die Hintergründe erfahren wir im Laufe des Romans. Und: die Ich-Erzählerin wird verdächtig, sitzt irgendwo eingesperrt und erzählt laut ihre Geschichte, in der Vermutung, dass sich hinter ihrem Gefängnis Empfänger*innen für ihre Worte befinden. Estela zieht von zu Hause weg in die große Stadt, und nimmt einen Job als Haushaltshilfe an. Ihre Arbeitgeber gehören der gehobenen Schicht an, und führen einen dementsprechenden Umgang mit ihr. Was Estela beim knapp geführten Einstellungsgespräch nicht wusste war der der Umstand, dass sie sehr bald neben Haushaltshilfe auch noch Kindermädchen für die Tochter des Hauses sein wird. Estela , zwar ohne Erfahrung in solchen Dingen, nimmt es stoisch an, lernt und gibt ihr Bestes. Sie arbeitet und tut, was von ihr verlangt wird, wird zu einer Art gefühllosem Zombie. Die Herrschaften behandeln sie meistens korrekt, die Distanz zwischen ihnen bleibt dennoch eine undurchbrechbare Mauer. Die Erziehung des heranwachsenden Mädchens muss meistens Estela übernehmen, es entwickelt sich im Laufe der Jahre eine poröse Beziehung innerhalb der vier Personen, eingepfercht in Familie und Pflichtbewusstsein. Estela spart ihr Geld, möchte eines Tages das Haus ihrer Mutter, in welches sie irgendwann zu ziehen gedenkt, renovieren. Doch die Verwandtschaft sieht das anders, angelockt von Estelas Ersparnissen werden Gründe gefunden, diese anzuzapfen. So wird sie auf zwei Seiten ausgeblutet, wird zur Marionette zwischen ihren reichen Arbeitgebern und der Armut im Rest des Landes. Die Sprache ist sehr bildhaft, poetisch und von einer eindringlichen Wucht beseelt. Man fühlt mit der Erzählerin mit, leidet, und neigt dazu, den Senor, die Senora und vor allem das kleine Mädchen, das sich manchmal zu einer gemeinen Göre entwickelt, zu verdammen. Und dennoch scheinen alle handelnden Personen in diesem sehr außergewöhnlichen Roman auf ihre eigene Art zu leiden. Die Ehe scheint trist und emotionslos, die kleine Julia nur die Frucht der Verpflichtung um Nachwuchs in einem gehobenen Haus. Die gesamte Stimmung im Roman bleibt trist und grau, ohne erhellende Szenen. Ein latentes Laken verdeckt den Blick auf die Sterne, die eine bessere Zukunft verheißen könnten. Die Unterschicht arbeitet sich auf ohne nennenswerte Verdienste, und bleibt das, was sie ist, nämlich arm. Und im Zweifelsfall nie das Opfer. Wer letztendlich die Schuld am Tod des Kindes trägt – bitte selber lesen in diesem kleinen Gesellschaftsepos aus Chile. Sehr gerne gelesen bleibt die Erinnerung an die Zeilen sicherlich lange präsent. Leseempfehlung.

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Mein Name ist Estela

von Alia Trabucco Zerán

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Vera Bianchi

Thalia Hamburg – MERCADO

Zum Portrait

5/5

Moderne Sklaverei als Hausangestellte

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zum ersten Mal seit sieben Jahren hört jemand Estela zu - so lange hat sie als moderne Sklavin bei einer Familie der Oberschicht in Chile gearbeitet, nämlich als Hausangestellte, die in einer Kammer hinter der Küche lebt und rund um die Uhr verfügbar ist, inklusive aller Feiertage. Ihr wird zugehört, weil sie in Untersuchungshaft sitzt und angeklagt ist, das siebenjährige Mädchen ermordet zu haben, für das sie seit der Geburt gesorgt hat. In der Untersuchungshaft spricht sie über ihren Alltag, in dem sie keine Privatsphäre hat und wie selbstverständlich als jemand behandelt wird, der keinen Respekt verdient. Das Buch ist erschütternd in der nüchternen Schilderung der Brutalität der Fremdbestimmung. Ein Telefonat mit der Mutter im Süden des Landes, eine kleine Unterhaltung an der Tankstelle, die Beziehung zu einem Tier - die einzigen emotionalen Lichtblicke. Und auch diese werden durch die Kälte und Allmacht des Ehepaares zerstört. Wird es Estela gelingen, sich zu befreien? Fesselnd, aber auch schwer zu ertragen, weil es wahrscheinlich viele Estelas in der Realität gibt.
  • Vera Bianchi
  • Buchhändler/-in

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5/5

Moderne Sklaverei als Hausangestellte

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zum ersten Mal seit sieben Jahren hört jemand Estela zu - so lange hat sie als moderne Sklavin bei einer Familie der Oberschicht in Chile gearbeitet, nämlich als Hausangestellte, die in einer Kammer hinter der Küche lebt und rund um die Uhr verfügbar ist, inklusive aller Feiertage. Ihr wird zugehört, weil sie in Untersuchungshaft sitzt und angeklagt ist, das siebenjährige Mädchen ermordet zu haben, für das sie seit der Geburt gesorgt hat. In der Untersuchungshaft spricht sie über ihren Alltag, in dem sie keine Privatsphäre hat und wie selbstverständlich als jemand behandelt wird, der keinen Respekt verdient. Das Buch ist erschütternd in der nüchternen Schilderung der Brutalität der Fremdbestimmung. Ein Telefonat mit der Mutter im Süden des Landes, eine kleine Unterhaltung an der Tankstelle, die Beziehung zu einem Tier - die einzigen emotionalen Lichtblicke. Und auch diese werden durch die Kälte und Allmacht des Ehepaares zerstört. Wird es Estela gelingen, sich zu befreien? Fesselnd, aber auch schwer zu ertragen, weil es wahrscheinlich viele Estelas in der Realität gibt.

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Maria Kopysov

Thalia Hamburg – MERCADO

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5/5

„Hört ihr mich? Warum hört mich denn keiner?“

Bewertet: eBook (ePUB)

Ist das Ende ein Anfang – der Beginn von etwas Neuem? Oder beginnt alles nur, weil es aufhören muss? Diese Geschichte setzt dort ein, wo viele enden: beim Tod. Sie erzählt von einem Ereignis, das alles verändert – dem Tod eines kleinen Mädchens. Doch was geschah wirklich an jenem Tag? Estela, die Haushälterin, tritt als Erzählerin auf und teilt mit uns ihre ganz persönliche Sicht der Dinge. Ihre Erinnerungen reichen weit über jenes Schicksalstag hinaus – ab dem Moment, als sie ihre Arbeit in einem noblen Vorort von Santiago aufnahm. Es vergehen Tage, Monate und schließlich sieben lange Jahre, die sie damit verbrachte, die Betten der Familie zu richten, Bettwäsche zu waschen, warme Mahlzeiten zuzubereiten und die Toiletten penibel zu reinigen. Ihre Stimme ist unverstellt, ehrlich, durchdrungen von Schmerz und aufrichtiger Wahrheit. Mit jedem Kapitel dringt ihre Erzählung tiefer unter die Haut, wird intensiver, eindringlicher – als wolle sie endlich gehört werden. Direkt an uns, das Publikum, gerichtet. Diese Geschichte ist weit mehr als ein individuelles Schicksal. Sie legt die sozialen Bruchlinien einer Gesellschaft offen, in der das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Hausangestellter von stummer Abhängigkeit und unausgesprochenen Machtverhältnissen geprägt ist. Sie thematisiert auf kluge Weise soziale Ungleichheit – ein Thema, welches nach wie vor aktuell ist. Eine eindrucksvolle und tief bewegende Lektüre, die lange nachhallt. Besonders empfehlenswert für Leser, die sich für gesellschaftskritische Literatur mit emotionaler Tiefe interessieren. Absolute Leseempfehlung meinerseits!
  • Maria Kopysov
  • Buchhändler/-in

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5/5

„Hört ihr mich? Warum hört mich denn keiner?“

Bewertet: eBook (ePUB)

Ist das Ende ein Anfang – der Beginn von etwas Neuem? Oder beginnt alles nur, weil es aufhören muss? Diese Geschichte setzt dort ein, wo viele enden: beim Tod. Sie erzählt von einem Ereignis, das alles verändert – dem Tod eines kleinen Mädchens. Doch was geschah wirklich an jenem Tag? Estela, die Haushälterin, tritt als Erzählerin auf und teilt mit uns ihre ganz persönliche Sicht der Dinge. Ihre Erinnerungen reichen weit über jenes Schicksalstag hinaus – ab dem Moment, als sie ihre Arbeit in einem noblen Vorort von Santiago aufnahm. Es vergehen Tage, Monate und schließlich sieben lange Jahre, die sie damit verbrachte, die Betten der Familie zu richten, Bettwäsche zu waschen, warme Mahlzeiten zuzubereiten und die Toiletten penibel zu reinigen. Ihre Stimme ist unverstellt, ehrlich, durchdrungen von Schmerz und aufrichtiger Wahrheit. Mit jedem Kapitel dringt ihre Erzählung tiefer unter die Haut, wird intensiver, eindringlicher – als wolle sie endlich gehört werden. Direkt an uns, das Publikum, gerichtet. Diese Geschichte ist weit mehr als ein individuelles Schicksal. Sie legt die sozialen Bruchlinien einer Gesellschaft offen, in der das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Hausangestellter von stummer Abhängigkeit und unausgesprochenen Machtverhältnissen geprägt ist. Sie thematisiert auf kluge Weise soziale Ungleichheit – ein Thema, welches nach wie vor aktuell ist. Eine eindrucksvolle und tief bewegende Lektüre, die lange nachhallt. Besonders empfehlenswert für Leser, die sich für gesellschaftskritische Literatur mit emotionaler Tiefe interessieren. Absolute Leseempfehlung meinerseits!

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Mein Name ist Estela

von Alia Trabucco Zerán

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