Drei Frauen, drei Leben, eine stirbt, eine rächt sich und eine kann sich retten
1936 wird die 14-jährige Gine zum Landjahr ans Stettiner Haff geschickt, wo endlose Weite Hoffnung verspricht und salzige Böden die Geheimnisse der Menschen hüten. Als sich dort ein Mann an Gine vergeht, schwört das Mädchen Rache und ahnt nicht, wie sehr es damit den Lauf der Zeit beeinflussen wird. Jahrzehnte später zieht sich die überarbeitete Berliner Ärztin Nina in die endlosen Weiten Mecklenburg-Vorpommerns zurück und macht einen erschreckenden Fund. Im geteilten Deutschland träumt die zwanzigjährige Sigrun vom Ausbruch aus den eng gesteckten Grenzen des DDR-Systems. Ihre Geschichte sickert mit dem Wasser des Haffs in den torfigen Boden, bis sie von Nina aufgespürt wird.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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dramatische Erzählung über drei Frauen zu drei unterschiedlichen Zeiten
Es werden parallel drei Geschichten dreier Frauen und deren Familien erzählt. eine spielt in der NS Zeit, eine in der DDR, die andere in der heutigen Zeit. Alle drei sind sehr spannend, manche Teile tragisch und traurig aber auch hoffnungsvoll. Die Familiengeschichten hängen miteinander zusammen, so passen die Geschichten zusammen obwohl jede für sich steht. Man kriegt interessante Einblicke in das Leben in der DDR und der NS Zeit. Ich habe das Buch in weniger als zwei Tagen durchgelesen und noch eine Weile darüber nachgedacht. Ich fand es sehr gut!
Kristall86
aus an der Nordseeküste
5/5
25.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Moor vergisst nie!
Klappentext:
„1936 wird die 14-jährige Gine zum Landjahr ans Stettiner Haff geschickt, wo endlose Weite Hoffnung verspricht und salzige Böden die Geheimnisse der Menschen hüten. Als sich dort ein Mann an Gine vergeht, schwört das Mädchen Rache und ahnt nicht, wie sehr es damit den Lauf der Zeit beeinflussen wird. Jahrzehnte später zieht sich die überarbeitete Berliner Ärztin Nina in die endlosen Weiten Mecklenburg-Vorpommerns zurück und macht einen erschreckenden Fund. Im geteilten Deutschland träumt die zwanzigjährige Sigrun vom Ausbruch aus den eng gesteckten Grenzen des DDR-Systems. Ihre Geschichte sickert mit dem Wasser des Haffs in den torfigen Boden, bis sie von Nina aufgespürt wird“
Man liest es schon indirekt aus dem Klappentext heraus und sobald man im Buch fest vertäut ist, was sehr schnell geschieht, dann erkennen wir Leser klar und deutlich drei Zeitebenen, drei unterschiedliche Damen, die uns Autorin Tanja Weber hier vorstellt und die schlussendlich alle miteinander irgendwie verwoben werden. „Das Moor vergisst nie.“ ist ein alter Spruch den mir meine Urgroßmutter stets mit auf den Weg gab sobald wir am Moor spazieren gingen. Moore sind Zeitfresser und halten ihre Geheimnisse gut behütet in den dunklen Untiefen. In Webers Geschichte sagt allein der Buchtitel den Fundort auf - „Unter dem Moor“. Sie nimmt uns sehr gekonnt an die Hand um das Moor zu erkunden. Egal ob Gines Geschichte oder die von Nina oder Sigrun - alle drei Damen verbindet das Moor und die Zeit in der sie leben. Wir erlesen hier drei verschiedene Zeitenstränge der deutschen Geschichte, die die Menschen extrem geprägt haben. Die gesellschaftlichen Lagen/Situationen waren stets unterschiedliche, das Bild der Frauen ebenfalls aber eines verbindet alle wieder zusammen: in Freiheit und zwanglos leben zu können.
Die Geschichte hat einen feinen Verlauf der mit den richtigen Worten bestückt ist. Als Kriminalroman würde ich die Geschichte nicht einordnen. Es hat eine besondere Mischung aus vielen Genren in sich und das passt auch ganz gut. Das Tempo mancher Erzählungen war oft etwas langgezogen aber das tat dem Thema keinen Abbruch. Weber weiß den Leser zu fesseln und ihn an die Hand zu nehmen. Das Moor ist eine Art sprachlicher und sinnbildhafter Schutzraum und bietet allerlei Spiel für eigene Gedanken und Meinungen. Webers Roman hat mich sehr gut unterhalten, ich bin den drei Geschichten mit großem Interesse gefolgt und war mit der Umsetzung der einzelnen Themen mehr als zufrieden. Gerne vergebe ich hier 5 Sterne inkl. Leseempfehlung!
Kristall86
aus an der Nordsee
5/5
25.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Man liest es schon indirekt…
Man liest es schon indirekt aus dem Klappentext heraus und sobald man im Buch fest vertäut ist, was sehr schnell geschieht, dann erkennen wir Leser klar und deutlich drei Zeitebenen, drei unterschiedliche Damen, die uns Autorin Tanja Weber hier vorstellt und die schlussendlich alle miteinander irgendwie verwoben werden. „Das Moor vergisst nie.“ ist ein alter Spruch den mir meine Urgroßmutter stets mit auf den Weg gab sobald wir am Moor spazieren gingen. Moore sind Zeitfresser und halten ihre Geheimnisse gut behütet in den dunklen Untiefen. In Webers Geschichte sagt allein der Buchtitel den Fundort auf - „Unter dem Moor“. Sie nimmt uns sehr gekonnt an die Hand um das Moor zu erkunden. Egal ob Gines Geschichte oder die von Nina oder Sigrun - alle drei Damen verbindet das Moor und die Zeit in der sie leben. Wir erlesen hier drei verschiedene Zeitenstränge der deutschen Geschichte, die die Menschen extrem geprägt haben. Die gesellschaftlichen Lagen/Situationen waren stets unterschiedliche, das Bild der Frauen ebenfalls aber eines verbindet alle wieder zusammen: in Freiheit und zwanglos leben zu können. Die Geschichte hat einen feinen Verlauf der mit den richtigen Worten bestückt ist. Als Kriminalroman würde ich die Geschichte nicht einordnen. Es hat eine besondere Mischung aus vielen Genren in sich und das passt auch ganz gut. Das Tempo mancher Erzählungen war oft etwas langgezogen aber das tat dem Thema keinen Abbruch. Weber weiß den Leser zu fesseln und ihn an die Hand zu nehmen. Das Moor ist eine Art sprachlicher und sinnbildhafter Schutzraum und bietet allerlei Spiel für eigene Gedanken und Meinungen. Webers Roman hat mich sehr gut unterhalten, ich bin den drei Geschichten mit großem Interesse gefolgt und war mit der Umsetzung der einzelnen Themen mehr als zufrieden. Gerne vergebe ich hier 5 Sterne inkl. Leseempfehlung!
bookloving
5/5
21.07.2024
eBook (ePUB 3)
Vielschichtiger Generationenroman über Frauenschicksale
In ihrem neuen, fesselnden Generationenroman „Unter dem Moor“ widmet sich die deutsche Autorin Tanja Weber den bewegenden Schicksalen dreier Frauen aus verschiedenen Epochen der deutschen Geschichte, die nicht nur durch die einzigartige Landschaft des Stettiner Haffs sondern auch durch ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit miteinander verbunden sind.
Weber gelingt es in ihrem tiefgründigen Roman eindrucksvoll, die Auswirkungen politischer Systeme und prägende gesellschaftliche Einflüsse auf die individuellen Schicksale ihrer Protagonistinnen sowie die Folgen generationenübergreifender Traumata aufzuzeigen.
Der Roman ist hauptsächlich in einem kleinen Dorf am Stettiner Haff angesiedelt, jedoch zu drei unterschiedlichen, einander abwechselnden Zeitebenen und spielt in den Jahren 1936, 1979 und 2024..
Im Mittelpunkt der Geschichte im Jahr 1936 steht die 14-jährige Gine aus Berlin, die während der NS-Zeit zum Landjahr auf einen Gutshof am Haff geschickt wird und dort harte Knochenarbeit verrichten muss. Erschütternd ist es, Gines Leidensweg mitzuerleben, denn neben der Ausbeutung und Herabwürdigungen wird sie Opfer einer schrecklichen Gewalttat, die ungesühnt bleibt und ihr Leben für immer prägt. Vier Jahrzehnte später, im Jahr 1979, lernen wir die 20-jährige Sigrun mit ihrem kleinen Sohn und Ehemann Achim in der DDR-Provinz kennen. Die junge Frau träumt davon, der Enge des SED-Regimes zu entfliehen und ein freies Leben ohne die allgegenwärtige Stasi-Überwachung zu führen. Im Erzählstrang der Gegenwart haben wir Anteil am Leben der jungen Nina, einer Ärztin, die nach einem Burnout aus ihrem stressigen Berliner Pandemiealltag ausbricht und sich mit ihrer Hündin eine Auszeit am Stettiner Haff nimmt. Nach dem zufälligen Fund menschlicher Knochen begibt sie sich auf eine packende Spurensuche, die sie tief in die Vergangenheit führt und schließlich dunkle Geheimnisse ans Licht bringt.
Der lebendige, eindringliche Schreibstil der Autorin ist sehr ansprechend und lässt sich angenehm lesen, sodass wir mühelos in die verschiedenen Epochen und Lebensgeschichten eintauchen können.
Gekonnt verwebt Weber die unterschiedlichen Handlungsstränge mit den Schicksalen der drei Charaktere zu einer mitreißenden und bewegenden Geschichte, die mich mit ihrer Intensität zunehmend in den Bann gezogen hat. Durch den Wechsel der Handlungsstränge und Epochen wird der Spannungsbogen allmählich gesteigert, und durch immer neue spannenden Wendungen finden wir uns schließlich in einem packenden Page Turner wieder.
Ausgezeichnet ist der Autorin die gefühlvolle, vielschichtige Charakterzeichung ihrer Protagonistinnen gelungen, die lebendig und glaubhaft wirken und die mich jede auf ihre Weise mit ihrem Schicksal berühren konnte.
Sehr einfühlsam erzählt die Autorin über bedeutsame Episoden aus dem Leben ihrer starken Frauenfiguren, die in den Fallstricken ihrer Zeit gefangen sind und geeint in ihren Sehnsüchten, Ängsten, dem Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit sowie ihrem Bestreben, auf ihre Weise alle Widrigkeiten zu überwinden. Ob nun während des totalitären Nationalsozialismus, im rigiden DDR-System oder im fordernden Alltag der Gegenwart - damals wie heute sind Frauen tagtäglich Ungerechtigkeiten, Ausgrenzung, Willkür, sexueller Gewalt, politischer Unterdrückung oder gesellschaftlichen Zwängen ausgeliefert, die tiefgreifende Auswirkungen auf ihre Lebensgeschichten und ein selbstbestimmtes Leben haben.
Die Autorin zeichnet ein detailliertes und überzeugendes Bild der jeweiligen Epochen und versteht es, die allgemeine Stimmung und die jeweiligen Lebensumstände anschaulich in den historischen Kontext einzubetten. Zudem beleuchtet sie sehr eindringlich, wie nachhaltig die Beeinträchtigungen durch die jeweiligen politischen Systeme bzw. gesellschaftlichen Zwänge und Alltagsbelastungen das Leben ihrer Protagonistinnen prägen, die eine Gratwanderung zwischen Anpassung, Resignation oder offenem Widerstand zu beschreiten haben.
Hervorragend haben mir auch die eindrucksvollen, atmosphärisch dichten Natur- und Landschaftsbeschreibungen der Handlungsorte in dieser einzigartigen Gegend gefallen, die eine ganz besondere, unheilvolle Stimmung schaffen. Diese beeindruckende Landschaft des Stettiner Haffs mit ihrer endlosen Weite und Einsamkeit erweist sich als eine Art stumme Zeugin der vergangenen Geschehnisse und Hüterin der lange im Verborgenen bewahrten Geheimnisse der Protagonistinnen, die erst viele Jahre später wieder ans Licht kommen. Zudem zeigt sich das unwirtliche Haff schließlich auch als verbindendes Element der drei nachdenklich stimmenden Erzählstränge, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen und von der Autorin sehr stimmig zusammengeführt werden.
FAZIT
Ein eindrucksvoll erzählter, vielschichtiger und fesselnder Roman, der die Stärke und Widerstandskraft von Frauen im Wandel der Zeiten eindrucksvoll in den Mittelpunkt stellt, tief berührt und zum Nachdenken anregt.
raschke64
aus Dresden
5/5
19.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Stark
Das Buch erzählt die Geschichte von drei Frauen. In der Gegenwart ist es die Berliner Ärzte Nina , die nach einem Burnout für einen Monat ans Stettiner Haff fährt. Zusammen mit ihrer Hündin, die im Wald Knochen ausbuddelt. Diese stellen sich als menschlich heraus. Und haben mit einer Frau in der DDR zu tun. 1936 wird am gleichen Ort die 14-Jährige Regine zu einer Art „Arbeitsjahr“ für 8 Monate verpflichtet. Die Trennung von ihrer Familie und ihren Freunden in Berlin verkraftet sie nur schwer und als sie dann auch noch vergewaltigt wird, behält sie ein lebenslanges Trauma. Es wird sich herausstellen, dass all das miteinander verbunden ist.
Das Buch ist ganz stark. Zum einen ist es ein sehr gut lesbarer Stil. Zum anderen sind die jeweils wechselnden Geschichten in den verschiedenen Zeiten sehr interessant. Sowohl die Zeit des Nationalsozialismus, wie auch die Zeit in der DDR und in der Gegenwart sind gut beschrieben und die drei Frauen als Hauptpersonen erwecken beim Leser viel Empathie. Die verwobenen Geschichten greifen ineinander und das ist sehr gut beschrieben und gelöst. Ich kann nur absolut eine Leseempfehlung aussprechen
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5/5
24.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein überzeugender, detailreicher...
Ein überzeugender, detailreicher und ergreifender Roman über drei Frauen zu unterschiedlichen Zeiten in entscheidenden Phasen ihres Lebens. Sehr gut geschrieben und das Hörbuch auch sehr gut gesprochen, von Verena Wolfien.
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5/5
01.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geht unter die Haut
Eingebettet in eine schöne, aber auch durch den Lauf der Geschichte geprägte Landschaft, verknüpft die Autorin drei Schicksale in unterschiedlichen Zeitebenen miteinander. Beeindruckend ist wie die Beschreibung der Landschaft und die bewegenden Schicksale verschmelzen. Die drei im Mittelpunkt stehenden Frauen zeigen beispielhaft wie jede Generation mit gesellschaftlichen Gegebenheiten zu kämpfen hat, glücklich zu werden.
Ein beindruckender und berührender Roman der ein packendes Leseerlebnis bietet.
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5/5
10.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schicksal am Stettiner Haff
Dieses Buch hat mich sofort gepackt. Gine, Sigrun und Nina halten sich zu unterschiedlichen Zeiten und gesellschaftlichen Umständen am Stettiner Haff auf. Tanja Weber erzählt ihre Schicksale mit viel Empathie und einer den Umständen angemessenen bedrohlichen Grundstimmung. Entstanden ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Frauenroman und Zeitgeschichte mit immer neuen spannenden Wendungen, der ich viele, viele Leser:innen wünsche.
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5/5
20.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Moorgeheimnisse
Vielseitig, spannend und unbedingt lesenswert, dieser Roman. Zeitzeugnis, Familienroman, fast Krimi, „Unter dem Moor“ spannt einen zeitlichen Bogen von 1935 bis in die Gegenwart, verortet in Mecklenburg. Gutes Kopfkino! Wer Bücher von Nele Neuhaus bis „Gesang der Flusskrebse“ mag ist hier absolut richtig!
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5/5
05.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein aufwühlender Roman über drei...
Ein aufwühlender Roman über drei Frauen, deren Schicksal miteinander verflochten ist. Eine Geschichte, die im 2. Weltkrieg beginnt, die DDR Geschichte streift und in der Neuzeit landet. Fesselnd und ergreifend geschrieben.
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