Produktbild: Tage im August
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Tage im August

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2024

Verlag

Folio

Seitenzahl

235

Maße (L/B/H)

21,5/14,3/2,8 cm

Gewicht

412 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La vacanza

Übersetzt von

Ingrid Ickler

Sprache

Deutsch

EAN

2710000318811

Beschreibung

Rezension

„Sie gehört zu den wichtigsten Intellektuellen Italiens, wird seit Jahren für den Nobelpreis gehandelt und ist eine wahre Weltbürgerin.“
Die Welt, Marc Reichwein

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2024

Verlag

Folio

Seitenzahl

235

Maße (L/B/H)

21,5/14,3/2,8 cm

Gewicht

412 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La vacanza

Übersetzt von

Ingrid Ickler

Sprache

Deutsch

EAN

2710000318811

Herstelleradresse

Folio Verlagsges. Mbh
Pfarrhofstraße 2d
39100 Bozen / Italien
IT

Email: office@folioverlag.com

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  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    17.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Der Sommer einer Vierzehnjährigen 1943 – sehr lesenswert und eindrücklich!

    Bereits 1962 erschien dieser aufwühlende Klassiker aus der Feder der 1936 geborenen italienischen Autorin Dacia Maraini, der jetzt neu aufgelegt wurde. Sie gilt als Pionierin der feministischen Literatur. Der vorliegende Roman ist wegweisend, teilweise befremdlich im Inhalt – und heute aktueller denn je. Die Ich-Erzählerin Anna, vierzehn Jahre, und ihr um einige Jahre jüngerer Bruder Giovanni, werden zu Sommerbeginn von ihrem Vater aus dem Nonneninternat in Rom mit dem Motorrad abgeholt. Er bringt sie zu zu seiner neuen Partnerin Nina. Im Haus in Nähe des Strandes wohnen im Obergeschoss sein Arbeitgeber mit dessen Frau und dem achtzehnjährigen Sohn Armando. Die beiden fühlen sich zunächst unwohl, auch Nina findet sich erst schwer in ihre neue Rolle als Stiefmutter ein, auch wenn es sich nur um eine kurze Zeit im Sommer handelt. Denn kaum beginnt die Schule, werden sie von ihrem Vater wieder im Internat abgeliefert. Er hat seine „Schuldigkeit“ getan. Die Beziehung der Kinder zum Vater ist kühl und distanziert. Auch fragt er sie immer, ob sie ihn lieb haben und sucht damit Bestätigung für sein hilfloses Tun. Aber die beiden leben sich ein. Giovanni findet im Dorf „Freunde“, mit denen er am Strand meistens abhängt. Das Miteinander der Kinder ist aber sehr rau, beinahe toxisch. Und Anna versucht sich in ihrer aufkeimenden Pubertät zurecht zu finden. Sie beobachtet die Welt, lässt sich treiben. Die Sicht auf „Liebe“ und Sexualität ist befremdlich und verstörend. Die Suche nach ihrer Freiheit pendelt zwischen dem masturbierenden Armando und lüsteren, alten geilen Männern, die glauben, mit Geld alles kaufen zu können. Es ist das Jahr 1943. Es herrscht der Krieg, Rom wird bombardiert und die Kampfflieger der Alliierten sind oft über dem Meer zu hören. Kurzum: Anna und Giovanni sind in diesen Wochen am Meer auf sich alleine gestellt. Es kümmert sich niemand so richtig um sie, auch wenn Anna Nina im Haushalt zur Hand geht, bleibt ihre Freizeit ein Loch voller Fragen um das Leben. Der Krieg hängt wie eine dunkle Wolke über den Ferien. Die Eltern tun ihn mit einer Handbewegung ab, also könnten sie diese Wolke beiseite schieben, um die Sonne wieder durchzulassen. Es wird getrunken, geraucht und Karten gespielt, als wäre alles eitle Wonne. Erst als Armando den Stellungsbefehl bekommt, zerplatzt die Seifenblase einer schöngeredeten Welt. Es ist kein leichter Roman, oder mal schnell eine Sommerlektüre. Ganz im Gegenteil. Die Tage im August könnten leicht und unbeschwerlich, voller Sonnenschein sein. Aber Regen und Winter holen ein nicht vorhandenes Idyll ein. Die Autorin drückt der Gesellschaft ihren Stempel auf, kritisiert mit feiner Feder zwischen den Zeilen das italienische Kleinbürgertum. Es ist nicht zwingend ein Coming-of-Age Roman, sondern eine sehr gezielte Kritik am Kleingeist und am Faschismus. Ein Buch, das Eindruck hinterlässt, und auch manchmal die Nackenmuskeln ob des Kopfschüttelns während der Lektüre strapaziert. Keine leichte Kost – aber, oder eigentlich gerade deswegen, sehr lesenswert. Ganz große Leseempfehlung . Auch das Vorwort der Autorin zu dieser neuen Ausgabe möchte ich als sehr lesenswert hervorheben.

  • Johanna

    aus München

    4/5

    13.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Klassiker! (Kein Wohlfühlbuch)

    Kein Wohlfühlbuch für den Strand, sondern ein stellenweise befremdlicher Klassiker der italienischen Literatur aus dem Jahr 1962. Der Strand liegt nicht weit von Rom. Es ist August, es wird September 1943. Alliierte Bomber fliegen Richtung Rom. Die vierzehnjährige Anna und ihr jüngerer Bruder Giovanni werden vom Vater aus dem Nonneninternat geholt und für die Ferien in ein Haus am Meer gebracht. Die Mutter ist vor Jahren gestorben. Im selben Haus leben außer ihm und seiner neuen Gefährtin Nina sein Arbeitgeber mit seiner Frau und dem achtzehnjährigen Sohn Armando. Es ist das Erstlingswerk der heute 89 Jahre alten Schriftstellerin Dacia Maraini. Im Vorwort schreibt sie zu einer Neuausgabe im Jahr 1998 über sich selbst: „Dieses junge Mädchen hat mit siebzehn Jahren einen nüchternen, ja rauen Roman geschrieben, den sie La vacanza (Ferien im August) nannte, was aber nicht im Sinne einer glücklichen Urlaubsreise oder Erholung gemeint war, sondern eine Leere beschrieb [.]“ Ihre Ich-Erzählerin, die vierzehnjährige Anna, ist verstört, „seltsam ohnmächtig“ nennt sie Maraini im Vorwort. Niemand erklärt ihr die Welt, die sie beobachtet, sie ist ratlos. Die Liebe des Vaters beschränkt sich darauf, sie und ihren Bruder für die Sommerferien aus dem Internat zu holen und immer wieder zu fragen, ob sie ihn lieb habe. Anna erhofft sich Freiheit. Die bekommt sie: Niemand kümmert sich um die Kinder. Sie sind sich selbst überlassen, probieren sich aus. Alles was verboten ist: Nikotin, Alkohol und ihre Sexualität. Die Blicke der Jungen und der vor Gier sabbernden älteren Männer im Strandbad sind begehrlich. Sie zieht sich aus für sie, scheinbar unbeteiligt, lässt sich sexuell ausbeuten, wird missbraucht und entzieht sich dann wieder. Was diese beklemmenden Initiationserlebnisse in ihr auslösen, bleibt unklar. Es gibt allenfalls Andeutungen. Maraini lässt ihre Ich-Erzählerin kaum etwas werten. Einmal sagt sie: „Beim Rauchen stellte ich mit Erstaunen fest, dass ich den Eindruck hatte, als sei es gar nicht ich, die dieses zusammengeklebte Papier zwischen die Lippen steckte, sondern jemand anderes und ich würde nur zusehen. Mein anderes Ich verschwand wieder.“ Auch nach mehreren sexuellen Begegnungen fragt sie Armando: „Wie schläft man eigentlich richtig miteinander?“ Antwort: „Dafür bist du noch zu klein.“ Den Männern am Strand ist das offensichtlich egal. Liebe kann man sich kaufen. Maraini porträtiert ein Mädchen, das sich aus Zwängen befreien will, aber nicht weiß wie. Die Erwachsenen haben offenbar kaum Interesse an den Kindern. Sie sind das Abbild des italienischen Kleinbürgertums der Kriegszeit. Maraini stellt dessen Oberflächlichkeit, Kleingeistigkeit und Scheinheiligkeit zur Schau. Über allem hängt die Bedrohung durch den Krieg, die aber immer wieder verdrängt wird. Man spielt gerne Karten und versichert sich des Wohlwollens des Bürgermeisters. Hat sich bei der Rückkehr ins Internat nach den Ferien etwas verändert? Rom ist von Bomben getroffen, Häuser sind zerstört, Straßen kaputt. Die dumpfe, freudlose Atmosphäre im Internat ist die gleiche wie vorher. Wenn man weint, bekommt man „eine Scheibe Brot mit Feigenmarmelade“. Eindrucksvoll, keine leichte Lektüre. Übersetzt von Ingrid Ickler. Mit einem Vorwort der Autorin 2025 als Taschenbuch erschienen.

  • Jürg K.

    4/5

    29.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessant und spanndend

    Anna und ihr Bruder Giovanni haben endlich Ferien und werden von ihrem Vater abgeholt. Endlich können sie das Nonneninternat verlassen. Anna will die Welt erkunden und wissen wie die Liebe geht. Am Himmel dröhnen die Jagdbomber. Sie lernt in der Badeanstalt Savoia die lüsternen Blicke von jungen und älteren Männern kennen. Es folgt die erste sexuelle Erfahrung. Beim Lesen dieses Buches erfährt man einiges über ihre Familie. Der Vater ein Filou, die Stiefmutter gefallsüchtige oberflächliche Frau. Annas Erfahrung in diesen Ferien haben grösstenteils mit dem anderen Geschlecht zu tun. Als Leser erfährt man nicht, ob sie die Geschehnisse erleidet, geniesst oder einfach hinnimmt. Meine Meinung ist, dass es eine Reihung von Ereignissen ist, die das Erwachsen werden, dokumentieren. Interessant ist das Lesen gleichwohl.

  • Shilo

    aus Ulm

    3/5

    23.02.2024

    eBook (ePUB 3)

    Ein interessantes Romandebüt

    Die 14jährige Anna wird zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Giovanni von ihrem Vater mit dem Motorrad aus dem Nonnen-Internat in Rom abgeholt. Sie werden die Sommerferien zuhause am Meer verbringen und ihre neue Stiefmutter Nina kennenlernen. Ungestört von den Kriegsereignissen 1943. Anna ist glücklich, der Enge und Zucht des Klosters für einige Zeit entkommen zu sein. Am Strand entpuppt sie sich zu einer kleinen Lolita und lässt wahllos die Annäherungen von Männern unterschiedlichsten Alters zu, ohne irgendwelche Gefühle zu zeigen. Und so bleiben die Empfindungen der Protagonistin für den Leser im Dunkeln. Erst als Armando, der Sohn des Chefs ihres Vaters, in den Kriegsdienst eingezogen wird, lässt es Anna nicht kalt. Dieser erste Roman der Autorin, den sie im Alter von 17 Jahren geschrieben hat, lebt vor allen Dingen von Andeutungen und Ahnungen. Nichts wird näher beschrieben, so dass die Fantasie des Lesers gefragt ist. Dieses Buch ist mehr wie eine Studie über das Heranwachsen, interessant jedoch nicht umwerfend. 3 Sterne

  • Bewertung

    Book Circle Community

    2/5

    16.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verstörende Handlung und langweiliger Schreibstil

    Ich muss sagen, dass ich nur selten geschockt, geschweige denn verstört bin. Dieses Buch hat mich aber sowas von verstört. Es ist total übergriffig und sowas ohne Triggerwarnung auf die Menschheit loszulassen ist grob fahrlässig. Dabei fand ich den Klappentext interessant, aber der hat für mich auch etwas anderes ausgestrahlt als die Geschichte dann an sich. Das Verhalten der Figuren war oft nicht ihrem (vermuteten) Alter entsprechend. Ich weiss, dass die Geschichte in einer anderen Zeit spielt, aber es passt wirklich nicht zusammen. Ich finde sogar, dass einzelne Figuren widersprüchlich handeln, wenn man vorherige und nachfolgende Szenen mit einbezieht. Dann noch dieser Schreibstil. Es wirkt total gelangweilt, emotionslos, distanziert und ohne Besonderheit. Manchmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich mit den Gedanken abgeschweift bin, weil es so langweilig zu lesen war. Alles in allem kann ich leider nichts sagen, was ich als positiv empfand. 232 Seiten Text, ohne wirkliche Handlung. Und die wenige Handlung, die dann vorkam, war verstörend. Ganz toll… Ausserdem: Das Buch heisst „Tage im August“, aber nach knapp der Hälfte des Textes ist September. 2 Sterne gibt es auch nur, weil ich es immerhin zu Ende gelesen habe, was durchaus nicht immer bei schlechten Büchern der Fall ist.

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