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All'italiana! Wie ich versuchte, Italienerin zu werden | Lakonisch, witzig und politisch treffsicher: ein brillantes Porträt des Sehnsuchtslandes Italien

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.09.2024

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/3 cm

Gewicht

396 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000320166

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Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

"Tolle Einblicke! Wunderbar geschrieben! Grandios!" ("TV Hören und Sehen")
"Grandios! Engagierter, unterhaltsamer und treffender kann man Italien kaum schildern." ("B & B – Bücher & Bilder (Blog)")
"Schriftstellerin Petra Reski brigt uns Italien näher als sonst niemand." ("SWR1 Leute (SWR)")

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Gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.09.2024

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/3 cm

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Petra Reski hat hervorragende…

LichtundSchatten am 16.09.2024

Bewertungsnummer: 2886696

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Petra Reski hat hervorragende Bücher über die Mafia geschrieben und erklärt ihre italienische Lebensart, die sie als Deutsche erlebt, auch in diesem Buch humorvoll und treffend. Wer weiß schon, dass im Italienischen Alphabet kein K vorkommt und Frau Reski demzufolge im Wahlverzeichnis nicht vorkam. Ihr Antrag auf Italienische Staatsbürgerschaft war vermutlich noch komplizierter als die bürokratischen Hürden in Deutschland - „und ich hörte nichts mehr: eine Flaschenpost im Meer der Bürokratie.“ Petra Reski erzählt ihr Leben spannend und nachvollziehbar, für jeden, der Italienisch lernen will, ist das erste Kapitel (Italienisch für Anfänger) ein Leid-Faden, um besser zu verstehen. Sie geht an den Strand und hört den Italienern zu, die im Wesentlichen im Indikativ Präsens reden, alles ist irgendwie Gegenwart. „Es nimmt mich sehr für Italien ein, dass man so offen über die dunklen Seiten des Lebens spricht.“ „Dalla padella alla brace“ - was meinen Italiener damit, wenn sie über Politik reden? Es ist egal, ob man von Sozialisten oder Christdemokraten regiert wird, sie alle sind korrupt, machtbesessen und egoistisch. 49 Regierungen gab es seit Kriegsende, Italien erlebt die Politik am Rande der Funktionsunfähigkeit, die Motivation für Frau Reski endlich auch wählen zu wollen, als italienische Staatsbürgerin. Aber sie wendet sich zunächst der Wiege der Kultur zu, der Renaissance in der Toskana. „Ein Land, in dem man das Tonicwater glänzendes Wasser nennt, kann nicht anders, als Poeten hervorzubringen, finde ich.“ Sie lernt Italienisch in Castiglioncello und verbindet die Erlebnisse mit ihrer Tätigkeit als Anfänger-Journalistin beim Stern. Als Bergmannstochter reagiert sie auf überlegene intellektuelle Linke immer etwas verlegen und stellt Fragen, die man dort nicht gerne hört. Das dann auch noch mit den komplexen Fragestellungen der italienischen Sprache zu mixen, ein echter Hochgenuss das zu lesen. Der sehnige italienische Intellektuelle kocht ihr eine lange vorbereitete Kichererbsensuppe, mit allem Tamtam. Als sie vom Hof dieses Super-Menschen fährt, sieht sie zwei Kirchererbensdosen im Müll. So ist das eben in Italien, wir kommen mit den Erlebnissen von Petra Reski der witzigen, unglaublichen Realität näher als in Reiseführern, sie beschreibt spannend, anschaulich, mit Lust auf den nächsten Satz. „Der Italiener meines Lebens ist vor allem Venezianer….Er ist allergisch gegen Tomaten und Kaffee, er verabscheut Knoblauch und interessiert sich nicht für Fußball.“ Ein echter Italiener? 48 Kapitel vom Feinsten: im Hinblick auf Sprache und Erklärungen der Unterschiede und des italienischen Lifestyles. „Es war mein Land, von Anfang an. Es ist ein fehlerhaftes Land, es sündigt, es ist perfide und manchmal sogar teuflisch. Dennoch liebe ich es.“ Ob man die Politiker auch lieben muss, es ist eine ganz andere Frage, zu der Petra Reski eine Fülle an Hintergründen und Wissenswertem beiträgt, genau dieser Sichtweisen wegen habe ich dieses Buch mit größtem Interesse gelesen.

Petra Reski hat hervorragende…

LichtundSchatten am 16.09.2024
Bewertungsnummer: 2886696
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Petra Reski hat hervorragende Bücher über die Mafia geschrieben und erklärt ihre italienische Lebensart, die sie als Deutsche erlebt, auch in diesem Buch humorvoll und treffend. Wer weiß schon, dass im Italienischen Alphabet kein K vorkommt und Frau Reski demzufolge im Wahlverzeichnis nicht vorkam. Ihr Antrag auf Italienische Staatsbürgerschaft war vermutlich noch komplizierter als die bürokratischen Hürden in Deutschland - „und ich hörte nichts mehr: eine Flaschenpost im Meer der Bürokratie.“ Petra Reski erzählt ihr Leben spannend und nachvollziehbar, für jeden, der Italienisch lernen will, ist das erste Kapitel (Italienisch für Anfänger) ein Leid-Faden, um besser zu verstehen. Sie geht an den Strand und hört den Italienern zu, die im Wesentlichen im Indikativ Präsens reden, alles ist irgendwie Gegenwart. „Es nimmt mich sehr für Italien ein, dass man so offen über die dunklen Seiten des Lebens spricht.“ „Dalla padella alla brace“ - was meinen Italiener damit, wenn sie über Politik reden? Es ist egal, ob man von Sozialisten oder Christdemokraten regiert wird, sie alle sind korrupt, machtbesessen und egoistisch. 49 Regierungen gab es seit Kriegsende, Italien erlebt die Politik am Rande der Funktionsunfähigkeit, die Motivation für Frau Reski endlich auch wählen zu wollen, als italienische Staatsbürgerin. Aber sie wendet sich zunächst der Wiege der Kultur zu, der Renaissance in der Toskana. „Ein Land, in dem man das Tonicwater glänzendes Wasser nennt, kann nicht anders, als Poeten hervorzubringen, finde ich.“ Sie lernt Italienisch in Castiglioncello und verbindet die Erlebnisse mit ihrer Tätigkeit als Anfänger-Journalistin beim Stern. Als Bergmannstochter reagiert sie auf überlegene intellektuelle Linke immer etwas verlegen und stellt Fragen, die man dort nicht gerne hört. Das dann auch noch mit den komplexen Fragestellungen der italienischen Sprache zu mixen, ein echter Hochgenuss das zu lesen. Der sehnige italienische Intellektuelle kocht ihr eine lange vorbereitete Kichererbsensuppe, mit allem Tamtam. Als sie vom Hof dieses Super-Menschen fährt, sieht sie zwei Kirchererbensdosen im Müll. So ist das eben in Italien, wir kommen mit den Erlebnissen von Petra Reski der witzigen, unglaublichen Realität näher als in Reiseführern, sie beschreibt spannend, anschaulich, mit Lust auf den nächsten Satz. „Der Italiener meines Lebens ist vor allem Venezianer….Er ist allergisch gegen Tomaten und Kaffee, er verabscheut Knoblauch und interessiert sich nicht für Fußball.“ Ein echter Italiener? 48 Kapitel vom Feinsten: im Hinblick auf Sprache und Erklärungen der Unterschiede und des italienischen Lifestyles. „Es war mein Land, von Anfang an. Es ist ein fehlerhaftes Land, es sündigt, es ist perfide und manchmal sogar teuflisch. Dennoch liebe ich es.“ Ob man die Politiker auch lieben muss, es ist eine ganz andere Frage, zu der Petra Reski eine Fülle an Hintergründen und Wissenswertem beiträgt, genau dieser Sichtweisen wegen habe ich dieses Buch mit größtem Interesse gelesen.

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All'italiana!

von Petra Reski

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Meinung aus der Buchhandlung

Kristina Oberlinger

Thalia Mayersche Gummersbach

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5/5

Italien lieben und (die Welt) verstehen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Einem sechswöchigen Sprachkurs Ende der 1980er Jahre sei Dank, verschlägt es die junge Journalistin Petra Reski zu Reportagen nach Italien, wobei sie schon bald in Venedig die Liebe ihres Lebens - oder besser „den Venezianer ihres Lebens“ - findet Fortan in Venedig ansässig, bemüht sie sich, als Zugereiste den italienischen Gepflogenheiten im Allgemeinen und den venezianischen im Besonderen auf den Grund zu gehen, wobei sie mit Humor und einer guten Portion Selbstkritik nicht nur die deutsch - italienischen Differenzen betrachtet, sondern auch tief in die Geschichte und Politik Italiens eintaucht. Dabei spielen auch die politischen Hintergründe der Wendezeit in Deutschland, die während Reskis Anfängen in Italien von großer europäischer Tragweite sind, eine entscheidende Rolle. Damit liest sich der Bericht nicht nur als persönliche Hommage an ein Land oder eine Stadt und mindestens einen ihrer Bewohner,. Die Politologin liefert auch ein kritisches Bild der globalen politischen Verhältnisse der Zeit und deren Auswirkungen nicht nur auf die aktuelle Lage Venedigs. Reskis Stil ist dabei erfrischend unsentimental, humorvoll und authentisch, so dass ihr neues Buch eine absolut willkommene Ergänzung des zuvor erschienen „Als ich einmal in den Canale Grande fiel“ darstellt. Eine wahre Freude, nicht nur für Italien-Liebende.
  • Kristina Oberlinger
  • Buchhändler/-in

5/5

Italien lieben und (die Welt) verstehen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Einem sechswöchigen Sprachkurs Ende der 1980er Jahre sei Dank, verschlägt es die junge Journalistin Petra Reski zu Reportagen nach Italien, wobei sie schon bald in Venedig die Liebe ihres Lebens - oder besser „den Venezianer ihres Lebens“ - findet Fortan in Venedig ansässig, bemüht sie sich, als Zugereiste den italienischen Gepflogenheiten im Allgemeinen und den venezianischen im Besonderen auf den Grund zu gehen, wobei sie mit Humor und einer guten Portion Selbstkritik nicht nur die deutsch - italienischen Differenzen betrachtet, sondern auch tief in die Geschichte und Politik Italiens eintaucht. Dabei spielen auch die politischen Hintergründe der Wendezeit in Deutschland, die während Reskis Anfängen in Italien von großer europäischer Tragweite sind, eine entscheidende Rolle. Damit liest sich der Bericht nicht nur als persönliche Hommage an ein Land oder eine Stadt und mindestens einen ihrer Bewohner,. Die Politologin liefert auch ein kritisches Bild der globalen politischen Verhältnisse der Zeit und deren Auswirkungen nicht nur auf die aktuelle Lage Venedigs. Reskis Stil ist dabei erfrischend unsentimental, humorvoll und authentisch, so dass ihr neues Buch eine absolut willkommene Ergänzung des zuvor erschienen „Als ich einmal in den Canale Grande fiel“ darstellt. Eine wahre Freude, nicht nur für Italien-Liebende.

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