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Eine verbotene Liebe öffnet einer jungen Frau in Düsseldorf den Weg zu einem selbstbestimmten Leben als Journalistin. Für alle Leser:innen von Eva Völler, Mechthild Borrmann und Lily Bernstein
»Und warum lernen Sie dann nicht bei einer Zeitung?« Sie seufzte. »Die Frage kann wohl nur von einem Mann kommen. Die Zeiten, in denen die Frauen für alles zuständig waren, arbeiten gingen und für sich selbst entscheiden durften, sind wieder vorbei.«
Düsseldorf 1950: Eva erfährt mit zwanzig Jahren das erste Mal von den Gräueltaten der Nazis. Ihre Eltern hatten sie als Kind für die NS-Propaganda instrumentalisiert, indem Eva Hitler beim Reichsparteitag Blumen überreichen musste. Sie konfrontiert ihre Eltern mit ihrem neuen Wissen. Aus dem Streit wächst ein Konflikt, der die Grundfeste von Evas Leben erschüttert. Ihr junger Politiklehrer ermutigt sie dazu, ihren eigenen Weg zu gehen und eine Karriere als Journalistin anzustreben. Zwischen den beiden keimt eine Liebe auf, die aus mehr als einem Grund verboten bleibt. Wird es Eva trotz familiärer und gesellschaftlicher Widerstände gelingen, für ihre Freiheit zu kämpfen und gleichzeitig ihrem Herz zu folgen?
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Faszinierende Zeitreise in die Welt meiner Großeltern
Bewertung am 03.06.2025
Bewertungsnummer: 2507100
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Als ehemalige Journalistin hat mich der Buchtitel sofort angesprochen. Ich war gespannt, auf welche Zeitreise mich der historische Roman mitnehmen würde und fand mich zu meiner Überraschung in der Jugend meiner Mutter und der Welt meiner Großeltern in der Nachkriegszeit wieder. Die Handlung dreht sich um Eva, mit 20 Jahren fest verlobt, die bis zur nahenden Hochzeit eine Kinderpflegeschule besucht, obwohl sie davon träumt, Journalistin zu werden wie einst ihr Großvater. Ihre Großmutter ist dabei Evas Verbündete. Ihr Vater hat dagegen eigene Pläne mit der Tochter. Zum Lichtblick in Evas Leben wird ihr Politiklehrer, durch den sie nicht nur mit der Wahrheit über das vergangene NS-Regime konfrontiert wird. Eva gerät in einen Zwiespalt mit den Werten ihrer Familie, hinterfragt ihre Rolle als „Hitlers Blumenmädchen“ und beschließt, Konsequenzen zu ziehen, die ihr Leben auf den Kopf stellen.
Viele Szenen und Konflikte, die die Hauptfigur Eva mit ihren Eltern durchstehen muss, erinnerten mich an Jugenderzählungen meiner Mutter. Ernüchternd ist, wie sehr Frauen damals um ihren Platz im Berufsleben kämpfen mussten – auch in der vermeintlich weltoffenen Atmosphäre einer Zeitung. Meine Autorenkollegin, Bettina Lausen, versteht es mit ihrer bildhaften, genauen Sprache meisterhaft, die Leser mitten ins Geschehen zu ziehen. Viele Orte in Düsseldorf sowie Details, bis hin zur Margarine, sind genau recherchiert, wodurch ein dichtes, lebendiges Bild dieser Zeit entsteht. Besonders gut gefallen hat mir, wie Bettina Lausen die Werte dieser Zeit spiegelt, die Figuren darum ringen oder in falschen Positionen festgefahren sind. Wie gut, dass gerade der nächste Roman der Autorin erschienen ist. Den Faden für „Die Fotografin“, Zuria, hat Bettina Lausen in Evas Welt bereits aufgenommen. Die geflohene Jüdin ist die einst verbotene Liebe ihres Bruders. Bleibt zu hoffen, dass auch für die beiden eine neue Zeit anbricht.
Eine Wahnsinns packende…
Buchliebe4 aus Nähe Marburg am 14.05.2025
Bewertungsnummer: 2939320
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Eine Wahnsinns packende Geschichte mit ganz viel Empathie! Ganz großartig geschrieben! Wenn man ein Buch innerhalb eines Tages durchliest und sich einfach nicht aus der Geschichte lösen kann, dann kann man das Buch wirklich nur als einen Volltreffer bezeichnen. So erging es mir bei dem Buch die Journalistin- Neue Zeiten auf der Kö von Bettina Lausen. Schon gleich auf der ersten Seite an, tauchte ich so tief in das Leben von Eva und ihrer Familie ab und der tolle Schreibstil der Autorin fühlte sich sofort vertraut an. Während die Geschichte realativ entspannt beginnt, lernt man erst einmal die wichtigsten Charaktere kennen. Eva hat mich besonders imponiert, denn obwohl ihr eigentlicher Weg von dem Vater vorgezeichnet wurde, dem sie sich ja auch gefügt hatte, brachte sie dennoch den Mut auf, die Stimme zu erheben. Sie hat viele Dinge, die sie beschäftigten beim Schopf genommen und hat diese hinterfragt und hat Stück für Stück eine Wahrheit aufgedeckt und ausgesprochen, die bewusst verschwiegen wurde. Was für viele Familien damals noch präsent und selbstverständlich war, so hat sie sich aus dem Fadennetz Stück für Stück befreit und war trotz der großen Probleme die sie dadurch hatte, war sie dennoch für ihren Bruder eine ganz große Stütze. Aber auch weitere Charaktere haben sich schnell in mein Herz geschlichen. Zum einen Johann, der junge Politklehrer, der nicht einfach geschwiegen hat, sondern aufgeklärt hat. Und auch die Großmutter , die wie ein Fels in der Brandung für Eva war und ihre Rolle, so wie ich diese noch von meiner eigenen Großmutter kenne, einnahm. Jedes Mal machte sich in mir beim Lesen eine wohlige Wärme breit. Besonders berührt hat mich das Schicksal von ihren Bruder Kurt. Auch hier hat die Autorin ein Stück Zeitgeschichte mit eingebaut und diese so gut in die Geschichte mit eingebaut und dargestellt. Die Grausamkeiten des Krieges, hat die Menschen noch jahrelang, oder besser gesagt ihr lebenlang verfolgt und viele waren gefangen in ihren Erlebnissen. Mit viel Empathie hat die Autorin alle Charaktere gezeichnet und hat ihnen nicht nur ein Gesicht gegeben, sondern hat die Nachkriegsjahre so gut dargestellt und hat sich nicht nur auf ein bestimmtes Bild beschränkt, sondern hat wie auf einem Wimmelbild alles in Bild gesetzt, was genau diese Jahre, die Nachkriegsjahre ausgemacht haben. Denn sie hat auch die Schattenseite hervorgehoben. Das Schweigen vieler Menschen, das Vertuschen der Gräueltaten der Nazis, die Fängen des Systems- die auch in den Jahren nach dem Krieg noch griffen. Sie hat die Propaganda, von der viele Menschen sich mit blenden lassen haben, genau durchleuchtet. Sie hat das Leben zu der damalige Zeit, wo die Menschen noch zwischen den vielen Trümmern lebten und gleichzeitig die Wirtschaft wieder so langsam in Schwung kam, für mich perfekt aufgezeichnet. Aber sie hat sich auch mit der Rolle der Frau beschäftigt und hat damit wieder einmal vor Augen geführt, dass das, was wir in unserer Heimat als selbstverständlich erachten, nicht immer so war und das es viele mutige Frauen gab, die innerhalb ihrer Familie ihre Stimme erhoben haben. Das muss man sich immer wieder auch mal vor Augen führen. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen, denn trotz des schwierigen und sehr tiefen Thema, hat es die Autorin geschafft, eine Balance zu finden, die den Leser mitreißt und berührt, die aber nicht lähmt. Einen solchen Sog mit einer packenden und spannenden Stück Zeitgeschichte zu verfassen, ist schwierig, ist der Autorin aber federlicht gelungen. Sämtliche Emotionen kamen hier zum tragen- und ja, besonders am Ende war die Taschentücherpackung leer. Chapeau! Fazit: 5 Sterne für ein packende Geschichte, die nicht nur berührt, sonder die haften bleibt
Meinung aus der Buchhandlung
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Eine Frau geht ihren Weg entgegen aller Widerstände
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein lohnenswerter und berührender Roman über eine starke Frau, die sich gegen das in der Nachkriegszeit herrschende Rollenbild durchsetzt und einen männerdominierten Beruf erlernt. Bewegt hat mich die gut recherchierte Darstellung der Widerstände, mit denen eine Frau in dieser Zeit zu kämpfen hatte. Ähnliches hörte ich in Gesprächen mit meiner Familie. Gelungen ist auch die Darstellung einer Gesellschaft, die die schrecklichen Ereignisse des Nationalsozialismus verarbeiten und umlernen musste. Also sehr gute Unterhaltung nicht nur für Lesende, die sich für Düsseldorf interessieren, sondern auch für authentisch erzählte Zeitgeschichte.
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Eva erfährt mit zwanzig Jahren erst die Wahrheit über das Naziregime. Bis dahin hatte sie, durch das Elternhaus geprägt, ein falsches Bild von dieser Zeit. Kritisch beginnt sie vieles zu hinterfragen und ist eine unbequeme Frau, die letztendlich aber ihren Weg geht.
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