Wenn heute unser Morgen wäre
Eine gefühlvolle own-voice Geschichte | Slow Burn Romance über Verlust, Identität und den Mut, das Leben beim Schopf zu packen
Eine gefühlvolle Slow Burn Romance über Verlust, Identität und den Mut, das Leben beim Schopf zu packen
Als Grace erfährt, dass sie Krebs hat, wird ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt. Einzig in der Musik findet sie einen Zufluchtsort, an dem sie die Welt für einen kurzen Moment ausblenden kann. Deshalb ist das Musikprojekt an ihrer Schule für sie auch das Highlight des Jahres - bis sie ausgerechnet mit Callum zusammenarbeiten soll. Callum, der arrogante Überflieger, für den nur seine Noten zählen und der jedes Opfer bringt, um in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vaters zu treten. Doch Graces Lebensfreude und ihr unbedingter Wille, jedem Tag so viel Glück wie möglich abzuringen, bringen Callums abweisende Fassade nach und nach zum Bröckeln. Und während die Gefühle der beiden füreinander wachsen, versucht Grace verzweifelt ein Geheimnis zu verbergen, das Callum den Boden unter den Füßen könnte ...
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
fogandbooks
Thalia Book Circle Community
5/5
23.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen gestern und vielleicht
Manchmal liest man ein Buch und manchmal trifft es einen so tief, dass es noch lange nachhallt. Wenn heute unser Morgen wäre von Sophie Herbst ist genau so eine Geschichte für mich geworden. Eine, die sich zunächst leise anfühlt. Cozy. Slow Burn. Fast zart. Und die einen dann mit einer Wucht trifft, auf die man emotional eigentlich nie vorbereitet ist. Für mich sind das ganz klare fünf von fünf Sternen, wenn ich ehrlich bin sogar eher eine zehn von zehn.
Im Mittelpunkt stehen Grace und Calum, zwei Jugendliche, die sich vermeintlich nicht ausstehen können und ausgerechnet gemeinsam ein Musikprojekt entwickeln müssen. Was nach einem typischen Schulsetting klingt, entfaltet schnell eine Tiefe, die ich so nicht erwartet habe. Calum ist ehrgeizig und verschlossen, kontrolliert in allem, was er tut. Ein Junge, der seine eigene Leidenschaft für Musik beiseitegeschoben hat, um den Erwartungen seines Vaters gerecht zu werden. Seit seine Mutter die Familie verlassen hat, fühlt er sich verantwortlich, stark sein zu müssen und zu funktionieren. Und dann ist da Grace, die zunächst warm und lebendig wirkt, aber eine Schwere mit sich trägt, die sich erst nach und nach offenbart. Nicht nur der Verlust ihrer besten Freundin Lou steht im Raum, auch ihr eigener Kampf gegen Krebs wird Teil dieser Geschichte.
Und genau hier verändert sich alles.
Ich glaube, ab und zu muss man etwas aufgeben, was einem wichtig ist, um es zu einem anderen, späteren Zeitpunkt wiederzufinden, an dem es eben besser passt.
Was mich beim Lesen besonders bewegt hat, war die Tatsache, wie jung diese Figuren eigentlich sind. Sechzehn, siebzehn Jahre alt und sie müssen sich mit Themen auseinandersetzen, von denen man denkt, dass sie in diesem Alter niemand tragen sollte. Während des Lesens vergisst man das fast, weil die Geschichte so intensiv ist und emotional so dicht. Erst im Nachhinein wird einem bewusst, wie erschreckend es ist, dass junge Menschen solche Schicksale bewältigen müssen. Und genau darin zeigt sich für mich die Stärke der Autorin. Sie dramatisiert nichts künstlich, sie romantisiert keine Krankheit und sie konstruiert kein Leid für den Effekt. Sie erzählt ehrlich, einfühlsam und unaufgeregt. Gerade dadurch wirkt alles so unglaublich stark.
Die Figuren fühlen sich nie überzeichnet an. Calum ist kein klischeehafter Bad Boy, sondern ein junger Mensch mit Angst, mit Loyalität und mit inneren Konflikten. Seine Entwicklung wirkt organisch und nachvollziehbar. Grace ist stark, aber nicht, weil sie unerschütterlich wäre, sondern weil sie fühlt, zweifelt, lacht und kämpft. Und selbst Nebenfiguren wie Lou tragen die Geschichte mit einer Bedeutung, die weit über einzelne Szenen hinausgeht. Niemand ist bloß Beiwerk. Jede Figur hat Gewicht und jede Beziehung hinterlässt Spuren.
Schatz, niemand weiß, was in ein paar Jahren ist. Und auch wenn es ein bisschen deprimierend klingt: Alle Menschen sterben. Jeder, den du triffst, wird in 100 Jahren nicht mehr da sein. Aber die wichtige Frage ist doch, wie viele von ihnen glücklich gelebt haben.
Der Schreibstil ist dabei zugänglich und flüssig, fast leicht, und trotzdem liegt das Gelesene schwer im Magen. Man kommt schnell hinein, man verschlingt die Seiten und dennoch musste ich das Buch immer wieder zur Seite legen, um durchzuatmen und zu verarbeiten, was da gerade passiert. Es ist keine komplizierte, verkopfte Geschichte und doch ist sie tiefgründig. Philosophische Gedanken, leise Zitate und diese ganz großen Fragen nach Verantwortung, Erwartungen und der eigenen Lebenszeit ziehen sich durch das Buch. Man spürt, dass hier Herzblut drinsteckt. Dass es mehr ist als nur eine erdachte Handlung. Es fühlt sich persönlich an und wahrhaftig.
Dieses Buch ist keine leichte Kost. Es tut weh. Es konfrontiert. Man ahnt beim Lesen, dass gewisse Dinge passieren könnten und hofft inständig, dass sie es nicht tun. Und wenn sie dann doch eintreten, sitzt man da und weint. Ich zumindest habe an manchen Stellen wirklich geheult wie ein Schlosshund. Nicht, weil es manipulativ geschrieben ist, sondern weil es ehrlich ist. Weil es die Realität nicht weichzeichnet. Für mich ist Wenn heute unser Morgen wäre eine Geschichte über Liebe, ja, aber vor allem ist es eine Geschichte über das Leben selbst. Über Entscheidungen, über verpasste Chancen, über Mut und darüber, dass Zeit etwas Kostbares ist, das wir viel zu oft als selbstverständlich betrachten.
Es ist eines dieser Bücher, die bleiben. Die nachhallen. Die sensibilisieren. Und genau deshalb würde ich es jedem ans Herz legen, der bereit ist, sich emotional wirklich einzulassen, auch wenn es weh tut.
ancla_books4life
aus Schwerte
5/5
01.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Schmerz, Musik und Hoffnung – ein Buch, das zerbricht und heilt
„Weißt du, manchmal ist es besser, vorher nachzudenken, bevor man etwas zerbricht, das man nicht reparieren kann.“
„Sie verdrängt es nicht, sie akzeptiert es […] Das ist ein Unterschied.“
„Plötzlich fühle ich mich nicht mehr wie ein Außenseiter. Sondern wie jemand, der zum ersten Mal seit Langem das Gefühl hat, genau dort zu sein, wo er hingehört.“
**** Mein Eindruck ****
Zwischen Kotzbrocken-Verhalten und lähmenden Angstzuständen sitzen in diesem Buch die ganz großen Gefühle. Mit jeder Seite traten mir mehr Tränen in die Augen. Ich habe den Schmerz verstanden, das Leben gefühlt und war vollständig Teil der emotionalen Welt dieser Figuren. Es ist schnell, intensiv und lässt einen dann nicht mehr los. Dieses Buch heilt Herzen und umarmt gleichzeitig die Seele. Jeder, der noch weiß, wie es ist, jung zu sein – oder genau das gerade ist – wird sich hier wiederfinden. Callum und Grace sind zwei Ertrinkende, die in der Musik und ineinander Halt finden. Ihre Geschichte ist glaubwürdig, roh und mitreißend erzählt. Die Szenerie fühlt sich echt an, nichts wirkt überzogen, und doch trifft alles mitten ins Herz. Und dann kam die nächste Wendung – und mein Herz brach erneut. Dieses Buch ist hochgradig emotional, schmerzerfüllt, voller Stärke und gezeichnet von schweren Schicksalsschlägen. Ich wusste wirklich nie, was als Nächstes kommt. Dieser Plot ist nicht vorhersehbar, und genau das macht ihn so intensiv. Das Thema Krebs ist allgegenwärtig und wird erschreckend realistisch dargestellt – gerade weil es hier junge Menschen betrifft. Die Einblicke sind ehrlich, schonungslos und unfassbar schmerzhaft zu lesen. Ich habe mitgekämpft, mitgehofft und wollte das Ende lange Zeit nicht erleben. Ich hatte Angst weiterzulesen, wollte abbrechen – und doch überwog immer wieder die Hoffnung. Dieses Buch steckt voller wichtiger Gespräche, bedeutender Momente und emotionaler Wahrheiten. Es ist ein Wow. Es ist ein Autsch. Und es ist ganz klar ein Mehr, mehr, mehr. Mein Herz schreit definitiv nach Band 2.
⚠️ Triggerwarnung: Thematisiert werden u. a. Krebs, Krankheit, Tod, Angstzustände, Trauer und emotionale Überforderung. Bitte achtsam lesen.
**** Empfehlung? ****
Ein absolutes Must-read für alle, die intensive New-Adult-Geschichten lieben, die weh tun dürfen, Hoffnung schenken und lange nachhallen. Dieses Buch fordert euch emotional – aber es lohnt sich in jeder einzelnen Seite.
Chapterwithjuls
5/5
28.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Ich dachte, ich wäre vorbereitet…War ich nicht.
Puh… was soll ich sagen? Es tat weh.
Ich habe damit gerechnet, aber SO?
Ein absolutes ugly-cry-Buch von Anfang bis Ende.
Ich mochte es sehr, wie intensiv man sich in die Protagonisten hineinfühlen konnte. Die Geschichte ist unglaublich tiefgründig und geht richtig unter die Haut.
Grace und Callum haben beide kein leichtes Leben,
jeder auf seine ganz eigene Art. Für ein Schulprojekt müssen sie eng zusammenarbeiten, obwohl sie sich vor einigen Jahren bewusst dafür entschieden haben, sich zu hassen.
Callum ist am Anfang ein absoluter Kotzbrocken, wie ihn auch alle nennen. Doch nach und nach bröckelt seine Mauer, und plötzlich ist er eine riesige Green Flag. Grace vertraut ihm nicht sofort, es dauert, bis sie ihre Schutzmauer fallen lässt. Aber als sie es tut, entsteht etwas Wunderschönes, und gleichzeitig Schmerzhaftes.
Der Schreibstil ist federleicht, was die schweren Themen fast noch intensiver wirken lässt.
Fazit:
Wenn du ein tiefgründiges ugly-cry-Buch suchst, über zwei Menschen, die beide am Ertrinken sind und sich gegenseitig über Wasser halten, dann bist du hier genau richtig. Wunderschön. Schmerzhaft. Und lange nachhallend.
Bewertung
aus Kall
5/5
26.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Leseempfehlung
Das Cover passt gut zur Geschichte – es wirkt eher ruhig, aber gerade das spiegelt die Stimmung und Tiefe des Buches sehr gut wider.
Die Geschichte hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Es werden sehr tiefgehende und wichtige Themen behandelt – auf eine sensible und respektvolle Art, die zum Nachdenken anregt. Viele Gedanken aus dem Buch sind mir im Kopf geblieben und haben auch bei mir persönlich einiges ausgelöst. Ich finde, genau solche Themen sollten nicht verschwiegen, sondern offen erzählt werden.
Was die Liebesgeschichte betrifft, muss ich sagen, dass sie mir an manchen Stellen etwas zu schnell ging. Ich hätte mir hier noch ein bisschen mehr Tiefe und Entwicklung gewünscht. Trotzdem wurde sehr schön gezeigt, wie wertvoll bestimmte Menschen im Leben sein können – vor allem in schweren Zeiten.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen – ruhig, einfühlsam und gut zu lesen.
Kathis_Lesecafe
5/5
21.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine berührende Reise zwischen Musik und Herz
Als ich Wenn heute unser Morgen wäre gelesen habe, hat mich die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen. Sophie Herbst schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die gleichzeitig melancholisch und hoffnungsvoll ist. Ich habe besonders Grace‘ Art, mit Musik durch ihr Leben zu navigieren, sehr gemocht es fühlte sich echt und nahbar an.
Die Dynamik zwischen Grace und Callum hat mir richtig gut gefallen. Anfangs dachte ich, sie würden nie zueinander finden, aber die kleinen Momente, in denen sie sich öffnen, waren so feinfühlig beschrieben, dass ich beim Lesen richtig mitgefühlt habe. Auch das Geheimnis, das Grace mit sich trägt, hat Spannung aufgebaut, ohne dass es übertrieben wirkte.
Der Schreibstil ist flüssig und einfühlsam man spürt, dass die Autorin ihre Figuren wirklich versteht. Besonders die Passagen über Musik haben mich berührt sie geben dem Roman Tiefe und machen ihn besonders.
Für mich war Wenn heute unser Morgen wäre ein Buch, das nachdenklich macht, aber gleichzeitig Hoffnung schenkt. Ich würde es jedem empfehlen, der Geschichten über Freundschaft, erste Liebe und persönliche Herausforderungen liebt.
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