Lieber Sohn oder So rettest du die Welt
»Wer sich von Roig über die Wirklichkeit aufklären lässt, findet sich in den künftigen Debatten besser zurecht.« DER SPIEGEL
Trumps menschenverachtender Turbokapitalismus und die faschistischen Politiken von AfD, Le Pen, Meloni zielen darauf ab, dass wir uns gegenseitig ausbeuten und unterdrücken. Aber was können wir dagegen tun? In einem Brief an ihren Sohn entwirft Emilia Roig eine kühne neue Ethik des Seins in Krisenzeiten. Sie plädiert dafür, in die Mitte unseres Selbstverständnisses und Wertesystems eine radikale Fürsorge zurücken – physisch, intellektuell, spirituell und emotional. Es braucht keine Helden, um die Welt zu retten. Es braucht eine Umwertung unserer Werte. 80 Seiten raus aus der Komfortzone und auf in die Freiheit.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ich habe zuerst "Lieben" von Emilia Roig gelesen, was mich als Buch enorm berührt und von dieser Autorin überzeugt hat. "Lieber Sohn" behandelt die gleichen, wichtigen Themen: Wie retten wir die Welt, wandeln die Gesellschaft um in eine bessere, liebevollere Gesellschaft, in der möglichst alle Menschen ihren Platz in der Gemeinschaft finden, einen Lebenssinn erkennen und wir dem Kapitalismus und dem Patriarchat etwas entgegensetzen können. Große Empfehlung!
Viel Erhellendes auf wenigen Seiten
MarieOn am 10.11.2025
Bewertungsnummer: 2650392
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die promovierte Politikwissenschaftlerin und mehrfach ausgezeichnete Autorin Emilia Roig hat sich in diesem Sachbuch mit dem Zerfall des kapitalistischen Systems und einer möglichen besseren Zukunft auseinandergesetzt. Sie hat das Stilmittel des Briefes gewählt und richtet ihre Worte stellvertretend für uns Leser*innen an ihren Sohn.
Auf wenigen Seiten beklagt sie diverse Weltanschauungen, wie die Rettungsfantasien der Welt, als ungünstige Sichtweise. Die Apokalypse stehe nicht bevor, sondern habe längst begonnen. Sie begann mit der Unterdrückung indigener, schwarzer und kolonisierten Völker durch Vertreibung, Versklavung, Zerstörung der Kulturen, Genozid, Umweltzerstörung und strukturelle Gewalt. Und so sieht sie die Klimakrise nicht als Kipppunkt, sondern als Fortsetzung kolonialer Zerstörung. Das Prinzip des Kapitalismus und der unstillbaren Gier macht eine Rettung unmöglich. Stattdessen empfiehlt sie eine radikale Neuorientierung aus der Erinnerung an den kulturellen Reichtum, den wir hatten und die Trauer darüber, was wir verloren haben. Wir müssten zuerst einmal ein Bewusstsein schaffen, um zu verstehen, was die Welt eigentlich für uns bedeutet.
Die Welt stehe für die gewohnte Ordnung. Sie „retten“ zu wollen bedeute nichts anderes, als unser Gefühl von Kontrolle zu sättigen. Die Erde brauche uns nicht. Sie hat Eiszeiten, Meteoriteneinschläge und das Massensterben überlebt.
Emilia Roig plädiert für gegenseitige Fürsorge, Empathie und soziale Verbundenheit, um dieser kapitalistischen Weltanschauung, die jeden Einzelnen entwertet und zu kollektiver Erschöpfung führt, etwas entgegenzusetzen. Statt Produktivität, Lebendigkeit. Statt Kontrolle, Vertrauen. Statt Macht, Beziehung und Fürsorge.
Divide et impera, das entzweiende Prinzip des „Herrsche und Teile“ befeuert den Kapitalismus, weil es uns in die Beschäftigung mit unserem Gegenüber zwingt und Zeit raubt. Ähnliche Zeiträuber sind Medien, der ständige Drang nach mehr und Leistung. Wer keine Zeit hat, kann sich nicht mit den wichtigen Fragen des Lebens auseinandersetzen. All das bringt Frust hervor, der wieder mit Konsum kompensiert werden muss, ein Teufelskreis.
Die Autorin macht deutlich, wie der Kapitalismus mit dem Patriarchat zu koexistiert. Und welche strukturellen Ungleichheiten uns die Lebendigkeit nehmen. Sie zeigt, was wir eigentlich brauchen und welche Irrtümer hier herrschen.
Ein kleines Buch mit wichtigem Inhalt, das dazu anregt, gegebene Überzeugungen zu hinterfragen.
Meinung aus der Buchhandlung
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In diesem Buch schreibt Emilia Roig an ihren Sohn darüber, wie junge Menschen die Welt verändern können. Die zentralen Themen sind Fürsorge und Gemeinschaft statt übermäßigem Individualismus. Roig plädiert dafür, weniger auf egoistische Ziele zu setzen und mehr Verantwortung füreinander zu übernehmen. Dadurch ergibt sich ein eher kollektiver Blick auf gesellschaftliche Veränderung.
Die Ansätze sind spannend, auch wenn einige Passagen mir persönlich etwas zu esoterisch erscheinen. Dennoch bleibt die Grundidee überzeugend: Fürsorge füreinander als Motor gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Briefform trägt dazu bei, dass die Botschaften unmittelbar und persönlich wirken, und ich mochte diese Gestaltung besonders; sie macht den Text greifbar und nah.
Ein mutiger, nachdenklich stimmender Mix aus praktischen Impulsen und politischen Ideen, der vor allem durch seine intime Form und den Fokus auf Gemeinschaft überzeugt .
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