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Unten im Tal Roman

3

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.11.2025

Verlag

Penguin

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

18,4/11,6/1,5 cm

Gewicht

154 g

Farbe

Seidengrau / Messing

Originaltitel

Giù nella valle

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11352-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.11.2025

Verlag

Penguin

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

18,4/11,6/1,5 cm

Gewicht

154 g

Farbe

Seidengrau / Messing

Originaltitel

Giù nella valle

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11352-2

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Eine feine dichte Geschichte

MarieOn am 18.10.2024

Bewertungsnummer: 2319512

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist noch nicht drei Uhr in der Früh, als Luigi sich aus dem Bett wühlt. Seine schwangere Frau Elisabetta liegt schlaftrunken neben ihm. Im Ort sprechen die Leute über getötete Hunde. Zehn an der Zahl sind es bisher, alle durch einen tödlichen Biss in die Kehle verendet. Luigi ist Forstpolizist und fährt die einzelnen Hundebesitzer ab, um Indizien zu prüfen und die Spur aufzunehmen. Die weiße Hündin folgt ihrem Liebhaber flussaufwärts. Er ist stark, hat es mit allen Konkurrenten aufgenommen. Sie liebt seinen erdig würzigen Geruch, vermischt mit dem süßlichen Duft der Widersacher. Luigi will in das Haus seines Vaters ziehen. Es liegt weit oben. Vom Garten aus blickt man in das unverstellte Tal. Einst hatte sein Vater zwei Bäume gepflanzt, eine Lärche, die wie Luigi hart und zerbrechlich ist und eine robuste Fichte, die im Schatten der Lärche gedeiht für Alfredo. Luigi hat Alfredo seit sieben Jahren nicht gesehen. Er hatte ihn benachrichtigt, als ihr Vater gestorben war, doch der hatte nicht reagiert. Jetzt kommt Fredo sein Heimatdorf besuchen, Luigi hat ihn ausbezahlt, nun soll der Notartermin folgen. Luigi betritt Tessas Kneipe und erkennt Fredo sofort, obwohl er ihm den Rücken zuwendet. Die wenigen Leute reden laut und Luigi fürchtet, dass sein Bruder sich mit ihnen streitet, wie er das früher immer getan hat, aber Fredo kommentiert bloß und lacht. Er trägt ein Holzfällerhemd, auf dessen Rücken sich der breite Schultergürtel abzeichnet. Er sieht gut aus, trägt die blonden Haare länger, der Bart vielleicht sieben Tage alt. Sie begrüßen sich und Fredo bestellt eine Runde Whisky und helles Bier. Fazit: Paolo Cognetti hat eine feine, dichte Geschichte geschaffen, inspiriert – wie er anmerkt – durch Bruce Springsteens Album Nebraska, das der ganz mit sich allein in der Abgeschiedenheit aufgenommen hat. Die Erzählung beginnt mit einer Junghündin, die einem Rüden folgt und dann Luigis Weg kreuzt. Mit Luigi und Alfredo sind dem Autor zwei starke Charaktere gelungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Fredo, der grobe unberechenbare Trinker, der sich im wahrsten Sinne des Wortes durchschlägt und der empfindsame, sesshafte Luigi mit Frau und Kind. Beide Brüder verwurzelt mit der schroffen Landschaft des Piemont, verbunden durch die familiäre Herkunft und getrennt durch unterschiedliche Temperamente. Die Schreibtechnik ist gekonnt, jedes Wort sitzt, keins ist zu viel. Dann spitzt der Konflikt sich zu und reißt mich mit. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Eine feine dichte Geschichte

MarieOn am 18.10.2024
Bewertungsnummer: 2319512
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist noch nicht drei Uhr in der Früh, als Luigi sich aus dem Bett wühlt. Seine schwangere Frau Elisabetta liegt schlaftrunken neben ihm. Im Ort sprechen die Leute über getötete Hunde. Zehn an der Zahl sind es bisher, alle durch einen tödlichen Biss in die Kehle verendet. Luigi ist Forstpolizist und fährt die einzelnen Hundebesitzer ab, um Indizien zu prüfen und die Spur aufzunehmen. Die weiße Hündin folgt ihrem Liebhaber flussaufwärts. Er ist stark, hat es mit allen Konkurrenten aufgenommen. Sie liebt seinen erdig würzigen Geruch, vermischt mit dem süßlichen Duft der Widersacher. Luigi will in das Haus seines Vaters ziehen. Es liegt weit oben. Vom Garten aus blickt man in das unverstellte Tal. Einst hatte sein Vater zwei Bäume gepflanzt, eine Lärche, die wie Luigi hart und zerbrechlich ist und eine robuste Fichte, die im Schatten der Lärche gedeiht für Alfredo. Luigi hat Alfredo seit sieben Jahren nicht gesehen. Er hatte ihn benachrichtigt, als ihr Vater gestorben war, doch der hatte nicht reagiert. Jetzt kommt Fredo sein Heimatdorf besuchen, Luigi hat ihn ausbezahlt, nun soll der Notartermin folgen. Luigi betritt Tessas Kneipe und erkennt Fredo sofort, obwohl er ihm den Rücken zuwendet. Die wenigen Leute reden laut und Luigi fürchtet, dass sein Bruder sich mit ihnen streitet, wie er das früher immer getan hat, aber Fredo kommentiert bloß und lacht. Er trägt ein Holzfällerhemd, auf dessen Rücken sich der breite Schultergürtel abzeichnet. Er sieht gut aus, trägt die blonden Haare länger, der Bart vielleicht sieben Tage alt. Sie begrüßen sich und Fredo bestellt eine Runde Whisky und helles Bier. Fazit: Paolo Cognetti hat eine feine, dichte Geschichte geschaffen, inspiriert – wie er anmerkt – durch Bruce Springsteens Album Nebraska, das der ganz mit sich allein in der Abgeschiedenheit aufgenommen hat. Die Erzählung beginnt mit einer Junghündin, die einem Rüden folgt und dann Luigis Weg kreuzt. Mit Luigi und Alfredo sind dem Autor zwei starke Charaktere gelungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Fredo, der grobe unberechenbare Trinker, der sich im wahrsten Sinne des Wortes durchschlägt und der empfindsame, sesshafte Luigi mit Frau und Kind. Beide Brüder verwurzelt mit der schroffen Landschaft des Piemont, verbunden durch die familiäre Herkunft und getrennt durch unterschiedliche Temperamente. Die Schreibtechnik ist gekonnt, jedes Wort sitzt, keins ist zu viel. Dann spitzt der Konflikt sich zu und reißt mich mit. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Eine poetische Sprache

Bewertung am 14.07.2025

Bewertungsnummer: 2539170

Bewertet: eBook (ePUB)

Ich liebe die Bücher von Paolo Cognetti, besonders 'Acht Berge' zählt zu meinen Lieblingsbüchern. Er hat einen wundervollen Schreibstil mit tollen Beschreibungen, die mich jedes Mal faszinieren. So auch wieder bei seinem neuesten Werk 'Unten im Tal'. Jedoch konnte mich dieser Roman inhaltlich nicht ganz abholen, etwas, was ich nicht ganz benennn kann, fehlt mir dieses Mal.

Eine poetische Sprache

Bewertung am 14.07.2025
Bewertungsnummer: 2539170
Bewertet: eBook (ePUB)

Ich liebe die Bücher von Paolo Cognetti, besonders 'Acht Berge' zählt zu meinen Lieblingsbüchern. Er hat einen wundervollen Schreibstil mit tollen Beschreibungen, die mich jedes Mal faszinieren. So auch wieder bei seinem neuesten Werk 'Unten im Tal'. Jedoch konnte mich dieser Roman inhaltlich nicht ganz abholen, etwas, was ich nicht ganz benennn kann, fehlt mir dieses Mal.

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Unten im Tal

von Paolo Cognetti

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Meinung aus der Buchhandlung

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Michael Mertens

Thalia Bonn

Zum Portrait

4/5

Kain und Abel in den Bergen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie schon sein Roman "Acht Berge" spielt "Unten im Tal" in der abgeschiedenen Bergwelt der piemonteser Alpen.Wieder weiss uns Cognetti mit eindrucksvollen Naturbeschreibungen zu verzaubern und uns die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Männern (diesmal sind es Brüder) Nahe zu bringen. Aber der Zauber der Berge ist bedroht, und "unten im Tal" lauert geradezu die Zivilisation, und genau dieser Konflikt zwischen Natur und Zivilisation entzweit auch die Brüder. Ein beinahe archaisches Duell, sehr zeitgemäß uns sehr lesenswert.
  • Michael Mertens
  • Buchhändler/-in

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4/5

Kain und Abel in den Bergen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie schon sein Roman "Acht Berge" spielt "Unten im Tal" in der abgeschiedenen Bergwelt der piemonteser Alpen.Wieder weiss uns Cognetti mit eindrucksvollen Naturbeschreibungen zu verzaubern und uns die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Männern (diesmal sind es Brüder) Nahe zu bringen. Aber der Zauber der Berge ist bedroht, und "unten im Tal" lauert geradezu die Zivilisation, und genau dieser Konflikt zwischen Natur und Zivilisation entzweit auch die Brüder. Ein beinahe archaisches Duell, sehr zeitgemäß uns sehr lesenswert.

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Tobias Groß

Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

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4/5

Ungleich und doch miteinander verwurzelt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Berge. Natur. Einsamkeit. Immer wieder sind es diese Motive, die Paolo Cognettis Geschichten zu etwas ganz besonderem machen. Und vor allem eins wecken: Sehnsucht. Nach einem Leben ohne die rasende Geschwindigkeit unserer Tage, ohne digitalen Druck und die Oberflächlichkeit alltäglicher Beziehungen. Inmitten schroffer Felsen und endlos grünen Wäldern. Es ist die Sehnsucht nach der Einfachheit der Existenz, die uns stärker denn je fasziniert und unerreichbar scheint. Doch in Cognettis Erzählungen wird sie greifbar und für alle Lesenden erlebbar. So auch in dieser Novelle, die ungewöhnlich beginnt, später jedoch einen ganz besonderen Zauber entwickelt. Im Mittelpunkt von »Unten im Tal« stehen zwei Brüder, die sich nach Jahren der Trennung und einer damit einhergehenden Entfremdung, wieder gegenüberstehen. Während Luigi immer im Tal geblieben ist, sein erstes Kind mit seiner Frau Betta erwartet und sich als Forstpolizist dem schützenden Erhalt der Natur verschrieben hat, ist Fredo das genaue Gegenteil: ein rauer Weltenbummler, der zu alkoholbedingter Gewalt neigt und gar nicht schnell genug wieder aus Fontana Fredda herausfinden möchte. Fredo will mit seiner Vergangenheit abschließen, Luigi will das Erbe das Vaters erhalten. Ein Konflikt, der unlösbar scheint und die schlimmsten Instinkte in den beiden Brüder hervorbringt. Doch beide sind stark miteinander verwurzelt - ob sie wollen oder nicht. Auch »Unten im Tal« steht seinen grandiosen „Vorgängern“ in (fast) nichts nach und beweist, dass Paolo Cognetti zu den großen seiner Zunft gehört. Auch wenn diese Novelle nicht an das überragende »Acht Berge« herankommt, so handelt es sich doch um eine rührend-melancholische Brudergeschichte, die trotz ihrer Kürze charakterlich stark ist und eine erstaunliche Tiefe besitzt. Zudem überrascht Cognetti die Leser:innen mit einem bildstarken Epilog, der einige Tage im Leben einer jungen Hündin beschreibt, die mit den Konventionen ihrer Herkunft bricht und mit einem streunenden Hund „durchbrennt“. Ungewöhnlich. Aber richtig gut. Das sehr lesenswerte »Unten im Tal« macht definitiv Lust auf den nächsten richtigen Cognetti-Roman und wird Liebhaber:innen seiner Erzählkunst garantiert begeistern. Wieder einmal.
  • Tobias Groß
  • Buchhändler/-in

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4/5

Ungleich und doch miteinander verwurzelt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Berge. Natur. Einsamkeit. Immer wieder sind es diese Motive, die Paolo Cognettis Geschichten zu etwas ganz besonderem machen. Und vor allem eins wecken: Sehnsucht. Nach einem Leben ohne die rasende Geschwindigkeit unserer Tage, ohne digitalen Druck und die Oberflächlichkeit alltäglicher Beziehungen. Inmitten schroffer Felsen und endlos grünen Wäldern. Es ist die Sehnsucht nach der Einfachheit der Existenz, die uns stärker denn je fasziniert und unerreichbar scheint. Doch in Cognettis Erzählungen wird sie greifbar und für alle Lesenden erlebbar. So auch in dieser Novelle, die ungewöhnlich beginnt, später jedoch einen ganz besonderen Zauber entwickelt. Im Mittelpunkt von »Unten im Tal« stehen zwei Brüder, die sich nach Jahren der Trennung und einer damit einhergehenden Entfremdung, wieder gegenüberstehen. Während Luigi immer im Tal geblieben ist, sein erstes Kind mit seiner Frau Betta erwartet und sich als Forstpolizist dem schützenden Erhalt der Natur verschrieben hat, ist Fredo das genaue Gegenteil: ein rauer Weltenbummler, der zu alkoholbedingter Gewalt neigt und gar nicht schnell genug wieder aus Fontana Fredda herausfinden möchte. Fredo will mit seiner Vergangenheit abschließen, Luigi will das Erbe das Vaters erhalten. Ein Konflikt, der unlösbar scheint und die schlimmsten Instinkte in den beiden Brüder hervorbringt. Doch beide sind stark miteinander verwurzelt - ob sie wollen oder nicht. Auch »Unten im Tal« steht seinen grandiosen „Vorgängern“ in (fast) nichts nach und beweist, dass Paolo Cognetti zu den großen seiner Zunft gehört. Auch wenn diese Novelle nicht an das überragende »Acht Berge« herankommt, so handelt es sich doch um eine rührend-melancholische Brudergeschichte, die trotz ihrer Kürze charakterlich stark ist und eine erstaunliche Tiefe besitzt. Zudem überrascht Cognetti die Leser:innen mit einem bildstarken Epilog, der einige Tage im Leben einer jungen Hündin beschreibt, die mit den Konventionen ihrer Herkunft bricht und mit einem streunenden Hund „durchbrennt“. Ungewöhnlich. Aber richtig gut. Das sehr lesenswerte »Unten im Tal« macht definitiv Lust auf den nächsten richtigen Cognetti-Roman und wird Liebhaber:innen seiner Erzählkunst garantiert begeistern. Wieder einmal.

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Unten im Tal

von Paolo Cognetti

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