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Liebste Freundin! In Neuübersetzung von Andrea Ott. "Ihre Briefe vermögen immer wieder zu überraschen" Denis Scheck

2

45,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30991

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.10.2025

Abbildungen

1 SW-Abb.

Verlag

Manesse

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

24,7/18,3/3,9 cm

Gewicht

986 g

Farbe

Mandarine

Übersetzt von

Andrea Ott

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2587-5

Beschreibung

Rezension

»Ein wirklicher Prachtband!«

Produktdetails

Verkaufsrang

30991

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.10.2025

Abbildungen

1 SW-Abb.

Verlag

Manesse

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

24,7/18,3/3,9 cm

Gewicht

986 g

Farbe

Mandarine

Übersetzt von

Andrea Ott

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2587-5

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • VolkerM

    5/5

    08.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fast wie ein Roman von Jane Austen

    Jane Austen war die beste Schriftstellerin ihrer Zeit und ihre Romane begeistern heute noch das Publikum. Ihr feiner Humor ist unerreicht, die präzisen Charakterzeichnungen, die prickelnden Dialoge, die dramatischen Verwicklungen, die sich am Ende unweigerlich glücklich auflösen. Das ist Jane Austen. Wer wissen will, woher sie ihre Ideen hatte und was sie antrieb, der muss ihre Briefe lesen. Leider sind nur 160 von ihnen erhalten geblieben, aber diese sprühen genauso vor geistreichem Witz wie die Romane und sie dokumentieren ein überaus reges Privatleben, das dem der Austenschen Protagonisten in nichts nachsteht: Auf den zahlreichen Bällen und Partys entgeht Janes sezierendem Blick nicht das Geringste, sie kommentiert die Garderobe der Damen mit der gleichen Genüsslichkeit, wie sie die Tanzkünste der Herren auf das rechte Maß zurückstutzt. Es geht zu wie auf dem Viehmarkt: Bälle sind der Showroom für Heiratskandidaten und Jane liebt es, Heiratspläne süffisant an der Realität zu messen. Und dauernd geht es ums Geld. Eine gute Partie zu machen war das erklärte Ziel der Frauen aus der gehobenen Mittelschicht, mit denen Jane verkehrte. Wegen des patrilinearen Erbrechts in England waren Töchter vermögender Eltern nämlich keineswegs auf Dauer versorgt, sondern mussten sich entweder reich verheiraten oder bei vermögenden Brüdern oder Onkeln unterkommen. Das ist nicht nur in den Romanen, sondern auch in Janes wirklichem Leben ein immer wiederkehrendes Thema. Anders als in den Büchern erfährt der Leser aber selten die komplette Geschichte, denn die Briefe weisen inhaltliche Lücken auf. Nach Janes Tod verbrannte ihre Schwester Cassandra aus noch immer ungeklärten Gründen einen Großteil der Korrespondenz, so dass einige Entwicklungen auch ins Nichts verlaufen. Erstaunlich ist die Mobilität der Menschen: Wir reden von der Zeit um 1800 und sowohl Jane und ihre Familie als auch Freunde und Bekannte sind ständig auf Achse. Jane berichtet sehr anschaulich von den Mühen dieser Reisen, aber gleichzeitig ist sie immer neugierig auf das, was sie erwartet. Das ist vielleicht auch ihr prägendster Charakterzug: Ihre Neugier mit positiver Lebenseinstellung. Das ist keine Tratschtanten-Neugier, sondern echtes Interesse an Menschen. Selbst als es ihr gesundheitlich immer schlechter geht, sucht sie das Positive in ihrer Situation. In den Briefen fallen unendlich viele Namen, die in der sehr umfangreichen Kommentierung zwar meist aufgeschlüsselt werden, deren familiäre und gesellschaftlichen Bezüge aber nicht immer ganz klar sind. Dieses Problem wird zumindest teilweise gelöst, indem im Anhang ein Personenregister die verwandtschaftlichen Beziehungen und Biografien der wichtigsten Personen erläutert. Das ist leider im Layout nicht ganz glücklich gelöst, weil ziemlich unübersichtlich. Aber in diesen Seiten steckt eine Doktorarbeit an Hintergrundrecherche! Überhaupt ist die Kommentierung sehr sorgfältig und liefert ausreichend Orientierung, dass man den Briefen tatsächlich wie einem Roman folgen kann. Auch die Übersetzung ins Deutsche hat die wunderbare Leichtigkeit, den Witz und die Sprachbeherrschung des Originals. Das macht Spaß zu lesen. Fast wie eine neu entdeckte Geschichte aus dem Austen-Universum. Und irgendwie ist es das ja auch.

  • kerstin_aus_obernbeck

    aus Ostwestfalen

    5/5

    21.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Liebste Freundin – sämtliche…

    Liebste Freundin – sämtliche Briefe / Jane Austen   Aus dem Englischen übersetzt von Andrea Ott Kommentiert von Beatrix Hesse und Horst Lauinger Mit einem Nachwort von Adriana Altaras   Jane Austen war eine eifrige Briefeschreiberin und stand in regem Austausch mit Freunden, Verwandten und der Familie, vor allem aber mit ihrer Schwester Cassandra, wenn die beiden voneinander getrennt waren.   „Liebste Freundin“ beginnt mit einem Brief aus dem Januar 1796 von Jane an ihre Schwester, der letzte erhaltene Brief ist aus dem Mai 1817 an James Edward Austen. Das Buch endet mit einem 164. Brief, dieser ist von Cassandra Austen an ihre Nichte Fanny Knight.   Die Briefe sind in zeitlicher Reihenfolge sortiert. Jedes neue Kapitel startet mit Angaben zum jeweiligen Jahr, darunter die Geburt und der Tod einer bekannten Persönlichkeit, die Hochzeit eines berühmten Paares sowie ein bedeutendes Werk, das in diesem Jahr entstanden ist.   Austens Briefe wurden von Deirdre Le Faye für eine englische Ausgabe editiert und kommentiert, darauf basierend ist die deutsche Übersetzung entstanden. Es gibt zu den einzelnen Briefen viele Fußnoten, um das Geschriebene einordnen zu können. So kann der Lesende die Personen nachvollziehen und erfährt mehr über die Orte und die jeweilige Zeit.   Zwischen den einzelnen Briefen wird vermerkt, wenn Schriftwechsel fehlen und sich daraus möglicherweise Zusammenhänge weniger gut ergeben. In den Briefen geht es um familiäres und alltägliches, ein bisschen Klatsch und Tratsch – und manch Brief hätte auch wunderbar Teil einer der großen Romane von Jane Austen sein können, denn die Schriftwechsel lesen sich ein wenig, als ob sich die Jane und Elizabeth Bennet unterhalten oder Elinor Dashwood von einer Abendgesellschaft berichtet.   Jane Austen schreibt vorwärts und manchmal aus Spaß auch rückwärts, sie erzählt von Federball- und Kartenspielen, mal erlebt der Lesende sie fröhlich und heiter, dann wieder nachdenklich und immer wieder gibt es diese feinen, ironischen Momente, kleine Sticheleien und ein Augenzwinkern. Geistreich und lebhaft erzählt Jane Austen aus ihrem Leben, und die Briefe zeigen, wie liebevoll sie zu den Menschen war, die ihr nahestanden.   Besonders berührt haben mich die letzten Briefe des Buches, die Cassandra nach dem Tod von Jane geschrieben hat. Sie ordnet den Nachlass, erzählt von der Trauer und findet liebevolle Worte für ihre Schwester.   Die großartige Übersetzung ist von Andrea Ott und Adriana Altaras hat ein wunderbares Nachwort in Form eines Briefes verfasst.   Karten der Orte, an denen Jane Austen gelebt hat, ein ausführliches und informatives Personenglossar, eine Leseliste sowie eine sehr aufschlussreiche editorische Notiz ergänzen dieses wunderbare Buch mit dem hübschen Leineneinband.   Sie muss ein besonderer Mensch gewesen sein, ich mag ihren Humor, ihre Ironie und ihre Art zu erzählen – sei es in großen Werken, aber auch in den Briefen und diese zu lesen ist ein wenig, als ob sie zu einem spricht. Dieses Buch ist ein wahres Schmuckstück, ich bin sehr begeistert.   Dieses Buch ist ein wahrer Schatz! Es ist wunderschön, informativ und es gibt einzigartig Einblicke in das Leben der Autorin.   Ganz große, herzliche Leseempfehlung!

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