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Treppe aus Papier »Eine echte Entdeckung.« NDR Kultur

95

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27012

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2025

Verlag

Blessing

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,9/13,1/2,4 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Cognac / Beige

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-778-5

Beschreibung

Rezension

»Unglaublich originell, vielschichtig erzählt und sprachlich temporeich. Eine echte Entdeckung.« ("NDR Kultur")
» ein leiser, eindringlicher Roman über Verantwortung, Erinnerung und das Weiterwirken der Geschichte. [...] Die Idee ist so außergewöhnlich gut, dass die Geschichte lange in uns nachhallt« ("WDR 4 Bücher")
»Furios erzählt« ("NEWS")
»Ein fesselnder Roman [...] sehr lesenswert.« ("NDR Info, Almut Engelien")
»Ein Buch gegen das Vergessen und Verschweigen, und eines, das kunstvoll Vergangenheit und Gegenwart, Schuld und Verantwortung verbindet. Eine literarische Aufarbeitung.« ("Günter Keil")
»Grandios« ("NDR Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

27012

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2025

Verlag

Blessing

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,9/13,1/2,4 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Cognac / Beige

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-778-5

Herstelleradresse

Blessing Karl Verlag
Neumarkter Strasse 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Sophia

    5/5

    29.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolute Leseempfehlung für diese besondere Geschichte, die nachhallt

    Ein Haus, das Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wird, erzählt die Geschichte seiner Bewohner. Aus seiner Sicht lernen wir Menschen kennen, wie sie sich streiten, leben, denken und fühlen. Dem Haus bleibt fast nichts verborgen, es überdauert und erzählt von Gegenwart und Vergangenheit. In der Gegenwart schreibt Nele, die mit ihren Eltern im Haus wohnt, bald eine Geschichtsklausur zum Thema Naionalsozialismus. Zufällig begegnet sie der 90-jährigen Irma im Haus und sie erfährt von ihrer Vergangenheit in der NS-Zeit. Nele kommt immer mehr ins Grübeln: was weiß sie von ihrer Familie aus dieser Zeit? Auch Irma stellt sich der Vergangenheit, wegen der sie sich immer noch schämt. Es gibt sie noch, diese Bücher, die ganz besonders sind und nachhallen, die man gar nicht beenden möchte, weil man direkt merkt, dass die Geschichte besonders ist. Ganz besonders ist die Erzählperspektive des Hauses. Es erzählt in der Wir-Form, denn es sind viele: Fenster, Treppen, Wände, Türen usw. Die Handlung reicht von ungefähr 1920 bis in die Gegenwart und wir erfahren alles aus der fast schon allwissenden Sicht des Hauses. Dem Autor gelingt mit dieser besonderen und einmaligen Erzählperspektive und seinem Schreibstil, den Leser eintauchen zu lassen in Vergangenheit und Gegenwart. Beides vermischt sich, oft auf einer Seite oder satzweise abwechselnd. Stakkatoartig werden Ereignisse oder Dinge runter erzählt, dann wieder fast poetisch beschrieben. Dieser abwechslungsreiche Schreibstil macht das Lesen zu einem Vergnügen. Oft dachte ich beim Lesen, dass die Welt ein kleines bisschen besser wäre, wenn alle Menschen mehr denken würden wie das Haus, das erzählt - offener, toleranter und aufmerksamer. Neles Gefühlwelt wird ebenso hervorragend beschrieben wie der Zwiespalt, den Irma fühlt. Ebenso die wichtigen Thema des Nationalsozialismus und das Vergessen werden toll eingebaut. Auf der einen Seite ist Nele, die wissbegierig ist, hinterfragt, infrage stellt. Auf der anderen Seite ihre Eltern, die stets betonen, ihre Familien hätten in der NS-Zeit nicht auf der falschen Seite gestanden und Neles Fragen abtun als unwichtig - ein grandioses Beispiel, wie in der heutigen Zeit mit dem Thema Nationalsozialismus in zwei unterschiedliche Richtungen umgegangen wird. "Treppe aus Papier" ist für mich ein wichtiges, aktuelles und spannendes Buch, das mit seiner Erzählperspektive, seinem Schreibstil und der Handlung auf ganzer Linie überzeugt. Unbedingt lesen!

  • gaia

    5/5

    14.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Haus hat viel zu erzählen – und das sehr originell

    In Henrik Szántós Romandebüt „Treppe aus Papier“ erzählt ein ganzes Haus die Geschichte seiner Bewohner – der ehemaligen und gegenwärtigen. In unserer Gegenwart treffen die 15jährige Nele und die 90jährige Irma aufeinander. Die eine muss gerade für den Geschichtsunterricht etwas über das Dritte Reich und die Gründung der BRD lernen, die andere hat dies hautnah selbst miterlebt. Irma hat auch miterlebt, wie Juden verschleppt wurden und ihre Familie ist nicht unschuldig daran. Durch den Kontakt der beiden treffen Generationen aufeinander, etwas, was in der Wahrnehmung des Hauses sowieso ständig passiert. Szántó lässt sich nämlich etwas ganz besonderes für seinen Roman einfallen: Es spricht nicht nur in der „Wir“-Form das Haus mit uns, sondern in seiner Wahrnehmung findet alles gleichzeitig statt. Es überlagern sich dutzende Menschen, Situationen, Geräusche, Gerüche in einem Moment des Erzählens, da Zeit, wie wir sie kennen, für so ein altes Gemäuer nicht existiert. Habe ich zu Beginn noch gedacht, der Spoken-Word-Künstler Szántó übernehme sich hier ein bisschen, webt er doch auf den ersten Seiten all seine Sprachkunst auf einmal ein, entspannt sich die Sprache mit der Zeit und es ist problemlos möglich, den verschiedenen, gleichzeitig stattfindenden Erzählebenen zu folgen. „Gleichzeitig stattfindend“ heißt in diesem Falle, dass wir in einem Absatz der kleinen Jüdin Ruth als Schülerin in den 1930ern begegnen können, dem Baby Ruth auf dem Arm ihres Vaters Jahre zuvor, die Greisin Ruth, die mit ihrem Gehstock das Treppenhaus betritt und den Geruch von Zwiebelsuppe ins Haus hinauslässt. Das finde ich toll gemacht. Es liest sich ganz anders als Bücher, bei denen kapitelweise die Zeitebenen gewechselt werden. So kommt man den Figuren nicht nur sehr nahe, sondern auch dem Umstand, dass Vergangenes immer noch in der Nähe lauert. Und so natürlich auch nationalistische-rechtsextreme Gesinnungen, die da sind. Damals wie heute. Verdrängung, die gestriges nicht mehr wahrhaben will. Aber eins macht uns Szántó mit seinem Roman sehr deutlich bewusst: Vergangenheit existiert immer auch heute noch. Vergangenheit beeinflusst unsere Gegenwart und wird auch unsere Zukunft beeinflussen. Ob auf der persönlichen, familiären Ebene oder auf gesellschaftlicher Ebene. Ganz unwillkürlich fängt man an sich nicht nur noch einmal zu fragen, was die eigenen Vorfahren erlebt und zu verantworten haben, sondern auch was dieses oder jenes Haus nicht alles schon gesehen, gehört, gespürt hat. Ich habe in diesem kleinen Büchlein immer noch Hintergründe zur NS-Zeit und die Zeit kurz danach neu gelernt. Das macht das Buch für mich, durch seine Erzählperspektive, zu etwas Besonderem. Sodass ich dem Autor auch vergebe, dass die Sprachkunst manchmal mit ihm durchgeht und mitunter über mehrere Seiten hinweg, jeder Satz etwas drängendes will. Leseempfehlung von meiner Seite! 4,5/5 Sterne

  • dreadwolfdreams

    5/5

    09.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte wird erlebbar - warm, poetisch, außergewöhnlich!

    Manchmal gibt es sie noch, diese Bücher, die Kopf und Herz gleichermaßen ansprechen. Diese Bücher, die man langsam und bedächtig liest, weil man nicht möchte, dass sie so schnell enden. Und diese Bücher, deren Wörter, Sätze, Kapitel noch lange nach dem Zuklappen der Buchdeckel wie ein Echo nachhallen. Henrik Szántó ist es gelungen, ein solch außergewöhnliches Buch zu schreiben – in einer Zeit, in der die Thematik kaum aktueller sein könnte. Das helle, in bunten Farben gehaltene Cover deutet es bereits an – hier erzählt ein Haus mit all seinen Wohnungen, Räumen, Wänden, Dielen. Es berichtet von den ganz unterschiedlichen Menschen, die es im Laufe der Jahrzehnte bewohnt haben. Freud und Leid, Hoffnung und Verzweiflung, Zuflucht und Verfolgung – es lässt nicht aus, beschönigt nicht. Das Haus entpuppt sich als origineller, aber auch ehrlicher Erzähler, dem ich gerne noch länger gelauscht hätte. Die Schicksale, die sich dort abspielen, stehen ganz im Zeichen der jüngeren deutschen Geschichte und dem Alltag der Menschen darin. Konkret durchleuchtet wird die Zeit des Nationalsozialismus und wirft unwillkürlich die Frage auf, wie wir uns damit auch heute noch auseinandersetzen möchten. Dabei wird kein Richtig oder Falsch aufgezeigt, sondern nur anhand der Protagonisten veranschaulicht, wie unterschiedlich die Konfrontation mit der Vergangenheit verlaufen kann. Es war sehr erfrischend, dies anhand der Teenagerin Nele und der alten Dame Irma zu erleben. Die weibliche Perspektive, der Kontrast der NS-Ideologie zur modernen Freiheit der Frau hätte kaum deutlicher werden können als durch diese beiden Protagonistinnen. Sie sind Kinder ihrer Zeit und gleichzeitig nicht unfehlbar, treffen Entscheidungen, bereuen diese ob der Konsequenzen. Und nun lehrt uns ausgerechnet ein Haus, dass all das menschlich ist? Dass dies gelingt, liegt vor allem an der sprachlichen Schönheit dieses ganz besonderen Werks. Als Laie kann ich kaum in Worte fassen, wie leichtfüßig die Sätze sich trotz des unerträglichen historischen Inhalts aneinanderreihen. Gelegentlich traut sich der Autor, einzelne Kapitel poetischer oder eben auch sperriger zu gestalten und beeinflusst so, ganz im Sinne des Inhalts, das Erzähltempo. Ich kenne keinen Autor, der die Wucht seines Inhalts sprachlich so abzufedern vermag wie Henrik Szántó. Er verkennt dabei nicht die Schrecken der Vergangenheit, er macht sie lediglich für den Leser erträglich. Am Ende hallen die Sätze noch lange nach und erfüllen damit wohl ihren Zweck – Vergangenes in der Gegenwart verarbeiten, um die Zukunft lebenswerter zu machen. Fazit: Die „Treppe aus Papier“ ist auf den ersten Blick vielleicht nicht für Liebhaber seichter Unterhaltung geeignet. Ich kann jedoch nur jeden einladen, diesem Buch eine Chance zu geben. Henrik Szántó hat ein hervorragendes Buch geschrieben, das in unruhigen Zeiten einen Nerv trifft. Warm und poetisch statt staubtrocken macht er Geschichte und Erinnerung erlebbar und lädt dazu ein, sich selbst und andere zu hinterfragen. Niemand hat gesagt, dass das leicht ist – aber selten ist es so außergewöhnlich erzählt worden. Mein Jahreshighlight!

  • Bewertung

    5/5

    24.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Haus und viele Leben

    „Uns freut jedes mitgebrachte Land, jede bewanderte Erinnerung und jede neue Sprache, denn auch nur ein kurzes Bewohnen erweitert unsere Welt um kostbare Facetten.“ (S. 25) Ach würde doch die ganze Welt so denken wie das alte Haus in diesem wunderbaren Buch! Die Welt wäre um vieles besser, schöner, toleranter und offener! Henrik Szántó hat eine ungewöhnliche Erzählperspektive gewählt, um die Geschichten seiner Bewohner und Bewohnerinnen zu erzählen. Durch den Keller, das Treppenhaus, die Wohnungen bis auf den Dachboden begleite ich die 90-jährige Irma, die fast ihr ganzes Leben in dem Haus wohnt. Als Kind litt sie unter der strengen Hand ihrer nazitreuen Eltern, bis heute wird sie von Fragen hinsichtlich ihrer Rolle in der damaligen Zeit geplagt. Einzig die Teenagerin Nele aus dem obersten Stock lockt sie ein wenig aus ihrem Schneckenhaus, als sie mit vielen offenen Fragen wegen ihrer Geschichtsklausur vor der Tür der Nachbarin steht. „Der erste Atemzug in einem über Jahre verschlossenen Raum ist nicht angenehm. Darunter bebt der Staub. Eine Schicht freizulegen bedeutet, eine Wunde zu reißen, […]“ (S. 99) Beide hinterfragen immer mehr die Vergangenheit und Nele beginnt zu begreifen, dass „die Vergangenheit nicht vergangen ist, sondern nur wenige Stufen entfernt.“ (Klappentext) Das Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Ich mochte alles daran! Die Erzählperspektive, die Hausbewohner*innen, die verwobenen Erzählstränge, den Schreibstil von Henrik Szántó und die ganze Idee hinter dem Roman. Wer bzw. was könnte die Geschichte besser erzählen, als das Haus, in dem all die glücklichen und tragischen Ereignisse stattgefunden haben, wo man in all die menschlichen Abgründe aber auch in die offenen Herzen blicken kann. Ziemlich am Anfang des Buches geht Nele mit ihrem Hund raus und passiert im Treppenhaus die Geister der Vergangenheit, ohne es natürlich mitzubekommen. Dieses Bild hat mir besonders gut gefallen. „Eine Prise Widerstand formt den Charakter, zu viel verformt.“ (S. 110) „Treppe aus Papier“ ist ein Zeitzeugnis. Ein Buch gegen das Vergessen und für mehr Toleranz und Verständnis. Ein Buch, das die richtigen Fragen und infrage stellt und das man unbedingt gelesen haben sollte!

  • Bewertung

    5/5

    16.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr lesenswert

    Anfangs nicht ganz leicht reinzukommen, weil es keinen gewohnt linearen Handlungsstrang gibt und die Erzählperspektive ungewöhnlich ist. Aber nach ein paar Seiten ist man drin und es lohnt sich sehr. Wirft viele Fragen auf über die eigene Geschichte. Und gerade jetzt - 'in einer Zeit, die wir Gegenwart nennen' - und vieles in Vergessenheit gerät, sehr, sehr interessant zu lesen und darüber nachzudenken.

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Bewertungen (95)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Josephine Kellner-Kratzsch

    Josephine Kellner-Kratzsch

    Thalia Traunstein

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feinsinnige Betrachtung

    Ein Haus und seine Bewohner – Schicksale, die sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte dramatisch ändern können. Oft wird gesagt, die Wände haben Ohren; in diesem Buch wird dies zur Realität. Wände, Türen und Fenster haben all das Leid und die Freude der Bewohner gesehen und gehört. Da ist beispielsweise Irma, die 90-Jährige, die auf ein bewegtes Leben zurückblickt. Immer wieder muss sie an ihre Kindheitsfreundin Ruth denken – leider mit dem bitteren Beigeschmack eines Fehlers aus ihrer Kindheit. Ein Kind, das sich nach der Liebe seiner Eltern sehnt, eine Liebe, die es von seinen nazitreuen Eltern nicht erfahren wird. Besonders ihre Mutter ist ungemein hart zu der kleinen Irma; der einzige Lichtblick des Mädchens ist Ruth Sternheim, eine gleichaltrige Freundin. Heute sind es die Gespräche mit Nele Bittner aus dem vierten Stock, die mehr als nur eine Tür öffnen. Ein Gespräch über Ruths Leben in diesen bewegten Jahren zwingt Nele, sich mit einer Vergangenheit ihres geliebten Großvaters auseinanderzusetzen – einer Vergangenheit, die nicht so positiv ist, wie sie in der Familie dargestellt wurde. Feinsinnig wird der Frage nach Identität in diesem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte nachgegangen. Keine Angst vor Fragen, sondern der Mut, sie zu stellen.
  • Zum Bewerterprofil von Flynn Verheule

    Flynn Verheule

    Thalia Lübeck – Citti Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was wenn ein Haus unsere Geschichte erzählt?

    Die Wände, denen wir unser innerstes schenken. Die Fenster, die unser innen und außen sehen. Das Gestein, das uns überdauert... Erzählt wird aus der Perspektive eines Hauses über die Bewohner im Laufe der Jahre. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit beobachten wir mehrere Bewohner, die durch dieselben Gänge streifen, dieselben Schwellen übertreten und in dieselben Ecken gedrängt werden. Eine unglaublich gute Gegenüberstellung der NS-Zeit und der Gegenwart. Das ist Erinnerungsliteratur, die wie ein Echo durch den Kopf hallt. Diese Geschichte sensibilisiert, rüttelt wach und legt Nahe, dass all die Gänge, Räume, Straßen, Wohnungen und Wege die wir tagtäglich beschreiten, Geschichten mit sich tragen, an die wir uns erinnern müssen!
  • Zum Bewerterprofil von T. Weidenberg

    T. Weidenberg

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungsliteratur mit Nachhall

    Henrik Szántó hat mit diesem Roman etwas Besonderes geschaffen. Wir erleben das bis zum Rand mit Geschiten(n) gefüllte Haus hier als Beobachter und Erzähler und sind mittendrin, als die junge Nele auf lebendige deutsche Geschichte trifft, als sie bei ihrer alten Nachbarin zu Besuch ist. Neben dem literischen Stil hat mir hier besonders die schonungslose Ehrlichkeit der Erzählung gefallen. Wie gehen wir mit den Fehlern des Vergangenen um, vor allem jenen der eigenen (Groß)Eltern? Das Narrativ springt klug zwischen Gegenwart und Vergangenheit und hinterlässt auch über die letzte Seite einen Nachhall. Sehr gelungen!
  • Zum Bewerterprofil von Melanie Winkler

    Melanie Winkler

    Thalia Norderstedt – Herold-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brillante Erzählkunst

    Dieser Text ist etwas ganz, ganz Besonderes, inhaltlich wie literarisch. Die Wände lauschen, die Treppen erspüren, die Zimmer hallen wider... und alle zusammen erzählen. Erzählen von den Menschen, die hier gelebt haben, von Schicksalen, von glücklichen Zeiten und von den schwersten. Chapeau, das ist wirklich ein literarischer Geniestreich!
  • Zum Bewerterprofil von L. Schleuter

    L. Schleuter

    Thalia Mayersche Neuss

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarischer Blick auf die Wirkung von Geschichte

    Ein Haus, das erinnert, Geschichte, die zwischen den Wänden nachhallt und aus den Ritzen der Dielenböden rinnt. Ein ganz wunderbares Buch, das eine schonungslose Perspektive auf die Vergangenheit eröffnet und zeigt, wie präsent sie auch heute noch ist. Besonders gut hat mir gefallen, wie es Henrik Szántó auch in schriftstellerischer Komposition und über starke sprachliche Bilder gelingt, die einzelnen Zeitebenen und Figuren miteinander zu verweben. Sprachlich ganz großes Kino! Dieses Buch kann ich nur wärmstens empfehlen!

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