Fahrrad fahren ohne Stützräder? Ein Kinderspiel, nicht wahr, Omi?
Omi hat beschlossen, dass ich Fahrrad fahren lernen muss. Und zwar richtig: nämlich ohne Stützräder! Gar nicht so einfach. Aber nach ein paar wackligen Versuchen und dem einen oder anderen Sturz, gelingt es mir: Das Fahrrad rollt schnurgerade vor sich hin. Omi klatscht begeistert Beifall. Und dann habe ich eine Idee: Omi muss das auch lernen! Eines Tages fahren wir beide bis ans Meer. Auf geht's, Omi, du schaffst das!
Es ist nie zu spät, etwas Neues zu lernen
Gemeinsam schafft man viel mehr als allein
Wunderbare Geschichte über die Solidarität zwischen Großmüttern und Enkelkindern
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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4,5 Sterne
Bei Omi geht es immer ziemlich streng zu. Die Schuhe müssen vor der Haustür abgestellt werden, um ja nichts schmutzig zu machen und alles, was auf den Tisch kommt, muss gegessen werden. Oma Schwein kann aber auch super gut aufpassen und zum Frühstück gibt es immer leckere Butterbrote mit Orangensaft. Als sie aber beschließt, dass ihre Enkelin das Radfahren lernen soll (richtig, ohne Stützräder!), kennt sie mal wieder keine Gnade. Immer wieder fällt das kleine Mädchen hin und möchte schon aufgeben, aber Omi drängt zum Weitermachen. Ihre Strenge zahlt sich schließlich aus. Endlich rollt das Fahrrad, ohne umzukippen und Omi klatscht begeistert Beifall. Doch gleichzeitig hat sie auch Tränen in den Augen, die sie hastig wegwischt. Das Mädchen wird nachdenklich. Und dann versteht sie endlich: Omi muss auch das Radfahren lernen! Denn davon hat sie schon ihr ganzes Leben lang geträumt. Und ihre kleine Enkelin glaubt fest daran, dass sie es schaffen wird!
Bei diesem Bilderbuch war sehr schnell klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Das süße Cover hat mich direkt angelacht und die Geschichte dahinter klang nicht minder zauberhaft. Ich war voller Vorfreude und wurde nicht enttäuscht.
Das französische Autor-Illustratorin-Gespann Gilles Baum und Amandine Piu hat hier ein entzückendes Bilderbuch geschaffen, aus dem Jung und Alt gleichermaßen viel mitnehmen können. Mit viel Wärme und einer Prise Humor erzählt Gilles Baum von einer rührenden Oma-Enkelin-Beziehung, nie vergessenen Träumen, Frustration, Hilfsbereitschaft, den Glauben an sich selbst und dem Mut, über seinen Schatten zu springen – beziehungsweise: Kräftig in die Pedale zu treten. Anhand des Themas „Radfahren lernen“ wird gezeigt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen, dass es sich lohnt, durchzuhalten und Generationen eine Menge voneinander lernen können. Unsere kleine Ich-Erzählerin ist eine wundervolle Protagonistin, die man mit ihrer liebenswerten und entschlossenen Art sofort ins Herz schließt. Kinder werden sich sehr gut mit ihr identifizieren können, besonders all diejenigen, die sich gerade selbst der kniffligen Herausforderung stellen, das Fahrradfahren zu lernen.
Oma Schwein hingegen wirkt zunächst wenig sympathisch, mit ihrer strengen Art und grimmigen Miene. Doch im Verlauf erkennt man schließlich, was wirklich hinter ihrem autoritären Verhalten steckt. Die Geschichte lehrt uns somit auch, dass sich hinter einer harten Schale oft ein weicher Kern verbirgt und wie wertvoll es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen ermutigt und versteht.
Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Amandine Pius herzige, ausdrucksstarke und in gedeckten Farben gehaltene Illustrationen sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, laden zum Verweilen und Entdecken ein und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Vor allem das letzte Bild, dass das herzerwärmende Ende so gekonnt einfängt, zaubert einem ein breites Lächeln ins Gesicht.
Fazit: „Ich kann Rad fahren: meine Omi auch“ ist eine berührende und charmante Oma-Enkelin-Geschichte, die an die Kraft der Gemeinschaft erinnert und Mut macht, etwas Neues zu wagen und niemals aufzugeben. Ein bezauberndes Bilderbuch ab 4 Jahren – nicht nur für Radler und Schweine-Fans ein großes Vergnügen. Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!
Meinung aus der Buchhandlung
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charmante Story von alten Träumen und neuen Gewissheiten
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In Ich-Form erzählt, hat dieses Bilderbuch aus dem "Von Hacht"- Verlag eine erzählerische Präsenz und bildhafte Darstellung, die uns schnell am Haken hat.
Das kleine Schweinekind ist oft bei seiner Oma, die wirklich strenge Regeln hat, aber auch super auf es aufpasst und morgens sogar frischen Orangensaft zubereitet.
Allerdings will Oma nun auch, das Radfahren auf dem Lernprogramm steht und das ist schwierig und schmerzhaft.Immer wieder runterfallen (nachdem die Stützräder ab sind) nervt tierisch und so gibt es lautes Protestgeschrei. Aber Oma ist unerbittlich und siehe da:
auf einmal klappt`s, Oma weint vor Freude und dem Kind wird etwas klar...
Nachts schleicht Schweinchen aus dem Haus, baut an Opas altem Fahrrad seine Stützräder an und dann wird Oma eingeladen, sich endlich(ihren) alten Traum selber zu gönnen- Fahrradfahren können!
Amandine Piu lässt ihre Protagonisten vor viel Weißraum agieren, ihr Kind ist winzig und Oma wird zu Beginn riesig, düster und nur in Ausschnitten oder als Schattenriss gezeigt - als aber klar wird, das hinter ihrem Dragonertum eine Sehnsucht steckt, die man doch in Realität umsetzen kann, werden die Farben wärmer und Omas Gesichtsausdruck glücklicher. Besonders schön auf der letzten Doppelseite zu sehen, wo sie beide vor zartgelbem Stadthintergrund freihändig(!) auf uns zu (rad)fahren und sich vornehmen: "Eines Tages fahren wir ans Meer!"
Es ist eben nie zu spät, noch etwas zu lernen....
Für Kita-Kids ab 4 und alle anderen auch ;-)
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