Das Eichhörnchen und sein bester Freund Pok lieben es, der Amsel beim Singen zuzuhören. Aber eines Tages liegt der Vogel auf dem Weg und bewegt sich nicht. Ob er schläft? Zusammen mit Günther überlegen sie, was passiert ist. Irgendwann wird ihnen klar, dass die Amsel tot ist. Die Freunde machen das, was man machen muss, wenn jemand tot ist. Aber was muss man eigentlich machen? Auf jeden Fall braucht die Amsel weiter Schutz. Also bauen die drei einen großen Blätterhaufen mit einem Zapfen ganz oben. Aber reicht das? Nach und nach finden die Freunde ihren ganz eigenen Weg, den Tod des Lieblingsvogels zu bewältigen.Tallec erzählt mit Respekt, Witz und Leichtigkeit – realistisch und ermutigend.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dieses Buch ist eins der wenigen, die meiner Meinung nach das Thema Tod wirklich kindgerecht, unaufgeregt und empahtisch behandeln. Empfehlung um diese Thema mit Kindern zu thematisieren.
Dani12143
aus Oldenburg
5/5
12.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Bilderbuch „Ist Amsel…
Das Bilderbuch „Ist Amsel tot?“ von Olivier Tallec, erschienen im Gerstenberg Verlag, ist eine berührende Geschichte über Freundschaft, Verlust und den Umgang mit dem Tod. Auf 40 Seiten gelingt es dem Autor, ein schwieriges Thema auf eine Weise zu erzählen, die Kinder verstehen und fühlen können – ehrlich, liebevoll und mit einem Hauch von Humor. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen das Eichhörnchen und sein bester Freund Pok. Die beiden lieben es, der Amsel beim Singen zuzuhören. Ihr Gesang gehört für sie einfach zum Alltag – er macht sie glücklich und verbindet sie. Doch eines Tages liegt die Amsel plötzlich reglos auf dem Weg. Zuerst wissen die Freunde nicht, was los ist. „Vielleicht schläft sie?“, fragen sie sich. Gemeinsam mit ihrem Freund Günther versuchen sie herauszufinden, was passiert ist. Nach und nach wird ihnen klar: Die Amsel ist tot. Nun stehen sie vor der großen Frage, was man tun soll, wenn jemand gestorben ist. Sie möchten der Amsel helfen und ihr zeigen, dass sie sie lieb hatten. Also bauen sie für sie einen großen Blätterhaufen, legen sie vorsichtig hinein und setzen einen Zapfen ganz oben drauf – als Zeichen der Erinnerung. Doch reicht das? Reicht ein Blätterhaufen, um zu zeigen, wie wichtig die Amsel war? Gemeinsam denken, reden und fühlen die Freunde – und finden schließlich ihren eigenen, ganz besonderen Weg, Abschied zu nehmen. Das Buch behandelt ein Thema, das für Kinder oft schwer zu verstehen ist: den Tod. Olivier Tallec zeigt, dass man traurig sein darf, wenn jemand nicht mehr da ist, den man lieb hatte – aber dass man trotzdem weiterleben und schöne Erinnerungen bewahren kann. Die Geschichte vermittelt, dass jeder seinen eigenen Weg des Abschieds finden darf. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Wichtig ist nur, dass man über seine Gefühle sprechen darf – so wie das Eichhörnchen, Pok und Günther es tun. Außerdem geht es um Freundschaft, Mitgefühl und Zusammenhalt. Die Freunde trösten sich gegenseitig, helfen einander und zeigen, dass man gemeinsam auch schwere Momente besser bewältigen kann. Tallec gelingt es, den Tod nicht als etwas Bedrohliches darzustellen, sondern als Teil des Lebens. So wirkt die Geschichte traurig, aber gleichzeitig tröstlich und lebensbejahend. Olivier Tallec schreibt in einer einfachen, aber gefühlvollen Sprache, die Kinder gut verstehen. Er findet Worte für Dinge, die schwer auszudrücken sind – sanft, ehrlich und manchmal sogar ein wenig humorvoll. Das macht das Buch besonders wertvoll für Kinder, die erste Erfahrungen mit dem Thema Verlust machen. Die Illustrationen sind ein echter Blickfang: warm, weich und voller kleiner Details. Sie erzählen oft mehr, als die Worte sagen, und lassen Raum für eigene Gedanken und Gefühle. Die Mimik der Tiere ist liebevoll gezeichnet – man kann richtig spüren, wie verwirrt, traurig, aber auch fürsorglich sie sind. Durch die Bilder entsteht eine Atmosphäre, die sowohl zum Nachdenken als auch zum Lächeln einlädt. „Ist Amsel tot?“ ist ein wunderschönes, berührendes und kluges Bilderbuch über den Tod, das Leben und die Freundschaft. Es zeigt, dass Trauer etwas Natürliches ist und dass man gemeinsam Wege finden kann, damit umzugehen. Das Buch ist ideal zum Vorlesen in der Familie oder im Kindergarten, wenn Kinder mit dem Thema Tod in Berührung kommen – sei es durch ein Haustier, ein Familienmitglied oder einfach aus Neugier am Leben. Olivier Tallec gelingt es, das Thema mit Respekt, Wärme und Leichtigkeit zu erzählen, ohne die Gefühle der Kinder zu überfordern. Statt Angst zu machen, spendet das Buch Trost und Hoffnung. Ein einfühlsames Werk, das zeigt: Auch wenn jemand nicht mehr da ist, bleibt die Erinnerung lebendig – wie der Gesang der Amsel im Herzen ihrer Freunde. Rezension von: Die Magie der Bücher
Gelincik
5/5
11.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wichtig
In dem Buch "Ist Amsel tot?" von Olivier Tallec setzt sich der Leser auf sensible Weise mit dem Thema Tod auseinander. Es geht darum, dass der Amsel-Freund gesucht und leider tot aufgefunden wird. So fragen sich die Freunde, was sie tun müssen...
Was dieses Buch so besonders macht, sind die Illustrationen. Sie sind reduziert auf das Wesentliche, nutzen aber Farben und Formen meisterhaft, um Emotionen und Stimmungen zu transportieren.
Die Sprache ist einfach und direkt, aber gleichzeitig poetisch und philosophisch. Der Autor vermeidet es, den Tod zu beschönigen oder mit Angst zu belegen. Stattdessen präsentiert er ihn als einen natürlichen Teil des Lebenszyklus.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.
shizu_reads
5/5
01.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolles Buch für ein schwieriges Thema
Zuallererst: Ich liebe den Zeichenstil sehr – etwas kratzig, nicht ganz so verspielt und großartig in der Mimik. Hier bezaubert nicht unbedingt Cuteness, sondern eher Detailliebe und eben diese geniale Mimik, die so viel mit so wenig aussagt.
Ich weiß nicht, ob Kinder das auch so wahrnehmen, aber für mich als Erwachsene steckte da auch eine gute Portion trockener Humor drin.
Die Geschichte wird trotzdem sanft und mitfühlend erzählt und bringt dabei das Thema Tod, Abschied und Trauer gut rüber. Dabei ist sie weder kitschig, überzogen noch taktlos, sondern zeigt einen Weg zum Umgang damit auf.
Tod ist kein leichtes Thema – weder für Kinder noch für Erwachsene. Umso wichtiger finde ich es, dass es Bücher gibt, die dieses Thema einfühlsam aufgreifen, gut darstellen und eine Möglichkeit bieten, darüber ins Gespräch zu kommen. Das schaffen Eichhörnchen und Pok hier auf jeden Fall sehr gut.
Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.
papa.hirsch.liest
4/5
16.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
sehr nachdenklich
Worum geht es?
Eichhörnchen und sein Freund Pok laufen über die gelbe Wiese um ihrem Lieblingsvogel, der Amsel zu lauschen. Doch statt wohltuender beruhigender Klänge, mussten sie die Amsel vor einem Baum wiederfinden. Beide machten sich Gedanken ob sie tot sei. Auch die Maus Günther hatte keinen Rat. Was nun?
Mein Eindruck:
Ein schweres Thema. Tot. Und wie geht man damit um. Mit Respekt wie das Buch und die Geschichte zeigen. Die Illustrationen sind wirklich schön, sind zwar nicht meins, dennoch finde ich, das die Bilder wirklich gut zur Stimmung passen. Es ist sehr nachdenklich, denn es wird eine gewisse Spannung aufgebaut ob die Amsel tot ist oder nur schläft und dieses Thema zieht sich durch das Buch.
Bewertung:
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5/5
12.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
dem Tod begegnen oder erste Erfahrungen mit dem Thema Verlust
Kennen Sie Olivier Tallec`s Eichhörnchen und seine Freunde?
Wobei dieses Eichhörnchen manchmal ein unsympathischer Gierhals sein kann und seinen Freund, den Baum, buchstäblich so lange ausbeutet, bis es ihn nicht mehr gibt...
Aber das ist eine andere Baustelle!
In "Ist Amsel tot?" finden das Eichhorn und sein Pilzfreund Pok ihren Freund Amsel, der auf der Wiese im Baum immer so schön singt, eines Morgens bewegungslos auf dem Wildwechsel(weg).
Erst glauben sie, er schläft, aber nachdem sie länger gewartet haben, dann gerufen und gebrüllt und nix passiert, wird den beiden und der dazugeholten Maus Günther allmählich bewußt, das Amsel wohl tot ist. So lange still liegen schafft keiner....
Was kann man da tun? Sie wollen Amsel beschützen, also bauen sie mit Stöckchen, vielen bunten Herbstblättern und einem Zapfen obendrauf, einen leuchtenden Blatthügel über ihrem toten Freund.Dann hat Günther ein Gedicht gelesen, sie haben gemeinsam geschwiegen und an ihn gedacht, dann sind sie am Fluss lang gelaufen und haben sich schließlich überlegt, das sie die große Wiese nach Amsel benennen wollen.
Und als sie am nächsten Tag zur "Amselwiese" kommen, sitzt da ein anderer Vogel auf einem Baumstumpf und tiriliert - das Leben geht weiter....
Tallec`s Tierfiguren mit den großen Kulleraugen sind mit feinem Strich und kräftigen Farben immer ein Hingucker und ihre Gesichtausdrücke sprechen für sich.
Zudem ist hier die vorherrschende Jahreszeit der Herbst mit seinen bunten Blättern, die auch ein wenig von Abschied künden und die Bemühungen der Drei, dem toten Freund so was wie die letzte Ehre zu erweisen, dürfte auch für Kitakinder nachvollziehbar sein.
Das jemand fort ist, man aber an ihn denken kann und im Falle der "Amselwiese" auch ein Platz gegeben ist, der immer an ihn erinnern wird, ist sicherlich tröstlich und kann vielleicht auf (spätere) eigene Erlebnisse übertragen werden.
Ein Bilderbuch über ein Dauerthema - mit Respekt und leisem Humor zugleich erzählt und dargestellt.
P.S.Ein klein wenig irritierte (mich), das Amsel erst als "er" benannt wird, während am Ende "die" Amsel vorherrscht- aber das nur am Rande.
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