1872, Ballsaison in Wien: keine gute Zeit für junge Gräfinnen, die sich nicht verheiraten lassen wollen. Der Rest der Stadt ist im Glücksrausch, Lose sind die Vergnügung der Stunde. Freiherr von Sothen hat mit dem Verkauf von Lotterielosen sein Geschäft gemacht und viele Leute arm. In Glanz und Gloria lebt er in einem Schlösschen am Cobenzl – bis er erschossen wird. Pech für den gierigen Freiherrn, Glück für Oberinspektor Janek Pokorny, denn wenn ein Mord in bester Gesellschaft geschieht, ist die junge Gräfin Aurelia von Kolowitz nicht weit. Doch die adelige Hobbykriminalistin hat andere Sorgen: Ihr Verleger möchte ihre Karikaturen nicht mehr drucken, ihr Vater will sie an einen Süßwarenfabrikanten verheiraten, und Janek hat sich nach ihrem letzten Fall nie wieder bei ihr gemeldet. Wie immer machen die Männer um Aurelia herum also nichts als Ärger. Doch dann tritt die Witwe des Freiherrn auf den Plan – und die stellt, was Niedertracht betrifft, noch so manchen Mann in den
Schatten.
Die Aurelia von Kolowitz Reihe:
Band 1: Aurelia und die letzte Fahrt
Band 2: Aurelia und die Melodie des Todes
Band 3: Aurelia und die Jagd nach dem Glück
Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden .
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**** Mein Eindruck ****
Beate Maly hat ein fantastisches Gespür für ihre Figuren und für die Entwicklung der übergeordneten Geschichte ebenso wie für den neuen Fall. Diesmal wird es zeitweise richtig düster, was besonders viel Spannung für den Fall selbst aufbaut und in mir großes Mitgefühl für die heldenhaften Figuren der Geschichte auslöst. Auch im dritten Teil ist das Buch wieder voller schöner Momente, bedeutsamer Szenen, einer perfekten Atmosphäre und eines historisch angepassten Miteinanders. In dieser Reihe habe ich immer wieder das Gefühl, so richtig in die Zeit einzutauchen und die Hauptfiguren mittlerweile persönlich zu kennen. Inzwischen gibt es davon reichlich, sodass das Buch lebhaft und abwechslungsreich daherkommt. Die Gesellschaftsschichten finden in all ihren Facetten Raum, und Aurelias und Janeks Momente sind noch immer die ganz besonderen – vor allem für alle, die gerne auch einmal Herzklopfen verspüren. Der Fall selbst war großartig eingebettet und durchdacht, einmalig in seiner Verstrickung und komplexer, als zunächst geahnt. Die Autorin spielt mit den Verfehlungen der Menschen und zeigt dabei eine klare Moral auf. Das Buch hat rundum viel zu bieten, und jeder neue Band ist Jahr für Jahr ein ganz besonderes Highlight.
**** Empfehlung? ****
Wer historische Krimis liebt, muss Aurelia lesen. Auch der dritte Band kann ganz und gar fesseln, und die wienerische Atmosphäre ist neben den fabelhaft gezeichneten Figuren einfach herrlich.
Carmen Vicari
aus Dossenheim
5/5
20.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Glückslose und Mord
Die Ballsaison hat im Januar 1872 in Wien gerade begonnen und Aurelia von Kolowitz versucht weiterhin, Bewerbern um ihre Hand auszuweichen. Derweil wird Oberinspektor Janek Pokorny mit einem neuen Fall konfrontiert. Freiherr von Sothen wurde auf seinem Anwesen erschossen. Der Freiherr verdiente sein Geld mit dem Verkauf von Lotterielosen und anderen zwielichtigen Geschäften. Ein Motiv für den Mord lässt sich bei vielen finden, die er um ihr Geld gebracht hat. Doch ist das der richtige Ermittlungsansatz?
Das Buch ist bereits der dritte Teil einer Reihe von Beate Maly. Im Fokus stehen Aurelia von Kolowitz, eine junge Adelige, die ein wohl behütetes Leben führt, zeitgleich aber auch ein Auge auf Janek Pokorny geworfen hat. Jedoch entspricht er nicht ihrem Stand, so dass eine Liebe unmöglich erscheint. Um dennoch Kontakt zu ihm halten zu können, unterstützt Aurelia ihn bei seinen Ermittlungen.
Für mich war es das erste Buch dieser Reihe und ich fand mich schnell zurecht. Die Autorin Beate Maly liegt in ihren Büchern einen sanften und doch zugleich fordernden Ton an. Die Ermittlungen gehen hart zur Sache und bilden daher einen guten Kontrast zum gräflichen Leben. Die Einblicke in die Unterschiede bei den Ständen fand ich sehr interessant und ich konnte mir sowohl Aurelia als auch Janek gut vorstellen.
Der Fall ist sehr knifflig und ich habe mich selbst auf Spurensuche begeben dürfen, unterbrochen von den kurzen Ausflügen mit Aurelia.
Fazit:
Es war für mich der erste Fall mit Aurelia und Janek. Jedoch wird es nicht der letzte gewesen sein. Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut und es wirkte lange nach. Daher werde ich jetzt die beiden Vorgängerbände lesen und dann auf eine baldige Fortsetzung hoffen.
Bewertung
5/5
08.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Krimi mit feinem historischem Gespür verwebt
Beate Maly lädt in ihrem historischen Wien-Krimi „Aurelia und die Jagd nach dem Glück“ zu einer atmosphärischen Reise in das Jahr 1871 ein – mitten hinein in die Ballsaison, in der sich Glanz, Gesellschaft und das Suchen nach Glück und Reichtum miteinander mischen. Als der sogenannte „Lotto-König“ Johann Carl von Sothen aus nächster Nähe erschossen aufgefunden wird, beginnt eine vielschichtige Ermittlungsarbeit. Der Tote war privat und geschäftlich alles andere als zimperlich, und wie sich bald zeigt, die Liste der möglichen Täter entsprechend lang.
Im Mittelpunkt stehen die junge Gräfin Aurelia und Oberinspektor Janek Pokorny, die bei einer Begegnung mit der Witwe des Ermordeten auf eine vielversprechende Spur stoßen.
Maly gelingt es, diesen Kriminalfall mit feinem historischem Gespür zu verweben: Wien und seine Umgebung werden lebendig, die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit sind spürbar und selbst die sprachlichen Feinheiten – mit charmanten wienerischen Ausdrücken, tragen zur dichten Atmosphäre bei.
Besonders beeindruckend ist, wie leicht man in diese Welt eintaucht. Die Schauplätze wirken plastisch, die historischen Details sind kenntnisreich eingeflochten und die Figuren haben Tiefe. Aurelia, Janek und die weiteren zentralen Charaktere lassen sich gut nachempfinden; ihre Beweggründe und Emotionen erschließen sich schnell.
Weniger leicht zugänglich ist dagegen die Vielzahl an auftretenden Personen. Zwar gibt es zu Beginn eines jeden Kapitels eine Orientierung, welche Figur gerade im Fokus steht, dennoch kann es anspruchsvoll sein, alle Namen und Rollen im Gedächtnis zu behalten. Eine kleine eigene Notiz erweist sich hier tatsächlich als hilfreich.
Trotz dieses kleinen Stolpersteins bleibt der Gesamteindruck sehr positiv. „Aurelia und die Jagd nach dem Glück“ ist ein gelungener historischer Krimi, der Spannung, Charme und liebevolle Zeitkolorit verbindet. Beate Maly bestätigt ihren Ruf als „Queen of Cosy Crime“: Ihr Wien es 19. Jahrhunderts lädt zugleich zum Miträtseln und zum Genießen ein. Ein Buch, das sich wunderbar lesen lässt und seine Leserinnen und Leser mühelos in eine vergangene Welt entführt.
Bewertung
5/5
29.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolle Krimireihe
Der dritte Teil ist ebenso gut wie Teil 1 und 2. der Schreibstil ist flüssig und die Handlung gut durchdacht. Wer leichte Krimis liebt, ist bei dieser Buchreihe gut aufgehoben.
Ich hoffe sehr, dass ein vierter Band erscheint.
NiniSte
aus Kiel
5/5
23.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Toller historischer Krimi
Von Beate Maly habe ich schon einige Romane mit Begeisterung gelesen. ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " ist mein erster Krimi von ihr. Und auch hier bin ich absolut begeistert, die nächsten Bücher von ihr stehen schon auf meiner Wunschliste.
Auch wenn ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " der dritte Band der Reihe ist, konnte ich ihn problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Sehr schnell ist man mit den sympathischen Protagonisten vertraut. Grafentochter Aurelia von Kolowitz und Polizeioberinspektor Janek Pokorny sind sich schon durch die vorherigen gemeinsam gelösten Fälle bekannt. Beide verspüren eine gewisse Anziehung, obwohl ihnen genauestens bewusst ist, daß aufgrund ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellung eine Beziehung oder gar eine Ehe undankbar wäre. Beate Maly entführt den Leser ins historische Wien. Es ist Januar 1872 und die Faschingszeit wird mit auch auf Bällen ausgiebig gefeiert. Da es nun endlich Zeit wird, daß die fast 30jährige Aurelia heiratet, hat ihr Vater einen passenden Heiratskandidaten für sie ausgesucht. Doch Aurelia hat nicht vor, zu heiraten und sich den Anordnungen eines Mannes zu unterwerfen. Dafür liebt sie ihre Freiheit zu sehr und auch das Zeichnen von Karikaturen, die unter einem Pseudonym bei der Zeitung veröffentlicht werden.
Als der ,, Wiener Lottokönig " Freiherr Johann Carl von Sothen vor seinem Schloss im Cobenzl erschossen wird, soll Janek Pokorny den Täter ermitteln. Feinde hatte er zur Genüge, hat er doch durch seine Lotterie und dubiose Gewinnversprechen , die nie in Erfüllung gingen, zahlreiche Menschen um Hab und Gut gebracht. Nur er wurde immer reicher. Sehr zur Freude seiner Frau, die ihm in Habgier allerdings in nichts nachstand. Zufällige Begegnungen und Gespräche auf Veranstaltungen bringen Aurelia mit dem Fall in Berührung. Vom da an, ist ihr Spürsinn geweckt und zusammen mit Janek wird nach dem Täter und Motiv des Mörders gesucht. Eine sehr spannende und fesselnde Ermittlung, mit Erkenntnissen , die mich überrascht und auch entsetzt haben.
Der äußerst flüssige und bildhafte Schreibstil lässt die Seiten nur so fliegen. Die Beschreibungen des historischen Wiens sind wunderbar detailliert, ich bin mit Aurelia und Janek durch die Straßen gegangen, habe im Café ein Haferl genossen und bin bei Schnee und Kälte mit dem Fiaker gefahren. Die Personen sind ausgezeichnet realistisch und ( die meisten) auf Anhieb sympathisch dargestellt. In meinen Ohren höre ich die Wiener Mundart, die ich einfach wunderbar finde. Die gesellschaftlichen Gepflogenheiten sind hervorragend authentisch beschrieben und auch wie sehr Aurelia mit den zu wenigen Rechten der Frauen hadert ist beeindruckend. Das Persönliche kommt im Roman bei den kriminalistischen Ermittlungen nicht zu kurz. Die Gedanken und Gefühle der Personen sind nachvollziehbar und für jedes kleine bißchen Glück freut man sich mit ihren. Bis zum Schluss habe ich mitgefiebert, mitgerätselt, wer und was für diesen Mord verantwortlich ist. Ich konnte das Buch erst aua der Hand legen, als die letzte Seite beendet war.
Ich hoffe auf weitere Fälle für Aurelia und Janek. Schon jetzt bin ich ganz gespannt, ob es vielleicht ein persönliches Glück für die Beiden geben wird.
Von ganzem Herzen eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Liebhaber historischer Krimis mit sympathischen Charakteren und spannenden Fällen, geschickt verknüpft mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten, Rechten und Pflichten jener Zeit
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